PIELcast
Informative Beiträge – für Dich an einem Ort versammelt.
Der PIELcast ist dein Podcast für Wissen2Go, echte Geschichten aus dem Arbeitsalltag und alles, was den Technischen Handel gerade bewegt. PIELaner und wechselnde Gäste bringen kompakt auf den Punkt, was wichtig ist – informativ, nahbar und mit einer guten Portion Humor.
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#91 CEO-Jahresrückblick 2026 - Drei Geschäftsführer ziehen Bilanz
Ganz offen sprechen Christian, Mario und Michael über ein Jahr voller Höhen und Tiefen bei PIEL. Das Umsatzwachstum von drei Prozent klingt zunächst gut, doch Mario gibt zu: Die gesteckten Ziele wurden nicht erreicht. Wie geht ein Unternehmen mit dieser Diskrepanz um?
Nach 18 Jahren wurde endlich das Warenwirtschaftssystem modernisiert, ein gewaltiger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit. Christian hebt besonders die erfolgreiche Digitalisierung hervor – das klassische Abtippen gehört der Vergangenheit an, KI ist Freund und Helfer im Alltag eines jeden PIELaners. Das Stecken der Ziele 2025 markierte einen Kulturwandel: Statt Top-Down-Vorgaben entwickelte die Mannschaft selbst die Ziele. Das neue System Plato analysiert nun Daten und schlägt konkrete Handlungsoptionen vor, damit Mitarbeiter sich wieder auf Menschen statt Daten konzentrieren können.
Für 2026 stehen ambitionierte Pläne an: der Gipfelsturm im Juni bringt analog zum vergangenen Jahr wieder fünf Standorte zusammen, im April startet das Arbeitsschutzforum mit dem Motto "Inspiration für deine Sicherheit". Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude in Soest sollen energetische Modernisierung und besseren zwischenmenschlichen Austausch ermöglichen. Auch die Handwerksarbeiten an den weiteren Standorten kommen 2026 nicht zum Stillstand.
Transkript
Eine neue Folge des PIELcasts, Folge 91. Ein herzliches Willkommen an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Bei den Gästen, die wir heute vor dem Mikrofon begrüßen dürfen, könnten wir annehmen, dass es sich um eine Jubiläumsfolge handelt. Zum Beispiel Folge 100. Ich darf unsere drei geschäftsführenden Gesellschafter bei uns begrüßen. Hallo Christian. Hallo Mario. Hallo Michael. Schön, dass ihr da seid.
Hallo Jasmin. Danke für die Einladung.
Sehr gern. Sehr gut. Wir wollen heute über das vergangene Jahr sprechen und auch einen Ausblick auf 2026 wagen. Seid ihr bereit?
Sowas von. Na klar. Gut. Michael hat auch nichts gesagt.
Doch, Michael hat schon was gesagt.
Bist du bereit, Michael?
Ich bin bereit.
Zunächst etwas Organisatorisches. Christian, du bist seit dem 1. Januar geschäftsführender Gesellschafter. Was dürfen wir von dir in der Rolle erwarten, beziehungsweise wie fühlst du dich damit?
Ja, ich fühle mich damit sehr gut. Ich freue mich einfach darüber, dass das entsprechend geklappt hat, dass das Vertrauen da ist meiner beiden Partner, dass wir viele als Familienunternehmen weiter so aufstellen können. Ja, und was es zu erwarten gibt, natürlich, dass die Werte und Ansprüche, die wir uns hier setzen, dass die von mir gelebt werden, Standards gesetzt werden und ich werde mich in ein, zwei neue Aufgabenbereiche einarbeiten dürfen, worauf ich mich sehr freue. Und das passiert auch gerade schon. Das macht Spaß, darüber nachzudenken, mit der Truppe zu arbeiten. Und das ist so mein Rahmen für die nächsten Wochen, Monate und für das Jahr 26, genau.
Welche Aufgabenbereiche werden das sein?
Also zu meinen bisherigen Aufgaben wird zusätzlich das Thema Einkauf kommen, was ich vom Mario Zug um Zug mit übernehmen darf, mit Unterstützung der gesamten Mannschaft dahinter. Genau, das wird für mich so dann... Das größte, neueste Thema sein mit entsprechendem Impact für das Haus. Genau.
Sehr schön. Vielen lieben Dank. Mario, du verantwortest bei uns im Hause den Vertrieb. Warst du mit 2025 zufrieden?
Nein. Aber das heißt ja nicht, dass es schlecht war, sondern dass wir unsere Ziele nicht erreicht haben, hat ja auch was mit der Welt da draußen zu tun. Wir haben es jetzt das dritte Jahr hintereinander in Deutschland mit einer Rezession zu tun, auch wenn jetzt veröffentlicht wurde, dass wir 0 ,2 Prozent Wachstum hatten. Das ist ja Quatsch. Deutschland wächst nicht, die Wirtschaft stagniert. Und in dem Zusammenhang haben wir es trotzdem hinbekommen, um unseren Umsatz um 3 % zu steigern. Das ist aller Ehren wert. Das ist viel stärker als die Branche. Wir sind gut drauf, das läuft. Aber es ist eben nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Und deshalb kann ich nicht zufrieden sein. Aber sagen wir es so, wir haben gute Grundlagen geschaffen für 2026, um dieses Jahr unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Und da freue ich mich richtig drauf.
Sehr schön. Michael, wie sieht es bei dir aus? Warst du mit 2025 zufrieden?
Wirtschaftlich nicht ganz so. Das hat Mario gerade schon gesagt. Aber verschiedene Themen fand ich richtig gut. Wir haben BC eingeführt. Wir haben Bottenabplanung gemacht das erste Mal. Wir haben einen Gipfelsturm gemacht. Wir haben wieder ein geiles MAWI Forum hinter uns. Und wir haben den Generationswechsel letztendlich am Jahresende abgeschlossen. Also die dritte Generation ist aus dem Haus. Die vierte ist... Direkt am Ruder, also dementsprechend unterm Strich war das schon ein gutes Jahr. Wirtschaftlich natürlich nicht. Okay.
Was waren denn für dich so die größten Erfolge 2025?
Ja, die Erfolge ist ja klar. BC war mein Projekt, also dementsprechend sind wir echt gestartet am 15 .09. Das habe ich natürlich nicht alleine gemacht. Da gab es Key -User, da gab es die Projektleitung, Ruben, Jan, Karl -Heinz. Also dementsprechend haben wir in dem... in dem Bereich richtig gute Arbeit geleistet. Es ist noch nicht perfekt rund an allen Stecken. Also dementsprechend sind wir noch ein bisschen dran, auch ein bisschen aus dem Getriebe Sand rauszufegen. Aber letztendlich, wir haben unser Herz ausgetauscht, unser wahren Wirtschaftsherz. Dementsprechend, da kann man schon ein bisschen stolz drauf sein.
Würdest du das als Meilenstein in der Piel -Geschichte mitnehmen?
Das würde ich schon als Meilenstein sehen, nach 18 Jahren das wahren Wirtschaftssystem zu wechseln. Um halt up -to -date zu bleiben, denke ich mir schon, dass das ein Meilenstein ist. Der andere Meilenstein ist sicherlich auch die Bottenabplanung, die wir gemacht haben, dass die Ziele für das Jahr 2025 halt von der Mannschaft kamen und nicht von oben aufoktroyiert wurden. Also dementsprechend war das sicherlich auch ein Meilenstein. Und ja, Mavi -Forum ist ja in Anführungsstrichen schon Routine, aber wer dabei war in Essen, das liebe Grüße an. Also als Mario dann das Steigerlied angestimmt hat. Das war schon, in diesen Hallen war das schon ziemlich geil.
Ja, und ich war ziemlich platt, genau, dass ich da auf der Bühne meine Schalke -Erfahrung bringen konnte.
Und natürlich, natürlich, ich war ja auch betroffen, Gipfelsturm, da durfte ich ja auf Wunsch der Mannschaft auch ein bisschen was sagen, inmitten der PIELanen. Das ist schon etwas, da muss ich mich mal dran gewöhnen, weil in der Mitte zu stehen, also nach vorne stehen ist nicht das Problem, aber in der Mitte, wo Leute drumherum sind, das war schon meine Herausforderung. Da habe ich schon ein bisschen geschwitzt.
Wenn du den Gipfelsturm auf den Punkt bringen müsstest, was wäre das?
Gemeinsam, vereint, erfolgreich sein in der Zukunft. Also es geht eher um die Qualität der Arbeit.
Christian, wie sieht es dir aus? Welche Projekte oder Initiativen waren 2025 für dich besonders erfolgreich?
Besonders erfolgreich ist, glaube ich, Thema im Bereich der Digitalisierung, wo wir es jetzt endlich Zug um Zug schaffen, dass wir weniger Dokumente abtippen müssen. Es gibt bei uns tatsächlich noch Tätigkeiten, wo man ein PDF abtippt, um es ins ERP -System zu bringen. Und das hat die Mannschaft Zug um Zug digitalisiert, Hilfe eines Startups. Und das finde ich sehr, sehr gut, weil dieser Handlungsstrang ja auch zu Ende gebracht wird. Und das ist schön.
Okay, also würdest du sagen, dass solche Technologien auch im vergangenen Jahr eine wichtige Rolle hier bei PIEL gespielt haben.
Ja, massiv. Also, ja, ich glaube, Mario und ich, wir haben neulich mal einen Zeitstrahl nochmal entwickelt, mit welcher Technologie wir uns in welchem Jahr tatsächlich beschäftigen. Ich glaube, wir sind angefangen 2019, wo es losging mit Blockchain, RFID, bis hin jetzt zu AI -Systemen und Kameratechnik. Also alles eher in Richtung Kunde. Wenn wir den Blick nochmal nach intern werfen, wir sind letztes Jahr mit vier plus BC fünf Initiativen gestartet, wie wir uns einfach besser machen können. Das sind noch nicht alle abgeschlossen, selbstverständlich, aber das ist schon massiv. Und das zeichnet uns, denke ich, auch aus, dass wir in dieser, was ja gesagt, die Zeiten sind jetzt nicht rosig draußen und der Sturm ist immer noch da und der Gipfel ist nach wie vor steil, dass wir da trotzdem Gas geben, uns reindenken und in die Umsetzung gehen.
Sehr schön. Mario, Gibt es aus deinem Bereich spezifische Beispiele in Sachen technologischer Fortschritt? Oder was ist dir aus 2025 in der Richtung besonders in Erinnerung geblieben?
Also technologischer Fortschritt, das setzt da an, wo Christian gerade auch schon geendet hat, dass wir verschiedene Digitalisierungsmöglichkeiten tatsächlich in die Tat umsetzen. Und nicht nur schwätzen, sondern wenn wir sagen, bei Piel sollen sich in Zukunft die Menschen wieder um die Menschen kümmern und wenig um die Daten, dann muss man da ja auch mal Taten folgen lassen. Und so haben wir ein System eingeführt, nennt sich Plato, das unsere Umsätze im Detail analysiert und ohne großes Zutun der PIELaner entsprechende Handlungsoptionen vorschlägt. Nämlich, die Jasmin hätte eigentlich diese Woche wieder Sicherheitsschuhe kaufen müssen, hat sie nicht gemacht. Also Mario, du bist der verantwortliche Ausdienstler, ruf die Jasmin an und dann freut die sich, dass sie bei dir wieder ein paar Schuhe bestellen darf. Und das tatsächlich sehr, sehr... detailliert, aber auf eine Art und Weise dargereicht von diesem System, dass da jeder einfach mit umgehen kann, sich entsprechend aus diesen Vorschlägen selber Aufgaben erstellen kann, diese Aufgaben mit dem Innendienst in dem Beispiel auch teilen kann, um dann dran zu bleiben und Vertriebserfolg, Verkaufserfolg hinzukriegen, indem wir mit unserem Kunden sprechen und nicht mehr uns Stunden, Tage, Wochen lang in irgendwelchen Excel -Tabellen aufhalten und diese wertvolle Zeit, die wir mit Menschen verbringen sollten, mit irgendwelchen Excel -Tabellen verschwenden. Das ist live gegangen, dieses System. Es ist einer unserer großen Fortschritte hin, wieder zum persönlichen Kontakt, zur Pflege der Beziehung. Denn nach wie vor ist es aus unserer Sicht so, Geschäfte werden unter Menschen gemacht. Grundlage dafür sind immer Vertrauensbeziehungen und diese Vertrauensbeziehungen werden immer dadurch gestärkt, dass man miteinander arbeitet, Probleme löst und das abliefert, was man versprochen hat.
Und wenn du jetzt auf 2026 blickst, was versprichst du dir persönlich auch von dem Tool, von der Software?
Also die Software wird sukzessive weiterentwickelt. Wir wollen unser CRM -System um die Aufgaben und Notizen aus dem Plato ergänzen, dass wir so eine bidirektionale Schnittstelle haben und somit auch die Daten im Griff haben, die wir selber produzieren, ohne groß tippen, dokumentieren und alles machen zu müssen und erst recht nicht doppelt. Also das wird auf jeden Fall ein großer Fortschritt werden. Und wo ich mich besonders darauf freue, ist, dass wir auch unsere besonderen Leistungen, die wir ja erbringen, somit auch mit mehr Energie, mit mehr Power ausrollen. Denn wir gewinnen ja Zeit dadurch, dass wir selber diese Auswertungen nicht mehr herbeiführen müssen. Und so werden wir gerade im Bereich Dienstleistungen punkten dieses Jahr. Das war letztes Jahr schon mega erfolgreich. Und da freue ich mich richtig drauf. Geht schon los und das lässt sich ganz gut an dieses Jahr.
Sehr schön, klingt gut.
Michael, eine Anekdote aus 2025. Was hättest du da für uns parat?
Eine Anekdote aus 2025. Auf der Weihnachtsfeier auf unserem Weihnachtsmarkt gab es so einen Ronaldo -Effekt. Oder Ronaldo -Moment. Da ist der Fares, unser Azubi, ist ja schon bevor er aufgerufen wurde, zur Danksagung schon auf die Bühne gesprintet. Das fand ich schon ziemlich strange.
Aber das war ein schöner Abend und dementsprechend passte das gut rein.
Liebe Grüße auch nochmal an das Azubi -Team an der Stelle und vielen Dank fürs Organisieren. Christian, was hättest du denn für uns parat?
So eine richtige Anekdote habe ich gerade nicht, aber ich will nochmal auf den Gipfelsturm zurückkommen, den wir im Sommer hatten, dass man sich das vielleicht einmal vorstellen kann. Wir haben also alle Pilane zusammengezogen in einem großen Raum, in einem großen Saal, wo sonst... Abibälle gefeiert worden sind, zumindest war es damals so. Und die Anekdote ist einfach wirklich ein super Gefühl, super Emotion, weil mit allen PIELanern so zusammen zu sein und einfach mal auch von der Seite, vom Spielfeldrand reinzugucken, das hat einfach super viel Zuversicht gegeben. Für die Hälfte 25, als auch jetzt für die nächsten Monate und Jahre, die vor uns liegen. Das war jetzt keine lustige Anekdote, aber zumindest eine Emotion, die ich gerne mit euch teilen wollte.
Sehr schön, danke dir. Mario, deine Anekdote aus 2025.
Also Michel hat es ja schon gerade als Steilvorlage gespielt. Man stelle sich vor, wir sind auf der Zeche Zollverein. Wir haben den Bergmanns Chor der Ruhrkohle engagiert. Die singen richtig schön einen raus, der Saal ist voll, ich will die Jungs nur anmoderieren, will von der Bühne runter, da packt mich der Chorleiter am Kragen und sagt, Kollege, du singst mit. Und da war ich wirklich froh. dass ich zumindest drei der fünf Strophen aus der Stadionerfahrung tatsächlich parat hatte. Und am Ende war es ein Gänsehautmoment, hat riesen Spaß gemacht. Und hat natürlich kein Mensch geglaubt, dass das nicht abgesprochen war, sondern haben das als abgekartetes Spiel dann wahrgenommen. Ist mir egal, hat auf jeden Fall riesen Spaß gemacht. Ja, wie gesagt, der Text, der saß, da war ich froh.
Ja, da muss ich wirklich tatsächlich auch zweimal überlegen, ob das jetzt geplant war oder nicht. Aber ich glaube, nee. Und ich konnte mir auch wirklich keinen anderen vorstellen als dich, der da jetzt steht und das mitsingen muss. Einfach aufgrund deiner Stadionerfahrung, weil Mario ist blau -weißer. Und da war ich doch dann ganz froh, dass du da vorne standest. Tatsächlich, ja, dass du noch mitschmettern konntest. Sehr gut.
Ja, Ziele und Erwartungen für 2026 ist immer so eine schwierige Frage, finde ich zumindest persönlich. Habt ihr Ziele für 2026? Michael, starte mal.
Ja, na klar, wirtschaftlich erfolgreicher zu sein als 25, das ist ganz klar, das ist das erklärte Ziel. Wir sagen immer, wir haben Anlauf genommen in 25, damit wir in 26 höher springen können. Also dementsprechend wird das eine Herausforderung, die das ganze Haus, wir sind ja gerade im Schluss Drittel der Zielvereinbarung für die Planung für 26, da wird sicherlich was Gutes rauskommen und dann sind wir halt gestärkt durch die Die Sachen, die wir im letzten Jahr angeschoben haben, BC eingeführt, wir haben KI -Tools eingeführt. Das wird uns erfolgreich machen. Und wie sagt der Mario immer so schön, der Erfolg ist unausweichlich.
Wie beim Wort. Also du erwartest dir quasi von den Leitplanken, die wir jetzt 2025 gestellt haben, dass die Ergebnisse zu sehen sind.
Das ist wirtschaftlich zwingend erforderlich.
Okay. Sehr gut.
Christian, was erwartest du von 2026? Oder hast du vielleicht auch Neujahrsvorsätze oder so? Sollen wir darüber nochmal kurz sprechen? In der letzten Folge habe ich da tatsächlich mit Christoph und Raphael drüber gesprochen. Die beiden waren nicht so die Neujahrsvorsätze -Fans. Aber Christoph hatte dann doch noch so das eine oder andere parat. Ich bin gespannt. Hast du was?
Also klassische Neujahrsvorsätze, die mache ich jetzt nicht. Oder machen wir jetzt nicht. Für mich ist wichtig in dem Jahr, was jetzt da ist. Ich hoffe übrigens, man hört meinen Bauch grummeln. Was für mich in 26 wichtig ist, einfach meine neue Rolle mit auszufüllen, Erwartungen gerecht zu werden, entsprechend die Umsetzung so hinzubekommen, wie ich es mir vorstelle. Und dazu, ja, was man sich privat halt auch immer vornimmt und wünscht, alles wunderbar in Einklang zu bringen und ja, so der Wunsch zumindest.
Sehr schön. Mario, deine Erwartungen an 2026, was hast du dir vorgenommen?
Wir werden viele, viele Weichen in Richtung Zukunft stellen. Wir werden unsere Ablauf - und Aufbauorganisation anpassen im Lauf des Jahres. Uns einiger neuer digitaler Hilfsmittel dazu bedienen, um eben unserem Leitspruch, um Daten sollen sich Maschinen kümmern und um Menschen, die Menschen immer gerechter zu werden. Das wird dazu führen, dass wir bessere Kundenbeziehungen aufbauen, dass wir mehr Erfolg haben mit unseren besonderen Dienstleistungen. Und deshalb freue ich mich auf ein starkes Wachstumsjahr, das wir gemeinsam erleben werden. Ich kriege ja die fertigen Zielvereinbarungen erst im Laufe dieser Woche. Ich weiß nicht, was im Detail geplant wurde. Aber was so durch die verschlossenen Türen nach außen drang, das ist schon sehr, sehr vielversprechend, was sich unsere Truppe da vornimmt. Und auch jenseits vom Piel. haben wir ja Partner, die stark mit uns wachsen wollen. Wir haben einige Lieferanten, die richtig Gas mit uns geben wollen. Den Pfad, den wir letztes Jahr angefangen haben, weiter gemeinsam zu gehen, da war so eine Klebstoffoffensive vor. Wir sind im Bereich Elektrowerkzeuge ganz anders unterwegs als früher noch. Haben da unseren Umsatz ver -x -facht im vergangenen Jahr. Ist wirklich mega, was da gelungen ist, gemeinsam mit dem Partner Bosch. Ja, haben wir so viele tolle Sachen vor uns und solch einen Elan auch in der Verkäufer -Truppe, in der Vertriebstruppe, dass ich mich richtig, richtig freue auf das Jahr 2026. Und die ersten Wochen gehen ja ganz gut los. Wir freuen uns immer einen guten Auftragseingang. Da ist noch ein bisschen Luft nach oben drin, aber es ist auf jeden Fall schon solide und es geht besser los, als es aufgehört hat. Das macht mich schon mal zuversichtlich. Deshalb sage ich, wenn wir diese ganze Energie nehmen, wenn wir den Willen auch unserer Partner nehmen zu wachsen, dann ist der Erfolg tatsächlich unausweichlich. Und dazu reden wir uns allerspätestens dann nächstes Jahr an dieser Stelle, an diesem Orte.
Ja, ich hoffe wieder zu dritt. Hat mich sehr gefreut, dass ihr alle drei zugesagt habt. Das hatten wir an der Stelle ja so noch nie. Wenn ihr ein Jahreshighlight für 2026 jetzt schon benennen müsstet, vielleicht auch ein Event. Was erwartet euch da? Christian, du zuckst.
Also wir haben uns dazu entschlossen, das, was wir im Sommer 25 haben oder gemacht haben, das auch diesen Sommer genauso so zu wiederholen. Also wieder so viele Pilaner, wie es eben geht, an einen Ort zusammenzuziehen, dass man sich einfach persönlich trifft, miteinander sprechen kann, miteinander arbeiten kann. Und das wird jetzt schon mal mein Highlight.
Sehr schön, Michael. Hast du schon ein Event im Kalender?
Das ist auch der Gipfelsturm im Juni. Also dementsprechend Bock aufeinander zu haben, erfolgreich zusammenzuarbeiten. Das ist schon stark, wenn man die Truppe dann vereint sieht und was da für Energie fließt. Das ist echt stark. Da freue ich mich drauf.
Ja, man muss dazu sagen, dass wir fünf Standorte in Deutschland haben und dann auch von den anderen Standorten alle PIELaner eben hier zum Hauptstandort nach Soos kommen. Also das ist tatsächlich auch logistisch etwas. Aber umso schöner, wenn das dann auch so klappt. Genau. Mario, wie sieht es bei dir aus?
Gipfelsturm klar, es ist gesetzt. Und darüber hinaus haben wir auch wieder unser Arbeitsschutzforum dieses Jahr im April. Und da haben einige Lieferanten schon zugesagt, gemeinsam mit uns tolle, tolle Dinge zu präsentieren. Wir werden das Thema Safety Rockstars ausrollen, dass es noch näher an unsere Kunden herangebracht wird. Da werden wir das ganze Gelände hier wieder rocken. Mal gucken, ob wir dann den Baggern in die Quere kommen, die dann rollen. Da sagt der Christian gleich bestimmt noch was zu. Ja, aber neben dem Gipfelsturm -Highlight dieses Jahr wird auf jeden Fall das Arbeitsschutzforum im April bei uns sein.
Sehr schön. Ja, Christian, wir werden sicherlich keine Sandkästen hier bei uns auf dem Gelände bauen. Was kannst du uns denn da schon anteasern?
Ja, was kann ich anteasern... Was haben wir also vor? Hier unser Gebäude, unser zentrales Hauptquartier oder wie auch immer. Ist halt schon ein paar Jahre alt, Baujahr ist so 74. Merken wir schon länger, dass wir ein bisschen von der Substanz leben und wollen uns entsprechend anpassen. Sei es energetisch, also unser Dach wird saniert, wir bekommen Einwärme mit dem Verbundsystem und so weiter, neue Fenster. Wir wollen aber auch ein bisschen den geänderten Bürobedingungen, Rechnungen tragen, dass das also entsprechend schön schick für unsere Pilana wird. Genau, und da geht es im April los. Der Bagger kommt. Das war wahrscheinlich ein bisschen später, weil wir unser Dienstleistungszentrum, also aus unserer Werkstatt, mit dem Dienstleistungszentrum, da müssen wir wirklich ein bisschen baggern, um Fundament zu legen. Genau, aber das geht ab April los.
Und wenn du dann so zwölf Monate später hier durchgehst, wie stellst du dir das vor, wie es hier aussieht?
Großartig, wenn du jetzt in meinen Kopf gucken könntest. Nein, also wir werden von außen Veränderungen sehen. Die Wärmeisolation im Sommer angeht, als auch im Winter. Das ist halt, wie gesagt, von 1974 ein bisschen andere Standards. Das wird also einfach ein bisschen mehr Komfort bringen. Und auch werden wir es schaffen, dass wir halt nicht mehr hier am Standort unser Nebengebäude brauchen, sondern dass auch die Pilane entsprechend hier im Haupthaus sind. Und ich glaube, das schafft einfach und wird eine neue, schöne Atmosphäre schaffen. Also schön im Sinne von produktiv, als auch gut für den Austausch. Das Zwischenmenschliche quasi.
Gibt es ähnliche Projekte an anderen Standorten?
Ja, also da, wo wir Eigentümer sind der Immobilie und auch des Grund und Bodens, versuchen wir immer zu investieren. Es passiert gerade, wir sind im November mit angefangen in Eisenhüttenstadt, dass wir dort auf eine sehr moderne Heizungsanlage gehen, die uns da entsprechend Rechnung trägt. Wo wir auch auf der Suche sind, nach wie vor ist am Standort in Dresden, ist aber noch nichts. Ja, so konkret, dass der Bagger auch schon in Sichtweite ist.
Kein Sandkasten, schade.
Jetzt ist es ja so, dass ihr als Geschäftsführer der Gesellschaft da auch das Unternehmen repräsentiert, also die PIEL-Gruppe. Und es ist ja auch immer interessant, etwas über solche Personen, solche Persönlichkeiten zu erfahren. Und ich würde euch mal bitten, eure Person in drei Worten zu beschreiben, auf den Punkt zu bringen. Michael, schieß mal los.
Da freue ich mich ja, dass ich starte.
Humorvoll, Genussmensch, PIELaner.
Sehr schön. Mario, wie sieht es bei dir aus?
Voller Energie, dem Blick nach vorn gewandt und im Team erfolgshungrig.
Okay, jedes Wort. Hatte drei Worte, aber ist egal. Alles gut. Nehme ich trotzdem die Antwort. Christian, schieß los.
Optimistisch, neugierig, empathisch.
Das kam wie aus der Pistole geschossen.
Okay. Ich hatte ja auch ein bisschen Zeit, mich den Teil darauf vorzubereiten.
Ein herausforderndes, aber auch wegweisendes Jahr liegt, glaube ich, vor uns. Ich habe Bock und euren Worten zu entnehmen, denke ich, ihr auch?
Sicher.
Sehr gut. Vielen lieben Dank für eure Zeit und auch für eure Einordnung des vergangenen Jahres und auch in den Einblick 2026. Vielen lieben Dank auch an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich freue mich auf ein neues PIELcast-Jahr, viele neue Folgen. Seid gespannt, schaltet gerne ein und ja, bis dahin, bis bald.Danke, bis bald. Ciao. you
PIELcast #90 Neue Gesichter, alte Traditionen
Seit Februar verstärkt Rafael das Team und leitet den Bereich Warenfluss. Christoph kehrte nach fünf Monaten zurück und übernimmt wieder das Finanz- und Rechnungswesen. Was machte den Unterschied bei ihrer Entscheidung? Die menschliche Passung und natürlich das gesellige Reden über Weihnachtstraditionen waren für beide die entscheidenden Kriterien.
Rafael sammelt mittlerweile "Ugly Christmas Sweater", die er anfangs ironisch kaufte, aber heute regelmäßig geschenkt bekommt, während Christoph die Tradition mit dem Weihnachtsbaum-Holen mit seinen Kindern fortsetzt. Kulinarisch wird es ernst: Eine sieben Kilogramm schwere Pute landet bei Rafael auf dem Tisch. Christoph favorisiert eher das Familien-Sahne-Zwiebelschnitzel.
Transkript
00:00:15
Halli, hallo, hallöchen und hohoho zu unserer neuen Weihnachtsfolge des PIELcast. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Getreu unserem Motto, altes Stärken, neues Wagen. Stärken wir heute mal das Alte, nehmen eine neue Weihnachtsfolge auf, die wir in den letzten Jahren auch immer traditionell vor dem Jahresende aufgenommen haben. Das Neue stellen heute Rafael und Christoph dar. Schön, dass ihr da seid. Herzlich willkommen.
Ja, hallo, dankeschön. Danke.
Ihr beide seid ja quasi neu, so wie ich es gerade anmoderiert habe. Seit diesem Jahr seid ihr hier wieder angefangen. Rafael, erzähl doch mal kurz, was machst du bei uns und seit wann bist du bei uns?
Ich bin jetzt seit guten zehn Monaten da, seit Anfang Februar und beantworte den Bereich Warenfluss bei uns im Haus. Das heißt, ich kümmere mich um das Team der Auftragsabwicklung und der Disposition. Das haben wir zusammengefasst unterm Warenfluss. Das sind zehn PIELaner, die ich da unter meinen Fittichen habe, sage ich mal. Genau, ja, seit guten zehn Monaten jetzt dabei. Habe vorher selber einige Jahre operative Dispositionen gemacht. Deswegen passt das für mich thematisch gut. War für mich aber auch genauso die Möglichkeit, mal eine neue Perspektive einzunehmen, ein bisschen was Neues kennenzulernen. Kann jetzt also so ein bisschen meine Erfahrungen im Einkauf mitbringen, gleichzeitig ein bisschen was Neues lernen, was so das Auftragsmanagement angeht. Freue mich und bin total happy.
Rafael, wie bist du auf uns gekommen?
Tatsächlich über einen alten Kontakt aus der Berufsschulzeit. Der Kontakt liegt also ein paar Jahre zurück. Seine Lebensgefährtin hat mit mir zusammengearbeitet bei meinem vorjährigen Arbeitgeber. Und dadurch haben sich dann irgendwie so die Informationen gekreuzt, dass hier eine Vakanz entstanden ist. Und dann habe ich gesagt, irgendwie passt das gerade gut zu meiner Situation. Will ich mich gerne mal darauf einlassen. Dann haben wir ein paar Gespräche geführt und habe dann gemerkt, dass menschlich auch total matcht. Das war für mich immer ganz, ganz wichtig. Deswegen ging dann die Entscheidung am Ende ganz schnell. Ein guter Zufall, muss man sagen.
Schön, dass du da bist. Cool. Christoph, bei dir würde tatsächlich auch beides passen. Alte Stärken, neues Wagen. Du bist ja diesen Jahr wieder bei uns, allerdings nicht das erste Mal.
Ja, ich bin seit Mai wieder da und war mal kurz fünf Monate weg.
Ja, wo hat es dich hin vertrieben und was machst du jetzt bei uns?
Also ich war bei einem Startup -Unternehmen und das war eine interessante Herausforderung. Hat sich aber irgendwie herausgestellt, dass es nicht so gematcht hat. Dann habe ich ja geguckt, wie es weitergeht. Hat ein paar Vorstellungsgespräche in anderen Firmen gehabt, habe dann aber gesagt. Irgendwie ist es das nicht. Und hatte zufälligerweise noch Kontakt zu meinem Vorgänger, Nachfolger und Vorgänger, eigentlich beides. Und der sagte mir, ja, ich habe gekündigt. Und dann habe ich unseren Chef, den Michael Piel, kontaktiert und gefragt, ja, ich würde total gerne wieder zurückkommen. Wie sieht es aus? Und dann zusammengesetzt. Ja, jetzt bin ich schon wieder über ein halbes Jahr hier und bin glücklich.
Sehr schön, cool. Was machst du bei uns?
Also ich bin Leiter der Finanz - und Rechnungswesen bei PIEL und Team ist sechs Leute, vier unterschiedliche Firmen, wofür wir zuständig sind. Also es gibt ja ein großes PIEL, aber Buchhaltungsmäßig haben wir halt verschiedene Mandanten. Jetzt kommt der Buchhalter durch, ja. Genau, wir sind für die ganzen Finanzthemen zuständig.
Cool, ja schön, dass auch du wieder da bist.
Danke. Das finde ich auch übrigens.
Sehr gut. Analog zu den letzten Jahren wollen wir heute so ein bisschen über Weihnachten sprechen. Wie sieht die Weihnachten überhaupt bei uns PIELanern so aus? Mich würde mal interessieren, was so eine klassische Weihnachtstradition bei euch im Haus ist, so zu Hause. Raphael, magst du starten?
Ja klar. Also ich verbinde mit Weihnachten und auch als Weihnachtstradition eigentlich immer ein großes familiäres Zusammenkommen. Also das ist für meine Familie eigentlich so der einzige Termin im Jahr, wo dann wirklich mal alle. an einem Tisch sitzen. Meine Brüder wohnen etwas weiter weg. Deswegen ist es dann schwierig, dass wir überhaupt mal alle die Gelegenheit haben, auch parallel zusammenzukommen. Und dann ist Weihnachten natürlich immer so der Anlass, wo es dann funktioniert. Und von daher sind das dann immer ein paar Tage, wo wir echt viel Zeit miteinander verbringen, sehr, sehr lustige Stunden miteinander haben. Deswegen freue ich mich auch jetzt schon wieder drauf. Und das ist für mich echt immer ein Jahreshighlight, muss ich sagen.
Sehr schön. Klingt gut. Sehr familiär. Christoph, wie sieht es bei dir aus?
00:04:23 SPEAKER_00
Ja, ich mag Weihnachten auch total. Man sieht es auch im Weihnachtspulli. Wir sind in Corona, wo wir uns halt nicht mit der Familie getroffen haben, wir uns halt nicht mit der Familie getroffen haben, haben wir gesagt, komm, irgendwas müssen wir jetzt hier machen. Und dann haben wir uns Weihnachtspullis besorgt. Und seitdem haben wir jedes Jahr an jedem Tag Weihnachten Weihnachtspullis an. Müssen uns also keine Gedanken machen über Kleidung. Also ziehe ich mich jetzt hier schick an oder Weihnachtspullis an, bequem, fertig.
Und dann Bestand aus dem Kleiderschrank zu nehmen, bestellst du dir auch jedes Jahr einen neuen.
Ja, klar.
Rafael, wie sieht es denn bei dir aus? Bestellst du auch jedes Jahr einen neuen?
Ich weiß gar nicht, worauf du hinaus willst.
Ich auch nicht. Du hast auch so eine kleine Kollektion, oder?
Eine kleine Kollektion, ja. Die liegt auch zufälligerweise eventuell neben mir, ja. Also ich würde jetzt nicht so weit gehen, dass es bei mir eine Tradition ist, sondern ich hatte irgendwann mal die schlechte Idee, mir so einen Ugly Sweater zu bestellen. Und hatte den dann irgendwann auch so um Weihnachten, ich glaube vorletztes Jahr, das erste Mal so im Familienkreis an. Da war das Gelächter dann doch relativ groß. Das Verständnis teilweise nicht da. Also meine Mutter hatte zum Beispiel sehr große Fragezeichen über dem Kopf bei dem ersten Modell, was ich da besorgt habe. Aber dadurch ist dann... auch das eine oder andere Stück nochmal dazugekommen. Auch dieses Prachtexemplar wurde mir dann im Nachgang geschenkt, weil ja fälschlicherweise jetzt davon ausgegangen wurde, dass ich für dieses Sweater eine große Begeisterung verspüre. Aber jetzt ist es halt so, jetzt habe ich das eine oder andere Prachtexemplar dabei. Ich weiß nicht, also ich kann das ja auch gerne verlosen. Also wenn es hier im Nachgang jemand findet, der zum Beispiel dieses prachte Exemplar haben möchte, dann stellen wir das natürlich gerne zur Verfügung. Ich zeige es mal gerade in die Kamera.
Oh wow. Ja, also für alle, die, die unseren Videopodcast gerade nicht sehen, es sind diverse Tiere und Pizzastücke in Weihnachtsstil.
Ja, sag's ruhig. Es sieht furchtbar aus, ja.
Ja, Ugly Christmas Sweater war ja auch das Motto, ne?
Richtig, ja. Mit diesem skandalösen Stück ging es dann los. Und ja, inzwischen sind ein paar dazugekommen. Die passen glücklicherweise nicht alle. Von daher komme ich nicht hin und versuchen, die anzuziehen.
Klingt gut, auf jeden Fall. Ich besitze tatsächlich gar keinen ugly Christmas -Sweater und auch gar keinen Christmas -Sweater.
Ist damit ja schon verlost, das ist doch super.
Ja, okay, ich nehme daran teil. Gewinnspiel, Teilnahmebedingungen kommen dann.
Was ist denn deine Weihnachtstradition eigentlich?
Oh Gott, jetzt erwischt ihr mich etwas kalt. Also bei mir ist es ähnlich familiär, dass dadurch... So im Jahr haben wir wenig Zeit, auch zusammenzukommen. Und ich finde es immer schön an Heiligabend mit meinen Eltern, mit der Familie von meiner Schwester. Jetzt seit drei Jahren sind tatsächlich auch zwei Kids an Bord, also von meiner Schwester und der Zwillinge bekommen. Und das hat unser Weihnachten nochmal etwas verändert als die Jahre davor. Aber positiv, muss ich sagen. Und da hat sich so eine kleine Neut -Weihnachtstradition ergeben. Und zwar gehen meine Mama und ich immer mit den beiden vor dem, vor das Christkind kommt, eine Runde bei uns durchs Dorf. dürfen die beiden dann zu Hause absetzen und mit denen Weihnachten genießen, wenn dann auch die Bescherung ansteht.
Ja, das ist sehr schön.
Christoph, du sagtest eben, dass du Weihnachten auch mit den Kids feierst, ne?
Genau, da ist Weihnachten natürlich sehr intensiv. Wir haben halt schon so ein, zwei, drei Traditionen, die so im Laufe der Zeit so entstanden sind. Eine ist eigentlich schon ziemlich lange her. Ich bin mit meinem Papa früher, oder mache ich das immer noch, einen Pannenbaum gucken, Fahnen geholt und dann wurde er abgesägt. Mittlerweile kommen die Kinder mit, was übrigens jetzt nächsten Samstag wieder der Fall ist. Und ja, das ist halt ganz wichtig, auch für die Kinder, für meinen Vater. Und ja, das hat sich halt so fortgesetzt.
Ja, das ist wirklich schön.
Und sonst waren wir mal letzte Woche vor Weihnachten nach Hodenburg -Opter -Tauber. Es ist eine mittelalterliche Stadt, richtig mit Stadtmauer, also wirklich Mittelalter. Und haben ein Hotel dann in der Stadt, in dem alten Kern, wie so einer anderen Welt. Aber das Besondere daran ist, dass dort das ganze Jahr Weihnachten ist. Das heißt, in Weihnachtsgeschäfte, in wirklichen Sommer dahin, wie es ist, kannst du in Weihnachtsgeschäfte reingehen. Und dann ist natürlich... um Weihnachten das Ganze natürlich ziemlich voll da, aber wir kommen dann endlich mal wieder zur Ruhe, weil sonst hat man, wie man das, man hat ziemlich viele Termine vor Weihnachten und wir haben da wirklich mal zwei, drei Tage, wo wir wirklich entspannen, schön was essen, die Geschäfte gehen, über den Weihnachtsmarkt und ja.
Mich würde ja wirklich mal interessieren, ob da jemand im Juli steht und dieses Weihnachtsdorf dann besucht, oder?
Christmas in July ist doch ein echtes Thema.
Okay, das ist an mir bisher vorbeigegangen.
Ich weiß gar nicht, wo es herkommt. Ich glaube, es kommt aus Amerika. Zumindest weiß ich, dass es eine Bekannte von uns, die vor ein paar Jahren nach Australien ausgewandert hat, die feiern das tatsächlich. Also sie stellen sich dann auch einen Weihnachtsbaum in die Bude und so. Von daher würde mich das nicht wundern, wenn es auch in Deutschland den einen oder anderen gibt, der Weihnachten im Juli feiert.
00:08:47 SPEAKER_04
Okay, ja, das ist wirklich komplett an mir vorbeigegangen. Also okay. Christoph, was meinst du denn, wenn deine beiden Kids dem Weihnachtsmann etwas fragen dürften? Was würden die dem wohl stellen? Welche Frage?
Tja, das war schwierig. Ja, wahrscheinlich. Wo du wohnst, wie kommst du ins Haus? All diese Dinge, die man vielleicht in Weihnachtsfilmen auch sieht, die ja allein Rätsel sind, wie das passiert. Und ich denke, dass das halt am spannendsten ist.
Rafael, was würdest du dem Weihnachtsmann fragen? Ich war gerade auf jeden Fall erstmal froh, dass Christoph nicht sagt, dass seine Kinder fragen würden, ob sie wirklich das neue iPhone zu Weihnachten kriegen, sondern dass es dann so eine seriöse Frage ist, ich ihn fragen würde. Ob es dieses Wetter auch in Schönen gibt vielleicht.
Die Frage, die würde sich auf jeden Fall lohnen.
Also weiße Weihnachten, ihr seid bestimmt dafür, oder?
Ja. Genau, so als Christmas -Fans, ja.
Welches Weihnachtsessen darf bei euch auf gar keinen Fall fehlen?
Da habe ich die Antwort sofort parat. Das ist ganz einfach. Es ist auch ein Stück weit Tradition, aber ich wollte es nicht vorwegnehmen, weil ich mir fast dachte, dass wir nochmal auf Essen kommen. Bei uns gibt es jedes Jahr Pute, Rotkohl, Klöße. Das ist fantastisch. Die Pute ist... von Jahr zu Jahr größer geworden. Jetzt inzwischen merken wir, dass wir die Pute wieder ein bisschen kleiner machen können. Natürlich mit heranwachsenden Kindern ist der Durchsatz an Pute doch etwas höher. Jetzt inzwischen sind wir alle dann in einem Alter, wo wir irgendwie auch unser essenstechnisches Limit kennen. Von daher haben wir uns jetzt darauf geeinigt, dass wir ungefähr sieben Kilo Pute haben. Mit wie viel Person? Inklusive Knochen. Der ganze Geier ist jetzt nicht sieben Kilo Fleisch. Wir sind zu fünft.
Wie viel Person?
What? Okay, das ist krass, ja. Dann möchte ich nicht wissen, wie das im heranwachsenden Alter ausgesehen hat.
Ich auch nicht.
Also ich kann mich noch grob daran erinnern, ich weiß aber die Gewichte nicht mehr. Es ist auf jeden Fall beeindruckend, was da so weggeht, aber wir lieben es alle. Und das Gute ist auch, wir kriegen diese komplette Pute weg, weil der eine mag dann lieber Brust, der andere mag dann lieber Schenkel, der eine will mit Haut, der andere will ohne Haut. Also es wird alles restlos verwertet. Am nächsten Tag, wenn was überbleibt, zaubert meine Mutter daraus noch einen fabelhaften Salat. Also wir schmeißen nichts weg.
Christoph, wie sieht es bei euch aus? Was gibt es jetzt auf dem Teller?
Eigentlich untypisch. Von meiner Mutter gibt es ein altes Familienrezept. Das ist so eine Sahne -Zwiebelschnitze. Und das muss es immer geben. Also auch meine Geschwister bestehen darauf, dass es Weihnachten gibt. Also wenn wir dann mit der großen Familie zusammenkommen, nicht nur unsere eigene, dann gibt es bei meinen Eltern immer diese Schnitzel. Und wenn es das nicht gibt, dann ist nicht Weihnachten. So ist es. Genau.
Das klingt lecker. Hätte ich nicht gefrühstückt, wäre das jetzt wahrscheinlich der Moment, in dem mein Magen knurren würde.
Jetzt musst du natürlich die deutsche Tradition vollenden und zugeben, dass es bei euch wahrscheinlich Bockwurst und Salat gibt, oder?
00:11:30 SPEAKER_04
Nee, tatsächlich nicht. Da falle ich auch raus. Müssen wir beim nächsten Jahr noch jemanden dazuholen, bei dem es das gibt?
Definitiv.
Das hätte ich jetzt auch aufgegriffen. Ich glaube bei, was sagt die Statistik, 56 Prozent aller Deutschen gibt es Bockwurst mit Kartoffelsalat? Nee, also so gerne esse ich das dann auch nicht. Muss ich ganz ehrlich sagen. Wir machen... Raclette, Heiligabend. Aber auch so an den Weihnachtsfeiertagen Rouladen, Rotkohl, Klöße. Das darf auch irgendwie nicht fehlen.
Rouladen ist beim mir Silvester-Essen.
Nein, okay, einmal getauscht, ja.
Aber es ist auch untypisch für Silvester, Rouladen, oder? Da ist ja Geld noch mehr. Es ist irgendwie so der einzige Tag im Jahr, wo ich mir gerne die Zeit nehme, dann auch zwei, drei, vier, fünf Stunden in der Küche zu stehen und das zuzubereiten. Unter der Woche ist das immer ein bisschen schwierig, überraschenderweise. An Weihnachten überlasse ich das Kochen gerne meiner Mutter. Und ja, an Silvester stelle ich mich dann gerne in die Küche und mache auch mal Rouladen selber. Und ich freue mich dann auch immer über das Endergebnis. Aber wie gesagt, die Zeit muss man einfach haben, weil sonst ist es nur halb so schön.
Ja, das stimmt. Auf jeden Fall. Gibt es Vorsätze fürs kommende Jahr beruflicher Natur, wo ihr sagt, okay, das streben wir an und das wollen wir umsetzen vielleicht auch?
Ja, bei mir sind es definitiv die Digitalisierungsthemen. Das ist jetzt aber nichts, was wir im neuen Jahr erst beginnen, sondern das haben wir dieses Jahr auf jeden Fall schon. auf den Weg gebracht und sind auch gut vorangekommen. Nichtsdestotrotz müssen wir einfach im nächsten Jahr die nächsten Schritte gehen. Und das ist für mich auch ein persönliches Ziel, dass wir das schaffen. Es gibt ganz konkrete Pläne. Wir haben das also schon soweit vorbereitet. Und für mich ist einfach das persönliche Ziel, dass wir dann nächstes Jahr den nächsten Schritt gehen und uns dann auch digitaler besser, schneller aufstellen. Ganz getreu dem Motto, einfach besser machen.
Das gibt Pluspunkte im Arbeitnehmerheft.
Christoph, wie sieht es bei euch aus?
Das ist im Grunde ähnlich. Ich glaube, wir haben hier im letzten Jahr ziemlich viele Dinge angestoßen, wo wir digitaler werden, wo wir Prozesse verbessern, wo wir miteinander aber auch versuchen, gut miteinander umzugehen. Ich glaube, diesen Weg müssen wir einfach weitergehen. Und wenn wir das tun, dann haben wir erstmal auch noch genug damit zu tun. Aber dann sind wir auch wirklich auf einem guten Weg. Und das ist einfach mein Ziel. jetzt hier an dieser Linie weiterarbeiten und dann wird es eine coole Sache.
Und du?
Ich denke, also ich persönlich halte Vorsätze, zumindest privater Natur fürs Neue, eher für Quatsch. Aber okay, sehr gut. Sonst hätte ich euch jetzt gefragt, wie es bei euch aussieht. So der Klassiker, keine Ahnung, aufhören zu rauchen, gesünder zu essen, mehr Sport zu machen oder so.
Gibt es da irgendwas bei euch?
Ja, dieses Sportding habe ich mal tatsächlich angefangen, so zum neuen Jahr. Die Motivation jetzt nicht unbedingt aus dem neueres Vorsatz an sich kommt, sondern entweder ist die Motivation da oder nicht. Das heißt, wenn man solche Dinge beginnen will, dann halte ich es immer für Quatsch zu warten, bis dann der erste Erste auf dem Kalender steht. Wenn, dann ist das irgendwie ehrliche Motivation, die aus allem kommt und dann macht man es besser sofort. Von daher, ich weiß jetzt noch nicht, was ich zum ersten Ersten ändern sollte. Ich bin eher Fan davon geworden, wenn sich das richtig anfühlt, dann mache ich es lieber sofort. Und dann muss man sich auch nicht hinterher schämen, wenn man mal... wenn man mal Sachen nicht zu Ende bringt. Oder doch feststellt, das ist jetzt vielleicht nicht das, wofür ich es gehalten habe.
Christoph, wie sieht es bei dir aus? Ein konkretes Ziel habe ich nicht. Vielleicht das klassische, ein bisschen weniger essen oder so. Aber das fangen wir dann nach Weihnachten an.
Ja, auf jeden Fall nach dem Zwiebelsahne -Schnitzel.
So ist es. Sehr schön.
Vielen lieben Dank, lieber Christoph, lieber Rafael, für eure ganz persönlichen Einblicke in eure Weihnachtstradition und auch in einen kurzen Blick in das neue Jahr. Leider können wir nicht jeden PIELaner hier ins Content Lab holen und zu Weihnachtstraditionen und Co. befragen, aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, noch ein paar mehr PIELaner zu befragen. Nicht alle, aber ein paar mehr. Und ja, Farres, erzähl doch mal, wie ist so deine Weihnachtstradition?
00:15:13 SPEAKER_00
Unsere Oma kommt zu Besuch und dann gibt es erstmal das Weihnachtsessen an Heiligabend. Das ist auch gemischt, würde ich sagen, also von Usbekisch bis da, wo ich halt herkomme oder auch Russisch, was sich sowieso überschneidet mit dem usbekischen Essen, mit dem usbekischen Essen, haben wir auch ganz traditionelles deutsches Essen wie Sauerkraut oder eine Gans auf dem Tisch stehen. Nach dem Essen gibt es dann bei uns die Geschenke. Jeder schenkt bei uns eigentlich jedem was. Wir feiern nur zu viert, mein älterer Bruder, meine Oma und meine Mutter. Und dann ist auch für jeden drei Geschenke dabei.
Emma, wie feierst du Weihnachten?
Wir feiern Weihnachten dieses Jahr tatsächlich ganz, ganz neu und anders, weil aus familiären Gründen hat sich da einiges ergeben. Aber was tatsächlich jedes Jahr gleich bleibt, ich gehe jeden Morgen, jedes Weihnachten morgens mit meinem Verlobten, gehen wir frühstücken zusammen.
Dominik, wie feierst du Weihnachten?
Zur Tradition gehört auf jeden Fall, dass wir mit der gesamten Familie schöne Bescherung gucken. Das gehört einfach jedes Jahr dazu.
Sabine, wie sieht Weihnachten bei euch aus?
Ja, wir gehen jeden Heiligabend zum Gloria singen und danach gehen wir wieder nach Hause und dann ist Bescherung.
Alex, hast du eine Weihnachtstradition?
In der Tat. Und zwar jedes Jahr zu Weihnachten, ungefähr eine Woche vorher, jetzt am Samstag wird das auch wieder der Fall sein, treffen wir uns mit unserem Neffen. Er ist jetzt mittlerweile 14 und die letzten sieben Jahre ist es so, dass wir uns dann immer, wie gesagt, vor Weihnachten treffen. Und meine Frau macht dann immer schön Punsch, Kinderpunsch, Popcorn wird gemacht und dann gucken wir Kevin allein zu Hause. Letztes Jahr war es Kevin allein zu Hause und dieses Jahr wird es wahrscheinlich Kevin allein in New York sein. Da freuen wir uns schon drauf und das ist so unsere Tradition mittlerweile.
Und bei dir, Saru?
Also ich feiere nicht wirklich Weihnachten, weil wir im Hinduismus kein Weihnachten feiern. Aber was wir so als Tradition machen, ist, dass wir unter der Familie jedes Jahr wichteln.
Und bei dir, Inken?
Ich feiere immer Weihnachten mit meinen Eltern, mit meiner Tante, meinem Onkel, meiner Cousine, Cousin und meinem Opa. Und wir wechseln uns auch jedes Jahr ab. Ein Jahr sind wir mit meinem Onkel, ein Jahr sind wir bei mir zu Hause. Und unsere Weihnachtstradition ist, dass wir auch immer zusammen halt essen und nach dem Essen Geschenke auspacken - immer zusammen halt essen und nach dem Essen Geschenke auspacken. Und ja, meine Mutter hat sich damals was Tolles ausgedacht, als wir Kinder waren. Wir mussten immer, wir haben einen Plastikwürfel. Und wir mussten immer würfeln. Man durfte dann erst ein Geschenk auspacken, wenn man eine Eins oder eine Sechs gewürfelt hat. Und ja, das machen wir auch immer noch. Auch wenn wir Kinder mittlerweile alle erwachsen sind, würfeln wir immer noch alle um unsere Geschenke.
Und René, wie feiert ihr ganz traditionell Weihnachten?
Ja, morgens besuchen wir immer mit meiner Familie meine Oma. Dann nachmittags gehen wir immer zusammen in die Kirche. Und danach kommen wir nach Hause und essen, traditionelles Essen. Und danach machen wir Bescherung und gucken dann auch gemeinsam den Film Kevin allein zu Hause.
Manuela, wie sieht Weihnachten bei euch aus?
Bei uns ist Weihnachten am Anfang immer total chaotisch. Heiligabend muss immer alles fertig gemacht werden. Ein Durcheinander bis zum geht nicht mehr, weil muss ganz viel Essen da sein und so weiter und so fort. Aber dann so gegen 18 Uhr beginnt unser traditionelles Weihnachten mit einem Essen. Und zwar gibt es bei uns immer... Schnitzelfanne. Schnitzelfanne ist sehr zu empfehlen. Es ist richtig lecker mit Kroketten und so weiter und so fort. Das machen wir auch traditionell immer bei meinen Eltern. Am ersten Weihnachtstag fahren wir zu unserem Patenkind. Das ist auch immer so und das hat sich die letzten Jahre extremst gerne, weil mein Patenkind ist jetzt auch schon Anfang 30 und hat auch schon, naja, kleinere Kinder, wo es dann auch richtig Spaß macht. Und ja, auch zuzuschauen, wenn dann Bescherung ist, wie die sich darauf freuen. Es wird dann erst gegessen. Also die werden lange hingezogen. Das ist mittlerweile unsere Weihnachtstradition. Ja, und am zweiten Weihnachtstag treffen wir uns ebenfalls in der Verwandtschaft, wie das wahrscheinlich fast überall so ist, zum Kaffee trinken. Oder das Chaos ist dann bei uns. Dann ist noch mehr Arbeit für mich. Das ist Weihnachten bei mir.
Wow, so viele Weihnachtstraditionen, denen wir gerade lauschen durften. Schreibt uns doch mal eure Weihnachtstraditionen in die Social -Media -Kommentare zur Folge. Wir sind gespannt auf eure Antworten. Das war es auch schon mit der letzten PIELcast -Folge in diesem Jahr. Wir möchten uns auf jeden Fall nochmal bedanken fürs fleißige Zuhören bei euch, wünschen euch frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr, bleibt gesund und wir hören uns im Januar mit einer Folge, die nun ja auch schon zur Tradition geworden ist. Bis dahin, macht's gut. Ciao!
#89 Fallhöhe
Höhenarbeit ist nichts für schwache Nerven – und genau darüber sprechen wir in dieser Episode! Jasmin hat Volker (3M) und Alex eingeladen, um über echte Geschichten aus dem Alltag mit zu reden. Von Momenten, in denen PSAgA Leben rettet, bis zu Situationen, die uns alle wachrütteln – hier gibt’s ehrliche Einblicke und Tipps von Profis.
PIEL und 3M sind mehr als nur Gesprächspartner, wenn es um Sicherheit in der Höhe geht. Also: Angurten, Kopfhörer auf und reinhören – bevor Du den Boden unter den Füßen verlierst!
Transkript
00:00:15 SPEAKER_02
Hallo, hallo, herzlich willkommen zur neuen PIELcast -Folge. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Ich bin heute nicht ganz alleine hier am Tisch. Ich habe den Volker und den Alex eingeladen. Hallo ihr beiden, schön, dass ihr da seid.
00:00:26 SPEAKER_00
Ja, hallo Jasmin. Grüß dich.
00:00:28 SPEAKER_02
Volker, für dich ist es nicht das erste Mal, dass du vor einem Mikro stehst, oder? Auch wenn es das erste Mal beim PIELcast ist. Kann das sein?
00:00:36 SPEAKER_00
Nee, im Prinzip kennt man mich wahrscheinlich schon von diversen Webinaren bei 3M und eventuell auch bei YouTube aus dem einen oder anderen Produktvideo.
00:00:44 SPEAKER_02
Ja, schön, dass ihr den Weg auf euch genommen habt. Wir wollen heute über ein ganz bestimmtes Thema sprechen. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Da habe ich mir quasi die beiden Vollprofis ins Haus geholt. Volker, vielleicht stellst du dich noch einmal kurz vor als Nicht -PIELaner?
00:00:57 SPEAKER_00
Mein Name ist Volker Tubesing von der Firma 3M Fall Protection. Bin mittlerweile seit gut fast 25 Jahren im Bereich Absturzsicherung unterwegs. Kenne auch schon sehr lange die Firma Peel, weil PSA hieß für mich früher Personensuchanlage. Ich bin nämlich eigentlich gelernter Fernmeld -Elektroniker und bin dann vor 25 Jahren in diesen Bereich reingerutscht. Und seitdem betreue ich auch schon die Firma PIEL über zwei, drei Unternehmen und auch damals schon im Bereich Absturzsicherung.
00:01:20 SPEAKER_02
Ah, okay. Also war das quasi Zufall. Das hast du gar nicht gelernt.
00:01:24 SPEAKER_00
Nee, ich habe es tatsächlich gar nicht gelernt. Ich fand aber das Thema super spannend. Also die ganze PSA -Geschichte, ich habe halt falsch geguckt. Ich dachte, ich wollte was Elektronisches machen und bin dann auf persönliche Schutzausrüstung gestoßen. Damals war das Thema, einen Job zu übernehmen, weil jemand in Rente ging und habe dadurch halt Handschutz, Kopfschutz, Atemschutz, alles gemacht. Und da ich Family da war, sagte man damals zu mir, ach Mensch, da hast du doch schon mal so geklettert. Willst du nicht auch den Fallschutz übernehmen? Ja, und das ist jetzt fast 25 Jahre her. Wow, okay, cool.
00:01:49 SPEAKER_02
Wow, okay, cool. Alex, du warst auf jeden Fall... schon mal hier bei uns im Peelcast. Sehr schön, dass du nochmal da bist. Vielleicht magst du dich auch noch einmal kurz vorstellen.
00:01:58 SPEAKER_01
Ja, ich war das letzte Mal, glaube ich, vor knapp einem Jahr hier im Peelcast zu Gast und da war es dann noch so, dass ich im Produktmanagement tätig war und auch die Peel -Service -Tage unter anderem mit organisiert habe oder angefangen habe zu organisieren. Ja, mittlerweile ist es so, dass ich mich habe weiter ausbilden lassen im Bereich unserer Dienstleistung, die wir anbieten und so ist es dazu gekommen, dass auch der Themenbereich PSAGA dazugekommen ist. Also du fährst zum Kunden raus und unterweist in der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz?
00:02:23 SPEAKER_02
du fährst zum Kunden raus und unterweist in der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz?
00:02:28 SPEAKER_01
Genau richtig, unter anderem.
00:02:30 SPEAKER_02
Für mich als... Laien in Sachen persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Welche Produkte sind denn überhaupt für diese Arbeiten in der Höhe oder vielleicht auch in der Tiefe geeignet? Kann man das in der Tiefe?
00:02:40 SPEAKER_00
Ja gut, in der Tiefe ist natürlich das Retten raus. Also wie kriege ich den da wieder weg? In der Höhe natürlich genauso. Das Portfolio ist da sehr, sehr breit. Also alleine bei uns sind das über 10 .000 Produkte, die sich nur mit Absturzsicherung beschäftigen. Aber wir haben da ein relativ einfaches Konzept. Wir haben das sogenannte ABCD der Absturzsicherung. Das hilft einem halt bei der Auswahl. Also gerade auch für... jemanden wie Alex, der draußen ist, ist das natürlich ein Konzept, was ihn sehr unterstützen kann.
00:03:04 SPEAKER_02
Oh, das kleine A mal 1, also in eurer Branche. Okay, wofür stehen die Buchstaben denn eigentlich?
00:03:09 SPEAKER_00
Also es fängt im Englischen relativ perfekt an. Im Deutschen passt es nicht so ganz, aber im Englischen wäre A der Anchor, das heißt also Anschlagpunkt. Das heißt, das Erste, was ich mache, wenn ich irgendwo hinkomme, gucke erst mal, wo kann ich mich überhaupt befestigen? Weil mit diesem Anschlagpunkt geht halt alles los, weil wenn da nichts ist und ich kann mich nicht befestigen, wie soll ich dann das ganze System aufbauen? Und da ist man natürlich sehr breit aufgestellt. Das geht los von einem Dreibein, was man über einen Schacht stellt oder unser David. mit dem schwenkbaren Arm oder es gibt auch diese Davids bis zu 9 Meter hoch mit 4 Meter Auslage, wo ich über eine Maschine hinweg schwenken kann. Stahlseilsysteme, die man an die Wand baut, Anschlagpunkte, die man temporär benutzen kann, Bandschlingen, das ist also sehr breit aufgestellt. Und gerade unsere Flexigard -Serie zum Beispiel für die Maschinen wird sehr gut genommen, weil über den Maschinen fahren halt Kranbahnen, also kann ich oben über dem Kopf gar nicht so richtig versichern und die Flexigard -Serie ist halt genau darauf ausgelegt, dass ich etwas neben die Maschine stelle. Oder wenn ich an einem Becken bin, dass ich halt so einen Arm habe, der dann in das Becken reinschwenkt und wieder rausschwenken kann, sodass ich die Leute zum Beispiel übers Geländer gerettet bekomme. Also da geht es bei A im Prinzip schon los.
00:04:11 SPEAKER_02
Okay, und die anderen Buchstaben?
00:04:14 SPEAKER_00
B wäre dann Body. Body ist der Körper. Das heißt, an der Stelle überlegt man halt, ja, wie kann ich die Person jetzt so mit einem Gurt ausstatten, dass es den Arbeitsprozess unterstützt. Es gibt natürlich Gurte speziell zum Klettern, also Klettergurte. Und dann gibt es natürlich ganz normale Industriegurte. Der eine Gurt ist auch mehr dann zum Sturzen gedacht. Der nächste ist dann mehr gedacht, dass ich mich darin tatsächlich positionieren kann. Das heißt, mein Arbeitsprozess ist natürlich wichtig. Den guckt man sich an. Das ist ja dann auch der Job von Alex oder mir, wenn wir draußen sind. Was macht der Kollege überhaupt? Was arbeitet der? Wie arbeitet der? Wie viele Befestigungspunkte braucht er denn am Körper? Also braucht er nur was im Brust - und Rückenbereich oder muss er sich auch positionieren, dass er an der Seite noch was hat? Muss er vielleicht irgendwo steigen, dass er eine Steigschutzöse braucht? Und da haben wir zum Beispiel jetzt gerade einen neuen Gurt entwickelt, den Exofit XE. Das ist eine Weiterentwicklung unserer Standardgurte. Der ist extrem auf Beweglichkeit ausgelegt und das haben wir während Corona gemacht. Da bekam ich so die Aufgabe, lass uns doch einen neuen Gurt entwickeln. Da habe ich gesagt, wie jetzt? Wir haben gerade Corona. Genau jetzt haben wir Zeit dafür.
00:05:13 SPEAKER_02
Krone alles so mit sich gebracht hat.
00:05:15 SPEAKER_00
Ja, man glaubt es kaum. Und bei dem Gurt haben wir zum Beispiel extrem auf Beweglichkeit gelegt. Das heißt, der Oberkörper ist sehr beweglich. Wenn ich in der Hocke arbeite, kneift der nicht. Und das haben wir tatsächlich mit Kunden zusammen entwickelt. Die haben mit den Prototypen rumgespielt, mit der Geheimatungserklärung und allem. Und dann haben wir die Größen nochmal überarbeitet. Das ist besser angepasst an die europäischen Normen oder die europäischen Körperformen. Und ja, das Ding ist ein guter Erfolg.
00:05:38 SPEAKER_01
Und das macht ja auch so Spaß, dann letztendlich auch den Kunden das zu übermitteln, dass es ja nicht darum geht, einfach nur zu verkaufen, sondern auch entsprechende Trageakzeptanz zu schaffen und entsprechend auch diverse Gurte dann einfach mitzubringen, die Leute es einfach mal probieren zu lassen und die sich dann letztendlich auch für die eigenen Präferenzen dann auch entscheiden müssen, ob der Gurt für die geeignet ist oder auch nicht. Absolut, Gurt ist nicht nur Gurt.
00:05:59 SPEAKER_02
Ich höre heraus, dass die Produktauswahl also sehr individuell stattfindet. Alex, was sind denn da so deine Erfahrungen oder was gilt es bei der richtigen Produktauswahl? zu beachten.
00:06:08 SPEAKER_01
Ja, wie schon gesagt, die Trageakzeptanz muss halt gegeben sein. Man kann mit einem einfachen Gurt starten, wo letztendlich nur Gurte angebracht sind und entsprechend die Ösen angebracht sind. Aber es geht dann letztendlich auch über Polster, die man anbringen kann an Gurten und sowas. Man kann letztendlich dann auch auf einen Premiumgurt gehen, aber das ist halt letztendlich auch die Entscheidung des Kunden, wie Volker ja auch gerade schon gesagt hat.
00:06:28 SPEAKER_02
Jetzt sind wir noch ein bisschen abgeschweift. Wir waren eben noch beim ABCD -Konzept. Volker, du warst bei C stehen geblieben. Wofür steht denn der Buchstabe?
00:06:38 SPEAKER_00
C ist tatsächlich Connection, das heißt die Verbindung zwischen Anschlagpunkt und... Der Person, also dem Body. Das heißt, hier muss ich jetzt als nächstes überlegen, ich habe da einen Anschlagpunkt, ich habe meinen Gurt. Wie verbinde ich die beiden jetzt, sodass mein Arbeitsprozess gut unterstützt ist? Da geht das ja los von einem ganz normalen Bandfalldämpfer, der eventuell aufreißt und dann natürlich viel Platz braucht oder kleine Höhensicherungsgeräte, die eine schnellere Reaktionszeit haben. Auch da hängt es natürlich sehr stark davon ab, was ist sein Arbeitsprozess? Muss er sich schnell bewegen, langsam bewegen? Will er sich vielleicht nur zurückhalten? Will er sich positionieren? Dementsprechend wähle ich das Produkt aus. das Nächstes damit reinspielt, ist, was passiert, wenn er runterfällt? Und da sind wir bei D, Descent, Rettung. Ich muss den Kollegen ja auf den Boden zurückbringen. Da ist es natürlich auch gut, wenn man Kombinationsprodukte machen kann, die die Sache vereinfachen. Also zum Beispiel haben wir mit der Ultralock -Serie und den Zielblocks ein Höhensicherungsgerät -Typus mit einer sogenannten integrierten Rettungsfunktion. Das heißt, ich kann also die Rettung fernauslösen oder von vornherein auf eine Abseilmechanik stellen, sodass, wenn der Kollege reingefallen ist in das Höhensicherungsgerät, von außen gesteuert wird, dass er automatisch abgelassen wird. Und damit ist das Rettungskonzept natürlich wesentlich einfacher. Und dann sind wir natürlich auch dabei, der Kollege muss natürlich unterwiesen werden. jedes Jahr. Und je komplexer das Rettungskonzept ist, umso komplexer ist die Unterweisung. Je komplexer das ganze System aufgebaut wird, umso komplexer ist es natürlich für den Mitarbeiter, das zu begreifen. Also versuchen wir das Ganze so einfach und simpel wie möglich zu machen. Thema ist halt einfach, dass der Mann auch Spaß hat, seine Arbeit durchzuführen. Und wenn der Gurt gut sitzt, die Arbeit mitmacht, hat er auch Bock, den anzuziehen. Wenn das andere miteinander reinspielt, also auch gerade die Rettung und er weiß, oh ja, mein Kollege, der nebenan arbeitet, der kann mich auch im Notfall retten, weil der kennt halt dieses System mit der Stange und kann den Auto... automatisch auslösen und solche Geschichten, dann macht das die Rettung einfach. Und bei Rettung sind wir bei E wie Education Training, weil wir brauchen halt jedes Jahr. alle zwölf Monate eine Unterweisung, genauso wie eine Prüfung der Produkte. Und das ist ja auch genau die Geschichte, die bei Alex mit reinspielt, weil wir haben natürlich ein großes Trainingcenter, können aber nicht überall sein, unterstützen auch gerne beim Training. Und die Firma Piel hat ja auch hier ein kleines Trainingcenter vor Ort, was wir natürlich auch gerne unterstützen mit unseren Leuten. Und ihr habt ausgebildetes Fachpersonal.
00:08:48 SPEAKER_02
Alex, da bist du auf jeden Fall gefragt, hätte ich fast gesagt. Du bist seit kurzem neuer Trainer für PSAGA bei uns und hast die Ausbildung dazu gemacht. Wie war die Ausbildung überhaupt für dich und was? hat dich dazu motiviert, den Trainerschein zu machen.
00:09:02 SPEAKER_01
Also mich hat es generell motiviert, einfach Leuten auch entsprechend was mitzugeben. Gerade in dem Bereich Fall Protection ist es halt entscheidend, auch wirklich die Leute dann alle zwölf Monate auch zu unterweisen. Und Stefan ist da auch entsprechend schon unterwegs. Stefan ist der weitere Trainer in PSAGA bei uns.
00:09:17 SPEAKER_02
ist der weitere Trainer in PSAGA bei uns. Genau, dein Kollege quasi, ne?
00:09:22 SPEAKER_01
Genau, eigentlich habe ich ja ursprünglich seinen Bereich im Produktmanagement übernommen. Ah, der kreischt sich,
00:09:26 SPEAKER_02
Ah, der kreischt sich, der kreischt sich, ja. Genau, und irgendwie haben wir uns irgendwie schon mal darüber,
00:09:28 SPEAKER_01
Genau, und irgendwie haben wir uns irgendwie schon mal darüber, in Anführungszeichen, lustig gemacht. Ich habe so ein bisschen irgendwie den Hang dazu, ihm so ein bisschen nachzueressen und ich fand es einfach mega interessant, weil ich dann hin und wieder auch mal von seinen Fällen mitbekommen habe und dachte so, ja, das ist glaube ich etwas, was mir in Zukunft richtig Spaß bereiten würde, Leuten einfach irgendwas mitzugeben und in dem Bereich gerade Leute eventuell davor zu schützen, dass sie irgendwo abstürzen, gibt mir glaube ich mega viel. Die Praxis wird es jetzt mit sich bringen oder die Zeit, wenn man dann auch wirklich mehr zu Kunden rausfährt. Aber das hat mich dann tatsächlich motiviert, die Ausbildung zu machen.
00:10:03 SPEAKER_02
Sehr schön. Grüße gehen raus an Stefan an der Stelle. Grüße. Gab es besondere Erlebnisse oder Erfolge beim Kunden, die du jetzt schon mitgebracht hast oder für dich mitgenommen hast?
00:10:15 SPEAKER_01
Ja, also ich habe meine erste Praxis - und Theorieschulung tatsächlich bei einem Kunden im August gemacht und da war es dann tatsächlich auch so, dass es für mich ein persönlicher Erfolg einfach schon war, dass ich dann im Nachgang, also als wir den Termin dann abgeschlossen haben, dass dann ich erwähnt habe, dass es meine erste Schulung war, dass es sozusagen meine Feuertaufe war, zu der ich dann auch... ultra nervös war, aber tatsächlich das Feedback kam, hoffen wir mal auch, dass es auch ehrlich gemeint war, weil ich nehme das jetzt mal einfach mal so ab, dass es tatsächlich gar nicht so rüberkam und das hat mir dann auch echt wirklich, ja zum einen natürlich auch geschmeichelt, aber auch sehr wirklich gestärkt in der Entscheidung, die ich getroffen habe, dass es auch zum einen das Richtige war und zum anderen, dass ich das dann auch wirklich... gut gemacht habe. Das war dann so ein persönlicher Erfolg. Man sieht natürlich dann auch die Leute, wie sie dann auch mitgehen in den Schulungen, dass man jetzt nicht irgendwie Kokolores erzählt. Ja, das war dann entsprechend was Positives, dass man gesehen hat bei den Leuten, da hat irgendwo gerade was... Klick gemacht im Kopf.
00:11:11 SPEAKER_02
Schöne Anekdote, finde ich gut. Volker, du bist ja auch draußen beim Kunden, also hast du wahrscheinlich auch den ein oder anderen Industriebetrieb schon gesehen. Gibt es bei dir irgendwie eine schöne Anekdote aus dem Arbeitsalltag, ein besonderer Moment?
00:11:23 SPEAKER_00
Naja, wenn man fast ein Vierteljahrhundert unterwegs ist und an dem Thema gibt es natürlich eine Menge Anekdoten. Bitte beschränk dich auf eine,
00:11:28 SPEAKER_02
Bitte beschränk dich auf eine, ja. Ja, eine sollte reichen,
00:11:29 SPEAKER_00
Ja, eine sollte reichen, ja, ich denke auch. Ja, das Schwierige ist, man kommt halt, ich sage mal, manchmal früh genug, weil... Prävention wird. Man wird natürlich auch gerufen, wenn es schon passiert ist. Ja, das tut dann manchmal auch weh. Also ich hatte zum Beispiel mal einen Fall, wo wir eine Beratung gemacht haben vor Ort und das Konzept war relativ komplex mit Stahlseilsystemen und so ähnlich. Ja, und dann entschied der Kunde so, ja, nee, ich weiß nicht, ob ich das wirklich so alles umsetzen möchte. Und damals ging es darum, sechs Leute zu sichern. Es wurde dann doch nicht so richtig umgesetzt, nur so ein bisschen halbherzig. Und dann war es so, dass tatsächlich ein paar Wochen später, ich im Radio etwas hörte und dachte schon so, oh, Moment mal. Und dann kam auch schon der Anruf rein, du, wir hatten gestern hier einen Unfall, kannst du mal schnell vorbeikommen, wir müssen da ganz dringend drüber reden. Ja, ich bin natürlich dann hingefahren am nächsten Tag, hab gesagt, okay, was ist Sache? Sagte, ja, genau da, wo wir geguckt haben, ist es natürlich blöderweise passiert und ja, man hatte natürlich nichts umgesetzt.
00:12:19 SPEAKER_01
ja,
00:12:26 SPEAKER_00
Eigentlich war mal geplant gewesen, sechs Leute auszustatten, was dazu geführt hat, dass wir 60 Leute ausgestattet haben, 60 Leute trainiert haben, weil natürlich jetzt tatsächlich ein sehr, sehr schwerer Unfall dahinter hing, der tatsächlich dann zu einem Todesfall auch wurde. Das ist dann immer sehr ernüchternd. Ich habe dann auch kurz überlegt, hätte ich noch irgendwas machen können im Vorfeld, aber der Kunde trifft die Entscheidung, ob er eine Bestellung ausführt oder nicht. Das hängt nicht in meinem Sinne. Und auch der Sicherheitsingenieur, den ich halt sehr gut kenne und mit dem ich auch befreundet bin, sagte auch, ja, ich habe ja auch alles versucht, aber der Profit im eigenen Haus ist meinem auch nichts wert. Letztendlich ist es jetzt passiert, alle sind aufgewacht. Ja, schade. Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn der Mensch diese Person einfach noch auf diesem Planeten wäre, ist er leider nicht mehr, weil das zeigt mir aber auch, wenn man mit Herzblut da reingeht, so wie Alex das eben auch schon beschrieben hat, man kann einen Unterschied machen in der Beratung. in dem, was man da tut. Man kann einen Unterschied machen. Und ich habe auch genau das Gegenbeispiel als positives Beispiel. Da haben wir für eine größere Firma einen Zirkel aufgebaut in Hamburg in unserem Trainingcenter und sind mehrere Stationen durchlaufen. Das ganze Sicherheitspersonal war da aus ganz Europa, was dazu geführt hat, dass trainiert wurde und die Sachen wurden umgesetzt. Und dann kriegte ich irgendwann einen Anruf. Ja, nochmal vielen Dank für alles. Und ich so, wieso? Sagt er, ja, wir hatten tatsächlich gerade einen Unfall. Die Arbeitsbrücke ist unter den Kollegen weggebrochen und die fünf Kollegen sind alle aufgefangen worden vom Seilsystem. Das Training hat funktioniert, die Ausrüstung hat funktioniert. Perfekt. Und da weiß man halt, dafür steht man auf. Das heißt, wir können einen Unterschied machen da draußen.
00:13:55 SPEAKER_02
Wow, Gänsehaut. Ich weiß nicht, wie es dir geht, Alex. Also ich merke auf jeden Fall, wie gefasst du bist, Volker. Und auch wenn es jetzt vielleicht schwierig fällt, das hier zu erzählen, aber... Es ist wichtig, weil es entspricht der Realität da draußen. Wir reden nicht darüber, dass dann mal ein Unfall passiert, sondern dass solche Dinge auch zum Tod führen können und zeigt nochmal, wie bedeutsam die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz ist. Es ist keine Theorie, es ist Realität, die da draußen passiert.
00:13:58 SPEAKER_00
ich merke auf jeden Fall, wie gefasst
00:14:23 SPEAKER_00
Ja, schade, dass man sie erzählen kann. Es ist halt das Leben, wie du schon sagtest, was halt draußen passiert. Und man unterschätzt das gerne. Also die schwersten Unfälle passieren im 1 -3 Meter Bereich, weil man einfach diese Höhe nicht wahrnimmt. Und ein Sturz aufs Genick, auf den Kopf, was auch immer, führt halt zu sehr, sehr schweren Verletzungen. Deswegen ist die BG ja auch mit ihren Regelwerken entsprechend da so hinterher und die Unfallzahlen sind immer noch sehr, sehr hoch.
00:14:44 SPEAKER_02
Vor allem die positiven Momente oder die positive Geschichte, die du gerade erzählt, das sind natürlich auch die Momente, die tragen, oder? Wenn du draußen bist?
00:14:51 SPEAKER_00
Definitiv. Man weiß halt, man kann einen Unterschied machen. Und gerade wenn man sich an das ABCD hält und einfach Schritt für Schritt das durchgeht, kann man mit dem Kunden wirklich ein schönes, ganzheitliches Konzept für seine Absturzsicherung entwickeln.
00:15:02 SPEAKER_01
Ja, ganzheitliches Konzept ist ja dann auch ein Thema entsprechend. Also nicht nur die PSAGA an sich zu sehen, wie den Anschlagpunkt, den Gurt und auch das Verbindungsmittel, sondern auch alles, was drumherum gehört. Man braucht einen Helm, man braucht Gehörschutz in leeren Bereichen, um auch entsprechend die Mitarbeiter oder die Kollegen auch zu hören, wenn man wirklich in diesen Bereichen arbeitet. Und da haben wir dann entsprechend mit 3M natürlich auch den Premium -Partner, sind dann auch entsprechend schon langjährig zusammenarbeiten und können dann entsprechend auch einheitlich. Konzepte entsprechend für die Kunden erarbeiten, indem wir alles aus einer Hand entsprechend bieten können. Und das ist ja auch das, was wir auch bieten wollen, die es einfach besser machen. Alles aus einer Hand und das können wir halt mit 3M.
00:15:42 SPEAKER_00
Und vor allen Dingen ist auch wichtig, wir sprachen noch ganz kurz über den Bereich Engraum, also spätestens wenn man in Engräume reingeht. Habe ich mit Atemschutz zu tun? Ich brauche eventuell Schutzbrille. Ich brauche Schutzkleidung. Also das Programm wird ja größer. Und dann ist die PSA gegen Absturz eigentlich mehr das Rettungskonzept, jemanden da rauszuholen. Aber es ist halt immer auch mehr als nur diese eine kleine Sache.
00:16:02 SPEAKER_02
Welche Bereiche der persönlichen Schutzausrüstung spielen dann noch ein, wenn du von einem ganzheitlichen Konzept sprichst? Also natürlich PSA, GA. Was wäre noch von Bedeutung?
00:16:10 SPEAKER_01
Vom Gesichtsschutz an geht es ja dann los. Man muss sich seine Augen schützen. Man muss auch entsprechend... gerade in Schächten oder sowas, auch einen Atemschutz bieten können. Und ja, dann geht das halt auch Richtung Handschutz, auch unter anderem, dass man sich seine Hände schützt. Der Kopfschutz war ja auch schon angesprochen, ist auch ein Thema. Und so hat man dann halt wirklich von Kopf bis Fuß ein einheitliches Konzept. Der Fußschutz ist natürlich auch ein Thema, dass man auch nicht barfuß reingeht, sondern auch mit dem richtigen Fußschutz dann entsprechend. Ja, und dann hat man entsprechend von Kopf bis Fuß alles am Start.
00:16:42 SPEAKER_02
Und wenn ihr jetzt da draußen denkt, dass der Alex oder der Stefan oder auch der Volker mal zu euch muss und doch das PSAGA -Konzept vorstellt, dann meldet euch doch gerne. Wir haben tatsächlich auch noch in diesem Jahr einige... Seminartermine zur Unterweisung. An dieser Stelle möchte ich mich auf jeden Fall bei euch beiden bedanken, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier zu uns zu kommen und uns nochmal ein bisschen aufgeschlaut habt. Auch wenn die eine oder andere Story doch schwere Kost war, bin ich sehr dankbar, dass ihr das so erzählt habt. Verdeutlicht einfach nochmal die Wichtigkeit dieses Kompetenzbereiches. Danke euch beiden.
00:17:20 SPEAKER_00
Vielen Dank an die Firma PIEL und an Jasmin für die Möglichkeit.
00:17:23 SPEAKER_02
Sehr gerne. Hat sehr viel Spaß gemacht.
00:17:24 SPEAKER_00
Hat sehr viel Spaß gemacht.
00:17:26 SPEAKER_02
Sehr gut. Vielen Dank auch an euch da draußen, dass ihr eingeschaltet habt, die Folge angehört habt und ja, bleibt auf jeden Fall gespannt auf die neuen Folgen, die da kommen werdet. Wir hören uns. Bis dahin. Ciao. Ciao.
00:17:39 SPEAKER_00
Alles Gute.
PIELcast #88 SKF Partnerprogramm
Hannes , Benjamin und Jasmin sprechen über ein Thema, das die Industrie bewegt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: (nachhaltige) Antriebstechnik. Im Zentrum steht das SKF Partnerprogramm, das Unternehmen dabei unterstützt, Antriebstechnik neu und ressourcenschonend zu denken. Eine Wohltat für das Klima UND den Geldbeutel. Von cleveren Instandhaltungslösungen über smarte Services bis hin zu konkreten Praxisbeispielen aus dem produzierenden Gewerbe – diese Folge zeigt, wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können.
Transkript
00:00:15 SPEAKER_01
Hallo, hallo und herzlich willkommen zur neuen PIELcast -Folge. Folge 88 habe ich mir sagen lassen. Eine Schnapszahl. Schauen wir mal, wer hier heute am Podcast -Tisch den nächsten Schnaps ausgibt. Vielleicht ist es ja der Hannes. Hannes, hallo, herzlich willkommen wieder zurück bei unserem Podcast -Tisch. Schön, dass du da bist. Ja,
00:00:32 SPEAKER_02
moin Jasmin. Schön, dass ich da sein darf. Immer wieder gerne. Und das mit dem Schnaps kriegen wir bestimmt auch hin. Demnächst ist ja wieder Kirmes. Sehr schön.
00:00:39 SPEAKER_01
schön. Lieblings -Schnaps?
00:00:41 SPEAKER_02
Irgendwas Klares am besten, ohne irgendwie was Trübes drin, ohne Milch und alles. Am besten irgendwas Klares. Okay,
00:00:48 SPEAKER_01
Okay, ganz klassisch also. Sehr schön. Cool. Ja, du bist nicht ganz alleine da. Du hast noch einen Sparrings-Partner mitgebracht, oder?
00:00:50 SPEAKER_02
schön.
00:00:55 SPEAKER_02
Ja, genau. Nämlich jemanden, der mich auf meinen Reisen ab und zu mal begleitet. Und zwar den lieben Benjamin von SKF. Weil zusammen sind wir nämlich vor Ort. Und ja, ich bin ja immer da, wo es knallt, raucht und stinkt. Da fühle ich mich ja richtig wohl. Und da drehen sich auch oft ganz viele Sachen im Kreis. Und damit das auch so bleibt, ist SKF da mit im Boot.
00:01:16 SPEAKER_00
Ja, schönen guten Tag auch von meiner Seite. Mein Name ist Benjamin Michael. Ich bin von der SKF. Seit jetzt zwölf Jahren bei der SKF, habe als Anwendungsingenieur angefangen und bin jetzt mit dem Hannes hier bei Peel und den Kunden unterwegs und wir suchen danach nachhaltigen Lösungen für die Instandhalter und arbeiten jetzt seit einem guten Jahr zusammen.
00:01:37 SPEAKER_01
Cool, dass ihr dabei seid. Herzlich willkommen, Benni, auch für dich hier das erste Mal bei uns im Peelcast. Danke, dass du die Reise auf dich genommen hast. SKF ist ja schon ein langjähriger Partner von Peel und zwar in einem... ganz bestimmten Thema, dem Thema Antriebstechnik. Wenn ich mich noch so zurück an meine Ausbildung erinnere, dann war dieses Thema sehr... Kompliziert, weil es einfach super mannigfaltig ist. Und wenn du dieses Thema Antriebstechnik jetzt einmal auf den Punkt bringen müsstest, wie würdest du das verbalisieren? Das ist natürlich gar nicht so einfach.
00:02:09 SPEAKER_00
ist natürlich gar nicht so einfach. Wie du schon sagtest, ist das natürlich sehr, sehr ausführlich, sehr komplex. Aber überall, wo sich was bewegt, wo sich was dreht, müssen Produkte von SKF eingesetzt werden. Weltslager sind eigentlich überall drin. Ohne die würde das nicht funktionieren. Und da kommen wir dann natürlich ins Spiel zusammen mit Piel. Es ist extrem schwierig.
00:02:31 SPEAKER_01
Sehr schön. Ja, das glaube ich. Ich fühle mich gerade so ein bisschen in meiner Ausbildungszeit zurückversetzt. Musste immer viel nachfragen. Also werde ich euch heute mit der einen oder anderen Frage vielleicht auch mal löchern. Aber da geht es ja dem Zuhörer bestimmt genauso. Es gibt bestimmte Lagerarten, zum Beispiel die abgedichteten Lager oder die offenen Lager. Das war immer so eine Fragestellung, wo ich mir gedacht habe, okay. Was ist das jetzt genau? Vielleicht könnt ihr da einfach mal Licht ins Dunkle bringen.
00:02:56 SPEAKER_00
Ja, das können wir natürlich gerne machen. Offene Lager, wie der Name schon sagt, haben einfach keine Abdichtung links und rechts. Geschlossene oder abgedichtete Lager haben dann doch mal eine interne Dichtung. Dadurch bleibt das Fett oder der Schmierstoff im Lager. Es kommt nicht so viel Verunreinigung von außen in das Lager rein. Und das neigen schon so die Vorteile, die so ein abgedichtetes Lager dann auch aufweist. Wenn ich ein abgedichtetes Lager einsetze, brauche ich natürlich auch viel weniger Fett zum Nachschmieren. Der Schmierstoffbedarf ist geringer. Und ich habe natürlich dann auch die Chance, so ein Lager eher mal zu rekonditionieren als ein offenes Lager, weil wenn jetzt von Unreinigungen, Dreck oder auch Wasser dann reindringt, dann ist natürlich das Lager oftmals schon Schrott nach dem Ausbau. Und wenn ich da ein abgedichtetes Lager eingesetzt habe, dann habe ich oftmals noch die Chance, dass das Lager eigentlich ganz gut aussieht und dann bei uns rekonditioniert werden kann.
00:03:45 SPEAKER_01
Du sprichst von Lagerrekonditionierung. Kannst du das einmal kurz erklären?
00:03:50 SPEAKER_00
Ja, klar. Rekonditionierung bedeutet quasi, wir bauen das Lager auseinander, waschen es, reinigen es und schauen uns an, in welchem Zustand ist das Lager. Und da muss man ganz klar unterscheiden. Einmal haben wir den Werkstoff, der irgendwann ermüdet. Das können wir dann irgendwann halt nicht mehr rekonditionieren. Wenn wir jetzt so Sachen an der Oberfläche halt sehen, also kleine Korrosionsmarken oder sowas, das kann man halt wieder wegpolieren. oder Eindrückungen, sodass wir da quasi diese Kerben so ein bisschen kletten und das Lager halt nochmal eingesetzt werden kann. Oder auch, wir können auch die Lastzone weiter drehen, einfach um Ressourcen zu sparen, dass man halt kein neues Lager immer wieder einsetzen muss. Und das Potenzial, dass das Lager halt hat, dass man das halt komplett ausnutzt. Wir sehen halt immer wieder, dass ein Lager halt nicht linear verschleißt. Eben durch eine höhere Last, durch schlechte Schmierung oder mal eben auch Verunreinigungen verschleicht so ein Lager exponentiell. Und Ziel der Rekonditionierung ist es eigentlich, das Lager wieder auf seine ursprüngliche Lebensdauerkurve zurückzubekommen, indem wir quasi das Lager einmal reinigen, neue Dichtungen und neues Schmierfett rein und halt Laufbahnen und Welzkörper da polieren.
00:05:07 SPEAKER_01
Klingt nach einem sehr komplexen Prozess, aber auch nach einem Prozess, der eine Menge Kohle einsparen kann, oder? Also gerade, wenn nicht immer neue Lager angeschafft werden müssen.
00:05:17 SPEAKER_00
Ja, also wir haben so eine grobe Hausnummer, das sage ich auch immer unseren Kunden, dass man so ungefähr 50 Prozent vom Neulagerpreis rechnen kann, was dann das rekonditionierte Lager kostet.
00:05:26 SPEAKER_01
Wow, krass, das fehlt.
00:05:28 SPEAKER_02
Genau, und wenn dann eben das Ganze angepeilt ist, dass man das mal durchführen möchte, soll das natürlich auch möglichst einfach sein. Und dafür stehen wir natürlich als Piel gerne. zur Seite, dass wir sagen, wir kümmern uns darum, dass bei dir deine Maschinen rund um die Uhr laufen und machen sozusagen einen laufenden, fliegenden Wechsel von diesen Lagern. Das heißt, du schickst deine Lager ein, die eben rekonditioniert werden sollen. In der Zeit bekommst du von uns vom Lager sozusagen, wenn das im Vorfeld abgesprochen ist, Eben dann passend die neuen Lager. Und wenn dann die anderen Lager aufgearbeitet sind, können wir die dann wieder in diesen Prozess mit einführen, sodass du rund um die Uhr versorgt bist mit dem, was du brauchst und eben dann auch die Einsparung mitnimmst. Und das nehmen wir dir halt alles ab, dass du dich um nichts kümmern brauchst, als um das, wofür du wirklich da bist. Und zwar dafür zu sorgen, dass bei dir alle Wartungen durchgeführt werden.
00:06:18 SPEAKER_01
Fürs Service -Paket quasi. Genau. Und wenn es um Service geht,
00:06:19 SPEAKER_00
Und wenn es um Service geht, da kann ich vielleicht noch kurz hier einhaken. Wir geben auch immer einen Befundbericht mit. Der Kunde kriegt quasi einen Zustandsbericht, in welchem Zustand das Lager war und was jetzt der Ausfallgrund gewesen sein könnte. Und das hilft natürlich dann auch, um mögliche Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken. Also wenn wir jetzt zum Beispiel ein Lager sehen mit Korrosionslinien, die im Stillstand passiert sind, dann könnte man zum Beispiel sagen, okay, wir nehmen jetzt ein abgedichtetes Lager oder wir gucken uns mal die externen Dichtungen an, was können wir da besser machen. Vielleicht arbeitet man auch mit einer Beschichtung und das ist meiner Meinung nach auch... ein großer Vorteil an der ganzen Geschichte, weil das einzige, ja, oder der worst case ist halt, dass wir sagen, wir können das Lager nicht mehr rekonditionieren und der Kunde kriegt dann trotzdem einen Bericht über seinen, über den Zustand des Weltslagers mit möglichen, ja, Verbesserungsmöglichkeiten.
00:07:13 SPEAKER_01
Ja, und das ist ja auch wichtig für den Kunden, dass er das, dass er sieht, woran hat es gehapert, dass es eben auch in Zukunft nicht mehr passiert. Ganz genau, ja.
00:07:20 SPEAKER_00
Ganz genau, ja.
00:07:21 SPEAKER_01
Hattet ihr das schon mal so, jetzt mal aus der Praxis oder aus dem... Arbeitsalltag gesprochen, dass Lager verbaut wurden, die jetzt nicht mehr eingesetzt werden konnten, also wo eine Rekonditionierung nicht mehr möglich war?
00:07:34 SPEAKER_02
Ja, hatten wir jetzt ganz konkret. Da haben wir Lager bekommen aus einem Walzwerk oder waren eigentlich guter Dinge, dass die wieder rekonditioniert werden können. Sah augenscheinlich erstmal ganz gut aus auf den ersten Blick. Hat sich dann aber herausgestellt, dass das so nicht mehr rekonditioniert werden kann. Also natürlich sind irgendwann auch diese Grenzen überschritten, dass das möglich ist. Und jetzt haben wir aber eben den Punkt, dass wir sehen, woran hat es gelegen, weil diese Analyse ist dann einfach da mit drin und können dann gezielt mit dem Kunden sprechen. Woher kommt das? Was kann man da besser machen? Wie kannst du deine Anlagenlaufzeiten verlängern? Und ist es vielleicht sinnvoll, die Anlage zu überwachen, dass ich weiß, was geht da eigentlich vor, um dem eben vorzubeugen und nur geplante Reparaturen durchzuführen oder eben, wie schon gesagt, das Ganze eben zu verlängern.
00:08:21 SPEAKER_01
Woran hat es in dem konkreten Fall gehapert?
00:08:23 SPEAKER_02
Ja, Benni, da würde ich mal den Ball dir wieder zuspielen.
00:08:23 SPEAKER_00
ich mal den Ball dir wieder zuspielen. Also so wie wir es jetzt auf den ersten Bildern einschätzen können, scheint es so zu sein, dass in dem Fall wirklich Wasser eingedrungen ist. Wir reden ja hier in dem Fall auch über Walzwerkslager, also in einem Stahlwerk. Und da wird üblicherweise auch mit viel Wasser gekühlt. Und da ist es eigentlich unvermeidbar, dass da irgendwo irgendwann auch mal Wasser eindringt. Und im Stillstand, wenn dann Walzen gewechselt werden oder vielleicht auch mal ein längerer Maschinenstillstand vorherrscht, dann sammelt sich das Wasser in 6 Uhr Position, links und rechts neben den... Weltskörpern und da sind die Laufbahnen halt ungeschützt und das ist der blanke Stahl und der korrodiert natürlich relativ schnell. Beim nächsten Mal losdrehen, reißt das Ganze dann los und schädigt erstmal im Kleinen die Oberfläche. Und dann kann man sich das eigentlich vorstellen wie ein Schlagloch auf der Straße. Je öfter das dann überwalzt wird, also immer wieder kommt der Weltskörper und rollt da drüber und dann wird das Loch immer größer.
00:09:18 SPEAKER_01
Welche Lager empfehlt ihr dann bei... Bei so einem Einsatz, welche Lager kommen dann oder welche Lager werden verbaut?
00:09:26 SPEAKER_00
In dem Fall müssen wir jetzt die gesamte Anwendung uns jetzt mal anschauen, wo kommt das her. Weil der einfachste Schritt ist natürlich dann erstmal in Richtung abgedichtete Lager zu gehen. Müssen wir jetzt mal schauen, ob wir das in dem Fall im Portfolio haben. Ich glaube, das waren Zylinderrollenlager, da könnte es etwas schwieriger werden. Aber im Normalfall ist es schon so, dass man dann sagt, okay, wir gehen auf ein abgedichtetes Lager, wenn es offen war.
00:09:51 SPEAKER_01
Ist das ein Beispiel, was klassisch für diese Branche ist? Oder sagt ihr, okay, das ist jetzt egal, welcher Betrieb das ist, ob das Lebensmittel, Getränke oder Stahlwerk ist, das kann eigentlich überall vorkommen?
00:10:07 SPEAKER_00
Also aus meiner Erfahrung raus gibt es das sehr, sehr häufig. Also du hast gerade auch Food & Barrage angesprochen, da wird ja oft auch mit Hochdruck gereinigt, da hat man auch schon oft einen Wassereintritt. Im Stahlwerk sieht man das eigentlich fast, das ist der häufigste Ausfallgrund, würde ich behaupten. Wenn ich mal so meine letzten zehn, elf Jahre rekapituliere, ist das schon so, dass ich das sehr, sehr häufig sehe. Und ja, da... Kann man auch schwer was dagegen machen, das muss man wirklich sagen. Aber es gibt halt über externe Dichtungen auch Ansatzpunkte oder auch, es gibt natürlich Wetzlagerstähle, die mit Korrosion ein bisschen besser umgehen können. Wir können spezielle Wärmebehandlungen anwenden oder auch Beschichtungen dann aufbringen, die da ein bisschen helfen.
00:10:58 SPEAKER_01
gekühlt werden müssen, beziehungsweise die Produkte, die da drüber laufen. Wie kann ich mir das vorstellen? Was rollt da drüber und in welcher Form ist das schädlich für die Lager?
00:11:13 SPEAKER_00
Ja, also da läuft der glühende Stahl, die Bramme oder eben der Knüppel. Also Bramme, von Brammen spricht man quasi, wenn sie sehr, sehr breit sind und von Knüppel ist halt eher so quadratische Abmessung und die laufen halt über Rollen und die Rollen verändern quasi den Querschnitt. wie zwei Nudelhölzer, sage ich mal. Und diese Nudelhölzer oder Walzen sind es ja dann eher, die müssen natürlich mit Weltslagern gelagert werden. Und wenn man sich jetzt vorstellt, glühender Stahl, der hat irgendwie 1200, 1300 Grad am Anfang. Das würde kein Lager und auch kein Schmierstoff oder auch kein Dichtungswerkstoff der Welt dauerhaft mitmachen. Und deswegen wird da sehr, sehr viel mit Wasser zur Kühlung gearbeitet. Das sorgt natürlich dann auch dafür, dass das Lager sehr, sehr schwierigen Anwendungsbedingungen unterliegt. Wir haben eben diese hohe Temperatur, wir haben das Wasser, wir haben den Wasserdampf. Gerade für die Dichtung ist das auch nicht so einfach.
00:12:13 SPEAKER_01
Speziell für diese Anwendung gibt es ein ganz besonderes Lager, das SKF Dry Loop Lager. Was hat es denn damit auf sich?
00:12:22 SPEAKER_00
Das ist jetzt nicht unbedingt für die Walzen gedacht, das ist mehr so für die Rollgänge. Nach dem eigentlichen Walzprozess müssen ja dann die Produkte irgendwie von A nach B noch transportiert werden. Ich meine, wir haben ja immer noch 800, 900 Grad vielleicht. Und dann werden die quasi aus dem Walzwerk irgendwo hin transportiert. Dort kühlen sie ab oder gehen vielleicht in den nächsten Bearbeitungsschritt, Beschichtungen, wie auch immer. Und da kommen dann diese 3 -Loop -Lager zum Einsatz. Das ist also trocken geschmiert übersetzt. Das ist quasi ein Grafit. Werkstoff drin, so ähnlich wie eine Bleistiftmine kann man sich das Ganze vorstellen. Und der sorgt halt dann für die Schmierung. Und der Vorteil ist halt, dass man dann halt nicht nachschmieren muss. Wir brauchen keine Fettzentralschmieranlagen. Also das ist halt das große Thema, dass diese Rollgänge sich über viele hundert Meter teilweise erstrecken. Und da wirklich sicherzustellen, dass an jeder Lagerposition x, y Gramm oder Kilogramm Fett zur richtigen Zeit ankommt, ist extrem schwierig. Da sieht man halt sehr häufig, dass Rollen stehen bleiben oder auch, dass dieses Fett, das muss ja auch irgendwo hindern, dass das austritt und sich dann vielleicht auch entzündet, weil wie gesagt, wir haben immer noch 7, 8, 900 Grad. Der Hannes und ich auch schon live erlebt und da können dann eben solche trockengeschmierten Lager zum Einsatz kommen, die irgendwo... so bis 300, 350 Grad ihre Einsatzfähigkeit haben. Ein fettgeschmiertes Lager, da sagen wir, ja, sagen wir mal 150, 160 Grad auf Dauer, dann wird es da schon schwierig. Dann muss man schon sehr, sehr häufig dann auch nachschmieren. Und das ist dann eben der Vorteil von diesen graffittgeschmierten Lager, die dann ohne Nachschmierung auskommen.
00:14:01 SPEAKER_01
Gut, dass ihr hier beide noch sitzt. Ihr scheint die richtige PSA angehabt zu haben, zumindest vor Ort, dass einer von euch noch irgendwie in Flammen stand. Wir starten weit genug weg. Ja,
00:14:08 SPEAKER_02
Wir starten weit genug
00:14:08 SPEAKER_00
weg.
00:14:09 SPEAKER_02
Ja, es war schon knapp. Ich möchte jetzt nicht dramatisieren, aber es war ganz knapp. Nein, das stimmt schon. Was man auch noch ergänzen muss, ist natürlich habe ich das Thema mit den Schmieranlagen und dem Fett und die müssen natürlich auch gewartet werden. Das heißt, auch da ist es wieder eine Kapazität, die ich aufbringen muss an Mitarbeitern, die sich darum kümmern und eine gewisse Stundenanzahl da. Anlagen warten, das Fett muss nachbeschafft werden. Das sind auch alles Kosten, die da mit reinspielen. Muss man einfach drüber nachdenken und auch gerade die Reinigung am Ende. Das wird ja oft über Fremdfirmen etc. gemacht und da kann man wirklich sehen, was da auch an Geld verschwindet.
00:14:45 SPEAKER_01
Wenn ich euch jetzt richtig verstanden habe, ist es ja zum einen auf jeden Fall sicherer, aber jetzt mal Butter bei den Fischen, was kann ich denn überhaupt in so einer, wenn wir jetzt mal die gesamten Kosten betrachten, einsparen?
00:14:56 SPEAKER_00
Das ist natürlich eine schwierige Frage. Das hängt natürlich auch immer von der eigentlichen Anwendung ab. Wie schon gesagt, erstmal der Schmierstoff, den man erstmal einspart, das ist natürlich klar, der kostet den Kunden etwas. Die Zeit, die der Hannes eben gerade angesprochen hat, die Zentralschmieranlagen, was auch. Punkt ist, den man nicht vergessen darf. Ich habe von dem Wasser gesprochen, was zur Kühlung verwendet wird. Dieses Wasser, wenn sich das mit dem Fett vermischt, das ist sehr, sehr aufwendig und sehr, sehr kostenintensiv, dieses Wasser dann zu reinigen. Da reden wir über Abscheider, Verdampfer. Das ist richtig teuer. Das ist viel... Aufwand für den Kunden und wenn er das halt nicht mehr machen muss, ist das natürlich auch nochmal ein monetärer Vorteil für den Kunden. Also du meinst,
00:15:40 SPEAKER_01
Also du meinst, bis das Öl wieder verschwindet. Genau. Jeder kennt es wahrscheinlich so aus seiner eigenen Küche, wenn irgendwie Wasser mit Öl vermischt werden muss, bis das Gefäß dann wieder sauber ist oder ähnliches.
00:15:43 SPEAKER_00
Jeder kennt
00:15:54 SPEAKER_00
Ganz genau, ja. Es ist sehr aufwendig, diese Reinigung an der Stelle. Aber jetzt zu sagen, hier spart der Kunde x, y Euro, das würde ich mir jetzt an der Stelle nicht zutrauen wollen zu sagen. Das muss man dann immer auch betrachten und für jeden Anwendungsfall errechnen.
00:16:10 SPEAKER_02
Genau, aber deswegen fahren wir auch gerne raus und sind vor Ort und schauen uns das gemeinsam mit unseren Kunden an, dass wir da auch wirklich was rausholen.
00:16:18 SPEAKER_01
Kommt wahrscheinlich auch auf die Größe der Produktionsanlage an, oder?
00:16:21 SPEAKER_00
Sicherlich, ich habe gerade davon gesprochen, dass hier von diesen Rollgangsrollen viele, viele im Einsatz sind. Da macht es natürlich dann mehr Sinn als bei kleinen Stückzahlen auch.
00:16:31 SPEAKER_01
Ein Punkt, der sicherlich auch für viele Unternehmen immer interessanter wird oder ist, ist ja das Thema Nachhaltigkeit. Würdet ihr sagen, dass man das mit dem Thema Antriebstechnik verbinden kann oder sagt ihr, nee, das spielt ja so gar nicht rein?
00:16:46 SPEAKER_02
Also Nachhaltigkeit muss man da ja auch wieder aufgliedern. Ich muss ja auf der einen Seite dieses Ökologische betrachten, dass ich sage, ich kann x Tonnen CO2 einsparen. Und auf der anderen Seite muss das sich auch einfach wirtschaftlich rechnen. Sonst machen diese Maßnahmen nicht unbedingt Sinn. Beziehungsweise muss man auch betrachten, was noch so an rechtlichen Änderungen ansteht. Und da ist es natürlich immer sinnvoll, auch vor der Zeit zu sein. Und da schon mal die Schritte zu gehen, bevor man dann am Ende wieder in Eile ist. Und da helfen wir eben beizugucken, dass man auch einen wirtschaftlichen Vorteil hat.
00:17:20 SPEAKER_01
Benni, wie geht ihr das Thema Nachhaltigkeit bei der SKF an? Wie bringt ihr das vor allem mit euren Produkten in Verbindung?
00:17:28 SPEAKER_00
Ja, also das macht mich sehr stolz, dass ich da bei der SKF arbeiten darf, weil das Thema Nachhaltigkeit ist für uns ein sehr, sehr wichtiges. Gerade mit dem Thema Rekonditionierung sind wir da schon sehr, sehr lange unterwegs. Da erhält auch jeder Kunde von uns ein Zertifikat, wie viel CO2 er durch das Rekonditionieren im Vergleich zum Neukauf eingespart hat. Da sind wir also wirklich sehr, sehr engagiert. In der Antriebstechnik sehe ich da sehr, sehr große Ansatzpunkte, eben wie schon gerade gesagt, durch das Einsparen von Schmierstoffen, durch das Verlängern von Lebensdauern, dass wir da Ansatzpunkte haben. Und wir haben da auch eine breite Produktpalette, die wir den Kunden zur Verfügung stellen, um dann wirklich auch einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit und das Thema vor allen Dingen CO2 -Emissionen machen zu können. Und neben den eben genannten Punkten haben wir auch für unser Vertragshändler jetzt ein neues Programm aufgelegt, was sich hauptsächlich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, das heißt Sustainability Partner Programm. Und da war die Firma Peel federführend quasi der erste Vertragshändler, mit dem wir das hier in Europa gestartet haben.
00:18:37 SPEAKER_02
SKF versetzt uns eben dann in die Lage, dass wir gemeinsam bei unseren Kunden ganzheitlich das Thema Nachhaltigkeit eben spielen können. Das heißt, angefangen von der Lageauslegung über auch das Thema Predictive Maintenance, also Condition Monitoring, wo ich wirklich planen kann, wann ich meine Instandhaltungsmaßnahmen umsetze, dass das eben alles nicht irgendwo in Stillständen ausartet, sondern wirklich dann... ausgetauscht wird beispielsweise das Lager, wenn es dann auch wirklich sein kann und wann es eingeplant ist. Da versuchen wir eben gemeinsam, das ganze Thema so nach vorne zu bringen. Und genau.
00:19:20 SPEAKER_01
Also der Instandhalter würde quasi zu euch kommen und sagen, ich möchte von euch wissen, wann, wie, wo ich meine Lager zu warten habe.
00:19:28 SPEAKER_00
Dazu sind wir theoretisch in der Lage, ja. Also wir messen quasi die Vibrationen im Lager mit Sensorik und dann können wir gewisse Grenzwerte einstellen, wo es Alarmmeldungen gibt, um dann halt darauf hinzuweisen, dass in naher Zukunft vielleicht ein Lagertausch ansteht. Oder ich hatte vorhin ja das Beispiel gebracht, wo wir das Lager eben nicht mehr rekonditionieren können. Mit einer gewissen Erfahrung in der Anwendung kann man natürlich dann auch sagen, okay, wir müssen es dann und dann ausbauen bei dem und dem Schwinglevel, damit wir es halt noch rekonditionieren können. Das ist natürlich auch ein Vorteil dann für den Kunden. Und diese Sensorik, die gibt es halt jetzt auch kabellos. Wir hatten eine lange Zeit halt immer noch das Problem, dass jeder Sensor irgendwo mit einem Kabel ausgestattet werden muss. Und gerade in einem Walzwerk, wo die... Weil es sehr häufig gewechselt werden will, da will halt niemand irgendwo nach Stecker abziehen oder die Gefahr, dass ein Stecker abreißt, ist halt sehr, sehr hoch. Und deswegen haben wir jetzt seit diesem Jahr auch da Wireless -Sensoren, die dann an den Gateway ihre Daten senden.
00:20:39 SPEAKER_01
Wie hoch oder wie lange sind denn so typische Instandhaltungsintervalle?
00:20:45 SPEAKER_00
Das gerade eben angesprochene Beispiel von Arbeits - und Stützwalzen, die werden teilweise alle acht Stunden gewechselt. Und das ist eben auch gerade das Thema, dass da niemand alle acht Stunden diese Sensoren abziehen will und deswegen diese Wireless -Sensoren dann zum Einsatz kommen. Aber es gibt natürlich auch Weltslager, die sind mehrere Jahre im Einsatz. Also von bis gibt es da alles.
00:21:11 SPEAKER_01
Wenn ihr drei Vorteile des SKF -Partnerprogramms nennen müsstet, welche wären das?
00:21:18 SPEAKER_00
Ja, also der grundlegende Vorteil von dem Vertragshändler ist natürlich immer die Bevorratung von Produkten für die Endkunden, dass quasi die Lieferzeit extrem gering ist. Wenn ein Kunde bei uns das Lager anfragen würde, dann müsste er natürlich immer darauf warten, bis wir das wieder produziert haben und er würde dann quasi das Lager erst dann erhalten können, wenn es gerade wieder gefertigt wurde. Und der Vertragshändler kann natürlich das halt für den Kunden übernehmen, diese Bevorratung. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste und beste Vorteil, den die Endkunden an unseren Vertragshändlern haben. Genau,
00:21:49 SPEAKER_02
und das machen wir auch super gerne und das ist einfach gängige Praxis und ist einfach super komfortabel und entzerrt auch diese ganze Beschaffungsthematik. Weil gerade bei einigen Lagern musst du wirklich zwölf Monate, 13 Monate warten und gehst ansonsten groß über den Markt und schaust, wo du es herkriegst und dann sind natürlich auch die Preise entsprechend.
00:22:08 SPEAKER_01
Und das kostet auch, wenn so eine Maschine still steht, oder?
00:22:11 SPEAKER_02
Ja, so weit sollte es dann tatsächlich nicht kommen, aber derjenige, der dann noch irgendwo ein Lager in der Ecke liegen hat, der nimmt natürlich auch gerne mit beiden Händen dann das Geld.
00:22:19 SPEAKER_00
Ja, also ich weiß mich ganz gut zu erinnern, dass das durchaus mehrere 10 .000 Euro pro Stunde verursachen kann, wenn so eine Anlage stillsteht, gerade im Stahlwerk. Da kommen richtig Kosten zustande. Ja, und den weiteren Vorteil, den ich natürlich sehe, ist, dass die Endkunden dann über dieses, dass der Nebility -Partnerprogramm auch den Zugang... zu unserem Know -how, zu unseren Innovationen auch bekommen, gerade in Sachen Nachhaltigkeit. Und da haben wir ja auch jede Menge in unserem Portfolio.
00:22:50 SPEAKER_02
Ja, Partner heißt natürlich auch, man nimmt den anderen mit. Und das soll eine gemeinsame Reise sein am Ende des Tages, dass man wirklich Projekte hat und die umsetzt. Da gibt es ganz viel Potenziale. Bei jedem Kunden gibt es irgendwo Potenziale und man will die gemeinsam heben. Da spielen auch so Themen drauf ein, wie zum Beispiel Schulung etc., was SKF wirklich sehr breit auch anbietet. Dass die Mitarbeiter wirklich wissen, wie sie am Ende mit dem Lager umzugehen haben. Wie setze ich das auf? Wie ziehe ich das ab? Dass das einfach reibungslos läuft und da auch beschädigungsfrei funktioniert. Weil gerade, was ich am Anfang natürlich schon kaputt mache, wir hatten eben schon... Das Beispiel mit den Schlaglöchern, das finde ich, ist glaube ich ganz gut. Das, was ich natürlich da schon kaputt mache, das hole ich am Ende nicht mehr raus.
00:23:33 SPEAKER_01
Und zu den Schulungen haben auch die Teilnehmer des Partnerprogramms dann Zugang.
00:23:39 SPEAKER_02
Genau, weil da reden wir ja vom großen Ganzen und da nimmt man einen sozusagen an die Hand und weiß, dass man auf der sicheren Seite ist.
00:23:46 SPEAKER_01
Wie wir am Anfang schon festgestellt haben, das Thema Antriebstechnik ist sehr mannigfaltig.
00:23:51 SPEAKER_00
Definitiv, ja.
00:23:53 SPEAKER_01
Sag mal Benni, gibt es bei euch noch so ein, zwei Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit, die ihr fahrt, gerade so produktseitig?
00:24:02 SPEAKER_00
Ja, auf jeden Fall. Da sind wir gerade zum Beispiel daran, das Thema Rekond Oil breiter zu streuen und uns da breiter aufzustellen. Also das heißt Rekonditionierung von Schmierstoffen, in dem Fall sind es dann Öle. Und da sind wir halt in der Lage, so ein Öl im Nanometer -Bereich zu reinigen und zu filtrieren. Typischerweise gehen klassische Filter eher so in den Mikrometer -Bereich. Wir können halt so ein Öl um den Faktor 1000 besser reinigen, sage ich mal, jetzt ganz platt gesprochen. Und das ermöglicht es halt, diesen Circular Use für Schmierstoffe und Öle also quasi zu erzeugen. Da sind wir jetzt gerade dran. an eine breitere Anzahl an Kunden quasi zu streuen. Wir selber haben da auch einige Anlagen bei uns in den Werken stehen und das funktioniert wirklich einwandfrei. Was ich auch noch vielleicht mit nennen möchte, ist das Thema Laserauftragsschweißen. Also da können wir zum Beispiel rotationssymmetrische Teile irgendwo rollen, können wir sehr zielgenau mit Laser aufschweißen. Das heißt, der Laser schmilzt in Metallpulver. Und das fügen wir dann quasi mit dem Grundmaterial der Rolle zusammen. Und dann können wir sagen, okay, das Pulver muss die und die Eigenschaften haben. Und wir müssen nicht das ganze Bauteil aus dem hochperformanten Werkstoff erzeugen, nur eine dünne Schicht obendrauf. Und was ich hier vielleicht jetzt auch noch sagen kann, dieses vielleicht auch nur aus der Raumfahrt. Aus dem Flugzeugbau bekannte Verfahren nutzen wir jetzt auch in Zukunft, um Laufbahnen von Weltslagern wieder zu rekonditionieren. Also ich hatte vorhin ja gerade gesagt, dass irgendwann einfach der Werkstoff ermüdet ist und dann muss man das Lager wegschmeißen und Ziel ist es halt jetzt dann mit so einem Laserauftragsschweißverfahren dann auch die Laufbahn quasi neu zu machen, den verschlissenen Teil wegzuschleifen und dann wieder aufschweißen und das Lager wieder und wieder und wieder einzusetzen.
00:25:57 SPEAKER_01
Und beide Verfahren sind auch Bestandteile des Sustainable -Choice -Programms. Wendet ihr das dort an?
00:26:04 SPEAKER_00
Genau, also diese Produkte, die können wir im Rahmen des Sustainability -Partnerprogramms auch unseren Kunden zur Verfügung stellen. Wenn es um das Thema Record Oil geht, da sind natürlich im Vorfeld auch aufwendige Tests erstmal von dem Schmierstoff notwendig. Wir müssen gucken, okay, was hat das für eine Viskosität, was ist das für ein Öl. Was ist das für ein Grundöl? Was sind da für Additive drin? Und können unsere Filter damit umgehen und arbeiten? Und wenn das erfolgreich ist, dann kann man auch so eine Box und so ein System anbieten.
00:26:34 SPEAKER_01
Sehr schön. Ihr habt mich auf jeden Fall richtig aufgeschlaut. Das Thema, ja, wie gesagt, ist auf jeden Fall super vielschichtig und ja, möchte mich auf jeden Fall bei euch bedanken, dass ihr heute euch die Zeit genommen habt, das mit uns zu teilen, euer Wissen zu teilen, gerade auch die Beispiele aus eurem Arbeitsalltag sehr, sehr gewinnbringt, was ihr gesagt habt. Und ja, bedanke mich auf jeden Fall, dass ihr hier euch die Zeit genommen habt.
00:27:02 SPEAKER_02
Ja, super gerne. Immer wieder gerne, Jasmin.
00:27:04 SPEAKER_01
Sehr schön, cool. Ja, lieben Dank auch nach draußen, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Die nächsten Folgen sind schon in Planung. Und ja, ansonsten wünsche ich euch alles Gute. Wir hören uns. Bis dahin. Tschüss. Ciao.
#87 CEO-Jahresrückblick 2025 mit Mario
Auch wenn der Jänner schon vorüber ist, wünscht dir das PIELcast-Team noch ein frohes neues Jahr! Wie gewohnt blickt zu Jahresanfang unser CEO Mario Ernst auf ein spannendes Vorjahr zurück. Hauptthemen dieser Folge sind Erfolge und Herausforderungen in 2024 sowie Hoffnungen, Erwartungen und geplante Innovationen für 2025 - ein tiefer Einblick in die PIEL-Welt, auch auf unserer Homepage!
Transkript
00:00:00 SPEAKER_01
Frohes Neues 2025, aber bevor wir starten, schauen wir nochmal zurück auf Jahr 2024.
00:00:14 SPEAKER_01
Pielcast. Einfach. Besser. Ein frohes neues Jahr wünschen wir euch. Schön, dass ihr alle wieder eingeschaltet habt in diesem Jahr zu unserer ersten Folge des Pielcast. Obligatorisch und schon ganz traditionell nach über 80 Folgen ist die erste Folge im Jahr immer die CEO -Jahresrückblicks -Folge. Das heißt, wir haben heute einen prominenten Gast bei uns am Tisch sitzen, der uns ein paar kleine Insides verraten wird, wie das vergangene Jahr denn gelaufen ist und was 2025, also das neue Jahr, für uns bereithält. Mit dabei sind heute die liebe Jasmin. und der gute Mario. Schön, dass ihr dabei seid und ich wünsche euch ein frohes neues Jahr und alles Gute. Wie seid ihr ins neue Jahr gekommen?
00:00:53 SPEAKER_00
Ja, hi. Grüße gehen raus. Frohes Neues auch von mir. Ich bin ganz gut ins neue Jahr gekommen, ganz entspannt. Wir saßen mit den Nachbarn zusammen und haben ganz nett geplaudert.
00:01:05 SPEAKER_02
Ja, sehr schön. Wie war es bei dir, Mario? Ja, frohes neues Jahr auch von mir. Ja, wir haben es verschlafen, wie wir das so häufig tun. Wir waren nämlich im Skiurlaub in Tirol und es war Kaiserwetter, toller Schnee, tolles Skigebiet und da geben wir den ganzen Tag immer richtig Gas und dann schaffen wir 12 Uhr gar nicht. Aber das ist genau so, wie wir es gerne haben. Also von daher tiptop reingekommen.
00:01:21 SPEAKER_01
Es ist ja auch eigentlich ein Abend wie jeder andere, muss man sagen, oder? Also außer, dass die Jahreszahl am nächsten Tag anders ist. Bei mir im Freundeskreis habe ich dieses Jahr den Trend beobachtet, dass das Silvesterfeiern... eher wieder zu kleineren Gruppen tendiert. Also früher waren wir immer so groß und 20 plus Leute. Aber diesmal sind echt auch viele weggefahren, so wie ihr. Oder eben es wurde gesagt, nee, wir machen nur in einer Vierer - oder Sechser -Truppe so ein bisschen was. Also das war sehr entspannt. Und wir haben auch ganz in Ruhe lange am Raclette -Krieg gegessen. Ja, musste dann sein tatsächlich über zwei Stunden. Aber es hat auch geschmeckt. Was habt ihr gegessen?
00:02:00 SPEAKER_00
Wir haben Burger selbst gemacht, tatsächlich.
00:02:04 SPEAKER_01
Sehr, sehr schön. Bevor wir ins Jahr 2025 starten, wie angekündigt, gibt es einen kleinen Rückblick auf die Monate Januar bis Dezember. Wir gehen dabei nicht jeden Monat durch, sondern geben euch den... Groben Überblick. Nicht wir, sondern der liebe Mario, der das Ganze natürlich geleitet hat und uns Pielaner durch das Jahr 2024 geleitet hat. Deshalb direkt die erste Frage, Mario. Vielleicht kannst du das schon ganz gut beantworten. Was waren denn so die größten Erfolge und Meilensteine, die die Piel Gruppe im Jahr 2024 abgerissen hat?
00:02:36 SPEAKER_02
Also neben verschiedenen Kundenprojekten und auch Zusammenarbeiten mit Lieferanten gab es natürlich das ein oder andere Highlight, beispielsweise das Arbeitsschutzforum, das wir im Frühjahr hier bei uns hatten, wo wir wieder ganz, ganz viele Kunden begrüßen durften, gemeinsam mit unseren Lieferanten tolle Themen vorgestellt haben. Und das Thema Arbeitsschutz -Mindset eine ganz neue Bedeutung bekommen hat und wir durchaus in einen superqualitativen Austausch immer tiefer kommen mit unseren Kunden, dass wir auf dem Weg begleiten können, ein ganz anderes Mindset zu entwickeln. Und das trifft auf unsere Kunden zu, na klar, selbstverständlich aber auch auf uns, weil für viele Lieferanten ist das auch ganz besonders, wie wir die Welt sehen. Und das war eine Erkenntnis, die wir dieses Jahr gemacht haben und auch in die Tat umgesetzt haben, in der Tat. Das stimmt mich wirklich froh, das war eine richtig coole Geschichte.
00:03:27 SPEAKER_01
Kann man sagen, dass das Thema Veranstaltungen und Dienstleistungen generell im vergangenen Jahr nochmal einen besonderen Stellenwert bei uns im Unternehmen eingenommen hat?
00:03:39 SPEAKER_02
Auf jeden Fall. Das war ja auch Teil unserer Strategie im letzten Jahr. Also wir wollen ja unabhängiger vom Produkt werden. Und Produkte kann ja jeder, kann es an jeder Straßenecke kaufen. Uns geht es wirklich darum, was der Kunde am Ende davon hat. Also beispielsweise, dass er sich bei der Arbeit nicht mehr verletzt, dass seine Maschinen laufen und dass seine Fachkräfte vernünftig und effizient eingesetzt werden. Und damit haben wir die Chance, das schnöde Produkt zu ergänzen, um unsere Top -Dienstleistung, wie beispielsweise unsere Trainings, die wir anbieten, mit unserem eigenen Trainer Stefan. Und wir haben ja in Dresden den HCM auch als Trainer. Und wie super das angenommen wurde von unseren Kunden. Der Kalender hat sich schnell gefüllt. Die Präsenztrainings waren alle ausverkauft. Das war mega. Das war total geil.
00:04:25 SPEAKER_00
HCM steht übrigens an der Stelle für Hans Christian Mayer. Grüße gehen raus, das war jetzt ein kleiner Insider von Mario. Mario, du hast eben von dem Mindset in Sachen Arbeitsschutz gesprochen. Was ist denn da so wünschenswert?
00:04:40 SPEAKER_02
Ja, es gibt da schon seit Jahrzehnten im Grunde Studien, wie es zu Arbeitsunfällen kommt. Und innerhalb eines Unternehmens ist in diesen Studien immer wieder rausgekommen, dass das eine ganze Menge mit dem Bewusstsein, mit dem Mindset für Arbeitssicherheit zu tun hat und auch wie der Arbeitgeber das Thema lebt. Und so in der ersten Stufe ist es halt so, besorg dir selber was und pass auf dich auf, denn wenn du zu Schaden kommst, kannst du morgen nicht arbeiten, fertig. Das zweite ist, dann hat der Arbeitgeber vielleicht erkannt, naja, wenn der sich verunfallt, dann ist er ja morgen gar nicht bei mir an der Schippe. Also heißt das dann hier, trag gefälligst das, das musst du tragen und wenn du das nicht trägst, die Sicherheitsschuhe oder welche PS auch immer, dann wirst du bestraft. Das ist auch nicht so viel besser, das hat nur was mit Druck zu tun und nicht mit der Erkenntnis, dass es ja um den Schutz von Menschenleben und menschlicher Gesundheit geht. Und so ist in der dritten Stufe schon das Bewusstsein ausgeprägt, dass jeder auf sich selber aufpasst und sieht, dass er entsprechend bei der Arbeit auch richtig geschützt ist. Also das ist für uns schon, kann man sagen, richtig gutes Level, um in der Zusammenarbeit auch qualitativ sich noch weiterzuentwickeln. um das Level 4 zu erreichen. Da geht es um die gelebte Arbeitsschutzkultur. Das ist also die Endausbaustufe, wo die Mitarbeiter gegenseitig auf sich aufpassen und durchaus sich auch Tipps geben, wie man sich noch sicherer verhalten kann im Arbeitsalltag. Und unser Angebot ist eben, dass wir unsere Kunden begleiten wollen, von der Stufe, wo sie jetzt eben sind, sich entsprechend weiterzuentwickeln. Ja, bis hin zu Stufe 4 am liebsten. Und wir haben auch schon einige Kunden Stufe 4 und das war cool, das auf der Bühne zu sehen. Da war der Thorsten Möllmann von Eaton auf der Bühne.
00:06:22 SPEAKER_00
Beim Arbeitsschutzforum, ne?
00:06:23 SPEAKER_02
Genau, beim Arbeitsschutzforum. Der wird das über sich nie sagen, dass er Stufe 4 ist. Aber das Plenum war jetzt auch nicht entweder neidisch, wie so Angeber oder so, sondern die haben ganz konkrete Fragen gestellt. Mensch, wie habt ihr das gemacht? Wie seid ihr da hingekommen? Wie habt ihr eure Mitarbeiter mitgenommen? Denn ganz häufig ist es ein Thema, das Bemühen da ist, aber das bei den Mitarbeitern nicht so sehr ankommt und dann Unzufriedenheiten entstehen. Und so war das ein toller Austausch und wir sind da gerne Moderator und Begleiter.
00:06:49 SPEAKER_01
da gerne Moderator und Begleiter. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass wir im Jahr 2024 einige Dinge angetrieben haben, um halt auch unsere Kunden dazu befähigen, sich mit diesem Mindset -Arbeitsschutz ein bisschen weiter auseinanderzusetzen und auch vielleicht selber die Motivation dann zu finden, sich zu verbessern und wir da auch vielleicht ein Teil von sein können. Aber wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten, um die Floske ein bisschen auszukramen. Was waren denn Herausforderungen in 2024 für unser Unternehmen, auch aus unternehmerischer Sicht gesehen?
00:07:18 SPEAKER_02
2024 ist ein sehr anspruchsvolles Jahr gewesen. Wenn wir jetzt so zurück gucken, seit 2018 sind wir immens gewachsen bis inklusive 2023. Das war richtig klasse, sodass wir im Schnitt entsprechend unsere 7 % Wachstumsziel hinbekommen haben und von daher total einverstanden sein können, wie wir die Corona -Krise gemeistert haben, wie wir die Preisexplosion danach gemeistert haben, wie wir unsere Umsätze verteidigen konnten im Anschluss an Corona. Und jetzt im letzten Jahr war es halt so, dass wir uns auf dem hohen Niveau, das wir erreicht haben, ein Stück weit ausruhen mussten, habe ich so den Eindruck. Also mal einmal durchschnaufen und mal einmal das Gefühl wahrnehmen, wie es denn ist, wenn man nicht wächst und wenn man seine Ziele nicht so erreicht, wie das die letzten Jahre war. Aber das ist heilsam durchaus auch. Und für mich persönlich gilt das natürlich auch, in guten Zeiten lebt es sich leicht und dann muss man nicht viel erklären, weil es ja alles spitze. Und wenn es dann mal nicht so läuft, dann hinterfragt man durchaus Dinge und muss auch wieder Dinge verändern, um wieder in den Erfolg zurückzufinden.
00:08:20 SPEAKER_01
Wie sind wir diese Herausforderung konkret angegangen? Beziehungsweise was haben wir daraus gelernt?
00:08:28 SPEAKER_02
Also was ja ein glücklicher Zufall ist, hätte ich fast gesagt, ist ja, dass wir das geahnt haben. Oder das war ja letztes Jahr ein bisschen Zeit, war das kein Ahnen mehr, da wussten wir, dass es anstrengend wird. Und haben das Thema Zielvereinbarung, das Thema Selbstwirksamkeit der Pielaner in den Fokus genommen. War ja auch mein persönliches Ziel im vergangenen Jahr, die Selbstwirksamkeit des einzelnen Pielaners zu stärken und zu pushen. Und von daher haben wir uns noch mal bewusster gemacht, jeder Pielaner für sich. Wie kann ich mit meinem Handeln zum Unternehmenserfolg beitragen und auch ein Stück weit mehr Erfüllung in meinem Job finden? Weil darum geht es aus meiner Sicht ja auch. Na klar, wir sind eine Erfolgs - und Leistungsgemeinschaft. Wir wollen gemeinsam unsere Ziele erreichen. Aber am liebsten, was heißt aber, und am liebsten fühlt sich jeder wohl dabei, dass er an einem Ziel arbeitet, dass er es selber geil findet, auf Deutsch gesagt. Und dann war 24 mit losgelegt. Und haben auch im Vergleich zu der bösen Welt da draußen, haben wir uns ganz gut geschlagen. Also es gibt gar keinen Grund, jetzt den Kopf unter den Arm zu nehmen. Und gleichzeitig wünschen wir uns natürlich, dass der Konjunkturgegenwind ein wenig nachlässt dieses Jahr und dass wir diesem Jahr wieder in der Lage sind, unsere Ziele zu erreichen.
00:09:35 SPEAKER_01
Um dem Ganzen natürlich so ein bisschen entgegenzusteuern, haben wir uns natürlich auch mit neuen Dingen beschäftigt im letzten Jahr. Wir haben uns ja irgendwann mal so intern selber das Ziel gesetzt, jedes Jahr ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, was natürlich irgendwie zwangsweise dazu führt, dass Innovation und Technologie für uns immer wichtige Stichworte sind in unserem Arbeitsalltag. Welche Rolle haben denn diese beiden Themen letztes Jahr gespielt? Ja,
00:09:56 SPEAKER_02
bei der Innovation gucken wir natürlich auch, wo können wir unseren Kunden tatsächlich weiterhelfen. Und wir hatten gerade das Thema Mindset, Schulung, Trainings in Sachen Arbeitsschutz. Dann ist ja ein weiteres Feld, das wir tun, das Thema C -Teile -Management. Also die Mitarbeiter unserer Kunden sich um ihren Kern kümmern lassen und nicht um irgendwelche Teilebeschaffung. Und in dem Rahmen ist die Erfindung des Peel Stores, also eines RFID -gestützten Lager - und Versorgungskonzeptes, schon eine echt geile Geschichte. Und wie das dann so ist, wenn man selber was entwickelt und selber was erfindet, wünscht man sich natürlich heute die Idee gehabt. Die haben wir ja im September schon vorgestellt in Leipzig beim Mawi -Forum. Also jetzt Idee gehabt und bumms, morgen läuft das Ding. Und 2024 war tatsächlich geprägt von dem Weg dorthin, von der Idee zur Prüfung der Machbarkeit, zur technischen Umsetzung. Und jetzt sind wir so weit, dass wir tatsächlich beim ersten Piloten in der Spur sind. Und im lebenden Prozess eben schauen, wie gut funktioniert denn das, was wir uns da überlegt haben. Und das sieht einigermaßen, wie das in so einem POC eben ist, in so einem Proof of Concepts, gibt es da immer Hürden zu überspringen. Aber das sieht sehr vielversprechend aus. Das kriegen wir auf die Straße und wollen auch anfangen, in 2025 Geld damit zu verdienen.
00:11:14 SPEAKER_01
Der erste Prototyp ist hier am Boleweg ja auch schon installiert. Wir können den ja quasi leibhaftig gerade sogar sehen von unseren Mikrofonen aus. Sieht auf jeden Fall sehr, sehr cool aus und ich bin gespannt, wie das Ganze in 2025 anlaufen wird.
00:11:27 SPEAKER_02
Und was wir darüber hinaus noch haben, das ist ein schönes Beispiel für eine tolle Lieferantenkooperation. dass wir mit der SKF gemeinsam, der Weltmarktführer für Wälzlagerherstellung, Antriebstechnik, dass wir eine Sustainability-Partnership gegründet haben, also eine Nachhaltigkeitspartnerschaft, in Rahmen derer wir für die Endkunden Lösungen finden, die nicht nur nachhaltiger für die Kunden sind, sondern am Ende auch Umsatz für uns bringen. Und das war eine richtig klasse Geschichte. Wir haben Arbeitsgruppen gebildet, es gibt ein Marketing -Team, es gibt ein Vertriebsteam, es gibt das Leitungsteam, dass wir schauen, wie koordinieren wir denn dieses Projekt. Und haben da uns entsprechend auch Zielkunden rausgesucht, die für das Thema empfänglich sind. Und haben tatsächlich sofort beim Ersten ein super tolles Mindset auch wieder vorgefunden. Nachhaltigkeit ist ja wieder ein Mindset -Thema, kann einen interessieren oder nicht. Jetzt, wo es wirtschaftlich wieder ein bisschen kniffliger wird, da ist Nachhaltigkeit nicht mehr so wichtig. Aber in dem Fall war es tatsächlich so, dass der Hannes Wegge, unser Außendienstler, gemeinsam mit dem Außendienst der SKF sofort beim ersten Kunden fünf verschiedene Anwendungsfälle gefunden hat, wo der Kunde nicht nur nachhaltiger wird, sondern am Ende auch wirtschaftlicher. Und da nochmal aufzulösen, die Wirtschaftlichkeit gehört ja für mich als Unternehmer, das ist ja der erste Schritt der Nachhaltigkeit. Dann kommt der zweite, nämlich die soziale Nachhaltigkeit und dann erst die ökologische. Und mit Nachhaltigkeit verbindet man ja häufig das Thema ökologische, soziale Nachhaltigkeit. Und hier ist es wirklich gelungen. verschiedenste Anwendungen zu finden, die wirtschaftlich sind, deshalb dann auch eine Chance haben, umgesetzt zu werden beim Kunden. Und am Ende gerade das Thema ökologische Nachhaltigkeit, sei es jetzt, dass man Fettverbrauch verringert, dass man Standzeiten der Wälzlager verlängert, dass man Wälzlager aufbereiten kann, anstatt sie komplett zu ersetzen und zu verschrotten. Richtig tolle, tolle Ansätze. Und das ist super gestartet. Da freue ich mich auch für 25, dass wir da... ja noch richtig tolle Erfolge feiern werden.
00:13:32 SPEAKER_00
Alles Ereignisse, die für 2025 auf jeden Fall viel versprechen. Gibt es denn einen besonderen Moment, eine Anekdote aus 2024, die du mit uns teilen möchtest?
00:13:42 SPEAKER_02
Ja, da gibt es ja tatsächlich diesen Waldlokal -Moment. Das war lustig. Wir haben im Waldlokal dieses Jahr die 300 .000 -Bäumen -Marke erreicht. Wer wüsste das besser als du, Jasmin? Und ein paar Tage, bevor wir unser Unternehmerwaldlokal hatten, also die entsprechende Zeremonie im Warsteiner Rathaus, haben wir den Hendrik Wüst gemeinsam getroffen, wir beiden, unseren Ministerpräsidenten von NRW in Iserlohn bei einer Unternehmerveranstaltung. Und da kam der zu uns an den Waldlokalstand und ich sage, Mensch, haben Sie nicht Lust, mit uns den 300.000 einen Baum zu pflanzen? Und dann guckte der so ein bisschen verdattert aus dem Kittel und sagte, was ist denn das? Ja, jetzt Dienstag.
00:14:18 SPEAKER_00
Das war doch recht kurz lustig.
00:14:19 SPEAKER_02
Dann hat er jetzt schlagfertig reagiert und gesagt, naja. nächsten Dienstag habe ich keine Zeit für den 300.000. Baum, aber wenn ihr beim 400.000. seid, dann ruft an, dann bin ich dabei. Und da wollen wir doch mal gucken. Wann wir das auf die Reihe kriegen und ob er Wort hält. Der gute Hendrik.
00:14:36 SPEAKER_00
Ja, also nicht nur bei Hendrik Wüst sind die Terminkalender natürlich voll, sondern auch bei uns im kommenden Jahr. Worauf dürfen wir uns denn einstellen 2025? Was sind Ziele, was sind Erwartungen?
00:14:46 SPEAKER_02
Also abgesehen von den Dingen, die wir nicht beeinflussen können, mit denen wir leben müssen, sprich Konjunktur und was da von außen so kommt, auch politische Einflüsse, Bundestagswahl am 23 .02., da bin ich gespannt wie ein Regenschirm, was daraus wird. Aber es ist an sich egal, was daraus wird, wissen wir schon, dass wir unser Schicksal selber in die Hand nehmen. Wir werden unseren Weg fortführen, besondere Lösungen für unsere Kunden zu bieten, die es woanders nicht gibt, damit die die gerne umsetzen und wir damit unser Geld verdienen können. Und gleichzeitig stehen wir vor, wie soll ich das sagen, ich glaube fest daran, dass wir vor einer der umwälzendsten Zeiten stehen, die es jemals gegeben hat. Nämlich das Thema, was die weitere Digitalisierung gerade jetzt auch mit dem Einzug der KI zu tun hat. Da wird sich ganz, ganz viel verändern in nächster Zeit. Und wir haben bei Peel den Anspruch, vor der Welle zu schwimmen. Also wir haben allein drei KI -Ansätze, die wir umsetzen. Eins haben wir schon begonnen auszurollen. Da geht es darum, dass wir unsere Daten quasi mit einem eigenen Bot... durchsuchen lassen und uns entsprechende Antworten geben lassen, sofort in Echtzeit. Das zweite ist eine Vertriebsoptimierung. Da werden wir am Ende des ersten Quartals mit starten. So nach dem Motto, der Kunde ruft mich an und ich kriege sofort vorgespiegelt, was sind die richtigen Gesprächsthemen mit diesem Kunden. Also, dass wir da ganz viel Unterstützung erfahren. Das erste ist Unterstützung in der Recherche. Das zweite ist Unterstützung in der Kundenbegeisterung. Und das dritte ist das Thema Prozesse. Da werden wir morgen mit starten in Soest und nächste Woche in Dresden, dass wir jeden unserer Prozesse auf einer Roadmap erfassen und genau schauen, wie kriegen wir den schlanker gemacht. Wie kriegen wir den schlanker gemacht und wie schaffen wir Kapazitäten für die Pielaner wertschöpfend zu arbeiten, weniger an Daten zu arbeiten und mehr an den Menschen, mit den Menschen gemeinsam und das immer Hand in Hand. Denn wir haben uns ein... Ein Ziel gesetzt, was unser würdig ist, glaube ich, dass bei uns die KI keine Arbeitsplätze kosten wird, sondern ganz im Gegenteil für uns Zukunft schaffen wird und uns unterstützen wird, dabei auch in Zukunft ehrgeizige Ziele zu erreichen. Das ist ein hehres Ziel, das wir da haben und wir hoffen, dass wir da möglichst alle Pielaner mitnehmen können auf diesem Weg.
00:17:06 SPEAKER_01
Stark, das sind auf jeden Fall gute Aussichten für 2025. Euch erwarten natürlich noch ganz, ganz viele Events. Wir haben wieder einige Servicetage geplant. Das wird wieder das Mavi -Forum am 8. Mai 2025 stattfinden auf Zeche Zollverein. Da könnt ihr euch jetzt noch Tickets für sichern. Wir haben weitere Events geplant. Kompetenztage im C-Teile Management sind geplant wieder für den Bereich RFID und Ausgabesysteme. Also abonniert unsere Newsletter, denn da werdet ihr auf jeden Fall mit Infos versorgen. und kriegt alle Informationen direkt aus erster Hand. Ansonsten, wenn ihr nochmal ein bisschen stöbern wollt, was das Jahr 2024 bei uns gebracht hat, dann stöbert gerne durch unsere Erfolgsgeschichten. Wir verlinken euch den Link dazu auf unserer Homepage in den Shownotes. Da könnt ihr mit einem Klick zum Glück direkt alles nachlesen, was euch interessiert. Und wenn ihr Fragen dazu habt, dann sprecht uns gerne direkt an. Entweder eure Kollegen oder Kolleginnen aus dem Vertriebs -In - oder Außendienst oder auch gerne uns einfach auf info@piel.de einfach schreiben oder über die Formulare auf der Homepage. verschiedene Möglichkeiten, uns zu kontaktieren. Viele Wege zum Glück. Oder nach oben, je nachdem, wie ihr das haben möchtet. Aber bei euch möchte ich mich bedanken für diese schöne erste Folge. Ihr habt das vielleicht schon draußen gemerkt, es wird auch in diesem Jahr eine kleine Änderung beim Pielcast geben. Wir haben heute schon deutlich länger aufgenommen als sonst. Das hängt damit zusammen, dass wir unseren Pielcast demnächst nicht mehr zweiwöchig veröffentlichen werden, sondern immer nur dann, wenn es auch wirklich Themen zu berichten gibt, sodass wir eben mehr hochqualitativen Content in kürzerer Zeit für euch produzieren können. Das heißt, wenn es etwas gibt, dann werdet ihr von uns hören und wir freuen uns, dass ihr uns weiterhin treu bleibt und dann natürlich auch zu den heißen Themen einschaltet bei uns im Pielcast. Vielen Dank, dass ihr beiden heute bei mir wart. Es war ein schöner Start ins Jahr 2025, eine schöne erste Folge. Ich wünsche euch alles, alles Gute und schön, dass ihr zugehört habt. Ciao, ciao.
00:18:53 SPEAKER_00
Sehr gerne, hat mich gefreut. Macht's gut.
00:18:55 SPEAKER_01
Mich ebenso. Dankeschön, macht's gut. Ciao.
#85 Prozessoptimierung, aber richtig!
Der ehemalige Einkäufer bei BMW, Jan Lehmann, wechselt die Seiten und unterstützt gegenwärtig produzierende Unternehmen bei der Optimierung ihrer Beschaffungs- und Lieferantenstrategie. In diesem PIELcast lauschst du einem spannenden Erfahrungsaustausch zu den Themen Prozessoptimierung, Change Management und dem Mut, Dinge in Bewegung zu versetzen.
Transkript
00:00:00 SPEAKER_03
Prozesskosten schreiben keine Rechnung. Wenn du wissen willst, was das bedeutet, dann bleib heute dran bei unserem Pielcast.
00:00:15 SPEAKER_03
Pielcast. Einfach. Besser. Moin Moin und Hallo, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt heute zu unserem Pielcast. Wir haben ein spannendes Thema heute mitgebracht und zwar das Thema Prozesskosten und Einkauf beim indirekten Material. Ihr kennt das Thema bereits, ein Thema, was wir mit Leidenschaft spielen und auch immer gerne davon reden. Bei mir zu Gast sind heute mein lieber Dominik und der gute Mario. Schön, dass ihr da seid.
00:00:38 SPEAKER_00
Hallo Christoph.
00:00:39 SPEAKER_01
Jawohl, Hallihallo.
00:00:41 SPEAKER_03
Ihr seid ja schon Experten in dem Bereich, aber heute reden nicht wir darüber, sondern in erster Linie unser Gast und zwar ist das Jan Lehmann. Schön, dass du da bist. Vielleicht stellst du dich einmal ganz kurz vor und erzählst mal, was du so in deinem Alltag machst.
00:00:51 SPEAKER_02
Hallo Christoph. Ja, freut mich, dass ich hier sein darf. Ich bin sozusagen, wenn ihr mit euren Kunden redet, bin ich häufig auf der anderen Seite gewesen. Und zwar im Einkauf. Ich war lange bei BMW im strategischen Einkauf, Produktionsanlagen weltweit eingekauft. Das war wahrscheinlich jetzt nicht das C -Teile -Thema. Und heute, seit vier Jahren, bin ich selbstständiger Unternehmensberater. Ich verhandle für meine Kunden Lieferanten und Mehrkosten mit ihren Kunden. Das sind so die zwei Themen, die ich mache. An dem Thema, was ihr macht, das C -Teile -Thema, komme ich immer so ein bisschen indirekt vorbei und tue mich da an der Stelle schwer. Aber das ist ja ein Thema, worüber wir heute auch sprechen wollen.
00:01:30 SPEAKER_03
Genau, so sieht es aus. Prozesskosten sind ja immer ein wichtiges Thema, die häufig leider irgendwo hinten rüberfallen. Und ich habe es gerade schon im Cold Opener ein bisschen erwähnt. Du sagst, Prozesskosten schreiben keine Rechnung. Worauf muss man denn da genau achten? Wenn man jetzt C -Teile einkauft oder generell einkauft,
00:01:42 SPEAKER_02
man jetzt C-Teile einkauft oder generell einkauft, dann sieht man natürlich das, was sozusagen auf der Bestellung als Bestellwert draufsteht. Einkauf, der Verhandlungsgegenstand. Was man dabei nicht sieht, ist, welchen Aufwand der Fachbereich, der den Bedarf ja hat, der Einkauf, der das ausschreibt und verhandelt und bestellt, der Wareneingang, der die Ware entgegennimmt oder der Fachbereich, der die Dienstleistung dann wieder annimmt und dann die Buchhaltung, die die Rechnung fakturiert, was bei diesen beteiligten Stellen, manchmal sind es noch mehr, da tatsächlich an Aufwänden in der Zusammenarbeit mit dem Lieferanten entsteht. Und das sind natürlich irgendwo eine Viertelstunde hier, fünf Minuten da, mehrere Stunden, je nachdem, was es ist. Und das sieht man nicht. Das hängt aber mit der Beschaffung immer zusammen und das kann natürlich höher und niedriger ausfallen.
00:02:26 SPEAKER_03
Mario, das sind alles Themen, die uns ja auch im Alltag bei unseren Kunden begegnen, richtig?
00:02:31 SPEAKER_01
Auf jeden Fall. Du könntest ja bei uns anfangen, hätte ich fast gesagt, mit dem Blick auf die Dinge und dem Blick auf den Prozess. Denn das ist ja das, was wir unseren Kunden ja auch immer wieder spiegeln wollen. wie groß der Aufwand ist, der betrieben wird, wie groß der Prozess ist im Vergleich zum Produkt, das er entsprechend am Ende kauft. Und wir haben halt festgestellt, dass wir besonders mit Kunden gut arbeiten können, die ein entsprechendes Verständnis dafür haben. Hast du eine Idee oder so einen Daumenwert, wieso das Verhältnis ist des verdeckten Aufwandes zum Projektwert oder zum Artikelwert?
00:03:04 SPEAKER_02
Also im Einkauf geht man davon aus, dass ein Kreditor, ein Lieferant circa 1000 Euro im Durchschnitt kostet pro Jahr. Man ruft an, hat Jahrespreisverhandlungen. Da gibt es natürlich Lieferanten, da wendet man wesentlich mehr Geld auf. Und dann gibt es Lieferanten, da hat man also praktisch Nullaufwand. Und eine Bestellung kostet zwischen 50, das ist aber schon eine extrem prozessoptimierte Firma, 50 bis 150 Euro im Durchschnitt pro Bestellung. Das ist der Durchschnittswert. Wenn man sich jetzt überlegt, ich habe ja vorhin das Beispiel erzählt von meiner Apple -Maus, die ich eingekauft habe. Die kostet, ich glaube bei Amazon hätte die 79 inklusive Umsatzsteuer gekostet und ich habe sie dann bei Ebay geschossen für 69. Fand mich als Einkäufer natürlich mega schlau, dass ich da 10 Euro gespart habe. Und tatsächlich hat er aber keine korrekte Rechnung ausgestellt. Dann hat die Buchhaltung gesagt, da muss man mal eine korrekte Rechnung anfordern. Also spätestens dann. War die Maus zu teuer gewesen.
00:03:59 SPEAKER_03
Ja, ja. Und man kann ja auch da nochmal mit dabei rechnen. Also wenn ich jetzt das mal in meinen Arbeitsalltag runterrechne, ich suche einen günstigeren Kugelschreiber als den, den ich irgendwo anders gefunden habe. Die Zeit, die ich dafür brauche, um das zu recherchieren, die muss ich ja auch noch mit reinrechnen. Also wenn ich das jetzt irgendwie 10, 20 Mal mache für diverse Artikel, das läppert sich ja auch. Und das sieht ja am Ende keiner.
00:04:18 SPEAKER_02
Vor allen Dingen kennen sich die Kunden, also die Mitarbeiter, die das dann mit diesen Teilen, was auch immer, Büroartikel oder was das ist, die kennen sich mit dem Sortiment aus und die kennen natürlich auch den Beschaffungsprozess von Privat, also keine Ahnung, Amazon. Und die können da alle gefühlt mitreden. Und es gibt immer ein Beispiel, wo irgendjemand im Internet oder sonst wo den Artikel genau einen Euro günstiger sieht als zum Beispiel bei euch. Und dann sagt er, die sind doch viel zu teuer. Du kriegst es ja schon im Internet günstiger.
00:04:46 SPEAKER_00
Und genau das ist es, was du sagst. Wir müssen am Ende schauen, dass der Prozess optimiert wird und nicht der einzelne Artikelpreis. Gerade im C-Teile Bereich ist es einfach niedrigwertig. Dann macht es Sinn, den Prozess sauber hinzuhaben. Und unsere Mithörer kennen das vielleicht. Wir hatten schon einen Podcast zu Prozesskosten und schreibt es gerne in die Kommentare, was denn unser Wert für einen Prozess ist. Und da setzen wir natürlich gerne an.
00:05:06 SPEAKER_01
gerne an. Wie siehst du das denn so in deinem Alltag? Wie prozessaffin ist denn so der Einkauf im Mittelstand? Welche Erfahrungen machst du da?
00:05:14 SPEAKER_02
Interessanterweise ist es ja so, wenn ich jetzt meine Kunden anschaue, das sind überwiegend produzierende Unternehmen. Von kleiner, ich sage mal 5 bis 10 Millionen Umsatz, bis größer, das sind dann 300 bis 800 Millionen Umsatz. Und da sieht man einen ganz klaren Zusammenhang. Obwohl die alle 40, 60 Prozent vom Umsatz dann als Fremdleistung, Material, Dienstleistung zukaufen, ist der Fokus auf den Prozess und auf den Einkauf sehr unterschiedlich ausgeprägt. Also meine Erfahrung ist ab 200, 300 Millionen. Umsatz aufwärts fängt diese Einkaufs - und Prozessorientierung an. Und bei 500, 800 Millionen ist in der Regel das schon relativ etabliert. Aber die Logik gilt ja auch für den kleineren Mittelstand da noch umso mehr, weil der ja wahrscheinlich bei der Verhandlung viel weniger Preissetzungsmacht gegenüber seinen Lieferanten haben. Die sind ja meistens viel größer als er selber. Und da ist ja gerade das Thema Prozess etwas, was er selber beeinflussen kann. Das kann er in jedem Fall optimieren, selbst wenn der Artikel selber nicht viel günstiger wird.
00:06:11 SPEAKER_01
Was ganz interessant ist, du hast gerade Größenordnungen genannt, die genau unsere Kernklientel beschreiben. Und jetzt bist du ja auf der anderen Seite. Was hättest du denn für ein Hack vielleicht für uns, die wir durchaus auch auf der anderen Seite feststellen, da ist das Verständnis nicht da, da finden wir nicht die richtigen Argumente. Hast du einen Tipp, wie wir das Thema in mittelständischen produzierenden Unternehmen am besten anbringen?
00:06:33 SPEAKER_02
Ich habe den Eindruck, dass die Unternehmen gewohnt sind, dass Mitarbeiter verfügbar sind und am Arbeitsmarkt man auch günstig kriegt. Wir haben ja nicht jetzt, in diesen Prozessen sind ja jetzt nicht die höchstqualifiziertesten aller Mitarbeiter. Das ist jetzt nicht der super duper künstliche Intelligenzprogrammierer oder sowas, den man mit der Lupe suchen muss. Und man hat das Gefühl, man hat da ausreichend Mitarbeiter, die motiviert sind und auch von den Lohnkosten erträglich sind. Und das ist etwas, was mein Eindruck ist, was sich im Moment am Verändern ist. Ich hatte ja vorhin das Beispiel von der Unternehmerin aus Bayern erzählt, IT, die sich mit ihrem größeren Mittelstand, also eher so 500, 800 Millionen Umsatzgröße, Wissensmanagement und technischer Vertrieb. Also sozusagen das Wissen aus den Köpfen in Systeme baut, weil der Unternehmer sagt, in drei bis fünf Jahren sind meine Leute in Rente und dann fehlt mir einfach das Wissen, ich kann das nicht reproduzieren. Und das passiert auch in einfacheren Tätigkeiten, dass das, was wir gewohnt sind an Prozessen, was super funktioniert, ich sage mal, das Beispiel kennen wir alle aus der Presse, es gibt da irgendwo eine Busverbindung, ich glaube in Mecklenburg -Vorpommern. weil der Zug nicht mehr fährt, weil es keine Lokführer gibt, weil das ja sozusagen eine Ausbildung ist, die man nicht jeder so hat, so vielleicht ein Autoführerschein. Und dann bleibt einfach der Zug stehen, dann fährt ein Bus. Und das wird in vielen Prozessen zunehmen. Insofern ist das ein Thema, was alleine Demografie ein Treiber ist, was Unternehmer, die jetzt drei oder fünf Jahre nach vorne gucken, antreibt. Und das andere ist, wenn man sich unsere Kostenentwickler an vielen Stellen anschaut, da können wir in Deutschland ja hier alle Genug jammern. Die Prozesskosten ist aber ein Thema, was jeder Unternehmer selber im Griff hat. Die Bürokratie gibt es nicht nur beim Finanzamt, die gibt es auch bei uns, bei jedem in der Firma. Und der Grund, warum man das Potenzial, das sich so schwer tut, zu heben ist, das steckt in jedem kleinsten Detail drin, warum es dann funktioniert oder eben nicht funktioniert. Aber ich glaube, da kennst du noch viel mehr Beispiele als ich.
00:08:37 SPEAKER_03
Ja, definitiv. Wir haben uns das schon schön dazu ausgetauscht. Wir hatten aber auch eben schon das Thema im Vorgespräch, dass es natürlich nicht nur an der Lösung liegt, sondern man muss auch mit den Menschen arbeiten. Thema Change Management. Wie wichtig siehst du das Thema Change Management im Bereich Prozessoptimierung?
00:08:52 SPEAKER_02
Ich glaube, wenn man das Thema Prozessoptimierung, auch Einkaufsoptimierung im größeren Sinne anschaut, dann ist zwar vordergründig die Motivation, dass man Prozesskosten senken will oder, keine Ahnung, Durchlaufzeiten reduzieren will. Aber was man dabei unterschätzt, ist, dass das eigentlich ein Change -Thema ist, also einfach ein Veränderungsthema ist. Und man muss das also angehen, so wie man jetzt die Unternehmenskultur verändern wollte. Und da ist jedem klar, das kann man jetzt nicht so zahlenorientiert angehen, sondern da menschelt es extrem. Und bei den Prozessthemen ist das ähnlich. Obwohl das ja jetzt ein Ablauf ist, ein Prozess, ist es ein Thema, was zwischen den Mitarbeitern... wegen menschlichen Themen besser oder eben schlechter funktionieren.
00:09:37 SPEAKER_01
Also darauf baut ja auch unser Ansatz der Prozesskostenberatung auf. Wir haben ja festgestellt, dass wenn wir erstmal sensibilisiert haben bei unseren Kunden und das Problem bewusst ist, du hast gesagt demografischer Wandel und dazu das Thema Trägheit der Organisation, dass wir dadurch tatsächlich helfen können, dass wir alle an einen Tisch nehmen. Dass wir entsprechend Prozesse durchspielen, wer ist überhaupt dabei. Wie sinnhaftig ist solch ein Prozess? Und da haben wir wirklich ganz, ganz tolle Erfahrungen gemacht, dass die Menschen, wenn wir sie denn einladen, mitzugestalten, auch wirklich dazu bereit sind und auch mit uns den Weg der Umsetzung dann gehen. Also da fühle ich mich ja jetzt zumindest schon mal auf einem guten Weg bei den Themen, die du ansprichst, dass wir sagen, wenn jemand schon verstanden hat, dass wir ihm helfen können, können wir das tatsächlich auch.
00:10:24 SPEAKER_02
Wir stellen ja an vielen Stellen fest, was in Unternehmen in Deutschland oder am Standort in Deutschland nicht gut funktioniert. Also bei der Problem Beschreibung sind wir alle relativ schnell. Dann sagen wir, wir brauchen ja eine Transformation oder ein Change. Und das Problem mit dem Change ist ja, so wie mit Kreativität, das kann man irgendwie nicht anordnen. Wir können jetzt nicht sagen, wir sind alle mal kreativ. Sondern man kann einen Raum schaffen, dass das entstehen kann. Und die Schwierigkeit bei der Veränderung im Unternehmen, also zu erkennen, dass da was passieren muss, ist das eine. Die Frage ist, wo anfangen? Und ich finde, dass so Prozessthemen, gerade so das, was ihr macht, jetzt C -Teile, aber auch Einkaufsprozess. Einkauf heißt ja, ich habe in der Mitte des Unternehmens einen Bedarf. Das geht über den Einkauf nach außen zu einem Dienstleister oder Fertiger. Der macht irgendwas, dann kommt der zurück, dann geht es über die Prozessschette, Wareneingang, Qualitätssicherung, Fertigung. Dann geht es wieder an der Buchhaltung vorbei, wird fakturiert, der Einkauf guckt dann vielleicht nochmal, ob die Mengen alle passen. Auf jeden Fall geht es sozusagen aus der Mitte der Organisation raus und wieder rein. Und das bei den C -Teilen, das ist ja noch kleinteiliger und damit noch stärker in der Breite des Unternehmens verankert. Und deswegen sind das eigentlich tolle Ansatzpunkte um Change. praktisch ins Unternehmen zu bringen. Weil es so viele Leute berührt und weil es auch ein Thema ist, wo man auch sieht, was ein Ergebnis ist. Man sieht, was dabei rauskommt. Das macht auch Spaß, wenn man sich so einen Prozess mal angeschaut hat und optimiert hat. Dann kommen alle vorbei und sehen, so ein Beispiel habe ich hier auch, das würde ich auch gerne angehen.
00:11:55 SPEAKER_03
Das hat quasi wie so einen Schneeball -Effekt. Es rollt dann quasi immer weiter auf alle weiteren. Finde ich spannend. Wenn ich jetzt angefixt bin und sage, Mensch, das ist doch ein wichtiges Thema, das betrifft mich irgendwie auch, ich muss damit mal starten. Welche Hacks kannst du uns denn mitgeben? Also was ist so der erste Angriffspunkt, wo ich sagen müsste, ach komm, damit kann ich gut anfangen?
00:12:15 SPEAKER_02
Also man ist natürlich versucht, immer mit dem größten Thema anzufangen. Meistens sind es natürlich Themen, die sich schon vorher jemand angeschaut hat und vielleicht deswegen nicht den ganzen Erfolg eingesammelt hat, weil das… langwieriger ist, komplexer ist. Und es kann lohnen sein, einen Quick -Win zu nehmen. Also da, wo man ein plakatives Erfolgsbeispiel hat, was man schneller abschließt, wo alle im Kleinen sehen, so will ich das haben und jetzt lassen sie es übertragen auf das nächste größere Beispiel und das größere Beispiel. Also es kann zielführender sein, diesen Veränderungsprozess an einem kleinen Beispiel, einem anschaulichen Beispiel erfolgreich umzusetzen. als gleich das größte Potenzialthema von allen zu machen und sich dann bei dem großen, komplexen Thema zu verheben und unterwegs zu scheitern. Weil erstmal ist ja jedes Veränderungsthema eine Investition. Ich investiere interne Ressourcen, also Zeit. Ich investiere, vielleicht hole ich mir eine Beratung oder eine Unterstützung dazu. Dann kostet mich das auch extern Geld. Und bis ich dann diesen Effekt sehe, das kann ja dauern. Und der CFO würde jetzt sagen, Das wird ja erstmal nicht billiger. Ist ja auch logisch, wenn ich jetzt die Bleistiftbestellung optimiere, dann sparen wir uns irgendwann den Prozess fünf Minuten hier, zehn Minuten da. Da entsteht jetzt erstmal noch nicht geringere Personalkosten. Langfristig folgen natürlich die Personalkosten immer den internen Bedarfen, was es halt braucht, damit es funktioniert. Kurzfristig. Passiert da auf der Kostenstellenseite erstmal nichts.
00:13:50 SPEAKER_03
Ist auch mal ein guter Realitätscheck, weil viele denken ja auch häufig immer, ach komm, ich mache jetzt was und dann habe ich morgen direkt den Effekt und kann den sehen. Meistens ist es eben nicht so und man muss eben auch wirklich in die Zukunft schauen und langfristig damit planen, dann auch Optimierung zu erzielen.
00:14:06 SPEAKER_02
Deswegen ist die monetäre Motivation auch insofern gefährlich, weil dieser Einspareffekt, der ist zwar da, aber der ist monetär schwer nachweisbar. Also eine Motivation, ich will etwas verändern und suche sozusagen einen Kulminationspunkt, also einen Ansatz, um damit anzufangen, ist eine größere, also eine sinnvollere Motivation, weil ich da auch das Ergebnis sehe. Oder zum Beispiel das Thema Kapazität. Also du hast ja das Beispiel erzählt, Mario, dass der mittelständische Unternehmer, der einen Vollzeitmitarbeiter im Einkauf hat, Und eure Lösungen können ihm ja jetzt helfen, damit es bei dem einen Mitarbeiter bleibt, trotz Wachstum und er nicht einstellen muss. Oder zum Beispiel, indem er zwei Mitarbeiter hat und eine Mitarbeiterin geht in Rente oder sowas und dann kann er da eine Lösung schaffen, ohne neu einstellen zu müssen, weil er halt seinen Aufwand optimiert. Das sind, glaube ich, eher Motivationsfaktoren als jetzt. Die 3 ,70 Euro im Prozess herauszurechnen, da glaube ich, liegt es im Auge des Betrachters.
00:15:11 SPEAKER_00
es im Auge des Betrachters. Ganz oft fehlt es in der Praxis an dem Mut, das am Ende auch zu machen. Aber das, was wir feststellen, ist, die Spalingspartner, die wissen das, die merken das, die sehen den Nutzen an einer Prozessoptimierung und setzen es am Ende nicht um. Bleiben also gefangen in ihren bisherigen schlechten Prozessen, haben nicht... Die üblichen Ausreden, keine Kapazitäten, kein Budget, keine zeitlichen. Ich habe Wichtiges auf dem Tisch. Aber gerade dieses Basis, sich freizuschaufeln, um am Ende wertschöpfender zu sein, den Schritt, den trauen sich ganz viele am Ende nicht. Das ist wirklich schade. Es ist echt schwierig, die Leute entsprechend dahin zu, ja nicht schubsen oder drängen, sondern dahin zu bewegen. Das muss ja auch mit einer Überzeugung passieren auf beiden Seiten.
00:15:53 SPEAKER_02
Es ist halt leichter über, keine Ahnung, die schlechten Rahmenbedingungen zu schimpfen. als tatsächlich etwas zu machen. Wir steuern jetzt alle auf Weihnachten und Silvester zu und im Neujahr fassen wir alle den Vorsatz, dass wir ein Kilo abnehmen wollen und mehr Sport machen wollen. Das hält dann bis Ende des Jahres, da ist das Fitnessstudio dann rammelt voll. Und dann wird es wieder die Anwesenheitsquote geringer und man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.
00:16:21 SPEAKER_03
Auch ein spannender Insight, den nehme ich mir mal fürs nächste Jahr auf jeden Fall mit.
00:16:24 SPEAKER_01
Also was ich spannend finde, ist der Hack, das Thema Change. Also wenn du Angst vor Change hast, dann lass uns doch gemeinsam mal das Thema Change anfassen. Also wenn du magst als Unternehmer, vertrau uns doch mal so einen unwichtigen Prozess an. Weil wir stehen ja im Leben, also die indirekten Materialien ranzuschaffen, das ist zwar wichtig unterm Strich, aber das ist jetzt nicht so kriegsentscheidend von der ersten Minute und dem Alltag. Aber wenn man das hinbekäme. Der zu sein, der Unternehmen in diese Change -Geschichte reinkriegt, der zeigt, das tut gar nicht weh. Du musst die Menschen mitnehmen, du musst ihnen zuhören, du musst bei denen, du musst, du musst, du musst. Aber wenn du zuhörst deinen Leuten und Vorschläge auch tatsächlich im Positiven aufnehmen kannst und den Lösungen münden lässt, dann kann es auch mal passieren, dass das geht, so ein Change. Also das müssen wir vielleicht nochmal ausbauen, denn das kennt ja jeder von sich selber. Also Veränderung, fühlt sich im ersten Moment ja immer nicht so geil an. Aber wenn man es dann gemacht hat, wenn man gestartet ist, dann ist es ganz häufig so, dass man sagt, ja Mensch, cool, dass ich das gemacht habe, hätte ich es mal viel eher. Und wenn man sowas dann mit uns verknüpfen würde, das würde mir schon gefallen.
00:17:34 SPEAKER_00
Ja, von daher alle Hörer, die jetzt Blut geleckt haben, melden sich beim Jan oder eben bei uns bei der Firma Piel oder nutzen dazu das Mavi -Forum im Mai 2025, wo diese Themen eben auch Inhalt des Programms sind. Und traut euch, geht den ersten Schritt, setzt es um. Und werdet erfolgreich.
00:17:52 SPEAKER_01
Und vielleicht können wir noch Folgendes einbauen. Weil jetzt haben wir ja sehr über uns gesprochen und was wir so tun und wofür man unser C -Teile -Management so braucht. Du bist ja Profi, hast bei BMW entsprechend ganze Fertigungsstraßen eingekauft und eingeführt und umgesetzt. Wenn unsere Hörer jetzt sagen, Mensch, wo kann der Jan mir denn helfen? Was würdest du denn da antworten?
00:18:12 SPEAKER_02
Die meisten Projekte haben wir in zwei Verhandlungsthemen. Das sind Rahmenverträge für größere Mittelständler und Projektvergaben. Ähnlich der Produktionsanlage, das gibt es natürlich dann auch mal mit einer Null weniger hintendran. Und das zweite Thema sind Mehrkostenverhandlungen, Claim -Management, gerade bei Projekten. Da gibt es dann immer so eine Sturm - und Drangphase im Projekt, wo die Sachen angepasst worden geändert werden müssen und man kommt mit der Abrechnung gar nicht hinterher. Und für den Lieferanten bedeutet das ja, dass die Änderung umgesetzt ist und bezahlt ist. Der hat ja dann seinen Materialeinkauf, seinen Dienstleister trotzdem bezahlt, seine internen Mitarbeiter, und hat das aber dem Kunden noch nicht abgerechnet. Und das drückt natürlich stark auf die Liquidität. Und wenn dann sozusagen die Sturm - und Drangphase im Projekt irgendwann mal vorbeigeht, dann ist man aber schon am Projektende und versucht dann mit dem Kunden abzurechnen. Und dann haben manche Kunden leider Alzheimer. was sie gestern noch angeschafft und gewollt haben und der Lieferant abbrechen muss. Und da helfe ich dann Lieferanten, die Claims auch durchzusetzen und dann eine konstruktive Lösung mit ihrem Kunden zu finden.
00:19:17 SPEAKER_01
Okay, du könntest für uns also auch was tun. Mir fällt jetzt nicht das Konstrukt so richtig ein, weil wir ganz was anderes machen. Aber ich habe noch in Erinnerung von unserem Kennenlernen, also wenn ich jetzt ein Projekt in Angriff nehmen möchte, ein großes langfristiges Projekt, hat sich bei mir verankert. Dass du mir gesagt hast, also wenn du mit mir zusammenarbeitest, dann bleibst du zum einen im Budget und zum anderen auch im Zeitrahmen, weil während des Projektes man immer dran ist und die Zügel auch immer schön, was heißt straff, aber zumindest auf Zug gehalten hat. Also auch da könnte ich mich an dich wenden, wenn ich jetzt eine große Maschine oder so bauen wollte und muss die bei mir im Gebäude verankern und dann muss ich erst noch Fundamente machen und da habe ich ganz viele verschiedene Gewerke, die ineinander greifen. Also dann könnte ich mich auch an dich wenden oder war das ein Missverständnis?
00:20:00 SPEAKER_02
Doch, genau dafür, ja. Generell kann man ja sagen, immer das, was du als Unternehmer selten tust, aber wertig ist, also die Nachfolge am Ende vielleicht vom Berufsleben oder zum Beispiel neuer Produktionsstandort oder neue Produktionslinie oder großer Umbau oder solche Themen, das sind immer Sachen, da hat man wenig Expertise, weil man es zu selten tut. Es ist aber wichtig, das gut zu tun, also nicht nur jetzt von den Kosten her, sondern auch natürlich von Terminen und von dem, was man an Leistung kriegt. Und da machen Experten, die einen unterstützen in dem Prozess oder den Prozess sogar ganz übernehmen. Das ist dann, glaube ich, eher so eine Budgetfrage. Macht dann aus meiner Sicht schon Sinn.
00:20:41 SPEAKER_03
Ihr habt es gehört. Wenn euch diese Themen triggern und ihr sagt, das ist was für mich und ihr habt als Neujahrsvorsatz für 2025 nicht nur, dass ihr ins Fitnessstudio gehen, sondern dass ihr auch eure Prozesse optimieren wollt, dann klickt auf die Links in den Shownotes zu unserem Podcast, dem Pielcast. Wir hoffen, wir haben euch heute mit unserer Folge wieder ein Stückchen einfach besser gemacht. Vielen Dank, dass ihr heute bei mir wart. Vielen Dank, Jan. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Das waren tolle Insides und ich hoffe, ihr da draußen konntet auch ein bisschen was mitnehmen. Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag. Und alles Gute. Bis dann. Ciao. Tschüss. Dankeschön. Ciao.
00:21:13 SPEAKER_02
Glück ist eine Überwindungsprämie. Man muss nur anfangen.
#80 Du kommst, wir schulen!
Stephan ist absolut fit im Bereich PSA gegen Absturz und sorgt mit seinen Seminaren bei PIEL dafür, dass sich deine Mitarbeitenden in der Höhe nicht mehr verletzten! Egal ob offenes Training oder Exklusivbuchung - wir haben das richtige Paket für dich, damit du unbesorgt und angeschnallt arbeiten kannst.
Transkript
00:00:00 SPEAKER_01
Neue Seminare bei Hause Piel stehen an und wie ihr dabei sein könnt, das erfahrt ihr heute im Pielcast.
00:00:14 SPEAKER_01
Pielcast. Einfach besser hören. Wie Jasmin sagen würde, hello, hello und schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt heute zu unserem Pielcast. Wir haben heute ein ganz spannendes Thema und zwar stehen wieder neue Seminare. bei uns im Hause an und ich habe mir dafür einen ganz besonderen Gast eingeladen, den lieben Stefan, unser PSA -Rockstar. Schön, dass du da bist.
00:00:35 SPEAKER_00
Ja, vielen Dank die Einladung. Freut mich sehr. Ja, so wie du gerade schon gesagt hast, PSA-GA, puh. Lass mal das Rockstar weg. Also wir stehen da noch tatsächlich echt am Anfang, aber nichtsdestotrotz geht es echt aktuell. gut durch die Decke, was die Seminare anbelangt. Hol uns doch mal ganz kurz ab,
00:00:42 SPEAKER_01
Ich habe gesagt PSA -Rockstar, aber du bist ja eigentlich Absturz -Rockstar.
00:00:45 SPEAKER_00
Lass mal das Rockstar weg. Also wir stehen da noch tatsächlich echt am Anfang, aber nichtsdestotrotz geht es echt aktuell. gut durch die Decke, was die Seminare anbelangt.
00:00:55 SPEAKER_01
Hol uns doch mal ganz kurz ab, wie kommt das denn jetzt, dass du hier so ein Absturz -Typ bist, sagen wir mal Rockstar weglassen?
00:01:01 SPEAKER_00
Ja, also ich sag mal so grundlegend, ja hatten wir uns schon überlegt damals, wie können wir das ganze Thema selber halt auch hier mit eigenen Leuten abbilden, wir haben es ja tatsächlich sonst immer extern vergeben. Das Thema PSA gegen Absturz und das Training drumherum. Das Training, genau. Und wie gesagt, habe ich mich immer sukzessiv weitergebildet und bin jetzt da, wo ich tatsächlich stehe. Und dementsprechend darf ich auch das Wissen, was ich mir erlernt habe, was ich beigebracht bekommen habe, auch jetzt an entsprechender Stelle weitergeben.
00:01:35 SPEAKER_01
Sehr schön, ich durfte dich schon mal begleiten zu einem Seminar bei einem Kunden. Es hat echt Spaß gemacht und ich fand es auch sehr interessant, da mal zuzugucken, wie so ein Seminar dann abläuft, beziehungsweise wie du dann Theorie und Praxis miteinander beim Kunden verbindest. Was gibt es denn für Absturzseminare, die man bei uns buchen kann?
00:01:51 SPEAKER_00
Also grundsätzlich unterscheiden wir erstmal in unterbeengten Räumen und tatsächlich Renten aus Höhen beispielsweise. Gehe da aber dann speziell auch auf die Leute ein. Was haben die im täglichen Doing? Was kann abgebildet werden? werden, was können wir hier abbilden. Ich fahre auch, wie gesagt, teilweise zu Kunden raus, gucke dann, wo machen wir die Trainings, wie bilden wir das ab und und und. Also von daher stehen auch neue Trainings hier an tatsächlich, also auch offene Trainings. Also da müssen wir so ein bisschen unterscheiden halt zwischen offenen Trainings und Exklusivbuchungen. Jetzt Anfang der Woche hatten wir eine Exklusivbuchung von einem Kunden aus Meschede. Ja, das war eigentlich ganz cool und wie gesagt, der ist mit fünf Leuten hier dann aufgefahren und sind dann bei uns ein bisschen im Turm rumgeklettert. Das Training läuft dann im Endeffekt so ab, dass tatsächlich so ein halber Tag halt Theorie stattfindet. Alles was da drumherum so passiert halt, also was die Richtlinien anbelangt, Rechte, Pflichten und so weiter und so fort. Und ja, dann geht es halt in den Praxisteil. Also wie gesagt, dann auch auf das Doing des Arbeiters letztendlich abgestimmt.
00:02:52 SPEAKER_01
Ihr da draußen könnt euch das ungefähr so vorstellen. Wir haben bei uns hier im Gebäude am Boleweg einen Schulungsraum extra dafür eingerichtet. Sprich, ihr kommt vorbei mit eurer Truppe, eurer ganzen Mannschaft. Ihr habt dann hier einen Trainer, den Stefan oder jemanden, den wir extern dazugebucht haben und erfahrt dann wie in einem kleinen Klassenraum die theoretische Schulung. Anschließend gibt es lecker was zu essen, Stefan. Was gab es diesmal?
00:03:14 SPEAKER_00
Oh, es gab ein leckeres Süppchen. Aber wie gesagt, auch dahingehend sind wir echt flexibel. Genau, also von daher, da variieren wir tatsächlich auch so ein bisschen. Genau,
00:03:25 SPEAKER_01
Genau, je nachdem, was ihr euch wünscht, das fragen wir dann bei den Exklusivbuchungen zumindest im Vorhinein auch ab. Und nach dem Essen geht es dann in den Praxisteil. Das heißt, wir haben hier im Gebäude einen Turm stehen mit verschiedenen Anwendungsfällen. Stefan, was genau kann man an diesem Turm trainieren?
00:03:40 SPEAKER_00
Ja, diverse Rettungsszenarien, Steigen auf Leitern, Steigen in Leitern. verschiedene Anschlagmethoden, wie kann ich mich sichern mit verschiedenen Anschlagmitteln und so weiter und so fort. Also da ist die Bandbreite wirklich gut gegeben.
00:03:52 SPEAKER_01
Das ist natürlich sehr cool. Das ist eine Exklusivbuchung, wie eben schon erwähnt. Sprich, ich habe eine Anzahl an Menschen, die ich hier unterrichten lassen möchte, dann kann ich mich bei dir oder bei meinem Vertriebler im Außendienst melden und wir klären dann alles weitere mit euch ab zum Thema Datum und Mannschaftsgröße. Es gibt aber auch die offenen Buchungen, du hast es eben schon erwähnt. die offenen Trainings, wo sich jeder Hans und Franz quasi anmelden kann?
00:04:17 SPEAKER_00
Ja, also genau. Also kann sich jeder Hans und Franz, sehr salopp ausgedrückt tatsächlich, anmelden. Also das nächste Training ist jetzt am 16. September, also schon recht zeitnah. Und ich meine, wenn ich das richtig auf dem Zettel habe, haben wir dann noch zwei Plätze frei. Sehr cool. Und das nächste wäre dann am 18. November. Also dementsprechend auch so ein bisschen witterungsunabhängig logischerweise, wie gesagt, weil du ja auch gerade schon gesagt hast, den Turm hier halt im Hause haben. Also dementsprechend kann es ruhig kalt draußen sein. Es kann regnen, stürmen, wie auch immer. Also dementsprechend davon ganz unabhängig.
00:04:58 SPEAKER_01
Und da laufen dann auch die offenen Seminare hier bei uns genauso ab, wie du es eben schon beschrieben hast. Theorie und Praxis wird schön miteinander verknüpft.
00:05:08 SPEAKER_00
Also man merkt auch aktuell tatsächlich, dass eine gewisse Sensibilisierung im Markt stattfindet. Also die Außendienstler von uns, die sind da wirklich echt gut unterwegs, das muss man wirklich sagen. Die machen da einen guten Job draußen. Und ja, ich bin ja so gesehen auch nur, in Anführungsstrichen, der verlängerte Arm. Das heißt also, die leisten die ganze Vorarbeit. Und dementsprechend, wenn dann da Fragen seitens Kunden sind, komme ich ins Spiel, werde dann das Ganze unterstützen. Und ja, wie gesagt, wenn das dann Früchte trägt, dann ist in der Regel auch ein Exklusivbuchung dann auch drin, dass die Kunden sagen, okay, wir haben jetzt Anzahl X an Mitarbeitern, die da entsprechend geschult werden müssen. Und ja, also wie gesagt, da machen die echt einen tollen Job. seitdem wir das wirklich auf eigenen Beinen stehen haben, das ganze Konzept, das ganze... Das Trainingsthema, wie gesagt, wie ich anfangs schon erwähnt habe, geht das wirklich hier durch die Decke.
00:06:02 SPEAKER_01
Das heißt, neben deiner Trainingstätigkeit bist du auch beratend an der Seite unserer Vertriebler und Vertrieblerinnen unterwegs. Sprich, die haben einen Termin draußen beim Kunden vor Ort und du fährst damit als Experte, guckst dir die Arbeitsplätze an und kannst dann mit einem Blick fast schon erkennen, aufgrund deiner krassen Expertise, was da für PSAGA benötigt wird.
00:06:21 SPEAKER_00
Genau. Und da, wie gesagt, wenn ich da mal tatsächlich mit meiner Expertise nicht weiterkomme, dann... denen die Hersteller auch tatsächlich wirklich mir zur Seite, die mit mir rausfahren, um dann zu sagen, okay, hey, vielleicht mal das Ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und also von daher, das ist dann auch echt toll gegeben und da gibt es wirklich tolle Besuche, wie gesagt, zwischen der Firma Piel und den entsprechenden Herstellern.
00:06:43 SPEAKER_01
Das letzte Seminar in diesem Jahr wird im November stattfinden, hast du erwähnt. Geht es 2025 weiter?
00:06:50 SPEAKER_00
Auf jeden Fall. Die Terminierung ist zwar noch nicht da, aber wir arbeiten natürlich stetig daran, da auch da so weiter zu machen, wie wir dann dieses Jahr gestartet sind und dann hoffentlich auch Ende des Jahres natürlich mit einem guten Gefühl rausgehen können, um da entsprechend auch unsere Kunden... Einfach besser zu machen und vor allen Dingen auch einfach sicherer zu machen.
00:07:11 SPEAKER_01
zu machen. Genau, denn das Ganze ist nicht freiwillig, sondern sogar verpflichtend. Wenn man in Höhen arbeitet, muss man unterwiesen werden, richtig?
00:07:18 SPEAKER_00
Innerhalb von zwölf Monaten.
00:07:19 SPEAKER_01
Stark, das heißt, wenn ihr nächstes Jahr wieder dran seid und ja quasi ihr zum TÜV für PSAGA müsst, dann meldet euch gerne bei uns. Wir sind immer für euch da, helfen euch gerne weiter, unterweisen euch und schulen euch. Der Stefan macht das, vielleicht turne ich hier auch irgendwo rum und nehme gerade einen Podcast auf. Aber wir freuen uns, wenn ihr uns hier bei Piel am... Boleweg beehrt und an unseren Seminaren teilnehmt. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch da gerne zu. Ihr könnt euch auf unserer Website dafür anmelden. Ansonsten sprecht einfach eure Kollegen und Kolleginnen im Vertrieb bei Piel an und dann helfen wir euch gerne weiter. Stefan, vielen Dank, dass du da warst.
00:07:54 SPEAKER_00
Sehr schön. Hat wieder Spaß gemacht.
00:07:55 SPEAKER_01
Ja, mir auch. Dafür, dass es so spontan war. Nein, Spaß. War sehr schön.
00:07:59 Speaker_01_00
Bis dann. Hoffentlich bis bald. Bis bald. Ciao. Liebe Grüße. Ciao.
#79 ICED MATCHA LATTE !!
Wir sind zurück aus der Sommerpause und genießen unsere gekühlten Getränke während uns die Sonne mit ihrer Wärme verwöhnt! Apropos: Auf TikTok verwöhnen uns unsere Azubis mit Premiumcontent aus dem Social-Media-Himmel. Stella und Inken sprechen in dieser Folge über Strategie, Herangehensweise, Likes und Hasskommentare; denn wo Licht ist, ist auch Schatten...
Transkript
00:00:00 SPEAKER_00
Eis Matcha Latte zu spät beim Pilates. Wir sprechen heute über TikTok und was Peel damit zu tun hat, das erfahrt ihr in den nächsten Minuten.
00:00:16 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Hören. Let's go. Wir sind zurück aus der Sommerpause. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt heute zu unserem Pielcast. Wir freuen uns, denn wir haben die Sommerferien hinter uns und ich habe heute die Stella bei mir und die Inken. Grüßt euch.
00:00:30 SPEAKER_01
Hallo.
00:00:32 SPEAKER_00
Wie waren eure Ferien?
00:00:33 SPEAKER_01
Entspannt würde ich mal behaupten. Also zwei Wochen Urlaub an der Küste von Spanien sind entspannt.
00:00:39 SPEAKER_00
Kann man mal machen. Und bei dir?
00:00:40 SPEAKER_01
Ja, ich war tatsächlich auch in Spanien,
00:00:40 SPEAKER_02
auch in Spanien, aber ich war auf.
00:00:43 SPEAKER_00
Wart ihr zusammen weg?
00:00:44 SPEAKER_02
Nein.
00:00:44 SPEAKER_00
Nein, nein. Okay, aber war eine schöne Zeit.
00:00:48 SPEAKER_02
Oh ja.
00:00:48 SPEAKER_00
Herrlich. Ja, ich war auch weg. Ein bisschen wandern, ein bisschen Kanu fahren, ein bisschen in der Sonne. Das hat Spaß gemacht. Also konnte man sich gut geben. Und jetzt habt ihr wieder Schule. Freut ihr euch auch darüber?
00:00:58 SPEAKER_01
Natürlich. Nein. Also Schule, bald sind die Abschlussprüfungen für mich. Im November schon. Also jetzt ist quasi nochmal der Endspurt.
00:01:09 SPEAKER_00
Heiße Phase. Dann ist das jetzt drittes Lehrjahr? Nee,
00:01:12 SPEAKER_01
zweites. Also ich verkürze jetzt auf zweieinhalb Jahre. Cool. Und dann... Mal gucken, was die Zukunft danach so bringt.
00:01:18 SPEAKER_00
Cool, habe ich damals auch gemacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Da musste ich ordentlich nochmal reinklotzen, weil mir fehlte echt so ein Bit. Und mein Lehrer damals war leider nicht ganz so kompetent, kann ich an der Stelle sagen. Und hat es nicht so geschafft, mich da nochmal auf die Spur zu bringen. Und deshalb musste ich mir das alles alleine drauf schaffen. Hat aber am Ende doch gereicht. Ich kann dir da zumindest gut zusprechen, dass es wird. Und bei dir?
00:01:40 SPEAKER_02
Ich habe die Zwischenprüfung bald vor mir. Also nicht ganz so anstrengend wie bei Stella, aber trotzdem, man muss büffeln.
00:01:46 SPEAKER_00
Ja, aber ist auch nicht so wild. Die Zwischenprüfung wird viel gehypt, aber... Kriegt man auch locker hin. Ich hoffe es. Ja, wird schon, ihr macht das. Ihr beiden seid bei uns TikTok Stars. Ich habe es ja eben schon mal ein bisschen angeteasert. Der eine oder andere von euch draußen verfolgt uns auf TikTok. Da posten wir jede Woche, glaube ich, drei TikToks, richtig? Ja, genau. Und wir haben da ordentlich Traffic drauf. Und ich habe mir gedacht, ich lade euch beiden heute mal ein, um mal ein bisschen zu erzählen. Wie geht ihr überhaupt an so ein TikTok ran? Wie viel Zeit investiert ihr da? Und was ist überhaupt der Hintergrund bei der ganzen Sache? Also wir haben jeden Dienstag zwei Stunden Zeit.
00:02:18 SPEAKER_02
Also, wir haben jeden Dienstag zwei Stunden Zeit. Da treffen uns Azubis alle in unserem schönen Content Lab. Und da überlegen wir als erstes erstmal, was für ein Video wollen wir drehen? Was für eine Art Video soll es sein? Der Großteil von uns hat TikTok auch privat. Wir setzen uns zusammen, recherchieren zusammen, welche Videos könnten wir drehen.
00:02:40 SPEAKER_00
macht ihr das so fest? Irgendwas im Kopf oder denkt ihr euch irgendwas aus? Wie macht ihr das?
00:02:45 SPEAKER_02
Wir verfolgen natürlich virale Trends, was wir so alle auf unserer For You Page zwischendurch haben. Tanzvideos bis hin zu viralen Songs, wie zum Beispiel von Shirin David. Ja,
00:02:58 SPEAKER_00
Ja, genau, genau.
00:02:59 SPEAKER_02
Bauch, Beine, Po geht ja durch die Decke auf TikTok.
00:03:02 SPEAKER_00
Ja, ich bin eigentlich nicht so der TikTok -User, aber das kriegt man wirklich an jeder Ecke zu sehen. Und auch auf Instagram und so. Also das geht sowas von durch die Decke. Oh ja.
00:03:11 SPEAKER_02
ja. Also egal, auf welchem Social -Media -Account man unterwegs ist, dieser Song in Dauerschleife. Und dann habt ihr so einen Trend gefunden und wie geht es dann weiter?
00:03:16 SPEAKER_00
Und dann habt ihr so einen Trend gefunden und wie geht es dann weiter?
00:03:16 SPEAKER_01
dann habt
00:03:18 SPEAKER_01
Dann überlegen wir uns am besten, wie wir das umsetzen können. Meistens auch. wie wir dazu noch den Bezug zur Piel haben können. Vorher wird da irgendwie gesagt, in der Freizeit mäßig irgendwie, wenn mein Kumpel das und das oder so macht und wir versuchen zu sagen, ey jo, kriegen wir das am besten hin? Dann machen wir das meistens mit Arbeitskollegen oder wir als Azubis, dass das dann halt wirklich Firmenbezug ist. Genau, und dann überlegen wir uns vor, wo wir das am besten drehen können, ob wir das jetzt hier in unserem... Büro drehen, ob wir es draußen drehen, ob wir es im Content Lab drehen. Hier im Content Lab hat man natürlich viel besseres Licht und der Hintergrund ist, es passt einfach. Oder halt, ob man sehen möchte, in unserem Büroalltag, wie das da aussieht. Genau, und dann drehen wir das meistens. Danach wird es halt passend geschnitten, meistens vielleicht noch einen Text eingefügt. Ja, und dann. Wir haben ein paar Hashtags drunter gesetzt.
00:04:04 SPEAKER_00
Cool. Und das macht ihr alles in Eigenregie, ne? Da gibt es keinen, der euch irgendwie unterstützt. Nein,
00:04:08 SPEAKER_02
Nein, wir machen das alles selber. Cool. Ja, wir gucken auch bei den TikToks, die wir uns raussuchen, welche... Zielgruppe wollen wir damit erreichen. Ich sag mal, unsere Generation, die möchte halt hauptsächlich unterhalten werden auf TikTok, die möchten was zum Lachen haben. Und wie Stella schon gesagt hat, wir nehmen ganz viel von dem Büroalltag und machen daraus ein lustiges Video. Die Leute sehen das am Schmunzeln. Ach ja, so ist das ja bei uns auch. Und geben uns dann auch ein Like, worüber wir uns natürlich richtig freuen.
00:04:37 SPEAKER_00
Ich verfolge das ja sehr stark, was ihr da so treibt. Und ich habe mich auch das eine oder andere Mal schon erwischt, wie ich richtig hart abgelacht habe, weil die Sachen einfach so geil sind. Also jetzt neulich erst, wo es darum ging, irgendwie aktiver und passiver in der Bilanz schön zu zaubern, habe ich mich direkt zurückversetzt gefühlt. Also nicht, dass ich das im Alltag hier mache, weil das ist nicht mein täglich Brot, aber damals in der Azubi -Zeit, da habe ich auch das eine oder andere Mal von links nach rechts gerechnet, dass es ungefähr passen könnte. Also voll in schwarz getroffen. Und du hast gerade gesagt, ihr wollt Likes haben. Worauf kommt es denn an? Likes, Klicks?
00:05:07 SPEAKER_02
Also wir haben tatsächlich mehr Aufrufe als Likes. Es kommt tatsächlich auch darauf an, wie man den Algorithmus trifft von der ForYou-Page. Ich sage mal, nicht jeder, der ein TikTok postet, landet bei 100 Leuten auf der ForYou-Page. Da muss man schon ein bisschen Glück auch haben, muss ich sagen. Man muss auf die Hashtags achten, auf die Trends, auf den Sound, all diese Dinge. Und mit Glück... landest du halt auf dieser For You -Page und viele Leute sehen dein Video halt einfach. Klar, einige scrollen nach drei Sekunden weiter, aber einige gucken sich es auch öfters an und geben uns auch positives Feedback manchmal. Wir haben auch einige Kommentare und wir freuen uns auch über die Kommentare und positives Feedback.
00:05:50 SPEAKER_00
Was sind so die Top- TikToks, die wir gemacht haben, was haben wir da für Zahlen? Kann man da was raushauen? Kann man ein bisschen flexen?
00:05:56 SPEAKER_01
Also ich glaube, wir haben ja auch höhenverstellbare Tische mit unten im Büro. Da ist ein Video, ich glaube, das hat so um die 200 .000 Likes. Einfach auch ein paar Kommentare mit runter. Ja, wir haben auch einen. Da merkt man dann immer schon, die haben das auch mit, was eigentlich ganz cool ist. Oder irgendwann, ich glaube, das war ich, bin alleine hier durchs Büro gegangen, zwischen den Feiertagen. Hier saß keiner. Es gab auch 24 .000 Aufrufe oder so. Oder auch neulich eines mit Atemschutz, was wir ja bei uns auch machen. Ich glaube, 44 .000 Aufrufe. Also da sind schon ein paar... Aufrufe mit dabei.
00:06:31 SPEAKER_00
Ja, mega. Und das macht ihr beiden plus die beiden Jungs zusammen und Natascha noch mit dabei, richtig? Genau.
00:06:36 SPEAKER_02
Und du darfst nicht vergessen, wir haben jetzt August. Es ist ein neuer Azubi auch bei uns.
00:06:42 SPEAKER_00
Ich wollte es gerade sagen, der ist jetzt auch mit am Start.
00:06:44 SPEAKER_01
Genau, der René. Und der kommt von ihm auch bald, das erste Vorstellung. haben wir schon gedreht, muss jetzt noch geschnitten werden und fertig gemacht werden. Das freut mich zu hören.
00:06:53 SPEAKER_00
Das freut mich zu hören. Also es macht echt Spaß. Du hast gerade schon erwähnt, ihr habt viele... Positives Feedback, viel positiven Zuspruch, auch positive Kommentare. Aber ich könnte mir jetzt vorstellen, es gibt auch die andere Seite der Medaille, richtig?
00:07:03 SPEAKER_01
Oh, genau. Also es kommt meistens drauf an, was man so dann postet. Und ich würde mal sagen, in diesem Social -Media -Ding ist es normal, dass man auch mal irgendwann so negative, blödere Kommentare bekommt. Was wir da meistens machen, entweder halt einfach nur diesen Video stehen lassen oder man hat ja auch die Funktion, dass man es einfach löschen kann. Wenn man sagt, wir als Firma wollen uns nicht damit identifizieren, dass andere Leute... über irgendwelche Körpergrößen, über irgendwelche Körperindex, irgendwie sowas einfach so sagen, ja, das passt nicht, das ist nicht dieser Standard. Was wollen wir damit? Das ist Quatsch und das braucht man nicht.
00:07:37 SPEAKER_00
Ja, das hast du sehr gut gesagt. Wir distanzieren uns ganz klar davon und verurteilen das auch. Und da gibt es keine Möglichkeit, das an irgendwelcher Stelle zu supporten. Deshalb gebt uns lieber positives Feedback oder konstruktive Kritik. Damit können wir am besten arbeiten. Aber irgendwelche Hate -Kommentare, die könnt ihr euch draußen alle sparen. Das soll man an dieser Stelle auf jeden Fall sagen.
00:07:55 SPEAKER_01
Weil, es soll ja immer noch am Ende des Tages Spaß machen und sonst macht es keinen Spaß mehr. Und solange dieses positive Feedback kommt, sagen wir doch. Geil, wir machen weiter, weil die Leute das sehen.
00:08:06 SPEAKER_02
Genau. Und an die Hater da draußen. Ihr könnt auch gerne einfach weiter scrollen.
00:08:10 SPEAKER_00
Ja, genau. Das ist ja das Blöde bei TikTok. Man ist ja direkt in so einem Doomscroll -Modus, ne? Weil das einfach, das hört ja gar nicht auf. Man kriegt ja immer ein Video nach dem nächsten reingeballert, ne? Das ist eine coole Story. Ich weiß gar nicht, ob ich die erzählen darf, aber eine Freundin von mir, die hat auch mit TikTok angefangen, also zu gucken. Und die ist irgendwann beim TikTok gucken eingeschlafen. Und hat dann den Daumen so am Handy so eingeklemmt gehabt und ist am nächsten Morgen aufgewacht. Der Daumen war einfach taub dann danach. Und die hatte wirklich so eine Woche Probleme damit. Das ist auch richtig, richtig schlimm, was sie erzählt. Weil sie auch so beim TikTok so ein scheiß. Ich so, ja, mach es einfach nicht. Aber ich bin ja selber mittlerweile drin, wegen euch, dass ich da so ein bisschen drin versacke. Aber das ist echt ein Rabbit Hole. Also je nachdem, wo man da so drin landet. Ich kriege natürlich nur Content von euch vorgeschlagen, weil ich euch folge und überall einen Like da lasse. Sehr cool. Was ist so als nächstes geplant? Gabt ihr noch irgendwelche großen, besonderen Dinge, irgendwelche Events? die ja auch begleitet oder guck dir jetzt einfach erstmal, was so an Trends noch dieses Jahr kommt.
00:09:09 SPEAKER_02
Ja, ich sag mal, also wenn bei uns in Piel, bei Piel eine Veranstaltung ist, wie die Weihnachtsfeier oder Betriebsvergnügen, was neulich war oder der Piel -Service -Tag. An solchen Tagen nehmen wir auch von dem Tag einige Aufnahmen, schneiden etwas zusammen und posten es auch auf TikTok, genauso wie auf Instagram. An solchen Tagen nehmen wir auf jeden Fall was auf und wir verfolgen halt weiterhin die Trends und was die Leute auf TikTok halt gerne gucken wollen.
00:09:33 SPEAKER_00
ihr Feedback an uns habt, dann lasst das gerne da. Wir freuen uns auch auf euer Feedback und auf eure Rückmeldung. Wenn ihr einen coolen Trend habt, den ihr mit uns machen möchtet, dann meldet euch auch gerne bei uns. Es war richtig toll mit euch, muss ich sagen. Es war cool, auch mal ein paar Insights zu bekommen. Und ich wünsche euch noch ganz, ganz viel Erfolg bei eurer TikTok -Karriere. Wir machen das Beste draus. Aber ganz, ganz viel Spaß. Schön, dass ihr heute da wart bei mir.
00:09:53 SPEAKER_01
Dankeschön, dass wir hier sein durften. Ja, danke.
00:09:55 SPEAKER_00
Viel Spaß und bis zum nächsten Mal.
00:09:57 SPEAKER_01
Tschüss. Ciao.
00:09:58 SPEAKER_00
Ciao.
#75 PSA-Helden im Harz
Hannes hat zwei Talente: zum einen kennt er das deutsche Autobahnnetz wie seine linke Westentasche und zum anderen hat er es geschafft, Arbeitsunfälle in einer Harzer Gießerei drastisch zu senken! Dazu braucht es aber Zeit. Details dazu verrät er dir in diesem PIELcast. Weitere Infos und Bildmaterial gibt es unter diesem Link.
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach besser hören. Moin moin und hallo nach draußen. Schön, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt zu unserem neuen Pielcast. Ich habe eine ganz tolle Folge heute vorbereitet. Ihr erinnert euch vielleicht, in Folge 56 hatten wir hier zwei junge Burschen hier im Studio sitzen, die das Traumtandem bei uns bilden. Ihr erinnert euch vielleicht an die Sonnenblumen, die wir damit verglichen haben. Einer von den beiden, der sitzt hier immer im Büro bei uns und der andere ist auf den Straßen Deutschlands unterwegs und knattert damit 180 auf der linken Spur. Fuß auf dem Gaspedal durch die Bundesrepublik und Hannes, wie ist es? jetzt auch mal bei mir am Tisch zu sitzen und nicht auf der Bahn zu sein.
00:00:47 SPEAKER_01
Ja, moin Christoph. Gut, dass du es sagst. Ich habe mich schon gewundert. Guckst du aus dem Fenster? Die Außenwelt bewegt sich gar nicht.
00:00:52 SPEAKER_00
Ja, kacke, ne? Die Bäume sind hier alle still. Es regnet ein bisschen. Aber schön, dass du bei mir bist. Wie gefällt es dir hier?
00:00:58 SPEAKER_01
Ja, super. Schön, die Kollegen mal wieder zu sehen. In der Logistik, im Großraumbüro. Die Stimmung bei uns ist ja auch immer die beste.
00:01:05 SPEAKER_00
Als Vertriebsmitarbeiter im Außendienst bist du ja die meiste Zeit deiner Arbeitszeit eigentlich auf den Straßen Deutschlands unterwegs, wie ich gerade schon erwähnt habe. Denn du betreust... die Großkunden überregional. Wo geht es denn da für dich hin?
00:01:16 SPEAKER_01
Also das ist komplett verstreut. Vom Saarland, Niedersachsen bis in Harz. Wirklich alles und wo ich gerade gefordert werde und gebraucht werde. Ich fühle mich natürlich immer da wohl, wo es raucht, knallt und stinkt, wie wir so schön sagen.
00:01:29 SPEAKER_00
Ja genau, da fühlst du dich wohl. Ich hoffe, du suhlst dich da nicht zu sehr im Dreck. Stehst du oft im Stau? Oder Was bist du denn für ein Typ? Das würde mich interessieren. Bist du eher der Typ, der sich denkt, ah komm, ich fahr mal in den Stau rein und der löst dich schon von selbst auf? Oder bist du eher so derjenige, der direkt nach einer Abkürzung sucht und die nächste Ausfahrt nimmt und dann über Land knattert?
00:01:51 SPEAKER_01
Ich sag mal so. Zeitig losfahren und dann einfach den Rest dem Navi überlassen. Das funktioniert am besten.
00:01:57 SPEAKER_00
Okay, also dann vorher die Route checken und gucken, wo es lang geht. Und ich denke, du hast ja auch schon Erfahrungswerte, wenn du in den Pott musst oder sonst so hin, dann weißt du ja, wo es dann knallt und wo es mal eng werden kann.
00:02:06 SPEAKER_01
Genau, das ist dann das große Fragezeichen. Ruhrpott ist immer schwierig.
00:02:09 SPEAKER_00
Ja, genau. Sind wir auch schon oft mal zusammengefahren, wenn wir bei Kundenprojekten waren, aus dem C-Teile -Bereich. Und ich kann immer... Versprechen, dass der Hannes eine sehr tolle Musikauswahl an Bord hat. Welcher ist dein Lieblingsradiosender? WDR 4 natürlich.
00:02:22 SPEAKER_00
Alles andere hätte ich jetzt auch hier angekreidet. Aber wir haben immer eine schöne Zeit und auch spannende Projekte. Und das ist auch das, über was wir heute sprechen wollen. Denn wir haben einen ganz neuen Inhalt auf unserer... neu gestalteten Homepage und darüber werden wir heute ein bisschen sprechen. Du fährst nämlich auch manchmal in den Harz. Was gibt es denn da zu sehen?
00:02:41 SPEAKER_01
Da gibt es eine wundervolle Gießerei zu sehen, nämlich die Firma Harzguss Zorge. Und da haben wir damals ein Projekt gestartet, weil es ging darum, im Bereich der Putzerei, vielleicht erkläre ich nochmal ganz kurz, was eine Putzerei konkret ist.
00:02:54 SPEAKER_00
Genau, oder was die generell da machen, weil Gießerei, man kann sich das vielleicht so grob vorstellen, aber vielleicht kannst du das so in ein, zwei Worten eben kurz zusammenfassen.
00:03:01 SPEAKER_01
Genau, also es ist eine Eisengießerei im Prinzip. Ich nehme halt Schrott. Der Metallschrott wird im Ofen eingeschmolzen, kommt dann am Ende in die vorgefertigten Formen. Und am Ende des Tages kommt dann da ein Gussstück raus. Das ist natürlich noch schwarz, da sind noch überall Ränder dran und so weiter. Also quasi ein Rohling, sag ich mal. Und dann kommt er in den Bereich der Putzerei. Das heißt, die putzen dann dieses Teil, machen da die Grate ab und alles Mögliche, was da noch dran ist, was nicht so gewünscht ist. So ein paar Unschönheiten werden dann... noch beseitigt.
00:03:32 SPEAKER_00
dann... noch beseitigt. Also quasi so die Ecken und Kanten, Metallreste, die quasi von diesem Gießprozess da noch dran sind. Wie kann ich mir das vorstellen, dieses Putzen? Welche Tätigkeit fühlen die da genau aus? Also alles Mögliche,
00:03:46 SPEAKER_01
Mögliche, was drehende Maschinen sind, wird da benutzt. Ich sage mal vom Winkelschleifer über den Stabschleifer und so weiter. Also wirklich alles, was auch Stäube erzeugt. Und das sieht man auch in der Luft oder merkt man auch in der Luft, da sind viele Partikel drin und es ist einfach ein sehr warmer, stickiger Arbeitsplatz.
00:04:01 SPEAKER_00
Ja, und ich glaube, manche nehmen auch einen Hammer und hauen dann diese großen Grate dann richtig mit Arbeitskraft dann da ab.
00:04:08 SPEAKER_01
Genau, oder auch hydraulische Werkzeuge sind da auch immer. Einsatz. Also wirklich das ganze Portfolio, da schöpft man wirklich aus dem Ganzen.
00:04:13 SPEAKER_00
Also es knallt, es stinkt, es fliegen, funken und splittert durch die Luft. Also grundsätzlich eigentlich ein ziemlich gefährlicher Arbeitsplatz.
00:04:19 SPEAKER_01
Ja, auf jeden Fall ein Arbeitsplatz, der nicht mit einem Bürojob zu vergleichen ist.
00:04:22 SPEAKER_00
Ja, definitiv. Und die Leute, die dort arbeiten, die müssen entsprechend geschützt sein.
00:04:26 SPEAKER_01
Genau, auf jeden Fall. Das ist ganz wichtig. Also da reden wir natürlich von einem Schutz der Augen, von einem Atemschutz und so weiter. Handschutz nicht zu vergessen. Also da muss man auch das ganze Orchester spielen lassen.
00:04:36 SPEAKER_00
lassen. Und du hast es gerade schon erwähnt, genau in dem Bereich hast du ein Projekt gestartet. Was war denn da das Problem?
00:04:41 SPEAKER_01
Also das Problem war, dass sie in der Putzerei hauptsächlich Schwierigkeiten hatten mit Augenverletzungen. Da sind immer mal wieder welche aufgetreten. Da mussten wir natürlich irgendwie eine Lösung für finden.
00:04:50 SPEAKER_00
Augenverletzung kommt daher, weil die bei dem Putzen der Teile später ins Auge bekommen haben?
00:04:55 SPEAKER_01
Genau, unter anderem kann auch sein, dass die einfach Partikel da reinbekommen. Das ist halt wirklich unangenehm für den Mitarbeiter und der fällt dann gegebenenfalls noch ein, zwei Tage aus, muss zum Augenarzt. Das ist alles einfach unschön.
00:05:06 SPEAKER_00
Und unter unserem Leitspruch, wir machen unsere Kunden einfach besser. Wollen wir ja dafür sorgen, dass die Leute eben gesund nach Hause kommen, wenn die mit der Arbeit fertig sind. Wie konntest du denen denn jetzt konkret weiterhelfen? Weil ich glaube, da muss man ja erstmal nach einer vernünftigen Lösung suchen, weil es wird ja jetzt, ich denke mal, keine Lösung von der Stange geben.
00:05:24 SPEAKER_01
Genau, man muss sich zumindest erstmal ein Bild verschaffen. Also auch ganz vorne anfangen. Was ist das überhaupt für eine Umgebung? Einfach zu sagen, guck mal, das und das ist dein Problem, ja, dann nimm doch einfach eine andere Brille. Aber man muss auch das große Ganze sehen und sagen, wir haben da eine Belastung von Partikeln in der Luft. Es ist stickig da. Was ist denn jetzt das Optimum für den Mitarbeiter? Wie kann man dem das Leben einfacher machen? Und sind dann mit denen auch ins Gespräch gegangen. Wir sagen immer, Betroffene zu beteiligt machen. Im Prinzip, wir gehen da hin und sagen, hör mal, wie sieht das denn bei dir aus? Was machst du? Wo drückt der Schuh? Was stört dich? Und dann haben wir gemeinsam mit der Sicherheitsfachkraft gesprochen und da gemeinsam eine Lösung erarbeitet. Das sah dann so aus, indem wir gesagt haben, wir müssen das kombinieren, den Augenschutz, den Atemschutz und dann... kommt man am Ende des Tages in Richtung Gebläse -Atemschutz.
00:06:10 SPEAKER_00
Also ihr habt quasi versucht, die eierlegende Wollmilchsau zu suchen. Genau. Jetzt nicht ganz so extrem, aber ich sage mal so ein All-in-One Paket.
00:06:18 SPEAKER_01
Genau. Einfach, dass man es den Mitarbeitern wirklich so gut wie möglich macht, weil die Arbeit wirklich sehr schweißtreibend ist. Und dann habe ich auch die Möglichkeit, mir den Luftstrom passend einzustellen, dass es auch viel angenehmer, auch gerade im Sommer ist.
00:06:30 SPEAKER_00
Was kann ich mir denn unter Gebläse gestütztem Atemschutz vorstellen?
00:06:33 SPEAKER_01
Du musst dir das vorstellen, wie... Im Prinzip ist es einfach ein Partikelfilter in dem Fall, wo die Luft durchgezogen wird. Das übernimmt dann ein Gebläse. Das heißt, ich muss das nicht aktiv durch meine Atmung irgendwo durch den Filter ziehen, was ja auch anstrengend ist, sondern es gibt ein Gebläse, was das übernimmt. Ich schieße dann diese Luft über einen Schlauch in einen Helmkopfteil und bläst mir das sozusagen dann gefiltert sauber ins Gesicht oder vor die Scheibe, sodass ich dann einerseits die Scheibe vorne habe und vor den Partikeln geschützt bin, andererseits noch frische Luft, frische und gefilterte Luft vor allen Dingen habe. Das ist deutlich angenehmer.
00:07:07 SPEAKER_00
Das ist also quasi ein Helm, den ich aufhabe, der über meinen... komplettes Gesicht verteilt ist. Genau. Da ist ein Schlauch dran angeschlossen und über diesen Schlauch bekomme ich dann in Kombination mit der Pumpe oder mit dem Filter, bekomme ich dann eben die frische Luft zugespielt. Ja, genau, so sieht es aus. Wie als ob ich quasi bei dir im Auto sitzen würde und das Fenster unten wäre. Ja, genau. Okay, und wie habt ihr es dann vor Ort gemacht? Also ihr habt das Produkt jetzt, sag ich mal, euch ausgeguckt. Wie ging es dann weiter?
00:07:32 SPEAKER_01
Dann ist es wichtig, den Mitarbeiter, wie gesagt, mitzunehmen und zu sagen, komm, teste das mal. Da gibt es immer Mitarbeiter, die sind dafür sehr empfänglich und dann drückt man das in die Hand und sagt, guck mal, das und das sind unsere Gedanken dazu, teste das doch mal, gib mal dein Feedback, weil das ist ganz wichtig. Die müssen es am Ende tragen und die müssen am Ende sagen, komm ich mir klar, komm ich nicht klar. Weil die Akzeptanz muss einfach da sein. Wenn die Akzeptanz für die PSA fehlt... dann kommst du damit nicht weiter. Weil dann tragen die Leute es nicht, auch wenn man das natürlich vorschreibt, aber es ist da viel besser, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und nicht gegeneinander zu arbeiten. Wie lange dauert dann so ein Testlauf?
00:08:02 SPEAKER_00
lange dauert dann so ein Testlauf?
00:08:03 SPEAKER_01
So lange, wie man braucht, um eine wirkliche Meinung dazu sich zu bilden oder eine Aussage zu treffen. Wir müssen das auch nicht in die Länge ziehen. Wenn der sagt, komm, ich trage das eine Schicht oder aus jeder Schicht, tragen das dann zwei, drei Mitarbeiter und das ist innerhalb von zwei, drei, vier Tagen gegessen. dann ist das auch gut. Und wenn man dann sagen kann, komm, jetzt können wir es doch endlich auf alle verteilen, ist doch super. Wie sieht jetzt das Endergebnis aus? Das Endergebnis ist so, dass es in der Putzerei seitdem keine Augenverletzungen mehr gab, dass natürlich die Mitarbeiter zufrieden sind, da dann auch gestiegen ist. Krass. Genau, auch Thema Fachkräftemangel. Das ist ganz akut. Du musst ja auch schauen, dass du da den Arbeitsplatz, wie gesagt, vernünftig gestaltest und möglichst angenehm gestaltest, um die Arbeit attraktiver auch zu machen.
00:08:46 SPEAKER_00
Also quasi Arbeitsunfälle auf null oder fast null reduziert. Die Mitarbeiter sind zufriedener. Es ist angenehmer, dort zu arbeiten in dem Bereich und alle haben mehr Spaß an der Arbeit. Und der Hannes freut sich auch, weil er sein Ziel nämlich erreicht hat. Er hat den Kunden einfach besser gemacht und kann dann zufrieden fünf Stunden aus dem Harz nach Haus fahren. Was fährt man da so ungefähr? Wie ist so die ungefähre Fahrtdauer, wenn du fährst?
00:09:09 SPEAKER_01
Ja, zweieinhalb Stunden kann man gut sagen. Fährt man natürlich noch ein bisschen was raus, ne?
00:09:13 SPEAKER_00
Ja, natürlich, natürlich. Was sind das für Autobahnen, die man da fährt? Das ist doch die 38, die man da runterknattert, ne?
00:09:19 SPEAKER_01
Genau, in Harz dann die 38. Erst 44, dann auch für 7 und dann über die 38 dann.
00:09:25 SPEAKER_00
Da habe ich immer Respekt vor, wenn Leute so Autobahnen Netze auswendig können. Das kann ich überhaupt nicht. Ich kann immer so meine routen, aber mehr reicht es auch nicht. Da musst du das Navi herhalten. Du fährst doch schon blind.
00:09:36 SPEAKER_01
Ja, kann ich auch, ja.
00:09:37 SPEAKER_00
ja. Und das letzte Stück ist dann wahrscheinlich komplett über Land im Harz.
00:09:41 SPEAKER_01
Ja, natürlich. Da fährst du dann wirklich durch die Pampa. Wie gefällt es dir da so?
00:09:43 SPEAKER_00
Wie gefällt es dir da so? Könntest du dir das vorstellen?
00:09:46 SPEAKER_01
Ja, ist sehr ruhig. Ist sehr ruhig. Nein, aber am Ende machen es ja die Menschen da vor Ort. Die sind immer sehr angenehm. Also das ist da schon wie ein zweites Zuhause, würde ich fast sagen.
00:09:57 SPEAKER_00
Schönes Schlusswort für unseren heutigen Pielcast. Wenn ihr euch dafür interessiert, für diese Erfolgsgeschichte, die der Hannes geschrieben hat, dann könnt ihr euch das sogar anschauen. Und zwar auf unserer Homepage im Erfolgsgeschichtenbereich. Wir verlinken euch das natürlich in den Shownotes unseres Pielcasts. Da könnt ihr euch das Ganze auch in Videoform anschauen und gucken, wie der Hannes vor Ort den Leuten geholfen hat. Und ja. sag ich mal, die Arbeitsumgebung dort einfach besser gemacht hat, damit es für alle Beteiligten ein angenehmeres Arbeiten ist und letztendlich auch alle am Ende des Tages gesund nach Hause gehen können. Hannes, vielen, vielen lieben Dank, dass du da warst. und berichtet hast. Wenn du nochmal was hast, dann melde dich unbedingt. Ich muss das hier wieder mit im Podcast Studio haben. Liebe Grüße nach draußen. Macht euch einen schönen Tag. Ciao, ciao.
00:10:43 SPEAKER_00
Macht's gut. Ciao.
#71 CONTENT(LAB) IS KING
Seit einiger Zeit sorgt das Team im ContentLab für freudige Momente im Unternehmen, denn es ist immer spannend, neue Geschäftsfelder zu ergründen. Christian und Christoph holen Dich nochmal auf die Spur, damit Du nachvollziehen kannst, wie wir Dich einfach besser machen. Viele bunte Infos und Bilder gibts unter www.piel.de/contentlab.
Transkript
00:00:10 SPEAKER_01
Pielcast. Einfach besser hören. Moin Moin und hallo nach draußen. Schön, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt zu unserem neuen Pielcast. Wir haben heute ein spannendes Thema für euch vorbereitet, aber zuerst möchte ich meinen Gast begrüßen und zwar den lieben Christian. Schön, dass du hier bei mir am Tisch sitzt. Moin Christoph. Ich wollte gerade sagen, das letzte Mal warst du Anfang des Jahres hier. Mittlerweile haben wir ja schon ein paar Monate hinter uns gebracht. Und beim letzten Mal haben wir so ein bisschen in das Jahr 2023 geblickt und auch auf 2024. Wie fandst du die Folge? Wie hat es dir gefallen?
00:00:40 SPEAKER_00
Ja, wunderbar hat mir das gefallen. Ich muss aber leider hier gestehen, in aller Öffentlichkeit ist mir jetzt ein kleiner Fauxpas unterlaufen. Ihr könnt euch bestimmt noch erinnern, es ging um einen Baum oder wenn Pil ein Baum wäre, was wären wir denn dann? Und mein Bruder hat keine... Birke gepflanzt, sondern es ist eine Kastanie. Ich bin durchaus in der Lage, die beiden Bäume voneinander zu unterscheiden und ich habe einfach aus dem falschen Fenster geschaut. Also diese kleine Korrektur vorab. Aber jetzt freue ich mich sehr auf das Thema, was wir heute haben, nämlich das Content Lab. Christoph, das ist doch eigentlich, kann man so sagen, dein Baby hier bei Piel, oder?
00:01:12 SPEAKER_01
Ja, man kann es vielleicht so sagen, zumindest betreue ich hier das Thema bei uns im Unternehmen. Die Idee ist natürlich von ganz vielen Pielanern gekommen. Das war, glaube ich, so vor drei, vier Jahren mittlerweile, wo wir einen Ideenwettbewerb von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest mitgestaltet haben. Und wir haben in diesem Ideenwettbewerb eben das Content Lab entwickelt als eine Art Agentur, eine Art Vision, wie man Inhalte vermitteln kann, weil das machen wir in unserem technischen Handelsleben, dass wir unsere Kunden mit Informationen versorgen, mit Produkten, mit Dienstleistungen, aber eben auch unserer Pflicht nachkommen, dass wenn es zum Beispiel eine neue Norm gibt, wir dann eben auch darüber informieren wollen. Und ja, da haben wir uns ein bisschen Gedanken gemacht. Das Content Lab war dann so die Idee. Kann man ja mittlerweile sehen, wo wir gelandet sind.
00:01:57 SPEAKER_00
Ja, es wächst und gedeiht, kann ich so verraten. Und es wird auch immer ein bisschen umgebaut, sodass es halt passen muss. Wo kommt denn das ganze Know-how her? Also das ist ja, ich glaube, du bist ja bei Piel seit der ersten Stunde, was dein Berufs - und Ausbildungsleben angeht. Hast du dich da irgendwo eingeschlossen oder hast du dich beraten lassen oder wo ist das alles hergekommen?
00:02:16 SPEAKER_01
Ja, so teils, teils. Wir haben uns tatsächlich hier im Team, du bist ja auch manchmal helfende Hand tatsächlich an der Stelle, sollte ja auch erwähnt werden. Danke, danke. Gerne, gerne. Nee, viel angelesen, einfach auch viel technisches Interesse, muss ich sagen. Ich bin ja so ein bisschen Spielkind. Das munkelt man. Wer mich im Privaten kennt, der kann das, glaube ich, bestätigen. Nee, einfach technisches Interesse und natürlich auch viel angelesen, viel angelernt, viele Tutorials reingezogen und wir sind auch recht schnell dann damals, nachdem wir das Go hatten für das Content Lab. mit dem Podcast Studio angefangen und das Podcast Studio eingerichtet. Du warst mit dabei, wir haben wie kleine Kinder an Weihnachten hier die Kartons aufgerissen und die Sachen aufgebaut. Ja und daraus ist mittlerweile was Schönes gewachsen, aus dem Podcast Studio mittlerweile auch das Filmstudio hinten dran gehangen.
00:02:59 SPEAKER_00
Genau, ein Thema neu dran gehangen. Magst du nochmal ein bisschen unseren Zuhörern erläutern, was es alles im Content Lab gibt, also im Labor für Inhalte? Ganz frei übersetzt.
00:03:09 SPEAKER_01
Für kreative Inhalte, das muss man dazu ergänzen. Auf jeden Fall unser Podcast Studio, wo wir eben mit einer Anzahl von Mikrofonen vor Ort Podcasts aufnehmen. Ihr kennt unseren Pielcast, den wir hier produzieren. Wir haben aber auch schon diverse andere Casts hier produziert, vor allem auch für das Waldlokal. Der eine oder andere hat da vielleicht schon von gehört. Wir können mit dem Podcast Studio aber auch mobil unterwegs sein. Das heißt, wir haben schon in Luxemburg einen Podcast aufgenommen. Wir haben schon bei einer Kundin, wo wir ein Projekt abgeschlossen haben, einen Podcast aufgenommen. Also wir sind da ganz, ganz umtriebig. Und was man noch machen kann, ist eben im Filmstudio Inhalte entwickeln. Wir machen das sowohl im internen Bereich, wo wir für uns Pielaner selbst Content entwickeln und Content drehen, aber eben auch mit Kunden, wo wir eben einfach versuchen, deren Schmerz zu lösen, den die manchmal im Bereich PSA haben, weil wir eben dafür sorgen wollen, dass die Leute sich vor Ort nicht... Das machen die anderen Bereiche bei uns auch. Zum Beispiel der Vertrieb mit seinen Produkten und den Dienstleistungen. Und wir reihen uns da eben mit ein und sagen, wir helfen unseren Kunden, dass sie sich nicht verletzen, indem wir mediale Inhalte dabei steuern.
00:04:13 SPEAKER_00
Und das sind dann genau die audiovisuellen Inhalte, die dafür sorgen, dass sich unsere Kunden oder die Mitarbeiter unserer Kunden einfach nicht mehr verletzen.
00:04:22 SPEAKER_01
Genau.
00:04:23 SPEAKER_00
Und wenn ich das richtig verstanden habe, du hattest zu Anfang gesagt, das Content Lab wird mehr und mehr zur Agentur. Was heißt das denn genau? Und vielleicht kannst du nochmal ein bisschen erklären, wie so ein typischer Projektablauf ist. Also so kenne ich jetzt unsere Kunden, da wartet ja niemand auf jemanden, der mit einer Kamera kommt. Also die warten vielleicht jetzt auf ein Paket, wo ein Sicherheitsschuh drin ist, aber auf einen Mann mit einer Kamera doch wahrscheinlich nicht, oder?
00:04:49 SPEAKER_01
Nee, meistens nicht. Vor allem, weil man das auch gar nicht vermutet, dass wir hier im technischen Handel plötzlich ein Content Lab haben, ein Filmstudio, ein Podcast Studio. Und da sind die meisten schon echt verwundert im ersten Blick. Aber wenn wir denen zeigen, welche Produkte und Dienstleistungen wir aus dem Content -Bereich anbieten können, dann sind die meisten schon recht begeistert und sehen dann auch das Potenzial, was bei denen steckt. Weil häufig in dem Bereich viele analoge Prozesse vorherrschen. Zum Beispiel die Unterweisung mittels Dokumenten, großen Aktenordnern. Das muss alles organisiert werden. Die Leute müssen an einen Standort kommen und wir können eben mit unseren Tools dabei helfen, das Ganze zu digitalisieren, zu vereinfachen und zu standardisieren. Und da kommt auch so ein bisschen dieser Agenturgedanke. dass wir eben mit diesen Inhalten als Agentur sowohl intern als auch externer Natur den Kunden da weiterhelfen. in ganz vielen verschiedenen Bereichen. Also nicht nur auf der Unterweisungsschiene, wie wir es gerade erwähnt haben, sondern auch zum Beispiel beim Begleiten von Safety Days, beim Verinnerlichen von Workflows, zum Beispiel bei der PSA -Wäsche oder eben auch bei ganz normalen Marketing -Themen.
00:05:55 SPEAKER_00
Wow, das ist ja echt ein bunter Blumenstrauß. Ich versuche nochmal kurz zusammenzufassen. Das heißt, wenn ich als Kunde irgendein Problem habe, dann rufe ich ja erstmal bei Piel an. So, da weiß ich, das sind die Einfach -Bessermacher, dort wird mir geholfen und häufig bekomme ich halt ein Produkt und eine Dienstleistung, die mir weiterhilft. Einfach mal als Beispiel für euch da draußen, ja, müsst in Höhen arbeiten, dafür gibt es eine besondere PSA, die PSA gegen Absturz, kurz PSAGA. Ja, und die Produkte der PSAGA, die hat man nicht immer zur Hand und vor allem hat man sie nicht immer in dem Zustand, wie wir ihn brauchen oder wie er vorgeschrieben ist und deshalb Prüfen wir so etwas als Dienstleistung? Wir vermieten so etwas auch, wenn halt ein spontaner Bedarf entsteht. Und Christoph, wie kommt jetzt das Content Lab noch dazu? Wie verzahnt sich das jetzt damit?
00:06:43 SPEAKER_01
Das Wichtige ist, bei der Benutzung von PSA gegen Absturz musst du regelmäßig unterwiesen werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Und wir helfen unseren Kunden dabei, diese Unterweisung eben auch einzuhalten, indem wir zum Beispiel Lernvideos produzieren, die die Kunden dann vor Ort in regelmäßigen Abständen aussenden können bzw. vorstellen können. Das Ganze kann dann noch getoppt werden, indem wir unsere Peel Academy ins Rennen bringen. Und zwar ist das eine Selbstlernplattform, mit der man ganz, ganz einfach... in kurzer Zeit schöne, knackige Inhalte genießen kann und die dann auch letztendlich abgefragt werden über Quizkurse. Und das Ganze kann ich mir sogar am Ende über ein Zertifikat beschädigen lassen, dass ich eben diesen Lerninhalt mir reingezogen habe, verstanden habe und ich dann eben auch nachweisen kann, dass ich das alles absolviert habe.
00:07:31 SPEAKER_00
Und dazu, liebe Hörerinnen und Hörer, gibt es selbstverständlich noch einen ganz separaten Pielcast zu diesem faszinierenden Thema der Peel Academy. Vielleicht kannst du uns nochmal erzählen, Christoph, was so eine aktuelle Erfolgsgeschichte ist. Wie komme ich denn jetzt dazu, von meinem Problem, von meiner Herausforderung im Arbeitsalltag, mich jetzt bei dir zu melden? Also muss ich dafür schon alles wissen und können oder nehmt ihr mich an die Hand? Wie läuft das genau?
00:07:58 SPEAKER_01
Nein, überhaupt nicht. Du musst überhaupt nichts wissen und können. Also ein bisschen wäre natürlich schon gut, wenn du uns ein paar Inhalte mit reinreichen kannst. Dir, wenn du jetzt ein Thema mitbringst, erstmal an den Tisch zu setzen und herauszuarbeiten, was ist dir besonders wichtig. Auf welche Werte kommt es dir an, welches Ziel möchtest du erreichen mit der Anwendung. Und dann erarbeiten wir gemeinsam mit dir und den Materialien, was wir davon umsetzen und wie wir es machen. Konkretes Beispiel, was wir gemacht haben, kann man auch als Erfolgsgeschichte. Tatsächlich nachlesen ist ein Projekt im Tiefbau, wo wir genau den Fall hatten, den ich eben schon beschrieben habe. Es gab eine Erstunterweisung für neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wenn die ins Unternehmen gekommen sind. die sich angeschaut werden musste. Das war ein ordentliches Papierdokument, kann man nicht anders sagen. Und hinzu kam noch, dass die neuen Menschen, die dort angefangen haben, an ganz vielen verschiedenen Standorten waren. Die Person, die dafür verantwortlich war, die das auch gesteuert hat, die saß aber an einem ganz anderen Ort. Das heißt, man musste immer die Erstunterweisung organisieren, musste das timen, dass dann auch alle da sind. Und selbst wenn eine Unterweisung am anderen Standort stattgefunden hat, dann konnte man natürlich nicht. zu 100 % sicher gehen, dass die Unterweisung auch wirklich alle Inhalte abdeckte, die eigentlich von der Sicherheitsfachkraft vorgesehen sind. Was haben wir also gemacht? Wir haben die Ordner durchgearbeitet, haben herausgestellt, was das Wichtigste ist und sind dann vor Ort gefahren auf die Baustelle und haben die wichtigsten Themen im Bereich Arbeitsschutz, zum Beispiel Trag deine PSA, wenn du zur Arbeit gehst. Was passiert, wenn du sie nicht trägst? Also zum Beispiel so Flammversuche haben wir dann vor Ort gedreht. Pass auf, wenn du in der Nähe von Baggern oder Gruben arbeitest. Du musst die Baustelle richtig sichern. All das haben wir wirklich konkret abgefilmt und haben es letztendlich dann zu einem 20 -minütigen Video zusammengeschnitten, was sich die Leute jetzt vor Ort anschauen, was zeitlos ist. Da sind also keine Inhalte drin, die sich jetzt kurzfristig oder mittelfristig verändern werden, sondern das Ding kann jetzt über... Jahre verwendet werden. Und wir haben auch schon das erste positive Feedback erhalten, weil das Video wirklich auch im Einsatz ist. Das Spaß macht, sich das anzuschauen, dass die Leute das auch verstehen und dass sie es deutlich besser finden, als einen ganzen Berg Papier durchzuarbeiten.
00:10:14 SPEAKER_00
Ja, das war wirklich eine sehr, sehr schöne Erfolgsgeschichte, die wir dort schreiben konnten. Das heißt, du nimmst also deine Kunden wirklich komplett an die Hand. Also du hilfst ihnen dabei herauszufinden, was ist wirklich wichtig, welche Botschaften möchte ich transportieren, auf welche Art und Weise möchte ich sie transportieren. Und dann habe ich rausgehört, es ist echt super individuell. Also es gibt jetzt nichts von der Stange, sondern es wird halt so die Inhalte erzeugt, dass sie wirklich mega, mega authentisch sind und entsprechend auch emotional. sich dann beim Zuschauer verankern, richtig?
00:10:45 SPEAKER_01
Richtig. Wir versuchen weitestgehend auch standardisierte Zeichnungen zu verzichten, sondern wirklich auch Bilder aus dem Leben. aus den Unternehmen zu nehmen und zu drehen, einfach damit die Mitarbeiteridentifikation deutlich höher ist, weil die Leute sich selbst erkennen, im besten Fall sogar Kollegen und Kolleginnen selbst erkennen. Da haben wir in dem Beispiel nämlich auch zwei nette Menschen, die sich da engagiert haben. War echt eine coole Sache. Aber genau darauf legen wir Wert. Wir sind eben keine, ich sag mal, Hollywood -Agentur, die dir die Inhalte vorschreibt, sondern wir wollen das gemeinsam als Peel -Agentur, als Content -Lab -Agentur mit dir entwickeln. Und das auf ein richtig schönes Level heben, was aber auf Augenhöhe ist und nicht abgehoben.
00:11:27 SPEAKER_00
Mega. Also wenn ich das einmal so für mich zusammenfasse, dann bist du ja eine der Piel -Antworten auf den Fachkräftemangel da draußen, oder?
00:11:34 SPEAKER_01
Korrekt, ganz genau.
00:11:36 SPEAKER_00
Mega, mega. So, jetzt will ich unbedingt mit dir zusammenarbeiten. Wie tue ich das denn?
00:11:39 SPEAKER_01
Einfach auf www.peel.de. Den Link packe ich euch gerne in die Podcast -Beschreibung. Da könnt ihr mit einem Klick zum Glück direkt zur Seite eurer Wahl kommen. Da könnt ihr euch ein bisschen über das Content Lab informieren und könnt euch auch direkt einen Termin mit mir buchen, wenn ihr das möchtet. Beziehungsweise das Formular ausfüllen, dann kriege ich eure Kontaktdaten und werde mich dann umgehend bei euch melden. Das ist eigentlich der einfachste Weg. Oder ihr kennt natürlich eure Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen bei uns im Vertriebs -Innen - und Außendienst. Dann sagt ihr ihnen einfach, der Christoph soll sich mal bei... mir melden und dann kriegen wir das auch kurzfristig geregelt. Super,
00:12:10 SPEAKER_00
dann ist glaube ich meine erste Abmoderation, die ich machen darf und fand es mega spannend. Vielen Dank, dass du uns Einblicke in das Content Lab gegeben hast, quasi die Piel Agentur, die dafür sorgt, dass sich ja eure Mitarbeiter nicht mehr verletzen, dass sich eure Anlagen drehen und dass sich Inhalte emotional in den Köpfen eurer Mitarbeiter verankern. Von daher, gemeinsam gegen den Fachkräftemangel. Danke Christoph, bis zum nächsten Mal.
00:12:34 SPEAKER_01
Ja, vielen Dank, Christian. Ganz komisch, jetzt haben wir die Rollen total getauscht. Aber war doch auch hoffentlich für euch da draußen eine schöne Erfahrung. Wir hören uns bald wieder. Bis dann. Ciao, ciao. So machen wir das. Ciao.
#68 Alles CTM oder was?
Du fragst dich auch, wofür diese drei kleinen Buchstaben stehen? Dann geht es dir genauso wie Jasmin, die in dieser Folge versucht, Licht ins Dunkle zu bringen. Dominik und Steffen stehen dabei Rede und Antwort und laden dich herzlich dazu ein, die kommenden CTM-Events zu besuchen!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Hören.
00:00:13 SPEAKER_02
Hallihallo und herzlich willkommen zur neuen Folge unseres Pielcast. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Wir freuen uns. Ich darf heute mit zwei ganz besonderen Gästen hier den Cast aufnehmen. Dominik und Steffen, grüßt euch.
00:00:29 SPEAKER_00
Ja, hallo Jasmin
00:00:29 SPEAKER_02
Hallöchen. Ihr habt heute drei kleine Buchstaben für uns mitgebracht, womit der Zuhörer vielleicht jetzt am Anfang gar nicht so viel anfangen kann, aber am Ende bestimmt sehr aufgeschlaut ist. Und zwar ist das CTM. Dominik, erklär doch mal ganz kurz, wofür diese Abkürzung steht.
00:00:47 SPEAKER_00
CTM, das ist umgangssprachlich bei uns das C-Teile -Management und wir beschäftigen uns damit diese C-Teile, was in der Regel sehr niedrigpreisige Artikel sind, wo aber dann der Beschaffungsprozess, um diese Artikel zu bekommen, sehr aufwendig ist, sehr zeitintensiv und somit sehr teuer. Wir beschäftigen uns damit, diesen Prozess zu optimieren und haben dort verschiedenste Lösungsbausteine im Einsatz. Deswegen nennt sich unsere Abteilung auch C-Teile Management.
00:01:12 SPEAKER_02
Dieser Bereich, der ist hier bei Piel als separate Abteilung eingegliedert. Steffen, erklär doch mal kurz, wie ist die Abteilung hier aufgebaut oder welche Bereiche gehören dazu? Ja,
00:01:23 SPEAKER_01
Ja, da gibt es mehrere Bereiche. Der erste wäre da zum Beispiel Lagerbewirtschaftung. Da kommt alles mit rein, wie zum Beispiel Ausgabesysteme. Es gibt verschiedene Automaten, einen Rondellautomat, wo man einzelnen Artikel rausnehmen kann. Spindsysteme oder Schubladensysteme, aber auch Regalsysteme mit einem Kanban-System.
00:01:46 SPEAKER_02
Kanban? Ich habe nur Fragezeichen auf der Stirn
00:01:48 SPEAKER_00
Ja, Kanban ist relativ einfach zu erklären. Es geht darum, dass Artikel beim Kunden bereitstehen, meistens in Behältern und deren Inhalt auch nicht bestandsgeführt ist, sondern wenn ich dort hingehe und einen Artikel haben möchte. dann nehme ich den einfach raus. Und er wird auch nicht auf Kostenstellen oder sonstige Bereiche gebucht, sondern landet in den Allgemeinkosten. Und im Kanban ist es dann so geregelt, wenn der erste Behälter eines Artikels leer ist, dann rutscht ein zweiter mit dem gleichen Artikel nach vorne. Und während dann der zweite wiederum geleert wird im Laufe der Zeit, ist der erste auch schon wieder aufgefüllt beim Kunden. Also ein Mehrkistensystem, wo dann Artikel beschafft werden und wieder zur Verfügung gestellt werden. Wenn man das sieht,
00:02:30 SPEAKER_01
Wenn man das sieht, ist das ganz einfach.
00:02:32 SPEAKER_02
Ja, genau. Wie ist das denn? Müssen da Mitarbeiter noch händisch einschreiten oder funktioniert das auch automatisiert?
00:02:40 SPEAKER_00
Der schlimmste Weg ist meistens, dass da wirklich ein Mensch durch die Regale huscht und mit einem Zettel und einem Stift versucht, dort möglichst leere Kisten zu identifizieren. Dann aufschreibt, welcher Artikel da drin ist. Dann diesen handgeschriebenen Zettel wieder in ein System bringen muss, um Bestellung auszulösen. Das ist, wie gesagt, der möglichst schlimmste Weg, der leider noch ganz oft vorhanden ist. Inzwischen sind meistens Scanner, die schon mal die Erfassung erleichtern und man eben keinen Stift und Zettel mehr braucht, sondern eben diesen Scanner nutzen kann zum Auslesen, der dann eine Bestellung in einem System aktiviert oder ganz aktuell oder modern. Mit RFID -Technik.
00:03:15 SPEAKER 02
Okay. Was ist das?
00:03:17 SPEAKER_00
RFID in diesem Moment, dass wirklich die Kiste an einen definierten Ort gestellt wird, wo eine Antenne diese Kiste liest und dann automatisch eine Bestellung auslöst über eine vordefinierte Menge.
00:03:27 SPEAKER_02
Und diese Antenne, die würde auch die Ausgabe registrieren. Also das würde automatisch verbucht werden.
00:03:33 SPEAKER_00
Genau, diese Antenne. merkt, welcher Artikel gerade leer gelaufen ist. Das kann durch Waagesysteme funktionieren, aber eben auch durch den manuellen Impuls eines Mitarbeiters, der, wie gesagt, diese leere Kiste an einen vereinbarten Ort stellt. Oder ganz neu mit unserem Partner entwickelt einfach einen Schieberegler am Regal, der dann von grün auf rot gedreht wird. Und alleine dieses Drehen des Hebels löst dann schon den Bestellimpuls aus. Also da gibt es immer wieder ganz neue, fancy Innovationen. Auch das sehen wir, und das kommen wir gleich nochmal zu, bei unserem LFAD-Kompetenztag im Februar.
00:04:09 SPEAKER_02
Ach, ist das spannend. Also für den Zuhörer vielleicht kurz da draußen. Wenn man natürlich jetzt nicht in dieser Abteilung sitzt, dann ist das Thema sehr, sehr umfangreich. Aber ich merke schon, sehr spannend. Euch wird auf jeden Fall nicht langweilig im CTM.
00:04:23 SPEAKER_01
Also jeder Kunde hat ja sein Lager individuell gestaltet und da muss man halt auch immer schauen, dass man dann die richtige Lösung findet.
00:04:29 SPEAKER_02
Ja, genau. Du sprichst es gerade schon an, Steffen. Jeder Kunde ist individuell und so sind eure Bereiche ja auch aufgeteilt. Welcher Bereich zählt denn noch dazu?
00:04:37 SPEAKER_01
Zum anderen noch der Bereich E-Business. Da sind wir zum einen am Start mit unserer eigenen Lösung schon sehr lange. Das ist PSM, unser E-Procurement -Marktplatz. Da haben wir die Möglichkeit für Kunden individuelle Sortimente, Kataloge bereitzustellen. Aber wir arbeiten auch mit anderen Partnern zusammen, zum Beispiel Unite oder Simple System. Also wir wehren uns da nicht, sondern sind froh, dass wir... so gut auch mit denen zusammenarbeiten können und auch den Kunden darüber halt Produkte bereitstellen können.
00:05:08 SPEAKER_02
Also verstehe ich das denn richtig? Der Kunde bekommt dann einen Zugang von euch für seinen eigenen Marktplatz und shoppt auch, ich sage mal, nur die Produkte, die er vorher angefragt hat? Oder ist das quasi wie so ein allgemeiner Katalog für alle? Also es gibt verschiedenste Möglichkeiten.
00:05:22 SPEAKER_00
Also es gibt verschiedenste Möglichkeiten. Genau das, was du gerade schon gefragt hast, Jasmin. Zum einen gibt es durchaus Varianten, wo der Kunde nur das am Ende auch sehen möchte, was er vereinbart hat. Also wirklich ein abgestimmtes Sortiment online. stellen. In den meisten Fällen ist es aber so, dass wir all das, was wir online bereitstellen können, das sind eine knappe halbe Million Artikel mittlerweile, dass das der Kunde wirklich im vollen Umfang zur Verfügung gestellt bekommt und uns dann als Lieferant an seine Anwendergruppen intern verteilt und die können dann eben all das bestellen, Außer der Kunde schließt gewisse Warengruppen dann nochmal aus.
00:05:55 SPEAKER_02
Ja und vor allen Dingen digital, oder? Also ich sag mal, das hat natürlich auch viele Vorteile zum Analogen. Oder klassischen Katalog, oder?
00:06:03 SPEAKER_00
Ja, die Preise stehen letztendlich fest, die Bestellwege stehen fest und somit müssen sich bei uns dann weniger Menschen mit der manuellen Auftragserfassung beschäftigen, sondern alles läuft eben digital, auch die Rückkommunikation, Lieferwiese etc. All das versuchen wir immer möglichst digital abzubilden.
00:06:21 SPEAKER_02
Mega, cool. Welcher Bereich gehört denn noch so zu eurem Alltagsgeschäft?
00:06:26 SPEAKER_00
Die Prozessberatung im C-Teile -Bereich, weil es gibt jetzt nicht nur die eine Lösung für alles, sondern wir schauen immer, welche Anforderungen bestehen auf Kundenseite und versuchen auch die Produkte zu clustern nach Dringlichkeit und Wertigkeit. Also wie dringend muss jetzt mein Bedarf gedeckt werden und wie teuer ist das einzelne Produkt? Da geht es ja wirklich vom günstigen Normteil, also einzelne Schrauben sind im Produktpreis ganz einfach günstig. bis hin zu Hochpräzisionswerkzeugen, die einfach zu teuer sind, um irgendwo offen im Zugriff zu sein. anschauen, welche Lösung es dann gibt und wir haben den Vorteil, dass wir wirklich auch ganz viele Lösungen spielen können und nicht nur diese eine in petto haben, sondern immer ein riesen Bauchladen mit dabei, um dann ganz gezielt auf die einzelnen Anforderungen anzugehen.
00:07:08 SPEAKER_02
Okay und jetzt mal so aus der Erfahrung gesprochen, was war denn so der schlimmste Prozess, den ihr mal beim Kunden vorgefunden habt?
00:07:17 SPEAKER_00
Klassisch ist das immer, dass Leute in einen Online-Shop gehen, sich dort ein Produkt raussuchen, also schon auch einen Link zum Produkt haben, das Ganze als Screenshot dann an eine Einkaufsabteilung schicken, die dann wieder in den Shop gehen müssen, um das dann nochmal in eine Bestellung zu überführen. Also diese ganzen Prozesse, wenn man vorher schon die Recherchearbeit gemacht hat, sollte es immer möglichst gut zum Einkauf, zum Beschaffer irgendwie übermittelt werden. Und das sind halt so oft die Hürden im Alltag. wo einfach so viel Zeit verplempert wird, weil das Ganze eben besser organisiert sein kann.
00:07:51 SPEAKER_02
Okay, und jetzt mal prozentual gesprochen, wie viele Kosten können eingespart werden durch die Optimierung eines Prozesses? Also grob über den Daumen.
00:08:01 SPEAKER_00
Ja, kann man mal kurz die Frage an die Hörer stellen, wie teuer ist denn so ein Beschaffungsprozess? Nicht jeder weiß wirklich, wie seine eigenen internen Kosten sind. Wir nehmen dazu immer eine Studie. Anhand, ja, diese Kosten einmal ermittelt wurden und das pendelt sich im Laufe der Jahre auch immer um so diesen Wert ein. Wir rechnen immer mit 115,28 Euro pro Bestellprozess und dann ist es egal,
00:08:22 SPEAKER_00
Bestellprozess und dann ist es egal, ob ich einen Kugelschreiber bestelle, ein Auto oder auch Strom bei meinem Energielieferanten. Und alleine dieser Zehnteileprozess hat in der Regel ganz viele Prozessschritte, die es einfach so teuer machen, weil dafür ganz viel Zeit in Anspruch genommen wird. Und wenn jemand noch so gut wie gar nicht digital unterwegs ist, auch keinen Iprocumel-Marktplatz, keinen Systemanbieter hat, dann entsprechend kann man durchaus locker 50 bis 60 Prozent am Ende im Prozess sparen.
00:08:56 SPEAKER_02
Ja, das ist auf jeden Fall eine Menge. Das lohnt sich. Habt ihr noch einen Bereich heute für uns mitgebracht, den ihr auf jeden Fall vorstellen möchtet?
00:09:05 SPEAKER_00
Ja, wir haben noch die Einkaufsdienstleistung, die wir mit betreuen. Das rundet das Ganze ab. Also all die Dinge, die ich gar nicht in einem Online -Sortiment einstelle, weil ich noch gar nicht weiß, dass ich diesen Bedarf gerade habe. Ich schaue gerade hier bei uns im Studio, was so auf dem Tisch liegt, was ich mal brauche. Wir haben hier unsere Pyramide stehen, mit der wir unser Unternehmen immer vorstellen. Das ist ja erstmal kein eingestellter, normaler Katalogartikel, sondern das wäre sowas wie eine Einkaufsdienstleistung, wenn ich als Unternehmen eben nicht einen neuen Kreditor anlegen darf zum Beispiel oder ich eben nicht in der Lage bin, per Kreditkarte irgendwo zu zahlen. Dann kann ich diese Prozesse eben an einen Einkaufsdienstleister abgeben. Das kann auch Piel sein. Und mit unserem Marktplatz PSM können wir das auch entsprechend so einbinden, dass auch diese Vorgänge am Ende mit einer Buchung auf Kostenstelle mit Sachkonto in einer Monatsrechnung kommen. Also voller Rundum -Service auch für den Freitextbereich. Und dieser Aufwand ist in einigen Unternehmen echt enorm.
00:10:01 SPEAKER_02
Ach krass, okay. Du hattest es auf jeden Fall eben schon angeschnitten. Der RFID -Kompetenzstark steht vor der Tür, aber das ist natürlich nicht das einzige Event, was auf eurem Bereich aufbaut. Steffen, magst du uns kurz erzählen, welche Events so anstehen?
00:10:18 SPEAKER_01
Der RFID -Kompetenztag ist auf jeden Fall der erste, der jetzt in der Zukunft für uns ansteht, nämlich Ende Februar. Ansonsten, wir haben gerade letztes Jahr hinter uns gebracht das Mavi -Forum. Das hat uns so gut gefallen, dass wir natürlich im Hintergrund schon ein bisschen an der Version für dieses Nächstes, man weiß es noch nicht ganz genau.
00:10:41 SPEAKER_02
Save the date, aber wir haben noch kein Date, aber auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
00:10:46 SPEAKER_01
Es wird wohl auf 2025 hinauslaufen, aber da wird geplant. Und außerdem, Dominik, haben wir noch ein Event dazu?
00:10:49 SPEAKER_02
aber da wird geplant.
00:10:54 SPEAKER_00
Ja, wir werden mit unserem Partner für Ausgabesysteme einen Tag veranstalten, dass man sich die Ausgabe Automaten auch wirklich mal in live angucken kann, nicht nur in der bloßen Theorie. Ausprobieren, Fragen stellen, neue Modelle erkunden, was es dort alles für Möglichkeiten gibt. Das wird im April stattfinden. Und wir sind als... Aussteller zu all den Themen, die ihr jetzt gerade gehört habt, in Düsseldorf bei den E -Lösungstagen vertreten im Mai. Dort über zwei Tage rund um Prozessthemen, Verbesserung für den Einkauf. Auch Piel ist da seit Jahren gesetzter Aussteller.
00:11:27 SPEAKER_02
Also wir halten fest, auf jeden Fall zwei Kompetenztage, RFID und Ausgabeautomaten. Ihr seid auf den E -Lösungstagen in Düsseldorf. Und dieses nächstes Jahr, man weiß es noch nicht, Mavi Forum ist auf jeden Fall gesetzt. Klingt gut. Also für alle, die die Jungs mal live erleben wollen oder sich die persönliche Beratung einholen wollen, die Tage sind auf jeden Fall gesetzt. Ihr habt die Möglichkeit, euch über unsere Homepage weiter zu informieren, euch anzumelden, aber auch die Jungs direkt anzuschreiben. Also zögert da auf jeden Fall nicht. Ich möchte mich auf jeden Fall bei euch beiden bedanken für den Besuch hier bei uns. Und freue mich auf die anstehenden Events. Und ja, schön, dass ihr da wart, Dominik, Steffen.
00:12:11 SPEAKER_00
Vielen Dank. Danke für die Einladung.
00:12:12 SPEAKER_02
Ja, in diesem Sinne, bis bald. Wir hören uns. Vielen lieben Dank fürs Zuhören. Ciao, ciao. Tschüss. Tschüss.
#66 Glücksgriff Südwestfalen!
Südwestfalen hat sich einen Namen gemacht! Der Weg bis zu diesem Punkt war sicher nicht einfach, aber Marie Ting von der Südwestfalen Agentur GmbH hat in den letzten Jahren alles dafür getan, um die Wirkung der Region nachhaltig zu stärken. Mache dir selbst ein Bild und schaut auf der Website vorbei, denn dort ist ALLES ECHT!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Hören.
00:00:13 SPEAKER_01
Servus und grüßt euch an alle fleißigen Pielcast -Zuhörer. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Eine ganz besondere Folge für euch parat mit zwei besonderen Gästen. Ein Gast dürfte euch schon bekannt vorkommen. Liebe Andrea, schön, dass du da bist. Hallo und ahoi. Und wir haben auch noch einen besonderen Gast und zwar die Marie. Schön, dass du da bist. Ja, hallo, ich freue mich auch. Marie, damit wir den Zuhörer mal sofort abholen, was du hier bei uns im Content Lab verloren hast, erzähl uns doch kurz was von dir, wer du bist, was du machst.
00:00:50 SPEAKER_00
Also ich bin vor elf Jahren in diese große Region Südwestfalen gekommen, lebe in Olpe und arbeite in der Südwestfalen -Agentur eben auch seit elf Jahren, weil man mir damals ein wunderbares Jobangebot gemacht hat, was mich dann auch in den letzten Jahren so beflügelt hat, dass ich immer noch weiter in Olpe eben auch lebe. Und zwar hat man damals in Südwestfalen seitens Politik und Wirtschaft die Idee gehabt, eigentlich müssten wir fünf Kreise, Landkreise in Südwestfalen und wir als Wirtschaft in Summe viel mehr zusammenarbeiten. Und zusammen müsste es uns eigentlich gelingen, Südwestfalen als Region so nach vorne zu bringen, dass sie auch wirklich zum Begriff wird und dass klar ist für den Außenstehenden, was eigentlich hinter Südwestfalen steckt. Das heißt, damals hat man gesagt, wir möchten einen Regionalmarketingprozess starten. Wir möchten, dass Südwestfalen zu einer... starken Marke wird und wir brauchen jemanden, der diesen Prozess eben auch leitet und aufbaut. Und das habe ich dann damals gerne angenommen, weil ich das unglaublich spannend fand und gedacht habe, Gott, macht das viel Sinn, dass in einer Region, wo wir 59 Kommunen haben und so viele Unternehmen Nicht darauf setzen, dass jeder für sich alleine kämpft, sondern man sagt, lasst uns alle zusammen ein bisschen was in den Pott tun und dann deutlich mehr erreichen, als wenn wir alle, wie gesagt, uns verkämpfen im Klein -Klein. Ja, und das mache ich jetzt, wie gesagt, seit inzwischen elf Jahren, inzwischen auch mit einem Team in der Südwestfalen Agentur in Olpe, die eben diesen Auftrag auch hat für die Region, dafür zu sorgen, dass die Region bekannt ist und sich gut weiterentwickelt.
00:02:15 SPEAKER_01
Schön, dass du bei uns bist. Und man muss ja sagen, diese Podcast -Folge ist entstanden aufgrund eures glücklichen Händchens. Online -Marketing -Day, der ja im August in der Soester -Stadthalle stattgefunden hat. Dort haben wir eine Podcast -Folge verlost und die Südwestfalen -Agentur hat diese gewonnen. Ja, schön, dass wir zusammengekommen sind. Du sagtest ja gerade schon Regional -Marketing und Vorantreiben. Andrea, erklär uns doch mal kurz, wie PIL da jetzt in den Kontext passt.
00:02:46 SPEAKER_02
Ja, ich meine, das ist in aller Munde. Der Fachkräftemangel, der erreicht hier jeden irgendwann. Uns hat er noch nicht so hart getroffen, Gott sei Dank, aber mit euch an unserer Seite sind wir da gut vorbereitet, weil wir nutzen euch natürlich auch, um uns ein bisschen bekannter zu machen. Ihr habt ja dieses tolle Magazin, wo wir auch teilwerden durften und man merkt einfach, es wird gelesen, es kommt an und die Leute verstehen mittlerweile, wie stark wir hier vor Ort sind. Das würde mich auch interessieren, Marie, du hast ja gesagt, vor elf Jahren hast du angefangen. Was würdest du denn sagen, hat sich in der Zeit verändert?
00:03:19 SPEAKER_00
So viel, wirklich. Damals war das so, dass die fünf Landkreise mit ihren fünf Landräten gesagt haben, ja, wir wollen den Prozess. Und seitens der Wirtschaft hat sich ganz jung gerade ein Verein gegründet, Wirtschaft für Südwestfalen, mit 30 Unternehmen, die gesagt haben, ja, wir wollen zusammen Regionalmarketing machen. Und dieser Verein ist neben den fünf Landkreisen der sechste Gesellschaft der Südwestfalenagentur geworden. Das war die Startbedingung. Und es gab nur diese Idee, ey, wir wollen zusammen Regionalmarketing machen. Und als ich angefangen habe, dann diesen Job anzunehmen und zu sagen, wie baut man jetzt so eine Region eigentlich auf, war die Ausgangslage so, dass alle Menschen mir immer gesagt haben, müssen sie dicke Bretter bohren. Müssen sie dicke Bretter bohren, weil hier in der Region, mein Gott, was hat denn die Soester Börde mit dem Siegerland zu tun? Was hat denn der Sauerländer mit dem Siegerländer, mit dem Wittgensteiner zu tun? Und was soll dieses ganze Südwestfalen eigentlich? Das ist ein politisches Konstrukt, brauchen wir das und so weiter. Das heißt, es gab unheimlich viel. an Aufklärungsarbeit und an Begeisterungsarbeit zu tun, zu sagen, boah, das macht so viel Sinn, dass wir in bestimmten Kontexten sagen, wir zusammen sind Südwestfalen. Und warum macht das Sinn? Es macht Sinn, weil wir nur, wenn wir tatsächlich auf diese fünf Landkreise zusammen gucken, sagen können, wir haben hier in der Region mehr als 150 Weltmarktführer, weltmarktführende Unternehmen. Oder wir können sagen, wir sind in NRW tatsächlich de facto, numerisch gemessen, die stärkste Industrieregion. Das kommt nur zustande, weil man wirklich sagt, das ist Südwestfalen in Summe. Und das heißt, dieser Markenbildungsprozess, die Erklärung, warum macht es Sinn, auf eine gemeinsame Klammer Südwestfalen zu setzen und wofür steht diese Region eben auch, war zentraler Bestandteil in den ersten Jahren. Und ich wusste damals, Dieser Prozess, Marketing für eine Region zu machen, das kostet ja Geld. Egal, welche Maßnahme man umsetzt, es kostet natürlich Geld, wenn wir nach außen strahlen wollen. Und dieses Geld, wo soll es herkommen? Es kann ja nur dadurch zustande kommen, dass immer mehr sich dem Prozess auch anschließen und sagen, komm, es ist jetzt nicht so viel, was man zahlen muss, aber wenn wir alle ein bisschen geben, dann können wir auch was wuppen. Sodass ich damals dafür gesorgt habe, dass die Mitglieder in diesem Verein Wirtschaft für Südwestfalen, in dem Piel eben auch Mitglied ist, Mehrwerte erhalten durch ihre Mitgliedschaft. Und zwar ganz explizite Mehrwerte, kann ich gleich nochmal erzählen. Und was sich eben verändert hat, ist, dass von 30 Unternehmen dieser Verein inzwischen gewachsen ist auf, wir stehen gerade bei 406, wir haben die 400 hier im Kreis, so ist auch gerade mit dem 400 Unternehmen ja geknackt, bei 400 Unternehmen. Das heißt, 400 Geschäftsführer haben sich dafür entschieden zu sagen, ja, ich glaube an diese Marke Südwestfalen, ich glaube an diese Idee, lasst uns zusammen vorangehen. Das ist, sage ich mal, auf der strukturellen Seite passiert. Das heißt, wir haben jetzt eine gemeinsame Basis auch für die Marke. Es ist nicht nur eine Idee von einem Landrat, einem Kammerchef. Die Kammern, Arbeitgeberverbände unterstützen das natürlich auch. Sondern es ist inzwischen wirklich eine gemeinsame Bewegung in Südwestfalen. Und Andrea, wenn du fragst, was hat sich noch verändert? Gott sei Dank, glaube ich, kann wir wirklich an ganz verschiedenen, unterschiedlichen Stellen feststellen und messen, dass dieses Bewusstsein, wofür steht Südwestfalen? in Südwestfalen und auch in NRW richtig gut durchgesickert ist. Während das am Anfang zum Beispiel in Vorträgen so war, dass die Leute gesagt haben, was, Weltmarktführer oder Industrieregion, ist das so gesetzt inzwischen, dass ich es fast schon nicht mehr hören kann und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber man weiß das inzwischen einfach. Und dieses Südwestfalengefühl und dieses Gefühl, hier geht was voran, das ist wirklich in den letzten Jahren gewachsen. Und wenn wir inzwischen im Landtag NRW sind oder auch im Bundestag, dann ist es wirklich interessant zu sehen, dass auf ministerieller Ebene bei den Abgeordneten, dass da ganz klar ist, wofür Südwestfalen steht. Und das ist eben jetzt das Ergebnis der verschiedenen Marketingmaßnahmen, auch die wir umgesetzt haben in den letzten Jahren.
00:07:01 SPEAKER_02
Aber da war sicherlich natürlich etwas Aufbauarbeit oder Aufklärungsarbeit nötig. Weil ich will ehrlich sein, also Jasmin und ich, wir schnacken zwischendurch auch mal über verschiedene Dinge. Und dieses Thema, dass so viele Weltmarktführer hier vor Ort sind, man kennt natürlich den einen oder anderen auch aus Kundenkreisen. Aber dass es tatsächlich so viele sind, da waren wir auch verwundert und haben gesagt, wow. Und da kommt diese Kampagne oder auf die Aufklärungsarbeit auch direkt bei uns an, weil man entwickelt auch so ein Gefühl des Stolzes. Wir sind dabei und wir sind hier mit euch vor Ort. Das ist schon, echt cool.
00:07:31 SPEAKER_00
Auf jeden Fall. Absolut. Und relativ früh haben wir dann auch angefangen, eben zum Beispiel Sonderveröffentlichungen zu machen in der Welt am Sonntag oder in der FAZ, wo wir auf mehreren Seiten die Region dargestellt haben, die Weltmarktführer dargestellt haben, was einen ganz starken Binneneffekt hatte, weil auf einmal eben in der Region man sich dann gesehen hat, man macht hier die Zeitung aus und sagt, oh, wir sind in der FAZ und liest dann quasi auch in der Zeitung über diese verschiedenen Themen, Weltmarktführer und so weiter, sodass dieses Thema langsam Stolz und Selbstbewusstsein zu entwickeln, wirklich... gegriffen hat auch und das inzwischen auch da ist. Und jetzt mal ein Beispiel auch aus dem Marketing. Was haben wir gemacht? Die Weltmarktführer hier in der Region, das ist immer ganz schön tricky zu erklären, was die eigentlich machen, weil häufig sind das ja so die feinste kleine Schraube, die dann in irgendeiner ganz bestimmten Hydraulik, wie auch immer, verbaut wird, was auch immer. Und wir haben uns dann hingesetzt und haben gesagt, lasst uns mal in kinderleichter Sprache erklären, was Weltmarktführer hier in der Region eigentlich tun. Und dann ist so eine coole kleine Klappkarte entstanden, der Weltmarktführer in Südwestfalen, die man wirklich, wo man angucken kann, wer sitzt hier eigentlich wo? Und wie gesagt, in kinderleichter Sprache in drei Sätzen erklärt und was machen die eigentlich? Und die könnt ihr, kann jeder, der mag, einfach im Shop kostenlos bestellen und wird auch verteilt an verschiedenen Stellen, sodass wir da ein bisschen mehr Transparenz auch schaffen.
00:08:42 SPEAKER_01
Den Link packen wir euch natürlich in die Shownotes. Ja, sehr cool. Du hast es gerade auch schon so ein bisschen angeteasert. Um das Ganze voranzutreiben, macht er ja auch verschiedene Kampagnen. Unter anderem heißt eine Kampagne alles echt. Magst du uns mal erklären, was das für eine Kampagne ist und vielleicht auch, was sie zum Vorschein gebracht hat, was man jetzt nicht auf den ersten Blick sieht? Ich meine, wir haben ja gerade schon herausgefunden, dass die Wirtschaftsregion Südwestfalen doch recht unscheinbar ist.
00:09:10 SPEAKER_00
Nein, nein, nein. weißt du das Gegenteil von unscheinbar, sie strahlt inzwischen. Genau, wollte ich doch gerade sagen. Seit elf Jahren, oder vor elf Jahren begangen ist zu scheinen. Ja, genau.
00:09:14 SPEAKER_02
Genau, wollte ich doch gerade sagen. Seit elf Jahren, oder vor elf Jahren begann es ist zu scheinen.
00:09:21 SPEAKER_00
Ja, genau. Und diese Bescheidenheit abzulegen, darum ging es ja eben auch. Und zu sagen, boah, nee, wir sind hier nicht hinterland. Und es ist total... Es ist einfach inadäquat anzunehmen, dass wir hier klassischer ländlicher Raum sind. Ja, wir haben hier viele Dörfer und kleine Städte, aber wir sind nicht klassischer, strukturschwacher ländlicher Raum, sondern wir sind eine unglaublich starke Wirtschafts- und Industrieregion im Grün. Ansehen und so weiter. Und dieses Alleinstellungsmerkmal, starke Industrieregion im Grün, das ist eben das, was im Kern jetzt auch dieser Marke Südwestfalen steht. Jasmin war gerade gefragt, was bedeutet dieses Alles -Echt? Was ist das für eine Kampagne? Das ist die Klammer. Um alles. Das heißt, das ist Südwestfalen alles echt. Kampagne ist sozusagen, ich könnte entweder sagen unser Fundament oder unser Dach, unsere Klammer um alles drumherum. Das ist der Markenkern für die Marke Südwestfalen, den wir ganz am Anfang entwickelt haben. als es so schwierig auch war, die Frage zu beantworten, wofür steht denn eigentlich Südwestfalen? Weil wir eben einerseits Industrie haben, Wirtschaft, auf der anderen Seite Tourismus und Industrie ist ja auch nicht alles. Natürlich haben wir auch Handwerk und so weiter. Und letzten Endes haben wir uns eben dazu entschieden zu sagen, wir nehmen als Claim zur Marke Südwestfalen alles echt, weil wir mit diesem alles echt diese verschiedenen Dinge, die man vielleicht gerade auch damals gar nicht erwartet hat, immer abbinden können und sagen können. Wusstest du, wir sind die größte Naturparkregion in Deutschland. Alles echt, schau nach, es ist tatsächlich so. Weil wir dieses gesamte Marketing so aufbauen wollten, dass es wirklich auf echten Fakten basiert. Wir versuchen nicht, die Region schöner darzustellen. Wir sagen nicht, das ist der urbanste, coolste, hippeste Ort, wo du sein kannst. Aber das, was die Region zu bieten hat. auch schöne Mieten, wo man sich halt noch was leisten kann, Kindersicherheit, dass du die Kinder einfach rauslassen kannst und so weiter. Diese ganzen Vorteile, die die Region zu bieten hat, das zeigen wir mit dem Marketing und sagen eben alles echt, schau nach, das, was wir dir präsentieren, ist wirklich so. Und das andere, was wir mit alles echt eben auch unterstreichen, ist, dass bei dieser schwierigen Frage, was verbindet eben den Menschen zwischen Lippstadt und Erntebrück und Halfer und Marsberg, was verbindet diese Menschen? dass da der Tenor auch in den ersten Workshops und Diskussionen immer war, dieses Thema... Bodenständigkeit, Authentizität, hier zählt der Handschlag. Das ist das, was wirklich in der Region ein verbindendes Element ist und was gerade in der Wirtschaft auch einfach total typisch ist. Ich habe das dann in eigenen Vorträgen später häufig erlebt, dass wenn ich irgendwie Vorträge gehalten habe und dann saßen die meistens ja Herren mit verschränkten Armen da und ich dachte, oh mein Gott, gefällt denen das, was ich hier präsentiere und hatte keine Ahnung und am Ende ging ich aber raus quasi oder gab es dann Anmerkungen. das war wirklich richtig klasse. Und dann meinen die das auch so. Das ist halt nicht dieses total übertriebene Aufgetretene oder es ist auch nicht fake, sondern es ist einfach sehr, sehr ehrlich. Das, was gemeint ist, ist ehrlich. Und dieses Thema Authentizität, Bodenständigkeit, hier zählt der Handschlag, ist eben etwas, was sich auch in alles echt sozusagen dann manifestiert oder dadurch eben unterstrichen werden soll.
00:12:20 SPEAKER_02
Und wir durften ja selber Teil der Kampagne sein. Ein kleiner Teil, zumindest Menschen in Südwestfalen, da durfte ich ja auch mal mitmachen. Und da ging es bei mir nämlich witzigerweise, wie du es gerade sagst, auch um das Thema, weil ich bin eigentlich Bochumerin. Und ich wurde gefragt, ja Mensch, warum bist du denn hier? Und dann habe ich das zum Ausdruck gebracht, was mich alles hierher gezogen hat. Und ein entscheidender Faktor war für mich auch, das steht auch da drin, hier ist der richtige Ort, um Kinder groß zu ziehen. Weil die können draußen auf der Straße spielen, du musst nicht immer gucken und die können hier frei sein und es ist noch ein ganz anderer geschützter Raum. Und gleichzeitig aber, wie du auch gesagt hast. sind wir eine super starke Region. Also das ist schon etwas gewesen, wo wir auch stolz waren, dass wir da mitmachen durften.
00:12:59 SPEAKER_00
Ja, sehr schön. Und ich würde auch sagen, Piel auch als Mitglied im Verein Wirtschaft für Südwestfalen ist auch typisch sozusagen für die Mitglieder im Verein. Es ist einfach ein super gesundes. ein modernes, interessantes Unternehmen auch als Arbeitgeber, was es total verdient hat, eben auch gesehen zu werden. Und wo wir sagen, ja, das macht auch Sinn, dass Menschen, die nach eben sicheren Jobs in coolen Unternehmen suchen und sagen, ja, und ich will in einer Region wohnen, wo ich vielleicht ein schönes Vereinsleben habe, wo ich mir, wie gesagt, Haus leisten kann und so weiter, dass die dann eben auch viel finden als Arbeitgeber. Und das ist das, was wir in diesem gemeinsamen Ansatz eben auch versuchen zu sagen. Leute aus Deutschland, wenn ihr nach echt coolen Lebensbedingungen sucht und nach spannenden, attraktiven Arbeitgebern, dann guckt auf Südwestfalen und dann guckt man quasi durch diesen großen Fächer an Unternehmen, wo dann auch Biel dabei ist und guckt halt, ja, was passt denn? Und ja, wo möchte ich hin?
00:13:45 SPEAKER_01
Ja, ich glaube, Andrea, die Kampagne können wir auch auf uns umschreiben. Alles echt. Ich glaube, hier verstellt sich niemand. Marie, Fachkräftemangel ist ja auch in aller Munde zurzeit. Was sagst du denn, wie kann eure Kampagne dagegen wirken?
00:14:01 SPEAKER_00
Tatsächlich war das auch vor zehn Jahren schon klar, weil die Wahrheit ja nun einmal ist, es wurden in Anführungszeichen zu wenig Kinder geboren. Das ist ja der demografische Wandel. Leute gehen in den Ruhestand und es sind nicht genug Kinder geboren, um das adäquat zu besetzen. Vor zehn Jahren war schon klar, okay, in zehn Jahren haben wir hier 100 .000 Menschen weniger in der Region. So ist es halt leider. Und das, was wir dagegen tun, sind Halten, Werben, Binden als drei Stichworte. Das heißt, erstens die Frage, wie kann uns das gelingen, dass Menschen, Kinder, Andrea, du hast hier eine Tochter, die Kinder, die hier aufwachsen, die Jugendlichen, die Anwachsenden, auch Studierenden, die hier sind, dass die nicht nach ihrem Schul- oder Studienabschluss die Region verlassen, weil sie denken, ja, hier ist ja nichts. Hier gibt es ja nichts Interessantes. hier kann ich nicht Karriere machen, sondern dass bevor du eben deinen Bildungsstandort verlässt, du wirklich weißt, auch an der Stelle alles echt, was die Region zu bieten hat. Und dann entscheiden kannst du, will ich oder will ich nicht? Oder vielleicht auch gehst und wieder zurückkommst dann in die Region. Das heißt, was wir zum Beispiel machen oder gemacht haben, ist, dass inzwischen zur Verfügung steht ganz umfangreiches Lehrmaterial für Lehrer, die in der Schule ihren originären Stoff, egal ob das Erdkunde ist oder Wirtschaft oder was auch immer, rüberbringen kann, am Beispiel Südwestfalen. Das heißt, so vermittelt sich den Kindern ja eben. Oder wir haben ein Programm, Gap Year, Lückenjahr. Da geht es darum, dass junge Menschen nach ihrem Schulabschluss für ein Jahr drei verschiedene Praktika in drei Unternehmen machen, also ein Übergangsjahr, Orientierungsjahr haben. Und zwar für jeweils drei Monate. Das ist total cool und es funktioniert super gut. Also ich glaube, wir sind zwischen dem fünften oder sechsten Jahr davon. Und ich bin selber größter Verfechter, auch wenn ich es mit erfunden habe. Aber weil ich eben sehe, wie es funktioniert. Die jungen Menschen, die das machen, bleiben danach in diesem Unternehmen. Oder sie sagen, ich möchte später in das Unternehmen, aber ich gehe erst studieren aus dem und dem Grund, um dann halt wieder zurückzukommen in das Unternehmen. Und kostet euch als Unternehmen nichts, wenn ihr mitmacht. Ihr zahlt nur ein Praktikumsgehalt, was ganz regulär ist sozusagen. Und wir machen eben das gesamte Marketing drumherum, die Organisation. Da sieht man wieder, wie es halt zusammen funktioniert. Wir bilden sozusagen die Struktur dafür, dass einzelne Unternehmen dann eben da profitieren können. Genau, also das alles zum Thema Halten. Dann eben Werben. Also die Frage, wie können wir Menschen auf die Region aufmerksam machen, wo wir verschiedenste Kampagnen haben und fahren. Wir sind zum Beispiel auf Karrieremessen, wo ihr auch als Unternehmen immer mit am Südwestfalenstand sein könnt, auf Jobmessen und sagen, hey, ihr habt tolle Jobs, um Arbeitgeber zu bieten. Wir haben im Moment gerade eine IT -Fachkräftekampagne, wo wir insbesondere ITler aus Deutschland sagen, hey, hier gibt es auch richtig spannende Jobs in der IT, weil brauchen wir hier auch zum Thema Digitalisierung. Wir machen eine Kampagne explizit auch für Medizin - und Pflegefachkräfte. Das geht euch jetzt nicht so sehr an, aber peripher doch, weil wenn hier die ärztliche Versorgung zusammenbricht, will natürlich auch niemand mehr kommen. Genau, also verschiedenste Dinge, die wir im Außen tun, außerhalb der Region, um Menschen wirklich auf den Standort aufmerksam zu machen. Und Binden bedeutet eben, ja, wie können wir das schaffen, dass Menschen hier auch in der Region dann bleiben? Und das ist was, wo die Arbeitgeber ja auch total dann zum Tragen kommen und wo wir dabei helfen, den Arbeitgebern mit zu prüfen und zu überprüfen. Bin ich eigentlich ein moderner, attraktiver Arbeitgeber? Da bieten wir dann Workshops an und verschiedene Optionen, damit die Menschen eben auch gerne in der Region bleiben und nicht denken, ich muss hier irgendwie weggehen, weil sich hier nichts nach vorne entwickelt, auch in meinem Job.
00:17:17 SPEAKER_01
Ist es auch ein Punkt bei euch, Unternehmen zu zeigen, wie sie zu ihren Mitarbeitern in der Region stehen? Ist das ein Punkt, diese Bindung da auch nochmal zu stärken? Ja, absolut.
00:17:27 SPEAKER_00
Ja, absolut. Was hast du konkret im Kopf dazu?
00:17:28 SPEAKER_01
Ja, ich sage mal, man kennt natürlich die klassischen Konzernstrukturen. Man ist eher eine Nummer statt ein jemand und ich glaube, das ist eher in unserer Region nicht der Fall. Oder wie siehst du das?
00:17:40 SPEAKER_00
Ja, absolut. Das ist so eines der Argumente, was wir auch immer verwenden, dass wir sagen, weil es halt für die Masse, also bestimmt gibt es auch schwarze Schafe, aber für die Masse und viel gehört sicherlich dazu, der südwestfälischen Unternehmen gilt halt. Da muss ich mal kurz hier zitieren. Vor mir steht hier gerade.
00:17:54 SPEAKER_02
Die Marie benutzt gerade unsere Pyramide für alle, die gerade nicht live dabei sind.
00:17:58 SPEAKER_00
Genau, die Pyramide. Das heißt hier so ein kleiner Tischaussteller. Da steht oben drauf machen und dann steht, wir sind Pielaner. Und genau das, also dieses, ey, ich identifiziere mich voll mit meinem Unternehmen, weil ich eben nicht nur eine Nummer bin, sondern weil ich hier. Der Geschäftsführer kennt mich, wir sind ein Team, wir arbeiten zusammen an etwas, wo wir dran glauben, wo wir drauf hinarbeiten und es ist das Gegenteil von Higher and Fire. Wir haben hier in Südwestfalen extrem lange Betriebszugehörigkeiten und das ist cool, das ist richtig gut. Und insofern ja, wir helfen den Unternehmen, das auch sichtbarer zu machen, deutlicher zu machen, warum bin ich eben ein attraktiver Arbeitgeber. Viele Unternehmen in Südwestfalen haben ja viele Jahre Marketing für ihr Produkt gemacht, aber nicht Marketing für sich als Arbeitgeber musste man ja auch lange nicht. Und jetzt muss man es aber inzwischen und wirklich erklären, ey, was unterscheidet mich und warum ist es cool bei mir? Und das heißt, auf einmal muss man da sich neue Fragen stellen und überlegen, ey, wie kriege ich diese Message und den Vibe, der bei uns herrscht, wie kriege ich das eigentlich nach außen? Wie kann das denn jemand verstehen und erfassen, der bei uns auf der Webseite ist? Und da helfen wir eben auch den Unternehmen, überhaupt auf diesen Weg zu kommen, das besser nach außen zu kommunizieren und durchaus auch zu prüfen. Bin ich eigentlich schon wirklich auch selber ganz, ganz, ganz gut zum Thema als Arbeitgeber oder gibt es auch Dinge, wo ich noch besser werden kann und meinen Mitarbeitern auch noch mehr anbieten kann, jüngeren Mitarbeitern vielleicht auch Dinge anbieten kann, die vorher gar nicht gefragt wurden, die jetzt aber sehr, sehr wichtig sind.
00:19:18 SPEAKER_01
Wie sieht es denn bei euch so zukünftig aus? Was sind so die nächsten großen? Projekte, die bei euch anstehen und wie ist Piel damit in Verbindung oder kann damit in Verbindung kommen?
00:19:28 SPEAKER_00
Wir haben jedes Jahr eine Umfrage in diesem Verein Wirtschaft für Südwestfalen, wo die 400 Unternehmen, die diesen Prozess ja unterstützen und die Mehrwerte auch nutzen, die da eben entstehen, zum Beispiel solche Workshops und so weiter. Dieser Verein, da machen wir eine Kampagne und sagen, Mitglieder werben Mitglieder. Weil die Idee ist, wenn Piel zum Beispiel sagt, das ist eine coole Sache, wie cool wäre das, wenn Andrea eine Freundin, Freund, Bekannten, wie auch immer aus einem anderen Unternehmen anspricht und einfach sagt, ey, wie wäre es, wenn du mitmachst? Weil stellt euch mal vor, wir haben 800 Unternehmen. Wie viel mehr Kraft wir dann auch zusammen entwickeln können. Das heißt, was ansteht für das nächste Jahr, ist eben da tatsächlich dieses Thema Mitglieder werben Mitglieder Kampagne, wo ich super gespannt bin, wie das eigentlich funktioniert. Weil wir jedes Jahr die Unternehmen auch fragen, ey, seid ihr eigentlich happy im Verein? Gott sei Dank gibt es eigentlich kaum. Raumfluktuation, ganz wenige verlassen den Verein. Und 95 Prozent, also wir kriegen sehr gute Noten, ja, wir sind so happy, happy. Und 95 Prozent der befragten Mitglieder sagen auch, ja, ich würde die Mitgliedschaft aktiv weiterempfehlen. Deswegen bin ich total gespannt, wie funktioniert das jetzt, wenn wir sagen, okay, wir nehmen dich beim Wort, jetzt sprich auch mal jemand anderen an. Und ja, wie gesagt, dann hätten wir natürlich Mittel, einfach Ressourcen, um noch viel coolere Aktionen auch bundesweit zu machen. Da braucht man halt einfach Mittel für, um da auch aufzufallen im bundesweiten Kontext. Was wir ab Januar aller Voraussicht nach an den Start bekommen, ist ein neues, großes Projekt, wo wir, soweit es aussieht, erfolgreichen Fördermittelantrag geschrieben haben, also externe Mittel jetzt nochmal einwerben in die Region, über dreieinhalb Millionen Euro, die in ein Projekt fließen, was bei uns eben organisiert wird und heißt Arbeitgeberschmiede. Das ist genau der Punkt, Jasmin, nachdem du eben gefragt hast, was geben wir eben auch? Wie setzen wir dieses Thema Arbeitgeberattraktivität für Südwestfalen eigentlich auf? Mit welchen Aussagen gehen wir nach draußen, die auch belastbar sind, wo man sagt, ja, das ist tatsächlich so? Mit welchen Instrumenten arbeiten wir eigentlich, um den Unternehmen eben zu helfen, auch noch attraktiver zu werden? Welche Bühnen bieten wir den Unternehmen, damit sie besser gesehen werden können? Alles das passiert in dieser Arbeitgeberschmiede ab Januar. mit verschiedensten Partnern auch in der Region. Wir haben eben über die Wirtschaftsförderung des Kreises Soest gesprochen. Die ist zum Beispiel mit dabei und kümmert sich dann in dem Kontext auch um das Thema Azubi -Marketing. Was können wir da noch machen, den Unternehmen helfen? Ansonsten vielleicht noch ganz kurz und pragmatisch auch, was wir auch jetzt wieder planen, ist die Aktion Kracher des Jahres, wo Unternehmen in 60 -Sekunden -Videos eigentlich ihren Produktkracher sozusagen vorstellen können und sagen können, ey, das ist unser Ding. Und da gibt es später ein Voting und alle Menschen in Südwestfalen können mit abstimmen, was gibt es eigentlich für ein Top -Kracher -Projekt, wo man echt sagt, das war ein total cooles Video. Das hat mich überzeugt, das ist ein Kracher -Produkt. Auch diesen Wettbewerb planen wir wieder. Ich sage es nur als Beispiel, um zu sagen, auch das finde ich ist so ein wichtiges Image -Ding, weil es halt hilft, den Unternehmen ein Format zu nutzen, um sich wirklich zu fragen, wie kann ich jemandem, der auf der Straße rumläuft, eigentlich erklären, was ich hier mache? In 60 Sekunden und das auf eine coole Art.
00:22:20 SPEAKER_02
Da stehen wir immer in Konkurrenz zu Infineon. Die laufen uns im Vorfeld schon den Rang ab, sodass wir uns gar nicht mehr bewerben. Liebe Grüße an den Jörg.
00:22:27 SPEAKER_01
Aber ich bin mir ganz sicher, dass wir da auch was Kreatives bestimmt auf die Beine gestellt bekommen werden.
00:22:34 SPEAKER_02
War das eine freiwillige Meldung, Jasmin?
00:22:36 SPEAKER_01
Oh nein, doch nicht.
00:22:37 SPEAKER_02
Wieso nicht aufzuhalten?
00:22:40 SPEAKER_01
Ja, sehr gut. Vielleicht noch zum Abschluss das Thema Nachhaltigkeit auch hier in der Region. Sehr wichtiges Thema. Ich meine, Andrea, du als geschäftsführende Gesellschafterin von Waldlokal bist da natürlich an vorderster Front. Magst du vielleicht nochmal kurz aufgreifen, was Waldlokal ist, was Waldlokal macht?
00:22:59 SPEAKER_02
Ja, sehr gerne. Waldlokal ist eine lokale Wiederaufforstungsinitiative, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, mit Hilfe von Spenden lokal wieder aufzuforsten. Dabei wählen wir vor allen Dingen ausschließlich Kalamitätsflächen, also Flächen, wo gerodet werden musste, die der Gemeinde, der Kommune gehören, die wir dann entsprechend mithilfe von Spenden wieder aufforsten. Und auch da sind sehr viele starke Unternehmen an unserer Seite, aber auch viele Vereine, Schulen, Kindergärten und Privatpersonen. Also jeder kann da mitmachen. Und da haben wir schon die eine oder andere spannende Aktion gemacht. 2023 war ein sehr erfolgreiches Pflanzjahr. Wir haben in Summe an die 200 .000 Bäume in die Erde gebracht und freuen uns schon auf die nächsten Dinge, die da so anstehen. Und im Frühjahr 2024, jetzt bald vor der Haustür, geht es dann weiter an der Stelle.
00:23:52 SPEAKER_01
Ich sage mal, das ist ja auch schon etwas sehr Besonderes, das Waldlokal hier als lokales Startup bei uns integriert. Marie, ich denke mal, du hast da einen guten Überblick, was die Nachhaltigkeit von Unternehmen hier in der Region angeht. Gibt es da Vergleichbares oder Ähnliches oder wie ist da so deine Wahrnehmung?
00:24:09 SPEAKER_00
Ich habe mich total gefreut über die Initiative Waldlokal hier von Piel und muss auch sagen, Piel ist auch für mich so in Südwestfalen ein Unternehmen, was immer wieder positiv tatsächlich aufschlägt. Sei es eben über diese Initiative, sei es über die Arbeitgebermarketing -Aktionen. auch selber macht und sei es aber auch über dieses Thema, hier vor mir liegt beispielsweise auch Mavi Forum, was ihr hier macht, wo es um Netzwerk geht und nach vorne geht oder eben die verschiedensten Aktivitäten, die Mario Ernst, der Geschäftsführer, hier eben auch zum Thema Gründung umsetzt und ja, da auch als Person total hinter steht. Insofern weiß ich, dass Peer richtig gut unterwegs ist und liebe das Waldlokalprojekt, weil es einfach so hands-on, ja, wir legen einfach los und wir machen jetzt einfach und wir arbeiten mit dem, was hier vor der Tür ist. Das finde ich super gut. Und ich weiß, dass ganz, ganz viele Unternehmen in Südwestfalen auch verschiedene Projekte unterstützen, Sponsoring machen und so weiter. Aber sowas so Eigeninitiativ wirklich voranzubringen, das ist schon nochmal was sehr, sehr Besonderes, worüber wir ja auch gerne berichten natürlich, um zu sagen, ey, das ist auch Südwestfalen. Und dieses Thema Nachhaltigkeit für Südwestfalen und was tun Unternehmen da, ist auch für die Zukunft eins, was für uns super spannend ist, diese Geschichten noch besser zu erzählen und auch da noch mehr Inspiration zu geben und zu sagen, ey. Wir als Region und auch als Wirtschaftsregion sind eben auch verantwortlich für die Art und Weise, wie die Region sich auch im Naturbereich, im Landschaftsbereich, im Sozialbereich entwickelt und lasst uns da auch gemeinsam gucken, wie die Unternehmen sich da eben einbringen und eben auch zusammen vielleicht Projekte umsetzen oder Waldlokal adaptieren, weiter unterstützen, wie auch immer. Ich hätte eine Sache, die ich vergessen habe und wo ich denke, das wäre noch cool, wenn die Leute das hören würden. Und zwar werden wir in diesem Jahr verstärkt auch im Kreis Soest Aktivitäten haben zum Thema Südwestfalen, weil wir so gemerkt haben, boah, irgendwie im Kreis Soest ist dieses Südwestfalengefühl noch gar nicht so 100 Prozent durchgeschlagen. wie in anderen Kreisen. Andrea, siehst du das auch so?
00:25:59 SPEAKER_02
Ja, absolut. Ein bisschen Eigenbrödler, jetzt sind wir noch unterwegs. Wir lassen uns gerne eingemeinden und anzünden.
00:26:04 SPEAKER_00
Genau, da haben wir gesagt, da geht eigentlich noch mehr, deswegen werden wir hier mehr Aktivitäten haben und was ich hier noch kurz platzieren wollte und einfach anbieten wollte, ist, ich weiß nicht, ob ihr unsere LKW -Aktionen kennt. Wir branden LKWs im Südwestfalen -Design, wo immer auf der Seite die Kommune sich darstellt, in dem Fall jetzt, wir sind heute hier in Soest, wer das so ist. Und das Unternehmen eben natürlich auch mit Logo am Start ist, ein Spediteur, wenn es einen gibt oder wenn ihr selber einen Fuhrpark habt, dann ein Fahrzeug von euch. Und es ist aber im Südwestfalen Design. Das heißt, wir zeigen an der Stelle, so geht eben auch Stadtmarketing zusammen mit Regionalmarketing und Unternehmen, Spedition zeigt sich eben auch. Und wir werden hier im Kreis Soest gerne fünf... Das heißt, wenn jemand das hört, der einen Fuhrpark hat oder eben selber Spediteur ist, gerne melden, weil wir eben dafür sorgen möchten, dass auch im Kreis Soest noch viel mehr Südwestfalen -Gefühl sichtbar ist.
00:26:51 SPEAKER_01
Also alle Kraftfahrzeugführer sind hier aufgerufen, sich bei Marie zu melden. Nein, Spaß. Es war jetzt ein Angebot, First Mover und so. Den Link zu eurer Homepage packen wir auf jeden Fall mit in die Shownotes. Da wird ja jeder die Gelegenheit haben, sich zu melden. Vielen lieben Dank euch beiden. Vielen lieben Dank an alle Zuhörer da draußen, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Verpasst nicht unsere nächste Folge. Es bleibt spannend. Bis bald. Dankeschön,
00:27:19 SPEAKER_01
ciao. Tschüss Jasmin, tschüss liebe ZuhörerInnen.
#62 IHK am Themenglücksrad - Teil 2
Auch Teil 2 des Podcasts mit Jörg Nolte, Geschäftsführer der IHK Arnsberg, greift spannende Fragen und Themen auf. Die Prämisse bleibt dabei gleich: Mario und Jörg drehen am Glücksrad und sprechen über ein spontan ausgewähltes Thema.
Transkript
00:00:00 SPEAKER_01
was bisher geschah.
00:00:01 SPEAKER_00
Herzlich willkommen da draußen an den Hörgeräten. Wir haben einen ganz besonderen Gast heute bei uns, den Jörg Nolte, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Arnsberg. Was würdest du denn einem Berliner, einem Düsseldorfer sagen, warum ist es so sehr lebenswert bei uns in Südwestfalen? Also wir haben wahnsinnig viele Standortfaktoren.
00:00:22 SPEAKER_01
Was eher manchmal der Standortvorteil hier ist, ist eher auch die Qualität. Also gerade in den Schulen. Digitalisierung, was fällt dir ein dazu? Klar, dass Prozesse da, wo es Sinn macht, digitalisiert werden. Insofern ist Digitalisierung ein Baustein von einer gesamten Prozessmodernisierung, Neugestaltung, Neumodellierung.
00:00:39 SPEAKER_00
Und das, was bei Digitalisierung ja tatsächlich häufig rüberkommt, ist im Grunde ein alter Hut. Wir sind schon genervt, wenn wir es nur hören. Ich glaube, da ist tatsächlich noch eine ganze Menge möglich. Wenn wir uns im Hotel einbuchen, füllen wir nach wie vor diesen bescheuerten Meldeschein aus. Ja, wenn ich das mache, kann das sowieso kein Mensch lesen.
00:01:04 SPEAKER_01
Pielcast. Einfach. Besser. Hören.
00:01:07 SPEAKER_00
Und da ist es wieder ich und du. Wir müssen was tun. Auf andere warten hat noch keinen nach vorne gebracht. Genau. Und das müssen wir in die Welt rausposaunen, wie jetzt eben auch. Auf andere warten. Oder bringt uns nicht nach vorne. Genau.
00:01:12 SPEAKER_00
Genau so
00:01:18 SPEAKER_01
Oh, das Rädchen dreht sich wieder.
00:01:22 SPEAKER_00
Fachkräfte Mangel. Das ist doch ein schönes Thema.
00:01:24 SPEAKER_00
Ja. Im Grunde knüpft das ja schön an an das, was wir gerade haben. Der scheint ja nicht schlimm genug zu sein. Weil sonst hätten wir ja nicht diesen nach wie vor ineffizienten Beamtenapparat. Aber auch in Industrieunternehmen komme ich damit immer noch gut an. Kennst du diesen zwei Sekunden Hotelbarsatz? Wer bist du und was machst du? Und das, was am meisten für Interesse sorgt, ist, dass ich dann sage, Mensch. ich sorge dafür, dass deine Fachkräfte effizient für dich Wert schöpfen können und um den ganzen peripheren Scheiß kümmere ich mich. Dann ist der Abend gerettet, dann ist das Interesse auf der anderen Seite. Klar, jetzt haben wir einen kleinen Bereich, den wir abdecken, also industrielle Beschaffung, da kennen wir uns aus, da können wir unsere Kunden verschlanken. Fachkräftemangel aus IHK -Perspektive, stelle ich mir vor, hat viel mit Aus - und Weiterbildung zu tun. Aber mal eine andere Facette, wie sieht es denn bei euch in Arnsberg aus? Wie besetzt ihr denn eure Stellen? Wo habt ihr noch Lücken? Und was sind ja eure Nöte und durchaus auch Rezepte dagegen?
00:02:22 SPEAKER_01
Du meinst bei der IHK selbst? Also das ist leicht zu beantworten. Ja, wir haben in der Regel jedes Jahr zwei neue Auszubildende. Also wir haben insgesamt sechs. bis sieben Auszubildende, die lernen in der Regel Kaufmann für Büromanagement oder das Thema für IT, Systemintegration oder, was wir noch zusätzlich ausbilden, ist der IHK -Verwaltungsfachwirt. Und das sind die drei Berufe, die wir im Wesentlichen ausbilden und mit denen wir unseren Fachkräftebedarf versuchen zu stillen, weil das auch in der Regel ungefähr die Größenordnung ist von Personen, die wir im Jahr in die Rente schicken, in die Pension geben. Und wenn wir darüber hinaus Stellen zu besetzen haben, die durch Fluktuationen entstehen, schreiben wir die in der Regel normal aus. Und wir bekommen auch erstaunlicherweise, offenbar funktioniert die Arbeitgebermarke noch einigermaßen, in angemessener Zeit zumindest gute Bewerbungen, wenngleich nicht so viele, wie das vielleicht früher mal der Fall war. Aber es fällt uns immer noch einigermaßen leicht. in einer guten Qualität Stellen nachzubesetzen, sofern man den Wettbewerb mitbestehen kann mit dem öffentlichen Dienst, was die Entlohnung anbelangt. Was die Fachkräftesituation anbelangt, wenn wir nachbesetzen, dann versuchen wir auch uns an dem öffentlichen Dienst zu orientieren und versuchen da auch dann mitunter Fachkräfte herzugewinnen, die da bislang tätig sind, weil Arnsberg ist ja ein großer Verwaltungsstandort. Uns gelingt es aber auch häufiger. auch von Unternehmen Menschen zu gewinnen, die dann bei uns arbeiten wollen. Aber der Markt funktioniert grundsätzlich noch. Aber man muss aufpassen, dass auch nach wie vor das Gleichgewicht funktioniert zwischen öffentlichem Dienst und der Industrie und dem Handel und den anderen Dienstleistungen, die wir haben. Dass da auch tatsächlich immer noch auch für die ... dass Handelsunternehmen, Industrie - und Dienstleistungsunternehmen auch ein Markt da ist, aus dem die auch schöpfen können. Und da bin ich nicht so sicher, ob das immer noch funktioniert und ob das langfristig funktioniert. Denn ich glaube schon, dass wir gerade beim Fachkräftebereich häufig im öffentlichen Dienst eine hohe Arbeitsplatzsicherheit haben, die auch mit einer immer besseren Entlohnung einhergeht. Und wo man natürlich gucken muss, dass die Industrie da und die Dienstleistungen und das Gastgewerbe und viele andere Branchen auch immer noch ihre Fachkräfte auch nachvoll gewinnen können.
00:04:46 SPEAKER_00
Da gibt es ja einschlägige Statistiken zu, wie die Arbeitskräftewanderung in den verschiedenen Sektoren in und seit Corona vonstattengegangen ist. Also dass aus dem privatwirtschaftlichen Sektor viel in die öffentliche Hand abgewandert ist. Die gehen dann natürlich nicht zurück in ihre Berufe, wenn sie denn jetzt eine sichere Heimat gefunden haben. Aber das halte ich natürlich für extrem problematisch. Denn als Unternehmer bin ich natürlich auf der Seite, dass ich sage, naja, irgendwer muss es ja auch erwirtschaften, was dann entsprechend die Verwaltung und die öffentlichen Aufgaben, die jetzt zweifelsohne zu erledigen sind. Und wir zahlen ja gerne Steuern, alles gut. Nur das Verhältnis muss zueinander passen.
00:05:25 SPEAKER_01
Also wir als IHK sind ja im Prinzip genau auf der Schwelle, denn wir finanzieren uns nicht durch Steuern, sondern durch Mitgliedsbeiträge. Pflichtmitgliedschaft, na ja. Schön, dass du Pflichtmitglied sagst. Man könnte auch Zwangsmitglied sagen. Ist ja so. Und ihr könnt euch nicht aussuchen, ob ihr einen IHK -Beitrag zahlt. So sieht es aus. Ihr könnt nur, und da seid ihr auch mit vertreten bei uns in der Vollversammlung, also darüber befinden. wie der Kammerhaushalt aussieht, was wir eigentlich mit dem IHK -Geld, das wir von den Unternehmen einnehmen, machen können und wie wir eine IHK aufbauen wollen. Und ich glaube, wir sind auch auf einem guten Kurs zu sagen, wir machen aus der IHK eine gute Dienstleistung, Serviceorganisation, versuchen für die Mitgliedsunternehmen hier auch was anzubieten. Aber wir wollen auch gleichzeitig einen schlanken IHK -Beitrag haben, der für die Mitgliedsunternehmen auch darstellbar ist. Und ich glaube, diese Balance gelingt uns ganz gut. Aber man darf dabei halt nicht vergessen, wir... können dadurch, dass wir das Geld einnehmen von den Mitgliedsbetrieben, halt auch was für die Region tun. Das ist auch unser Auftrag, das ist auch der gesetzliche Auftrag, aber wir sind unabhängig vom Staat. Wir sind nicht davon abhängig, dass wir Steuergelder einnehmen, sondern das können wir selbst. wie wir das machen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern. Das ist für uns ganz wichtig.
00:06:37 SPEAKER_00
Ja, sehr gut. Also haben wir ein bisschen was gehört. Was macht ihr intern in Sachen Fachkräfte? Dann haben wir jetzt noch Zeit für einen Knaller. Also wenn dich jetzt ein Externer fragt, Mensch, Jörg bei der IHK Arnsberg, was tut ihr als absoluten Knaller gegen meinen Fachkräftemangel als dein Mitglied?
00:06:52 SPEAKER_01
Also der Knaller, das ist für uns absolut schon der Knaller, seitdem es uns gibt. Das ist, dass wir die duale Ausbildung der Unternehmen hier bestmöglich unterstützt. Unfair, weil es so stimmt. Ja, aber es ist einfach richtig. Und das Tolle ist, und das macht mich tatsächlich ein bisschen stolz, weil das ist etwas, das haben die meisten Regionen noch so nicht hinbekommen. Wir haben im letzten Jahr, 2022, einen Zuwachs an Ausbildungsverträgen von über 7 Prozent. 7 ,5, 7 ,8 Prozent in unserem Kammerbezirk. Das heißt, Die Attraktivität der beruflichen Bildung hat deutlich zugenommen. Und wir haben ja erst gedacht, na, woran liegt denn das? Aber ist das irgendwie eine Eintagsfliege? Und jetzt gucken wir auf 2023 und sehen, wenn nicht in gleichem Maß, aber weiterhin Wachstum. Das heißt, es tut sich auch ein bisschen was im Mindset der jungen Menschen. Es wollen offenbar mehr wieder eine berufliche Ausbildung machen. Und das ist toll, weil diese Zahlen, das schließt jetzt im Prinzip so eine... Corona -Lücke, die wir hatten. Da gab es ja auch mal einen Hänger. Da sind wir gerade dabei, die zu schließen. Die geht aber mit einer demografischen Entwicklung her, die ja in sich rückläufig ist. Es gibt ja immer weniger junge Menschen. Das heißt, vom Anteil her wachsen wir sogar. Also wächst das Thema duale Ausbildung. Und offenbar, so alt das Thema ist, so toll funktioniert das immer noch. Und klar, das muss modern gehalten werden. Das muss auch immer noch an den Marktbedarfen der Unternehmen sich stark orientieren. Wir dürfen da auch nicht nachlassen. diesen, sag ich mal, mitunter auch als schwerfällig empfundenen Tanker, wenn man so auf der Unternehmensseite nachfragt, auch immer weiterzuentwickeln. Aber die Qualität, die dadurch erzeugt wird durch dieses System, ist immer noch gut. Und die ist immer noch, auch im Vergleich zu anderen Ländern auf der Welt, einzigartig gut. Also ich glaube, da haben wir tatsächlich ein... Und darauf dürfen wir auch ein bisschen stolz sein. Nicht jetzt nur wir als IHK, wir sind ja da eher der Dienstleister, sondern die Unternehmen, dass sie das selbst hinbekommen und dass sie da ihren eigenen Fachkräftebedarf mit Menschen, die gerade von der Schule kommen und die sie dann in die Hand nehmen und ausbilden und zu tollen Fachkräften entwickeln. gut arbeiten können.
00:08:58 SPEAKER_00
Es sollte nicht die Überraschung sein. Ja, Nachhaltigkeit. Da gibt es ja vorab erstmal noch den Dank. Wir haben ja vor drei Jahren das Thema Waldlokal in Angriff genommen. Und gerade in den Anfängen wart ihr uns, in Person Thomas Frier und damals der Serge Estherlein, der Nachhaltigkeitsbeauftragte, war das eine super Unterstützung für uns im Sparring und auch im Netzwerken. Eine richtig klasse Geschichte. Aus guten Gründen habt ihr euch dann entsprechend etwas zurückgezogen, als es dann entsprechend soweit war, dass es klar war, wie wir das Waldlokal auf die Reihe kriegen konnten. Ja, das war super für uns. Mittlerweile haben wir jetzt, also seit zwei Jahren sind wir ja gegründet und im Markt. Das Erste, was wir übrigens gekriegt haben, da waren wir noch nicht eingetragen, war dann die Zwangsmitgliedschaft in der IHK, auch als GGmbH. Klar. Aber mittlerweile haben wir 200 .000 Bäume im Boden. Wir haben so gut wie jede HSK -Kommune. Eine fehlt uns noch, sonst haben wir alle schon bei uns im Waldlokal. Also eine mega Geschichte. Wir als Industriepartner, also als Großhandelsunternehmen Piel, haben jetzt gerade eine Multinorm -Zertifizierung hinter uns. Das heißt, wir haben ein Arbeitsschutzmanagement -System, wir haben ein Umweltmanagement -System, wir haben uns nach ISO 26 .000, das ist die Nachhaltigkeitsnorm, die Konformität bescheinigen lassen, das ist eine Agentur, Ecovades nennt sich die, die wird von der Industrie beauftragt, nachhaltige Lieferanten entsprechend zu auditieren, haben wir eine Silbermedaille gewonnen. Das heißt, wir gehören zu den Top 10 Prozent der 75 .000 Unternehmen, die da mitgemacht haben bislang. Also wir geben richtig Gas. Weil wir davon überzeugt sind, dass uns das neuen Markt beschert. Dass wir also neue Kunden gewinnen. Dass Kunden, die sich die Frage stellen, wo kann ich nachhaltig beschaffen, die kommen dann auf Piel. Durchaus auch Lieferanten, wenn die nachhaltige Produktlinien haben, dass sie unsere Nähe dann suchen. Was ist das Thema Nachhaltigkeit im Kern für die IHK?
00:10:52 SPEAKER_01
Also Nachhaltigkeit ist für mich immer noch am besten beschrieben mit diesen drei Dimensionen, die inzwischen, glaube ich, fast jeder kennt. Also ökologisch, ökonomisch und sozial. Und ich glaube, es gibt... Also es gibt ja so einen gesetzlichen Auftrag einer IHK, dass sie anstatt eine Sitte eines ehrbaren Kaufmanns quasi hochhält. Also das klingt jetzt so veraltet, aber da steckt zumindest, sag ich mal, etwas drin, was man mit dem Thema Nachhaltigkeit heute an sich ganz gut beschreiben kann, gerade im ökonomischen. Und im sozialen Bereich. Denn ein ehrbarer Kaufmann, der geht vernünftig mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um und eine ehrbare Kauffrau auch und sorgt auch dafür, dass sowohl die Arbeitsplätze vernünftig ausgestattet sind und auch eine gewisse Perspektive, eine Zukunftsperspektive haben, aber das Ganze auch auf einem ökonomisch guten Fundament steht. Und das ist übrigens auch etwas, was unsere Region, glaube ich, besonders auszeichnet, weil wir viele familiengeführte mittelständische Unternehmen haben. Bei einem sitze ich jetzt gerade, aber es gibt schon wirklich unzählige weitere. Und ich glaube, dass dieses neudeutsche Commitment zum Standort und Commitment zur Belegschaft, zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon etwas ist, was diese Region auszeichnet und was sie besonders macht. Und was es halt in reinen, shareholdergetriebenen Unternehmen... nicht so häufig gibt. Das gibt es auch, keine Frage, aber nicht in diesem Maße so häufig. Und das ist schon was, glaube ich, worauf die Region da stolz sein kann, weil in langfristigeren, in nachhaltigeren Zyklen auch gedacht und geplant wird und gearbeitet wird. Und insofern ist das für mich erstmal ein großer Bestandteil der Nachhaltigkeit. Wenn aber Nachhaltigkeit kommt als Stichwort, wird ja heute tatsächlich über das Thema ökologische Nachhaltigkeit ganz stark gesprochen, richtigerweise. Und ich kenne auch kein einziges Industrieunternehmen und eigentlich auch nur ganz wenige Handelsunternehmer, Dienstleistungsunternehmen, die sich mit dem Thema nicht schon längst Und zwar intensiv auseinandergesetzt haben. Und die sich nicht schon längst irgendwie auch mit der Frage beschäftigt haben, wie sie denn den Weg zur CO2 -Neutralität schaffen. Das ist etwas, das macht nicht nur Piel, das machen viele, viele, viele andere. Und das, glaube ich, ist auch ein Weg, der nicht nur beschritten wird, weil jetzt die gesetzlichen Notwendigkeiten bestehen, nicht nur beschritten wird, weil die Kunden das einfordern, gerade die großen Kunden das einfordern, dann ihre Dienstleister und Lieferanten weitergeben. Überzeugung von ganz vielen Unternehmerinnen und Unternehmern heute ist. Und wir als IHK versuchen, in allen diesen Dimensionen zu unterstützen, indem wir, du hast es ja gerade schon gesagt, eigene Experten haben für das Thema Nachhaltigkeit. Wir versuchen, da den Boden zu bereiten. Wir versuchen, da auch die Infrastruktur entsprechend auch mitzugestalten. Sei es beim Ausbau der Windenergie, wo wir natürlich diesen Konflikt auch managen müssen, gerade im Hochsauerland. Wo kommen denn hier überall Windkraftanlagen hin und wo haben wir vielleicht aber noch? touristisches, schönes Fleckchen, wo man eben nicht nur vor Windräder guckt, sondern auch mal einen Blick ins Weit hat.
00:13:50 SPEAKER_01
Großes Thema an der Möhne, Arnsberger Wald und so weiter. Also kennen wir alles. Und wir versuchen das auch mit zu moderieren. Aber die Unternehmen müssen demnächst sich mit Energie versorgen können noch, wenn wir keine Kohlekraftwerke mehr haben. Aus der Atomkraft sind wir nun schon ausgestiegen. Insofern müssen wir irgendwie auch eine Antwort darauf geben und darauf müssen wir auch eine Antwort hier vor Ort in der Region geben, die halt auch im Ausbau besteht. Also das ist halt so ein Zusammenspiel, wo wir als IHK, glaube ich, eine gute Rolle spielen können, weil wir alle Branchen vereinen, müssen ja alle Mitglied sein bei uns. Und wir versuchen können, das aber auch dann in unseren Gremien auszutarieren. Das ist das, was wir da auch bereitstellen wollen. Und uns dafür einsetzen, auch auf der Landesebene, dass wir bei der Wasserstoffinfrastruktur gut angeschlossen werden. Und wir uns dafür einsetzen, dass auch der Ausbau der Schieneninfrastruktur, da wo wir sie haben, auch weiter voran getrieben wird, elektrifiziert wird, bestehende Trassen ausgebaut werden. Also wir versuchen auch da natürlich entsprechend Einfluss zu nehmen und damit den Rahmen mitzugestalten. Und dass wir als IHK selbst... in unseren Abläufen und dem, was wir tun, natürlich auch versuchen, Antworten zu geben und uns möglichst auch energieeffizient aufzustellen, uns bei unseren Abfallwirtschaftssystemen effizient aufzustellen. Das ist völlig klar, das ist eine Selbstverständlichkeit, die muss ich aber hier nicht hervorheben, weil die Unternehmen das sowieso heute auch schon selbst machen. Also insofern ist das keine Besonderheit, sondern reihen wir uns im Prinzip ein, das, was unsere Mitgliedsunternehmen auch tun. Und insofern bin ich da schon guter Dinge, dass wir diesen Weg, was die Unternehmen anbelangt, gut beschreiten können. Was wir noch brauchen, ist den Rahmen, den der Gesetzgeber bislang nur gesetzt hat, aber noch nicht das ausgefüllte Bild drin gemalt hat. Wie diese Energiewende am Ende wirklich aussehen wird, auch in Jahresscheiben runtergebrochen und auch im Ausbau. Beispielsweise von Gaskraftwerken, die den Wasserstoff dann am Ende verwerten, wenn keine Windräder sich drehen und keine Sonne scheint. Und da sind mir die Antworten noch ehrlich gesagt ein bisschen zu dünn, die ich da im Augenblick sehen kann. Und wenn wir als Ziel haben, 2030 uns hier schon, was die Energiewende anbelangt, klimaneutral zu stellen, habe ich arge Sorgen, dass uns das gelingen wird. Aber wir müssen. das zum Gelingen bringen und die Unternehmen sind dazu bereit.
00:16:01 SPEAKER_00
Da fallen mir 17 Anschlussfragen ein, aber auf der Hand liegen Sie zuerst. Wann ist denn die IHK Arnsberg klimaneutral aufgestellt?
00:16:09 SPEAKER_01
Wir sind selbst klimaneutral aufgestellt, wenn wir unseren Gebäudebestand saniert haben. Ihr seid mittendrin, ich stand nur dabei. Wie lange dauert das noch? So zwei Jahre wahrscheinlich noch, weil wir dann auch einen Teil unserer Stromversorgung darüber dann beziehen können. Was unseren Fuhrpark anbelangt, sind wir schon da auf einem guten Kurs, uns zu elektrifizieren. dann entsprechend anschließen. Auch hier Photovoltaik auf dem Dach und so. Photovoltaik auf dem Dach, das kommt alles noch dazu. Wir haben schon ein bisschen was, aber noch nicht genug. Da kommt noch ein bisschen mehr dazu. Wir müssen mal gucken, weil wir in denkmalgeschützten Gebäuden sitzen, wie wir das alles ausgestalten. Und wir müssen auch gucken, ob wir eine echte Klimaneutralität hinbekommen, was unseren aktuellen Denkmalgebäudebestand anbelangt. Bilanziell kann man das hinbekommen, da sind wir auf einem guten Kurs.
00:16:55 SPEAKER_00
Ja, und deshalb habe ich gerade so ein bisschen gegrinst bei dem Thema Sanierung des Gebäudes. Wenn du dich umschaust, das ist hier nach wie vor ein 70er -Jahre -Ölkrisenbau. Wir haben eine Elektrofußbodenheizung. Schick. Ja, schick, genau. Super momentan. Ja, die Stadtwerke freuen sich. Oder wahrscheinlich auch nicht. Auf jeden Fall ist die Rechnung entsprechend in die Höhe gegangen. Und so sind wir auf der einen Seite froh, dass wir seit 2019 das ja wirklich im Blick haben. Und schon klimaneutral sind, aber wir brauchen doch noch einiges an Kompensation. Also wir machen das mit Entwicklungshilfeprojekten, wie man das heute so tut, damit man sich unterm Strich dann klimaneutral schimpfen darf. Bilanziell. Bilanziell, genau, das ist der Punkt. Das ist auch nur noch neutral ausgedrückt. Klimaneutral soll man ja schon gar nicht mehr sagen. Nein, aber wir spüren das am eigenen Leib momentan. Denn so ein 70er -Jahre -Flachdach dann zu sanieren, das heißt erstmal, wir haben seit 1974 ein dichtes Flachdach. Da ist auch jetzt Photovoltaik drauf. Also müssen wir uns erst mal das Dach genau angucken. Dann haben wir natürlich eine Energieeffizienzberatung gemacht, Gebäudehülle. Viele Glasflächen. Die Idee war vor 50 Jahren den gläsernen technischen Handel. Wenn die Kunden drumherum gehen, dann sollten die sehen, was wir alles haben. Von wegen One -Stop -Shopping. Da haben wir immer noch Glaswände, wenn man so will. Also das ist wirklich ein steiniger Weg, der uns da auch noch bevorsteht. Aber auch da kommen wir wieder zum Punkt, wir müssen es ja selber anfangen. Wir müssen es ja selber anpacken. Deshalb auch nochmal der Appell an die Hörer da draußen. Also jetzt nicht, wie großartig ist Piel eigentlich, sondern in dem Sinne, wie lang ist unser Weg eigentlich noch? Und fertig sind wir da, glaube ich, nie. Und auch 2030 nicht, 2035 nicht. Wer weiß, welche Herausforderungen noch auf uns warten. Aber ich hatte vorhin noch eine Anschlussfrage. Du hast eben ausgeführt, Industrieunternehmen müssen sich darauf einstellen, Energiemix wird sich kolossal verändern und dergleichen. Was haben wir eigentlich in der Region an einschlägigen Startups, die sich um Innovationen rund um die Energiewende kümmern? Denn da bin ich etwas unterbelichtet, muss ich sagen. Und ich bin da eine etwas naive Natur, die ich sage, das Glück wohnt in Deutschland nicht darin, dass wir jetzt die zwei Prozent... CO2 -Emissionen, die wir verursachen, auf der Welt einsparen, sondern wir haben die riesige Chance, aus diesen zwei Prozent zu lernen und die Lösungen für die Welt zu erfinden, zu produzieren und dann gefälligst auch zu verkaufen und damit Wert zu schöpfen. Wo sind sie, die Lösungen aus unserem Kammerbezirk, wo man sagen kann, da wächst endlich das, was wir so dringend brauchen?
00:19:20 SPEAKER_01
Also ich will ja nicht zu viel Wasser in den Wein gießen, aber ich finde, was das Thema, wir exportieren die Zukunftstechnologien, weil wir sie herstellen, anbelangt. darf man gerne sich nochmal zurückbesinnen auf das, was passiert ist, als wir hier mal in Deutschland einen Riesencluster hatten für die Solarindustrie. Jawohl. Es ist schnell wieder verschwunden, weil andere das einfach billiger gemacht haben. Das Gleiche könnte man annehmen, wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, irgendwann mal bei Wärmepumpen. Und das, weil die Technik ist jetzt nicht hochkomplex. Und das Gleiche auch bei Windrädern. Also ich glaube nicht. Dass das ein Selbstläufer ist, dass wir auf einmal uns hier mit Innovationen hervortun, mit denen wir die Welt bei der Energiewende begleiten können. Wir haben hier tolle Ingenieure und wir haben hier eine hohe Innovationskraft und ich glaube, im Kleinen haben wir da auch Möglichkeiten zu gestalten, aber im Großen sind wir immer auch dann ein Zahnrad in einem großen Getriebe, wo ganz viele internationale … Partner mit an Bord sind. Wir haben auch nicht das, was man gemeinhin sich als Startups vorstellt, wenn man an Startups denkt, wo irgendwelche Tüftler in irgendwelchen Fabriklofts in irgendwelchen Großstädten sitzen und jetzt auf einmal frisch von der Uni weg oder wie auch immer dann sich die Revolution des nächsten Energieerzeugungsmoduls oder sonst was überlegen. Wir haben was. aber ähnlich Tolles, wenn nicht was Besseres. Wir haben richtig gute Ingenieurbüros, wir haben richtig gute, auch jüngere Entrepreneure, die investieren in den Ausbau der Windenergie, in den Ausbau der Solarenergie, die sich Gedanken machen, wie kriege ich eigentlich Solarmodule auf die Dächer montiert und welche Trägersysteme funktionieren dafür, wo finde ich hier in der Region Partner, das haben wir alles. Und das ist eigentlich etwas, worauf man besonders stolz sein kann, weil das... sind halt handhabbare. Wirklich marktfähige Produkte, die man da schon sieht, beziehungsweise Dienstleistungen, wenn man sich den Ingenieurbüros Teil ansieht. Wir sehen aber auch gleichzeitig, dass wir bei den Konsensatoren, die man braucht, für die Stromumwandlung oder für die Elektrolyse von Wasserstoff, die Partner hier vor Ort haben. Wir haben, und das ist ja das, was unsere Region kennzeichnet, eine unglaublich diverse Wirtschaftsstruktur. Wir sind nicht abhängig von einer Branche, sondern wir haben alles. Und auch das, was wir hier für die Energiewende brauchen. haben wir. Das fängt schon an bei einer Gesenkschmiede, die die Schmiedeteile herstellen für große Windkraftanlagen und geht dann am Ende auch dazu, wie gesagt, dass ein Ingenieurbüro die komplette Planung macht für so eine Anlage oder für den ganzen Park und auch die Anschlüsse organisiert und versucht, auch die Gespräche mit der Bundesnetzagentur zu führen und was da alles dazu gehört. Also es ist hochspannend und ich glaube, an Unternehmen und an unternehmerischem Know-how mangelt es nicht, aber das klassische Bild eines Start-ups. findet man hier etwas seltener.
00:22:06 SPEAKER_00
Viel Zuversicht spricht daraus. Das lässt ja hoffen, dass wir es auch ganz pragmatisch auf die Reihe kriegen. Sehr gut. Guck mal, so viel ist da nicht mehr. Die Jungs haben mindestens so lange gedreht, bis endlich die Überraschung kommen konnte. Oh, okay. Komm, Christian, aus dem Off.
00:22:21 SPEAKER_01
Und die letzte Frage zum Abschluss. Wo willst du denn hin?
00:22:23 SPEAKER_00
Das ist die stärkste Frage, die man stellen kann, sagt er immer dazu.
00:22:29 SPEAKER_01
Das kann man ja verschiedenen Dimensionen betrachten. Also das kann man ja beruflich, privat und geografisch betrachten. Also ich mache jetzt einfach mal einen Schwenk, ohne es jetzt zu sehr zu überhöhen. Ich bringe es mal einfach eine Stufe runter. Also ich bin gerade dabei, noch einen kleinen Umbau privat zu machen, eine Immobilie. Und ich kann euch sagen, wenn der hinter mir liegt. dann will ich unbedingt in den Urlaub und mich irgendwo an den Pool legen und mir eine Woche mal einfach die Ruhe antun und mal nichts machen, was mit Bauen zu tun hat. So, da will ich hin. Ich will an den Pool. Ja, das ist schön. Das sind eben die verschiedenen Sichtweisen auf so eine Frage.
00:23:04 SPEAKER_00
Ja, das ist schön. Das sind eben die verschiedenen Sichtweisen auf so eine Frage. Aber eben nicht hochphilosophisch, sondern ganz pragmatisch. Ja, ist doch klar, wir sind ja alle Menschen und wir haben alle unsere Alltagssorgen und durchaus auch schon mal Phasen, wo wir uns auch einfach was anderes wünschen. Vielen Dank für diese sympathische Alltagsantwort im Grunde, weil wir kennen das ja alle im Leben. Also sehr schön, so soll es sein. Ja, guck, und das war die letzte Frage, weil von wegen der Kundenbegeisterung, da gibt es ja nichts mehr zu drehen. Wo bei euch die Kundenbegeisterung geschieht, hast du ja ausdrücklich... darüber berichtet. Wir machen hier ständig unseren Pielcast und legen da, wie wir unsere Kunden begeistern wollen. Vielen Dank für dieses zuversichtliche Gespräch. Durchaus auch für die ein oder andere Erkenntnis, dass es eben ein Mindset braucht, entsprechend die Prozesse auch anzupacken, dass wir positiv gestimmt sein können und nicht unbedingt die fancy Startups im Loft brauchen, sondern auch den Mittelständler, der die Teile schmiedet, die nachher ins Windrad kommen. Auch das Thema Fachkräftemangel, Ausbildung, wofür ist die IHK eigentlich da, außer dass man Mitglied sein muss.
00:24:09 SPEAKER_01
Das darf man sich nicht aussuchen. Das hat das Gesetz für euch aussucht. gesucht, aber der Rest, da können wir dran mitgestalten mit den Unternehmen.
00:24:17 SPEAKER_00
Ja, vielen Dank für das erkenntnisreiche und interessante Gespräch. Und vielleicht auch bald, vielleicht wieder in diesem Studio, vielleicht gibt es ja einen Anlass, wo wir sagen, da müssen wir unbedingt drüber quatschen.
00:24:26 SPEAKER_01
Bestimmt, zu meinem 50 -jährigen Dienstjubiläum. Ja, jippie.
00:24:29 SPEAKER_00
Alles klar, danke dir.
#61 IHK am Themenglücksrad - Teil 1
Über diesen Gast haben wir uns ganz besonders gefreut: Jörg Nolte, Hauptgeschäftsführer der IHK Arnsberg, nimmt gemeinsam mit Mario Ernst in den gelben Sesseln Platz und dreht fleißig am Themenglücksrad! Entstanden ist ein wirklich spannender Podcast mit Antworten auf aktuelle Fragen: Ist Digitalisierung kein Buzzword mehr? Was macht das Sauerland so besonders, beruflich wie privat? Was ist dein Lieblingsessen?
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Hören.
00:00:13 SPEAKER_02
Herzlich willkommen da draußen an den Hörgeräten und heute auch an den Bildschirmen zur aktuellen Ausgabe des Pielcasts. Und wir haben einen ganz besonderen Gast heute bei uns im Peel -Podcast, nämlich den Jörg Nolte. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Arnsberg. Herzlich willkommen, lieber Jörg, bei uns. Ja, besten Dank für die Einladung, Mario. Und ich bin mal gespannt, was wir heute auf die Reihe kriegen. Und damit es nicht langweilig wird für die da draußen und wir nicht sofort in unseren Diskussionsthemen landen, hat sich unser Podcast -Team ganz was Besonderes einfallen lassen. Ihr seht hinter uns das Themenglücksrad. Special -Idee vom Christoph. Guck, und jetzt hier Premiere. Das erste Mal wird das Glücksrad angeschmissen. Guck mal. Mal schauen, worüber wir sprechen dürfen.
00:00:58 SPEAKER_01
Es bleibt nicht bei der Digitalisierung stehen.
00:01:01 SPEAKER_02
Oh, es ist das Lieblingsessen geworden. Ja, guck. Also jetzt haben wir ja einfach nur Hallo gesagt und Hallo Jörg und dass du dich freust, hier zu sein. Aber Lieblingsessen ist so eine gute Kategorie, uns vorzustellen, gerade dich vorzustellen als unseren Gast. Also schau doch mal, also nicht jetzt hier Tortellini al Forno, sondern sag doch auch ein bisschen noch was zu dir, dass wir reinkommen und unsere Zuhörer und Zuschauer dich ein bisschen besser kennenlernen.
00:01:23 SPEAKER_01
Ja, ich bin 45 Jahre alt, bin gebürtiger Arnsberger und bin dann vor rund 25 Jahren aus dem Sauerland heraus in die, ja, weite Welt ist ein bisschen übertrieben gesagt, aber erst mal zum Studieren nach Dresden, Münster, dann zum Arbeiten nach Düsseldorf und schlussendlich nach Berlin bis vor einem Jahr gegangen, um dann mehr oder weniger unerwartet zurück in die Heimat zu kommen. Wie und genau warum, das können wir nochmal erklären. Aber als gebürtiger Sauerländer gibt es natürlich auch so ein paar Gerichte, die man mit der Heimat verbindet. Und insofern, ich habe viele Lieblingsessen, aber ein Gericht, das ich mit meiner Heimat verbinde und was ich einfach unglaublich gerne esse, sind dicke Bohnen mit Speck. Einfach nur Kartoffeln dazu, Pellkartoffeln dazu und das ist alles. Also es ist so herrlich. Also es gibt es auch nur als Kindheitserinnerung. Für mich im Sauerland eigentlich, so geht es wahrscheinlich auch woanders, aber nach allem, was ich so an Lieblingsessen habe, und da gibt es eine ganz lange Liste von, ist das das, was ich mit meiner Heimat am meisten verbinde. So was wie Grünkohl, ansonsten mag ja jeder, aber dicke Bohnen ist tatsächlich was Besonderes, das mache ich echt gerne.
00:02:31 SPEAKER_02
Also jetzt brauche ich gar nicht zu fragen, ob du das in Berlin auch probiert hast, dann wahrscheinlich nicht nach deinen Ausführungen.
00:02:36 SPEAKER_01
Nee, ehrlich gesagt, also ich koche echt gerne, aber das kann Mama am besten.
00:02:40 SPEAKER_02
Sehr gut. Wenn der Jörg nach Hause kommt, dann gibt es jetzt immer noch Sonntags, Mittags oder so eine Ladung.
00:02:44 SPEAKER_01
Gelegentlich, ja. Das ist für mich ein Highlight. Leider teilt diese Leidenschaft meine Familie jetzt nicht so sehr. Also meine Kinder, die finden das eher so ein bisschen strange, dass jemand sowas mag. Und meine Frau hatte auch, als ich das erste Mal davon erzählte, gedacht, wow, das ist ein ganz tolles Essen. Aber ich glaube, sie fand es jetzt auch eher so semi spannend. Aber ich mag es echt gern.
00:03:05 SPEAKER_02
Ja super, das zeichnet uns aus. Also kann ich mich auch daran erinnern. Ich habe es gehasst als Kind. Mit dieser Mehlschwitzer und so. Ja, genau. Auf der anderen Seite, ich habe es auch noch nie wieder gesehen. Heutzutage würde ich es mal bestellen. Weil das stellt man ja häufig fest, dass Dinge, die man als Kind irgendwie nicht super fand, dass die dann als Jugendlicher oder später Erwachsener, dass die ein Gedicht sind.
00:03:25 SPEAKER_01
Ja, und früher musste man die auch noch so döppen. Dann gab es ja wirklich die auf dem Markt noch zu kaufen. Das gibt es heute gar nicht mehr so viel. Und man kann die aber inzwischen auch Theka ganz gut kaufen. Die sind wirklich ordentlich. Damit kann man auch gut arbeiten. Super, dicke Bohnen mit Speck und Pellkartoffeln. Ja, tolles Essen. Bisschen Senf dazu kann man gut machen.
00:03:42 SPEAKER_01
Cool. Und gibt es denn irgendeine Beilage? Irgendwie was Wurstiges oder so? Eine Mette -Wurst oder so?
00:03:42 SPEAKER_02
es denn irgendeine Beilage? Irgendwie was Wurstiges oder so? Eine Mette -Wurst oder so? Der Speck. Da wird dann der Speck komplett mit drin gekocht.
00:03:44 SPEAKER_01
Der Speck. Da wird dann der Speck komplett mit drin gekocht. Als Seite. Ja, genau. Und dann kann man den so ein bisschen aufschneiden und dann dazu essen. Bisschen Senf dazu. Echt gut. Cool. Also wenn ihr jetzt was hier hättet, hättet ihr mich vorher fragen müssen.
00:04:03 SPEAKER_02
nix Tortellini al Forno. Ja, wunderbar. Keine Pizza, keine Pommes, keine Currywurst.
00:04:07 SPEAKER_01
Ja, mache ich alles gerne. Ich mache fast alles. Aber das ist halt... ein Essen, was ich mit der Heimat verbinde und jetzt zurückgekommen, hoffentlich häufiger mal kriege.
00:04:16 SPEAKER_02
Prima. Du hast es gerade angedeutet, in Berlin warst du ja ... Ja, angekommen und etabliert alles und einigermaßen plötzlich, habe ich gerade verstanden, dann die Chance in Arnsberg. Erzähl mal, wie war das denn genau?
00:04:28 SPEAKER_01
Also die Idee ist tatsächlich spontan gekommen, aber was das Jobprofil anbelangt, gar nicht so sehr. Ich habe die sechs Jahre davor, also von 2016 bis 2022, bei der IHK Berlin gearbeitet, also für den Standort Berlin. IHK -Arbeit mitgemacht und zwar für die Bereiche Politik und Kommunikation. Das auch mit viel Freude, aber hatte schon immer so ein bisschen im Hinterkopf, wenn sich mal eine Gelegenheit ergäbe, auch gerne mal Verantwortung für eine gesamte IHK in irgendeiner Region in Deutschland zu übernehmen. Und dann ergab sich tatsächlich total zufällig die Möglichkeit, eine vakante Stelle hier in der Region Arnsberg, Helwig -Sauerland, das beschreibt ja die Region, also sprich der Hochsauerlandkreis und der Kreis Ost, zu übernehmen. Das war eine Chance, die tatsächlich sehr unerwartet kam und wo wir uns dann auch mit der Familie erstmal drüber auseinandersetzen mussten. Ist das was? Warum war das jetzt? Gehen wir jetzt tatsächlich von Berlin ins Sauerland? Für meine Kinder natürlich ein Schritt ins Ungewohnt. Das sind gebürtige Berliner. Meine Frau ist keine Sauerländerin, kommt eher gebürtig und aufgewachsen im Schwarzwald, also aus einer ähnlich geprägten Region. Aber tatsächlich haben wir das lange abgewogen und dann aber gesagt. Das ist das Richtige für uns und das können wir uns gut vorstellen. Und wir glauben, dass das für die Kinder eine gute Entwicklung sein kann, gerade was die Schulsituation anbelangt. Wir haben gesagt, das ist auch für uns bestimmt eine spannende und gute Entwicklung. Und wir fallen ja auch nicht ins Boden los. Wir kennen die Leute und die Region und die Menschenschlach auch ganz gut. Wir haben auch nie den Kontakt ganz verloren hierhin. Und insofern ist es für uns kein Schritt ins völlig Ungewisse gewesen. Aber einer, den wir bislang auch nicht bereut haben. Zumindest jetzt, was ich über das letzte Jahr sagen kann. Und insofern sind wir da ganz guter Dinge.
00:06:12 SPEAKER_02
Das ist ja eine super Vorbildgeschichte, denn viele Industrieunternehmen der Region suchen ja händeringend nach Fachkräften. Und die Region Südwestfalen hat natürlich das Problem, nicht so sehr bekannt zu sein. Was würdest du denn einem Berliner, einem Düsseldorfer, wem auch immer, so in wenigen Sätzen als Vorzüge unserer Region, auch das eigene Beispiel ruhig nehmend, ja sagen. Warum ist es so sehr lebenswert bei uns in Südwestfalen?
00:06:41 SPEAKER_01
Also wir haben wahnsinnig viele Standortfaktoren. Die Liste ist lang. Ja, Moment. Ich will dem Ganzen aber auch ein bisschen was entgegensetzen oder zumindest auch dazu sagen. Also abgesehen davon, dass die Region landschaftlich unglaublich reizvoll ist, viele Abwechslungsmöglichkeiten bietet, viele Sportmöglichkeiten bietet, landschaftlich wirklich sehr schön ist, wir wirklich, wie ich finde, gutes Gemeinwesen haben in den Ortschaften, in den Großen und Kleinen, also ein funktionierendes Sozialleben. sehr gute Schulsituationen. Da kommt viel zusammen und das Ganze gepaart mit tollen Arbeitsplätzen in den Unternehmen, die in der Regel gerade auch im industriellen Bereich hoch innovativ sind, international aufgestellt sind, ganz viele Hidden Champions, die hinter den Hügeln des Sauerlandes oder in den Weiten der Region des Kreises Soest liegen, die man da gar nicht erwartet. Also wirklich spannende Entfaltungsmöglichkeiten beruflich und privat, tolle Sportvereine, also wirklich eine sehr intakte Gegend. muss man dazu sagen, für jemanden, der hier neu hinkommt und nichts mit dem Sauerland oder nichts mit dem Kreis Rost zu tun hat, ist das zunächst mal ein Schritt irgendwie, gerade wenn man aus dem großstädtischen Bereich kommt, aufs Land. Und da ist die Hemmschwelle schon noch groß, weil viele sagen, naja, was soll ich denn hier machen? Wo kann ich denn hier wohnen? Übrigens eine Fragestellung, die echt nicht leicht zu beantworten ist. Also Wohnraum zu finden, gerade für Familien, ist in vielen Orten extrem schwierig geworden. Also insofern ist das auch ein wichtiger Faktor, wenn wir über die Entwicklung der Region sprechen, dass wir diesen Standortfaktor nicht vernachlässigen. Das Thema Einkaufen, Freizeitgestaltung. Gut funktionierende Einkaufsstädte, einige, also wie Lippstadt, Soest, Neheim, auch andere, Schmallenberg, Winterberg, Brilon, haben auch ihre eigenen Vorzüge und tatsächlich funktionieren die in sich auch häufig, aber haben auch ihre eigenen Herausforderungen. Und das muss man pflegen, weil ich glaube, das gehört schon dazu, dass so ein Gemeinwesen auch funktioniert, durch funktionieren Einzelhandel, Gastronomie, Möglichkeiten auch. Das Haus zu verlassen, sich wohlzufühlen, das ist ein wichtiger Standortfaktor und den müssen wir sehr pflegen. Und insofern ist dieses Thema Stadtentwicklung, wenn man so möchte. und dazu gehört halt mehr als nur der Innenstadtbereich, sondern das gesamte Gemeinwesen, extrem wichtig, um Menschen hierher zu locken und anzuziehen. Und allen, die hierher kommen, denen kann ich nur sagen, es gibt so einige Klischees über die Menschen aus dem Kreis Soest und die Menschen aus dem Hochsauerlandkreis. Einige davon sind auch wahr, aber was definitiv so ist und was wir zumindest täglich erleben dürfen, ist, es gibt schon eine sehr große Offenheit. für Menschen, die herkommen, hier auch aufgenommen zu werden. Wenn auf der anderen Seite natürlich auch die Offenheit da ist, sich auch gerne integrieren zu wollen und mitmachen zu wollen. Das muss man auch mitbringen. Aber dann kann ich nur sagen, stehen einem hier wirklich die Türen offen und dann schließen einen auch die Menschen in der Region hier schnell ins Herz. Und das kann man wirklich sagen, das ist sozusagen der Werbeblock. Kommt alle gerne her, aber wir müssen auch noch ein bisschen arbeiten, dass unsere Standortfaktoren auch sich noch weiter verbessern.
00:09:34 SPEAKER_02
Ja, das ist so. Also meine Schwester mit Familie möchte dringend weg. Die Größere kommt jetzt in die Grundschule und spätestens ab Gymnasium muss man damit rechnen, dass man dann erst mit der S -Bahn durch die Gegend fahren muss. Das ist ja was, das können wir uns überhaupt nicht vorstellen.
00:09:45 SPEAKER_01
Nee, das kann man sich nicht vorstellen, wenn man hier aufwächst und hier lebt. Aber wenn man in Berlin aufwächst und dort lebt, ist das halt normal. Man fährt mit der S -Bahn oder mit der U -Bahn zur... Zum Gymnasium, zur Grundschule noch nicht. Da ist es in der Regel noch fußläufig. Es geht auch gar nicht so sehr um die Distanzen oder darum, ob das Stadt Leben jetzt im Vergleich zum Landleben besser oder schlechter ist. Es ist halt ein anderes Leben. Und man muss sich schon darauf einstellen, was das dann auch bedeutet. Das sind natürlich Unterschiede. Hier auf dem Land braucht man als Familie... Eher zwei Autos als in Berlin. Da braucht man im Zweifelsfall vielleicht gar kein Auto. Das sind halt die Unterschiede. Und was eher manchmal der Standortvorteil hier ist, ist eher auch die Qualität. Also gerade in den Schulen, wo aus meiner Perspektive zumindest ich sagen kann, dass das in Berlin echt ein Problem Feld war, was von der Politik auch lange vernachlässigt wurde. Und ich hoffe, dass Berlin sich da besser entwickelt. Aber da gibt es auch echt einen langen Aufholprozess. Und das zeigen auch sehr eindrücklich Statistiken. Und die lügen an der Stelle mal wirklich nicht. Wie alt sind deine Kinder? Die sind zehn und acht Jahre alt.
00:10:47 SPEAKER_01
Also der eine ist jetzt gerade aufs Gymnasium und die andere geht in die dritte Klasse der Grundschule.
00:10:52 SPEAKER_02
Ja, wunderbar. Aber das ist ja auch ein guter Zeitpunkt dann. Auf der weiterführenden Schule, da würfelt sich das ja sowieso neu. Und ob du jetzt aus Berlin kommst oder aus einem anderen Stadtteil und was vorher auf einer anderen Grundschule, ist dann auch Latte. Genau. Das sind dann gute Voraussetzungen. Das ist so. Und ein Netzwerk bildet sich neu, ein neuer Freundeskreis und so. Also wenn ich mir das überlege, unsere Kids sind ja auch jetzt 10, 11 und 13. Und daran zu denken, die also mal umzutopfen, das ist eine Aufgabe.
00:11:16 SPEAKER_01
Ja, also mit dem Schulwechsel macht es das leichter und ist das tatsächlich ein bisschen eingängiger. Aber das kriegen Kinder gut hin. Kinder sind sehr veränderungsbereit und die können mit Veränderungen oft besser umgehen als Erwachsene. Haben wir nicht zuletzt ja bei Corona beispielsweise erlebt. Und konnten Kinder schnell einen pragmatischen Angang mit finden. Wobei ich dazu sagen muss, ich glaube, dass auch viele Kinder in der Zeit gelitten haben. Aber das ist noch ein anderes Thema. Ich glaube, das müssen wir hier nicht ausweiten.
00:11:45 SPEAKER_02
Dann haben wir jetzt in der ersten Frage oder im ersten Themenfeld schon einen weiten Bogen geschlagen. Also von dicke Bohnen bis Corona. Aber genau dafür sind wir ja da. Und die Jungs haben das Glücksrad schon wieder angeschmissen. Sehen wir im Augenwinkel.
00:11:55 SPEAKER_01
Jetzt sind wir bei der Digitalisierung.
00:11:57 SPEAKER_02
Ja, jippie. Komm, nehmen wir als Stichwort Digitalisierung. Was fällt dir ein dazu?
00:12:01 SPEAKER_01
Mehrere Faktoren. Das eine ist, dass ich manchmal denke, wenn ich den Begriff sehe, das ist ein alter Hut. Weil da haben wir irgendwie vor sechs, sieben Jahren viel drüber geredet und Unternehmen brauchten Unterstützung bei Digitalisierung und was auch immer. Also das war in aller Munde. Jeder verstand was anderes drunter. Ist wahrscheinlich ähnlich wie heute mit KI. Ja, faktisch kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen, dass das irgendwie noch ein Buzzword ist, wo Unternehmen darauf ernsthaft anspringen. Also bei mir erzeugt das ehrlich gesagt fast eine gewisse Müdigkeit, weil ich denke, ist doch klar, dass Prozesse da, wo es Sinn macht, digitalisiert werden und dass ein Prozess aber vorher erstmal gut sein muss, bevor digitalisiert werden muss. Und insofern ist Digitalisierung ein Baustein von einem gesamten Prozess. Modernisierung, Neugestaltung, Neumodellierung. Also das ist eigentlich das für mich, was dahinter steht. Und dass Digitalisierung ein Geschäftsmodell über den Haufen wirft und auch damit Auswirkungen hat auf eine ganze Region. Thema Einzelne hatten wir ja vorhin. Da sieht man die Auswirkungen natürlich. Man sieht sie aber auch sicherlich bei euch. Wenn man hier reinkommt, war früher hier mal ein Geschäft und heute nicht mehr. Und euch geht es zwar trotzdem noch, besser denn je. größer denn je, wenn ich es richtig annehme, dann hat Digitalisierung einfach Veränderungen losgelöst, die nicht mehr aufhören, die sich immer wieder erneuern. Und insofern ist das für mich ein Zustand geworden und kein Ziel mehr, sondern es ist ein fortwährender Zustand.
00:13:23 SPEAKER_02
Welche IHK Initiativen gibt es in Richtung Digitalisierung?
00:13:27 SPEAKER_01
Also wir hatten eine ganze Menge an Initiativen angestoßen. Wenn man jetzt mal ganz selbstkritisch ist, könnte man ja auch sagen, ist eine IHK ausgerechnet der beste Partner, um Unternehmen dabei zu helfen, zu digitalisieren. Ich glaube, die Unternehmen, es gibt einige, die nehmen das in Anspruch. Es gab ja auch Webinare, Services. Wir haben also eine ganze Reihe an Fortbildungen gemacht. Wir haben auch zum Teil Ausbildungsberufe. digitaler ausgerichtet, also wie zum Beispiel ein E-Commerce Kaufmann und ähnliches. Also wir haben natürlich versucht, dem Thema auch irgendwie Rechnung zu tragen. Und es gibt wirklich eine Vielzahl an Produkten und wer die braucht und nachfragt, ist super. Und gerade was das Thema Wissensvermittlung anbelangt, finde ich es halt, ist eine IHK gerade im Webinargeschäft, im Seminargeschäft und in allen Fortbildungsthemen, glaube ich, ein ganz guter Partner, was das Thema strategische Ausrichtung für Unternehmen anbelangt und so. da sind wir vielleicht ein kleiner Impulsgeber. Aber da muss das Unternehmen eigentlich sich Hilfestellung woanders, glaube ich, am Ende holen. Also ganz ehrlich gesagt. Und da muss man als Zweites natürlich sagen, wir sind ja auch Teil eines hoheitlichen Konstruktes. Wir haben hoheitliche Aufgaben, staatliche Aufgaben, die wir übernehmen, gerade im Bildungsbereich, bei den Ausbildungsberufen und Verträgen. Und da erwarten Unternehmen zu Recht von uns, dass wir auch digital sind. Und da ist unsere Organisation nicht so schnell, wie ich es mir immer wünschen würde. Aber wir haben uns auf den Weg gemacht und wir sind jetzt beispielsweise, was unsere Vertragsregistrierung anbelangt und unser Infocenter für die Ausbildungsstätten und demnächst auch für die Azubis, jetzt mit dem digitalen Angebot unterwegs, dass eine Menge an Papierkram erübrigt, was auch ganz gut ist und wo wir da Zielstellung haben. von der Anmeldung, von der Vertragsregistrierung eines Ausbildungsvertrages bis zum Abschluss, bis zum Prüfungszeugnis, den Prozess komplett digital abwickeln zu können. Und das machen wir in anderen Prozessen natürlich auch, die wir hoheitlich haben, wie beispielsweise im Außenwirtschaftsgeschäft. Aber wir versuchen also da, unsere Prozesse entsprechend auch anzupassen und sind auf einem guten Weg. Bei einigen Sachen schon weiter, bei anderen weniger weit. Aber die Geschwindigkeit könnte nach meinem Empfinden höher sein. Ja, Karl Arnsberg ist eine von 79 und wir müssen das natürlich auch gemeinsam mit den anderen gestalten. Ist nicht immer so einfach, aber wir sind alle entschlossen und guter Dinge, dass wir es in den nächsten Jahren hinkriegen.
00:15:51 SPEAKER_02
Vielen Dank, wirklich sehr ausführlich. Und das, was bei Digitalisierung ja tatsächlich häufig rüberkommt, ist im Grunde ein alter Hut. Wir sind schon genervt, wenn wir es nur hören. Und ist alles nicht so einfach. Und wir haben das ja in unserem Unternehmensalltag auch, wir machen das ja seit 25 Jahren, dass wir die Prozesse unserer Kunden verschlanken mit unserem E-Procurement -Marktplatz, mit unserem Ansatz der Bewirtschaftung für unsere Kunden zu dem Zweck, damit unsere Kunden ihre Mitarbeiter wertschöpfend einsetzen können und nicht damit irgendwelche Verwaltungstätigkeiten rund um Kleinteile, um entsprechend die Zeit zu verschwenden. Und wir stellen das nach wie vor fest. dass es viele, viele Unternehmen gibt, die schon richtig was getan haben in den letzten 20 Jahren, also die bereit sind, ihre Prozesse auf den Kopf zu stellen. Und es gibt wahrscheinlich noch genauso viele, die arbeiten noch genauso wie vor 25 Jahren. Wir sehen es auch in der Politik. Jetzt trifft sich die Regierung ja wieder in Meseberg und da gibt es dann eine Entbürokratisierungswelle. Und dann, ich bin fast aus allen Wolken gefallen, aber es ist so klar, weil wenn wir uns im Hotel einbuchen, füllen wir nach wie vor diesen bescheuerten Meldeschein aus. Der soll jetzt wegfallen. Ja, wenn ich das mache, kann das sowieso kein Mensch lesen. Also was daraus werden sollte, war mir schon immer ein Rätsel. Aber da sieht man ja, wie verkrustet wir sind. Also solch ein Instrument, was ja seit Jahrzehnten wahrscheinlich keine vernünftige Bewandtnis mehr hat, überhaupt gar keinen Nutzen bringt. Wird nach wie vor gepflegt. Woran liegt das deines Ermessens, dass wir in Deutschland so schlecht darin sind, Dinge auf den Prüfstand zu stellen und dann auch zügig, nicht immer zu digitalisieren, aber sagen wir mal, es zu vereinfachen? Warum tun wir uns da so schwer in Deutschland?
00:17:28 SPEAKER_01
Das ist schwer zu beantworten. Man kann da jetzt versuchen, viele Antworten zu finden, wie Föderalismus, wie das Thema, dass die Kommunen und die Länder und die Kreise da nicht mit einheitlichen Systemen arbeiten. was es auch immer ist. Ich glaube, es fängt auch da bei den Prozessen an. Weil wenn ich mir das ansehe, nehmen wir das Thema Grundsteuer. Es gibt jetzt die Grundsteuerreform und dass man als Immobilieneigentümer jetzt diese Grundsteuererklärung abgeben muss. Und da Daten einträgt für das Finanzamt, die man sich vom Finanzamt holt, ist für mich wirklich symptomatisch für den Stand der Digitalisierung. Warum ist das Finanzamt nicht in der Lage, mir alle Daten von vornherein zu liefern, die zu meiner Immobilie gehören, wo ich dann nochmal prüfend rüber gucke, meinen Otto drunter setze und dann meine Erklärung abgegeben habe? Ist mir wirklich nicht erklärlich, wieso das nicht funktioniert. Aber das ist schon da wieder ein gutes Beispiel dafür, dass dann der Prozess nicht in der Gänze angesehen wird und die Schnittstellen nicht angesehen werden. Und dann gibt es vielleicht auch noch Hindernisse, was den Datenschutz anbelangt. Wer weiß? Ich will das nicht ausschließen, aber dann ist das halt auch ein Hemmnis, was wir nochmal reformieren müssen, wo wir nochmal dran müssen, weil das uns vielleicht auch bremst. Und das haben wir bei anderen Themen auch. Wir haben nicht kommunizierende Schnittstellen in den Behörden zwischen den jeweiligen Ebenen und auch innerhalb der Ebenen. Also auf Landesebene untereinander, als auch zwischen Landesebene, Bundesebene, Kreisebene, Kommunalebene. Und wenn hier die Prozesse angesehen würden und erstmal angesehen würde, wo ist denn der Informationsfluss und wie können wir den so vereinheitlichen, dass wir das nicht mehr abfragen müssen, sondern dann eine automatische Schnittstelle haben. Da wäre schon so viel an Bürokratie weg, da hätten wir schon einen wahnsinnigen... auch Personaleinsatz wieder freigeschaltet, den wir anders brauchen könnten. Und ich glaube, wenn man da dann einen digitalen guten Prozess draufsetzt, da setzt dann Digitalisierung an, wenn man sich vorher den Prozess angesehen hat, die Schnittstelle angesehen hat und das dann versucht umzusetzen.
00:19:32 SPEAKER_02
Das ist ja der Punkt. Da kommen wir wieder zum Kern der Digitalisierung. Wenn ich einen scheiß Prozess digitalisiere, habe ich einen scheiß digitalen Prozess. Ist so. Und das wird auch immer so bleiben. Und du hast es natürlich sofort wieder auf die Behörden bezogen und möglicherweise auch die IHK selbst. Also ich sehe das bei uns Unternehmern ja auch durchaus. Ich spreche natürlich immer von unseren Kunden, denen wir dann helfen, besser zu werden. Aber da gibt es zum Beispiel, wir waren mal bei einem Magaziner, der hat den Wareneingangslieferschein viermal kopiert. Und bei drei Kopien wusste er gar nicht, was daraus wird. Und bei einer, der vierte nämlich, die hat er in so einem Rondell, wo seine Ordner alle drin standen, hat er eine Kopie genommen, gelocht, in diesen Ordner geheftet, in diesen Schrank gestellt. Da haben wir dann gefragt, okay, das ist ja jetzt bei dir. Wer hat denn da jemals wieder reingeguckt? Ja, niemand. Ich sage, noch nie? Nee. Wie lange machst du das denn schon? Ja, zehn Jahre. Und warum machst du das? Ja, weil mein Vorgänger mir das so übergeben hat. Und spätestens da, also wie gesagt, da brauche ich gar keine Behörde für und wir sind auch davon weit entfernt irgendwie Behörden oder Staatsdisser zu sein oder gerade IHK, ist ja ein Mindset -Thema. Und wir versuchen ja echt in Prozessen zu denken, was sind meine Inputfaktoren, was soll am Ende rauskommen und was passiert sinnvollerweise dazwischen. Aber was braucht es denn, dass wir mehr in Prozessen denken?
00:20:48 SPEAKER_01
Also ich glaube, es braucht vor allen Dingen die richtigen Leute und die richtigen Aufbauorganisationen. Und ich glaube, da fehlt es oft dran. Also wir haben in den Behörden, insofern will ich überhaupt nicht in Bashing einstimmen, sondern glaube, dass wir in den Behörden wirklich gute Fachkräfte haben für die Themengebiete. Ich will denen keine Kompetenz absprechen. Was wir in den Behörden nicht haben in diesem Maße, sind vernünftige Manager, die das... Prozess - und Projektmanagement dahinter machen, um sich das gesamtheitlich anzusehen. Das ist unterentwickelt. Wo kommen die her? Wie kommen die dran? Naja, ich meine, wo kommen die Unternehmen da dran? Sie versuchen entweder eigene Mitarbeiter dahin zu entwickeln, wo sie denken, das sind Leute, die genau diese Fähigkeiten haben, in Strukturen, Prozessen zu denken, Abläufe zu planen. Das machen Unternehmen selbst, bilden die aus. Dafür gibt es ja gute Ausbildungssysteme wie die IHK. Aber es gibt auch gleichzeitig natürlich welche, die man sich vom Markt reinholt. Aber das Reinholen ist ja nicht alles. Und eine Behördenstruktur anzupassen ist schon ganz schön schwierig. Und eine Unternehmensstruktur anzupassen ist, glaube ich, manchmal fast noch schwieriger, je größer das Unternehmen wird zumindest. Und ich glaube, da braucht es manchmal mehr Entschlossenheit, manchmal vielleicht auch an der Stelle eine gute Beratung, wo man sich auch mal einen Blick von draußen reinholt. Aber ich glaube, da ist tatsächlich noch eine ganze Menge … Also dass wir versuchen, uns die Strukturen anzusehen in Unternehmen, Prozess - und Projektmanagement dort vernünftig zu etablieren als Managementfunktion. Wenn wir das haben und da auch eine entsprechende Governance drin haben und wissen, wer ist hier zuständig, wer hat hier welche Möglichkeiten zu gestalten. Und das in der Kombination mit einer gut ausgestatteten IT -Abteilung, die dann gleichzeitig die Hardware auch bereitstellt und die Softwareprogrammierung beauftragen kann und so weiter. Dann kommt man, glaube ich, ganz gut ins Laufen. Das ist das, was uns, glaube ich, gerade im öffentlichen Bereich noch fehlt. Unternehmerisches Denken am Ende ist es.
00:22:41 SPEAKER_02
Und das ist ja, also sich erstmal dazu entscheiden, jemanden zu suchen. Gilt ja auch für die Privatwirtschaft wie für den öffentlichen Raum. Und jetzt wage ich mal eine steile These. Liegt es vielleicht daran, dass es uns einfach zu gut geht, dass wir als Unternehmen nach wie vor unser Geld verdienen und macht ja nichts. Die Behörden, das läuft ja so. Als Beamter hast du ja sowieso keinen Druck. Zumindest nicht deinen Arbeitsplatz zu verlieren. Ist es so die German -Bequemlichkeit, die uns da im Weg steht? Und wenn ja, was tun wir dagegen? Wie packen wir es endlich an?
00:23:07 SPEAKER_01
ist ein Narrativ, das mir häufig begegnet. Und dieses, uns geht es so gut und wir müssen alle doch mal irgendwie unbedingt jetzt mal durch eine große Krise, um mal zu erleben. Am liebsten nicht. Am liebsten nicht. Und ich glaube auch nicht, dass es notwendig ist. Ich glaube nicht, dass uns jetzt ein so katharsischer Moment fehlt, wo wir sagen, das ist das Erweckungserlebnis, wodurch sich jetzt hier alles neu sortiert und verändert und wir alles auf den Prüfstand stellen. Weil bis wir da hinkommen, werden wir, glaube ich, eine ziemlich harte Bruchlandung erleben. Mir wäre es lieber, wir schaffen vorher eine Veränderung herbeizuführen. Und das sehe ich jetzt, du hast ja gerade angesprochen, die Politik trifft sich jetzt gerade zur Klausur, jetzt Ende August 2023. Je nachdem, wann man diesen Podcast sieht, könnte man aber denken, nächstes Jahr ist das gleiche Klausur, vielleicht die gleichen Themen. Wenn es schlimm läuft, zu befürchten. Ja, ich hoffe nicht. Aber das ist eben der Punkt, dass ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass an den richtigen Stellen jetzt die Erkenntnis auch in Umsetzung mündet. Und der Druck steigt. Der Druck steigt. Der Druck steigt aber an vielen Enden. Also auch in den Unternehmen steigt der Druck jetzt schon. Und der Effizienzdruck ist jetzt schon so groß. Dass wir ja, du hast ja eben vor allem, glaube ich, schon das Stichwort gebracht, was die Industrie anbelangt, schon auch Sorge haben, dass wir auf eine gewisse Deindustrialisierung zulaufen, die sich ganz massiv auch mit dem Thema Energiekosten koppelt. die sich aber auch koppelt mit dem Thema Bürokratielasten, die sich koppelt mit dem Thema Fachkräftegewinnung und vielen anderen Themen. Und ich glaube, dass viele Unternehmen, die sich nicht damit befassen können, ob sie jetzt woanders investieren, sondern hier am Standort investieren müssen, weil sie gar nicht anders können, dann damit auseinandersetzen müssen und dann auch tatsächlich dieses Effizienzthema und Prozessthema sich vielleicht nochmal ein bisschen stärker auch vornehmen. Und ich glaube, dass es … im Bereich der Behörden auch nicht großartig anders. Die haben vielleicht nicht den Druck auf der wirtschaftlichen Seite, aber auf der Fachkräfteseite haben die ja den gleichen Druck, die haben den gleichen Schmerz. Die finden die Leute auch nicht mehr und müssen irgendwie gucken, dass sie ihre Prozesse und Verfahren eigentlich jetzt am Ende vereinfachen und verschlanken. Und ich hoffe, dass dieser Druck was auslöst und ich hoffe, dass auch da nochmal die Möglichkeiten, auch für die Behörden dann nochmal neu zu gestalten, wachsen werden. Und dass wir dazu auch mehr Know-how bereitstellen. Mein Eindruck ist nicht, dass es zu wenig Geld gibt. Für solche Initiativen hat es schon oft genug immer wieder viel Geld gegeben, das am Ende nicht ausreichend abgerufen wurde, sondern es braucht im Prinzip Menschen, die das ermöglichen und die Unternehmen und die Behörden dabei befähigen, das zu tun. Und da braucht es einfach einen Know-how -Transfer, der noch nicht im ausreichenden Maße da ist.
00:25:49 SPEAKER_02
Und da ist es wieder ich und du. Wir müssen was tun, auf andere warten, hat noch keinen nach vorne gebracht. Genau. Und das müssen wir in die Welt rausposaunen, wie jetzt eben auch, auf andere warten oder bringt uns nicht nach vorne. Genau so. Oh, das Rädchen redet sich wieder. Ja, ja, ja.
00:26:03 SPEAKER_00
das Rädchen redet sich wieder. Ja, ja, ja. Wenn du wissen möchtest, wie es weitergeht, dann freue dich auf Folge 2 von unserem Pielcast.
#56 Ausbildung bei PIEL: Das Traumtandem
Ausbildung ist langweilig? Von wegen. Hannes und Niklas haben als zarte Pflänzchen bei PIEL angefangen und sind mittlerweile zu stattlichen Sonnenblumen herangewachsen. Was ein Zufall, dass die beiden dann auch noch im gleichen Garten stehen und seit einiger Zeit die Hummeln und Bienen glücklich machen. OK, genug herumgefloskelt. Ein spannender PIELcast mit tollem Blick hinter die Ausbildungskulisse. Wenn du dich bewerben möchtest, melde Dich bei uns.
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach besser hören. Servus und grüßt euch. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt heute hier beim Pielcast. Eine ganz tolle Folge habe ich heute für euch geplant. Also seid gespannt, was auf euch zukommt. Und ich freue mich, dass ich jetzt zwei junge Buben bei mir am Tisch sitzen habe. Und zwar ist das zum einen der Niklas. Hi. Und der Hannes ist da.
00:00:29 SPEAKER_01
Ja, einen wunderschönen guten Tag.
00:00:30 SPEAKER_00
Schön, dass ihr da seid. Es ist für euch beide das allererste Mal hier bei uns im Content Lab. Wie gefällt es euch? Ja, also ich finde es eigentlich ganz schick. Ist mal ganz spannend, mal was Neues. was man halt bei anderen Filmen nicht so sieht. Du bist ja fleißiger Zuhörer unseres Pielcast und von daher freue ich mich, dass du auch heute mal dich bereit erklärt hast, mit dazu zu kommen an den Tisch. Und Hannes, wie sieht es bei dir aus? Auf den Autofahrten hörst du doch bestimmt über unseren Podcast, oder? Ja, selbstverständlich.
00:00:52 SPEAKER_01
Ja, selbstverständlich. Was bleibt mir denn anderes übrig?
00:00:53 SPEAKER_00
So soll es sein, so soll es sein. Wir haben heute ein ganz besonderes Thema rausgesucht und zwar wollen wir heute über das Thema Ausbildung und Werdegänge sprechen. Der eine oder andere, der unseren Pielcast abonniert hat, kann sich erinnern, wir haben so eine Folge schon mal gemacht, aber natürlich verändert sich im Laufe der Zeit auch immer mal wieder was. beiden bei mir sitzen, die beide die Ausbildung hier bei Piel gemacht haben und danach auch immer noch hier sitzen geblieben sind, im positiven Sinne. Deshalb erzählt doch vielleicht einfach gerne mal erstmal, was ihr überhaupt macht und wer ihr seid und wie ihr zu Piel gekommen seid.
00:01:24 SPEAKER_01
Ja, ich bin Hannes Wecker, ich bin 24 Jahre alt und inzwischen schon sechs Jahre bei Piel. Unglaublich, wie schnell so die Zeit verfliegt. Ich habe damals 2017 meine Ausbildung angefangen. Nach dem Abitur. Ich wollte gerne irgendwas machen, wo ich sehe, wofür ich das Ganze tue und dann auch quasi meine Arbeit in Erfolgen sehe. Und das hat mich immer so ein bisschen an der Schule gestört. Und da habe ich gesagt, ich will eine Ausbildung machen und danach stehen einem alle Türen offen. Infolgedessen habe ich mich beworben und bin dann hier gestartet nach Assessment Center, Einstellungstest und so weiter. Und ja, einfach Ausbildung, klasse Zeit gewesen, muss ich wirklich sagen. Da konnte man wirklich mit anpacken. Und das hat mir immer gut gefallen.
00:02:08 SPEAKER_00
Niklas, wie sieht es bei dir aus?
00:02:10 SPEAKER_02
Ja, ich bin Niklas Rapude. Ich bin 23 Jahre alt. Ich bin jetzt seit fünf Jahren bei der Firma Piel. Ich habe quasi das Jahr nach Hannes angefangen. Also für mich war es halt auch spannend, einfach in diesen Berufszweig reinzugucken. Einfach, weil man hier so vielfältige Möglichkeiten hat. Wurde mir auch gerade während der Ausbildung bewusst, dass man da halt in viele verschiedene Abteilungen halt reingucken konnte, sich mal von allem ein Bild gemacht hat und ja, man halt auch viele Möglichkeiten hatte, sich abseits von Piel, sag ich mal, bei Lieferanten beispielsweise umzugucken.
00:02:34 SPEAKER_00
Hannes, was ist dir denn am positivsten von der Ausbildung im Gedächtnis geblieben? Ist ja jetzt schon ein bisschen was her bei dir.
00:02:41 SPEAKER_01
Ja, das stimmt. Auf jeden Fall erstmal die Stimmung untereinander ist einfach... Bombe. Also so viel wie wir zusammen lachen. Niklas grinst mich auch schon an. Kleine Grinsebacke hier. Ja, sicher. Das war immer super bei uns. Und ja, einfach gemeinsam anpacken und was schaffen. Das bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt, finde ich.
00:03:04 SPEAKER_02
Ja, auf jeden Fall. Also was mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist von der Ausbildung, war halt der Zusammenhalt. Von Anfang an auch unter den verschiedenen Lehrjahren. Damals hatten wir ja noch relativ viele Azubis in drei verschiedenen Lehrjahren. Und da gab es dann auch immer so Aktionen, wo wir uns unter den Azubis getroffen haben, uns abends zusammengesetzt haben, ein paar Bierchen getrunken haben. Einfach darum, auch den Zusammenhalt zu stärken.
00:03:25 SPEAKER_00
Ja, sehr cool. Und ihr habt dann beide auch die Möglichkeit gehabt, verkürzen zu dürfen, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Wie war das so? War das ein größerer Lernstress dann für euch oder habt ihr das ganz locker gewuppt? Also bei mir ließ es eigentlich schon ganz locker. Also ich hatte jetzt nicht das Gefühl, ich bräuchte das dritte Jahr jetzt noch. Natürlich hat man dann vor der Prüfung nochmal einen Prüfungsvorbereitungskurs gemacht. Das war ganz gut, weil einige Themen waren halt schon da, die gab es halt nicht in den Lehrjahren 1 und 2. Und von daher passte das unterm Strich sehr gut. Und es ist natürlich schön, wieder ein Jahr früher volles Gehalt zu bekommen und direkt mit eigener Verantwortung zu starten. Das macht Bock.
00:04:06 SPEAKER_00
Sehr cool und ihr sitzt beide jetzt noch hier nach eurer Ausbildung. Das ist für uns hier im Unternehmen natürlich ein positives Zeichen, dass es euch hier gefällt und dass ihr auch Spaß habt, hier weiter mit dem Team zu arbeiten. Was ist denn nach der Ausbildung so passiert, Niklas? Wie ist es bei dir weitergegangen?
00:04:21 SPEAKER_02
Ja, bei mir war es tatsächlich relativ spannend, weil ich zum Ende meiner Ausbildung einen Posten hatte, den es eigentlich so bei uns nicht gab. Sprich, ich habe eine Schnittstelle zwischen Vertrieb und Produktmanagement gehabt und da war dann noch offen, ob ich jetzt in Vertrieb oder ins Produktmanagement komme. Und glücklicherweise ist es dann tatsächlich der Vertrieb geworden. Jetzt bin ich da im Vertriebsinnendienst. Hab mittlerweile auch als Außendienst den Hannes, als meinen Tandem -Partner. Ja, also da ist wirklich einiges gut gelaufen. Also eigentlich hätte ich mir das nicht besser ausmalen können.
00:04:53 SPEAKER_00
Cool, jetzt hast du gerade schon so ein bisschen gespoilert, was der Hannes gerade macht. Hannes, wie ist es bei dir gelaufen?
00:04:57 SPEAKER_01
Ja, so in der Ausbildung irgendwann gegen Ende hat sich das dann ergeben, dass eine Stelle frei war im Vertrieb. Und die Chance konnte ich dann ergreifen, dass ich mich da eben drauf bewerbe. Und die Zusage habe ich dann logischerweise auch bekommen. Habe dann also erstmal den Innendienst gemacht, so wie Niklas das jetzt macht. Und ja, dann irgendwann hat sich das ergeben, dass die Stelle im Außendienst frei war und ich habe dann den Wechsel in den Außendienst gewagt. Das wollte ich schon von Anfang an meiner Ausbildung machen. Manuela sagt immer, ja, am zweiten Tag hast du schon gesagt, du willst in den Außendienst und dann musstest du mich erstmal bremsen und sagen, bleib mal ruhig, Junge. Kommen wir erstmal von der grünen Wiese runter und dann sprechen wir nochmal. Aber hat ja gut geklappt und es macht einfach echt Spaß, wenn man jemanden auch noch im Innendienst dann hat, mit dem man sogar Ausbildung zusammen gemacht hat. Das ist cool.
00:05:47 SPEAKER_00
Ich wollte gerade fragen, wie läuft die Teamarbeit so zwischen euch beiden? Jetzt seid ihr ja beide noch relativ jung hier im Unternehmen. Wie ist das so? Also ich finde es eigentlich echt klasse, muss ich wirklich sagen,
00:05:57 SPEAKER_02
ich wirklich sagen, weil man hat schon das Gefühl, dass wir uns nicht sehr gleich denken und auch bei vielen Punkten die gleiche Ansicht haben, auch was unsere Kunden betrifft. Und es ist einfach schön, dass man mit einem zusammenarbeitet, mit dem man auf derselben Wellenlänge ist. Ja, sehr cool,
00:06:12 SPEAKER_00
sehr cool, sehr cool. Das ist, glaube ich, auch so ein bisschen die Harmonie, die es bei euch dann wahrscheinlich macht, wenn ihr zusammenarbeitet, dass ihr da noch gut in der Abteilung zusammenarbeitet und das wird bei anderen Tandems, so wie wir es ja hier bei uns nennen, genauso sein, dass eben die anderen Außendienstler mit den Innendienstler oder Innendienstlerinnen dann sehr gut zusammenarbeiten. Gab es denn irgendwelche Weiterbildungen oder Fortbildungen, die ihr noch genossen habt nach eurer Ausbildung und nach Beginn der Festanstellung bei uns?
00:06:36 SPEAKER_01
Ja, da muss man natürlich das Ganze aufspalten in die zwei Bereiche. Einmal, was habe ich an fachlichen Fortbildungen gemacht, um Produktkenntnisse, Konzeptkenntnisse zu erarbeiten und natürlich auf der anderen Seite die schulische Laufbahn, sage ich mal, weiterzumachen. Im Bereich Produkte und Konzepte war es der PSA -Fachberater, den ich dann gemacht habe, den Fachberater für Drucklufttechnik und dann auch nochmal Sachkundigen Atemschutz. Also, dass ich dann auch wirklich dann... die Performance auf die Straße bringen kann beim Kunden vor Ort. Und ansonsten habe ich nebenbei meinen Fachkaufmann für Vertriebsmanagement gemacht, um auch da nochmal abseits von der Peel -Welt wirklich mal mir einen objektiven Eindruck verschaffen zu können von dem ganzen Thema Vertrieb und Struktur.
00:07:22 SPEAKER_02
Ja, genau, wie Ernest das schon sagte, also PSA-Fachberater habe ich dann auch gemacht, sogar ziemlich schnell, nachdem ich mit der Ausbildung fertig war. Und dann hat es sich ein Jahr später sogar tatsächlich noch ergeben, dass ich studieren kann. Das mache ich jetzt an der Fernuni. So, dass ich halt hier arbeiten kann und dann trotzdem nebenbei noch die Möglichkeit habe zu studieren.
00:07:42 SPEAKER_00
Sehr cool. So war es bei mir damals auch so ein bisschen. Ich habe damals auch die Ausbildung hier gemacht, direkt nach dem Abitur. Habe dann auch angefangen, meinen Betriebswirt zu machen, habe das Studium hinten dran gehangen, erfolgreich abgeschlossen. Und ja, so sieht man, dass man auch mit der Ausbildung hier bei Piel noch weit kommen kann, wenn man sich dann dementsprechend bemüht und auch zeigt, dass man da bereit ist. die Meile mehr zu gehen und zu sagen, ich will noch ein bisschen was wissen, mir reicht es jetzt nicht an der Stelle. Und da bin ich froh, dass wir euch beiden hier haben, mit bei uns im Unternehmen und dass ihr beide so willig seid, wenn man das mal so sagen darf, und Spaß habt. Und ich finde, das mit dem Podcast hat heute auch richtig gut funktioniert. Ich würde euch gerne als Team nochmal hier hören und ich denke, ihr da draußen wollt das auch. Gibt es noch irgendwas, was ihr noch ergänzen würdet zu unserem Abschluss des Podcasts?
00:08:26 SPEAKER_02
Nur zu dem einen Punkt, was du gerade gesagt hast, dass wenn man sich hier quasi selber einbringt, dass man dann schöne Möglichkeiten hat. Also was mir dazu noch wichtig ist zu sagen, dass man halt oder dass jeder mit sich sprechen lässt. Sprich, wenn man irgendwie eine Idee hat, was jetzt vielleicht abseits von dem ist, was normal wäre für die Firma hier, kann man da eigentlich immer die Leute jeweils darauf ansprechen und dann vielleicht auch Lösungen finden, wie jetzt es bei mir zum Beispiel mit dem Studium war. Ja, dass man da auf jeden Fall viele Möglichkeiten hat, das dann doch umzusetzen.
00:08:58 SPEAKER_01
Ja, was man einfach merkt, ist, dass man bei Piel sich in die Richtung entwickeln kann, wo man gerne hin möchte. Dass da keiner im Weg steht, sondern dass dann wirklich gefragt wird, so, was möchtest du denn machen? Was hast du dir vorgestellt? Und auch wirklich ein Wert darauf gelegt wird, dass die Leute bei Piel bleiben. Und das merkt man. Bei mir war es auch so mit dem Studium, da bin ich auch an meine Chefin herangetreten und habe gesagt, du, ich möchte mich nochmal weiterbilden. Und dann haben wir zusammen geschaut, was kann man denn da alles machen, was macht auch Sinn fürs Unternehmen. Und dann hat das geklappt. Von daher, ich habe gesagt, ich will nach der Ausbildung noch mehr machen. Und das hat gepasst.
00:09:36 SPEAKER_00
Das klingt hervorragend. Wenn ihr da draußen euch jetzt für eine Ausbildung bei Piel interessiert, dann schreibt uns gerne oder meldet euch bei Andrea Tigges. Das ist unsere Personalverantwortliche, die für den Bereich Ausbildung und Einstellung von neuen Pielanern zuständig ist. Deshalb meldet euch gerne bei uns. Wir freuen uns, euch kennenzulernen und ja, auch neue Pielaner hier an Bord begrüßen zu dürfen. Vielen Dank an euch beiden. Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es war ein ganz toller Podcast. Ich bin mir sicher, wir werden uns hier nochmal wiedersehen und wiederhören. Schönen Tag wünsche ich euch.
00:10:06 SPEAKER_01
Ja, danke. Sehr gerne. Dankeschön.
#55 Next-Level Erstunterweisung
Erstunterweisungen können richtig lästig sein! Das dachte sich auch Karina Barth, Sicherheitsfachkraft bei Rohrleitungsbau Münster. In einem kreativen Schaffensprozess hat sie kurzerhand die Erstunterweisung für alle Unternehmensstandorte auf das nächste Level gehoben - unterstützt durch das Team aus dem PIEL ContentLab! Die ganze Erfolgsstory bekommst du in diesem PIELcast!
Transkript
00:00:00 SPEAKER_02
Erstunterweisungen können manchmal richtig lästig sein. Wie man das Ganze einfach besser machen kann und das in einem richtig schönen Praxisbeispiel, das erfahrt ihr in diesem Pielcast. Also bleibt dran und freut euch auf die nächsten Minuten.
00:00:20 SPEAKER_02
Pielcast. Einfach. Besser. Moin Moin und hallo nach draußen an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute zu unserem Pielcast live beim Kunden, denn ich habe heute zwei ganz besondere Gäste bei mir sitzen und wir berichten heute aus einem Projekt. Seid gespannt, was euch da erwartet. Es geht um das Thema Erstunterweisung und die Digitalisierung von Erstunterweisung. Bei mir sitzt der Christian. Grüß dich. Moin Christoph. Schön, dass du da bist und ein ganz besonderer Gast, die liebe Carina. Hallo.
00:00:48 SPEAKER_00
Hallo Christoph.
00:00:49 SPEAKER_02
geht's dir?
00:00:50 SPEAKER_00
Mir geht's gut, danke. Mir geht's besser als vorher.
00:00:53 SPEAKER_02
Sehr schön. Ob das mal an unserem Projekt liegt, wer weiß es. Wir werden es gleich herausfinden. Damit dich die Leute draußen ein bisschen besser kennenlernen, vielleicht kannst du einmal kurz erzählen, wer du bist, was du machst und wo du arbeitest.
00:01:03 SPEAKER_00
Ja, also ich bin im Unternehmen Rollladungsbaumünster, unter anderem die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Rollladungsbaumünster ist ein mittelständisches Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern, die auf verschiedene Betriebsstätten verteilt sind. Und aus dieser Verteilung der Mitarbeiter... An verschiedene Örtlichkeiten ergeben sich auch die Schwierigkeiten, die wir hiermit zu lösen versuchen.
00:01:23 SPEAKER_02
Und du bist quasi dafür zuständig, dass deine Kollegen und Kolleginnen sicher nach Hause kommen von der Baustelle und abends auch wieder gesund im Bett liegen. So sieht es aus.
00:01:30 SPEAKER_02
Christian, da haben wir ja öfter mit zu tun mit solchen Leuten.
00:01:33 SPEAKER_01
Ja genau, Christoph. Also eine Sicherheitsfachkraft, das ist ein ganz klassischer Piel -Kunde, Piel -Partner möchte ich sagen. Und deshalb freut mich das umso mehr, dass wir hier gerade sitzen und über eine Erfolgsgeschichte berichten können. Aber vielleicht Carina nochmal die Frage, Rohrleitungsbau Münster, das steckt ja schon... schon ein bisschen im Namen, aber was genau macht ihr eigentlich als Unternehmen?
00:01:50 SPEAKER_00
Wir betreiben Rohrleitungsbau, meistens erdverlegten Rohrleitungsbau. In kleinen Ansätzen, aber auch im Anlagenbau sind wir tätig und den zugehörigen Tiefbau machen wir in den meisten Fällen auch selber.
00:02:01 SPEAKER_02
Das heißt, ihr müsst einen Graben buddeln, ein großes Loch machen, dann kommen da die Rohre rein, die mit dem Kran reingehoben werden. So kann ich mir das vorstellen.
00:02:07 SPEAKER_00
Zum Beispiel, ja.
00:02:08 SPEAKER_02
Ja, wir haben uns kennengelernt, Mitte des letzten Jahres, meine ich. Da ging es um das Thema Erstunterweisung, denn bevor jemand hier bei euch im Unternehmen anfangen darf, erstmal eine ganze Menge lernen. Nämlich wie er zum Beispiel richtig zur Arbeit kommt und was er auf der Arbeit alles darf und was nicht. Vielleicht kannst du da ein bisschen... Was erzählen, wie ist das bisher immer gelaufen?
00:02:25 SPEAKER_00
Also aufgrund der Verteilung unseres Unternehmens auf die verschiedenen Betriebsstätten ist das wirklich schwierig gewesen, an allen Betriebsstätten den Leuten die gleichen Informationen zukommen zu lassen, weil es bisher so organisiert war, dass der Einstellende vor Ort auch die Erstunterweisung machen musste. Das hat nicht so gut geklappt und wir haben uns dann überlegt, wie wir dieses Problem lösen können, weil es ist sehr wichtig, dass die Leute von Anfang an gewisse Informationen bekommen, zum Thema Arbeitssicherheit gehören.
00:02:54 SPEAKER_02
Damit die quasi auch startklar sind für ihren Arbeitsalltag und dann auch sicher sind, dass sie zum Beispiel die richtige PSA tragen oder eben auch die Arbeitstätigkeiten, zum Beispiel beim Transport von Rohren oder beim Transport von Arbeitsgeräten, bei der Prüfung von elektrischen Geräten, damit das alles richtig eingehalten wird. Genau. Und so sind wir, glaube ich, dann zusammengekommen und ihr habt gesagt, wir brauchen eine Lösung für, wir wollen das ganze System ein bisschen vereinheitlichen. Ich glaube, ihr hattet eine ganz große PowerPoint -Präsentation noch in einem alten Stil, die haben uns dann zusammen angeschaut und ja, dann haben wir uns zusammengesetzt und haben erstmal die Ziele. definiert, was wir in unserem Projekt überhaupt umsetzen wollen. Christian, vielleicht kannst du da ein bisschen was zu erzählen.
00:03:26 SPEAKER_01
Also zuerst geht es ja darum auch, die gesetzlichen Vorgaben erstmal nach wie vor konform einzuhalten und darüber hinaus, das was Carina schon angesprochen hat, dass wirklich jeder Mitarbeiter von Rohrleitungsbaumünster oder jeder neue Mitarbeiter entsprechend sehr guten Zugang zur Erstunterweisung bekommt und dass das möglichst geringe Hürde ist, an der Erstunterweisung teilzunehmen. Und dann waren wir ganz schnell dabei zu sagen, PowerPoint ist jetzt nicht unser Medium, irgendwas anderes können wir jetzt auch nicht machen, also lasst uns das als Video machen. Und da hatten wir schon so ein paar Erfahrungspunkte sammeln können, haben uns auch umgeguckt, was es da draußen quasi noch so gibt. Haben dann aber sehr schnell gemerkt, dass wir die spezifischen Gefährdungen, die es bei Rohrleitungsbau Münster gibt, dass wir die halt auch vor Ort zeigen wollen. Und das heißt, unser Ziel war dann zu sagen, vom Content Lab erstellen wir ein Video, wo wir die spezifischen Gefahren des Alltags, also das Lochbuddeln gesagt, dass wir dort vor Ort gehen, in die Grube hinein, um dort halt zu zeigen, Mensch, was kann dir als Mitarbeiter wirklich passieren? vor, wir sind jetzt in der Grube drin, die wurde ausgehoben und ich schütze mich nicht entsprechend mit einem, haben ja viele Vokabeln gelernt, mit einem Verbau. Das heißt, dass ich mich so schütze, dass diese Grube nicht einstürzen kann. Also wer früher im Sandkasten was gebuddelt hat, irgendwann kam der Sand wieder nach. Damit das im echten Leben halt nicht passiert, brauche ich einen sogenannten Verbau. Also unsere Ziele waren, wie kriege ich das halt so hin, dass ich möglichst praxisnah die Gefährdung, gegen die ich mich schützen muss, dass ich die praxisnah zeigen kann. Allerdings nicht auf eine super trockene, nennen wir es mal althergebrachte Weise, sondern gerade mit Mitarbeitern von Rohrleitungsbau Münster selber, als Statisten quasi, als Schauspieler kann man sogar schon so sagen, haben sehr viel schauspielerisches Talent an den Tag gelegt, insbesondere die beiden, der Angelo und der Chris. Und was wir uns davon versprochen haben, dass man es sich wirklich anschaut. Wir haben sonst bei Erstunterweisungen, setze ich mal als These in den Raum häufig, dass ich so etwas mir vielleicht... durchlesen muss, dass das sehr viel Papier ist. Das mache ich dann vielleicht auch, vielleicht mache ich es auch nicht, sondern ich unterschreibe es nur und es kommt gar nicht so richtig bei mir an. Das heißt, wir haben das genannt, wir wollen das nachhaltig lernen, damit auch zur Verfügung stellen oder das forcieren. Deshalb war Ziel, lasst uns ein Video machen, lasst uns anschauen, wo sind die Schmerzpunkte wirklich im Arbeitsalltag. Lasst uns dazu immer eine kleine Szene machen. Lasst uns zeigen, wie sieht quasi eine Baugrube. nicht so gut aus, also wie sollte ich sie nicht machen, wie sieht sie sicher aus, dass wir das gegenüberstellen können, dass wir das wirklich auch mit Arbeitsmitteln von Rohrleitungsbohrmünster machen, dass wir halt den echten Bulli haben, den echten Bagger haben und so weiter, bis natürlich zum echten Mitarbeiter und genau, das war so die Zielsetzung, jetzt mal etwas weiter ausgeholt, aber Emotionalisierung, Digitalisierung. Und am Ende sollte halt ein Video stehen, was man bei einer Erstunterweisung einfach zeigen kann.
00:06:08 SPEAKER_02
Ja, und das Ganze auch praxisnah mit Beispielen aus dem echten Leben hier bei Rollertux Bau Münster. Nicht mit irgendwelchen theoretischen Skizzen oder Folien, sondern wirklich, dass die Leute sich wiedererkennen, dass die Leute ihren Arbeitsplatz wiedererkennen und dann auch genau wissen, was dort zu tun bzw. was dort nicht zu tun ist. Ja, und dann ist es so gekommen. Wir waren hier vor Ort, hatten einen schönen Tag hier zusammen, haben ganz viel gefilmt, waren hier mit der Drohne unterwegs, haben zum Beispiel gefilmt, wie man ein Rohr richtig transportiert, wie richtige und falsche Lagen sind. wo man zu prüfende Elektrogeräte abzustellen hat, welches Formular man ausfüllen muss. Wir hatten die beiden Kollegen, die wir mit gefilmt haben. Das hat super geklappt zum Thema PSA und warum muss ich die richtige PSA tragen. Und du warst bei uns auch in Soest im Content Lab, Carina. Wie war das denn so? Also das war natürlich eine neue Erfahrung,
00:06:50 SPEAKER_00
das war natürlich eine neue Erfahrung, weil sowas macht man nicht jeden Tag. War aber eine sehr angenehme Erfahrung, muss ich sagen. Das hat wirklich Spaß gemacht, war auch gar nicht schlimm. Wobei man sich natürlich wirklich dran gewöhnen muss, sich selber dann auf... Video zu sehen und zu hören, aber die Probleme kennen ja wahrscheinlich alle, die es schon mal versucht haben. Und insgesamt war das aber ein sehr erfolgreicher Tag und wir haben da auch ziemlich zielgerichtet gearbeitet und hatten dann innerhalb weniger Stunden die Spracheinlagen, die dann von mir gemacht wurden, auch im Kasten, die dann auch so in diesem Video dann jetzt auch zu sehen sind.
00:07:22 SPEAKER_02
Genau, definitiv. Wir haben uns ja vorher zusammen das Skript angeschaut, haben das zusammen ausgearbeitet, haben die Texte nochmal ein bisschen fein justiert und von meiner Seite kann ich auch sagen, war ein super Projekt, hat richtig viel Spaß gemacht. macht mit dir zusammen im Contact Lab zur Arbeit und das Endergebnis kann sich ja wirklich sehen lassen. Wir haben am Ende jetzt eine digitale Erstunterweisung in Videoform auf euer Unternehmen zugeschnitten, die jetzt ungefähr 20 oder 21 Minuten dauert. Also sehr, sehr gut zusammengefasst und es ist eben ein standardisierter Inhalt, der zeitlos ist, weil eben keine Themen drin vorkommen, die sich in Kürze ändern werden. Du hast das Video jetzt schon seit ein paar Monaten im Einsatz. Wie sind denn so die ersten Rückmeldungen, wie sind die ersten Erfahrungen aus dem Live -Betrieb?
00:07:59 SPEAKER_00
Insgesamt kann man nur sagen, dass es positiv ist. entwickelt hat, weil das Problem, was wir eben vorher hatten, dass diese Erstunterweisungen nicht sehr professionell abgelaufen sind und sehr mühselig waren und man auch nicht die Sicherheit hatte, dass über alles, was wichtig ist, im ersten Step gesprochen wird vor Ort. Das Problem, das haben wir damit gelöst. Es ist einfach anzuwenden. Die zuständigen Mitarbeiter vor Ort, die die Erstunterweisung machen sollen, können das Video zeigen. Das ist einfach. Es ist alles drin, was gebraucht wird. Anschließend kann dann auch noch darüber gesprochen werden und soll eigentlich darüber gesprochen werden mit dem neuen Mitarbeiter, bevor er dann die Bestätigung unterschreibt, dass er diese Erstunterweisung mitgemacht hat. Also das ist jederzeit abrufbar, steht zur Verfügung und aufgrund dessen wird es auch immer mehr genutzt. Und ich würde sagen, wir haben unser Ziel erreicht, dass das zuverlässig ablaufen kann, wenn neue Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen.
00:08:54 SPEAKER_02
Und es hat natürlich auch dir eine große Zeitersparnis gebracht, weil du musst nicht mehr die großen Schulungstreffen organisieren. Du kannst das Video einfach an die Standorte geben. Also wirklich ein tolles Projekt. Auch, denke ich, von unserer Seite können wir sagen, es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank dafür, für diese Erfahrung, die wir machen konnten. Und wir freuen uns auf jeden Fall auch schon auf das nächste Projekt. Vielleicht ein bisschen spoilern. Da wird vielleicht noch ein bisschen was kommen. Wir sitzen nicht umsonst hier gerade in Münster, sagen wir mal so. Aber vielen, vielen Dank für den Erfahrungsaustausch, für dein Feedback und für das Projekt, was wir mit dir machen durften. Und wir freuen uns auf jeden Fall noch auf viele weitere Projekte. Und wir hoffen natürlich, dass deine Mitarbeiter jetzt weiterhin gut... Nach Hause kommen und abends gesund im Bett liegen, um bei dem Thema noch zu bleiben.
00:09:36 SPEAKER_00
In dem Zuge möchte ich mich natürlich auch bei euch bedanken, weil ich behaupte jetzt mal, ohne den Kontakt zu euch wären wir auf diese Idee jetzt nicht so schnell gekommen und hätten auch gar nicht die Möglichkeit gehabt, das zu realisieren. Also alles in allem ist das eine gute Möglichkeit, spezifische Unterweisungen zu machen. Deshalb auch die Aussicht auf die Zukunft, weil es gibt zwar zu vielen Themen schon kurze Unterweisungsvideos. aus verschiedenen Quellen. Aber wenn man das ein bisschen persönlicher gestalten will und die Leute, die in der eigenen Firma arbeiten, auch mitnehmen will, dann ist das eine gute Sache, wenn diese Unterweisungen mit dem Hintergrund der eigenen Firma dann auch dargestellt werden können. Und bei diesen Aufnahmen, die wir hier zusammen gemacht haben, ist das halt so gewesen, dass auch immer Rohrleitungsbau Münster wieder auftaucht und so auch die Bindung ans Unternehmen von Anfang an etwas gestärkt werden kann. Das ist zwar nicht alles, aber es kann dazu beitragen. wichtig auch für die Mitarbeitergewinnung und das Halten der Mitarbeiter im Unternehmen. Das soll jetzt ein erster Schritt sein und es gehören noch mehrere andere Dinge dazu, aber wir hoffen, dass sich das dann doch langfristig bewähren wird.
00:10:41 SPEAKER_02
Sehr schön.
00:10:41 SPEAKER_00
Nochmal vielen Dank an Firma Peel für die Möglichkeit, die sie uns geboten hat.
00:10:45 SPEAKER_02
Sehr gerne. Ja, vielen Dank für das Feedback und ja, ich hoffe auf eine erfolgreiche Partnerschaft. Weiterhin hat ja schon die letzten Jahre ganz gut funktioniert. Und in diesem Sinne vielen Dank für den Pielcast, den du mit uns aufgenommen hast. Alles Gute, habt noch einen schönen Tag. Ciao.
00:11:02 SPEAKER_00
Dankeschön. Euch auch. Tschüss. Danke.
#54 Forscherdrang: Blockchain im Mittelstand
Wir blicken gerne über den Tellerrand hinaus, getreu unserem Motto "Altes stärken, Neues wagen!". Seit knapp zwei Jahren forschen wir mit Partnern an einer Lösung, die vielversprechende Blockchaintechnologie für den Mittelstand greifbar zu machen und Beschaffungsprozesse somit auf das nächste Level zu heben. Das Ergebnis kann sich kurz vor Projektende sehen lassen - Marc Hübschke von der FH Südwestfalen leitet das Forschungsprojekt und gibt Euch in diesem PIELcast spannende insights!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Hören. Moin Moin und hallo, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu unserer heutigen Folge des Pielcast. Ich freue mich, denn ich habe ein ganz spannendes Thema mitgebracht. Sicherlich auch für euch spannend, denn es geht heute um das Thema Blockchain. Und was wir als Peel, als Mittelstand und als technischer Großhandel überhaupt mit dieser Technologie zu tun haben, das erfahrt ihr in den kommenden Minuten. Deshalb freut euch auf diese Folge und ich habe heute einen ganz besonderen Gast bei mir am Tisch sitzen. Das ist der Marc Hübschke. Schön, dass du da bist.
00:00:38 SPEAKER_01
Hi Christoph, danke für die Einladung.
00:00:39 SPEAKER_00
Ja, schön, dass du der Einladung gefolgt bist. Du kommst aus Meschede. Wir hatten neulich schon mal jemand aus dem Sauerland hier. Also schön, dass auch du es über die H geschafft hast.
00:00:47 SPEAKER_01
Ja, das ist korrekt, aber auch nur so halb. Ich arbeite zwar in Meschede, mein Büro ist in Meschede, bin aber selber wohnhaft in Köln. Deswegen nur so halb.
00:00:53 SPEAKER_00
Also eine lange Anreise heute gehabt. Danke für diesen Aufwand.
00:00:56 SPEAKER_01
Ja, könnte man meinen, hängt es nicht zu hoch. Ich fahre Donnerstag eh ins Büro und dann lag das hier gerade ganz passend auf dem Weg. Aber ich bin sehr froh. Ja, dann passt das.
00:01:05 SPEAKER_00
Ja, dann passt das. Schön, dass du da bist. Damit wir dich besser kennenlernen, beziehungsweise damit alle Zuhörer und Zuhörerinnen dich besser kennenlernen, vielleicht erzählst du uns ganz kurz, wer du bist und was du überhaupt machst.
00:01:13 SPEAKER_01
Ja, sehr gerne. Also, mein Name ist Marc Hübschke. Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Südwestfalen am Standort in Meschede. Ich arbeite dort im Forschungsprojekt Blockchain für die Supply Chain und habe selber im Bachelor Wirtschaftswissenschaften studiert und im Master Strategisches Management. Und aktuell promoviere ich auch in dem Bereich Blockchain im Supply Chain Management und insbesondere der Einsatz bei kleinen und mittleren Unternehmen.
00:01:35 SPEAKER_00
Genau, und deshalb kennen wir uns auch, weil wir zusammen in dem Forschungsprojekt seit 2020 arbeiten. Dazu erfahrt ihr später mehr. Aber vielleicht kannst du uns erstmal ein paar Basics drauf schaffen. Erklär uns doch mal, was ist überhaupt die Blockchain?
00:01:47 SPEAKER_01
Die Blockchain ist insgesamt, kann man sagen, ein dezentral organisiertes IT -System. Dieses IT -System ermöglicht es, Informationen in einer sicheren und transparenten Art zu verwalten, zu speichern und auch zu übertragen. Anders als bei zentral verwalteten Datenbanken, die wir so kennen, müssen wir uns bei der Blockchain nicht auf einen Anbieter verlassen, der uns dann die Sicherheit gewährleistet, dass da alles mit rechten Dingen zugeht, sondern das Ganze passiert hier in einem dezentral organisierten Netzwerk.
00:02:12 SPEAKER_00
Okay, und wie funktioniert das? Also hat das irgendwas mit Blöcken zu tun? Weil es heißt ja auch Blockchain, also Blockkette.
00:02:19 SPEAKER_01
Ja genau, Blockkette kommt daher bei der Blockchain handelt kommt daher bei der Blockchain -Handel. um eine Kette von Blöcken, die mithilfe von kryptografischen Verfahren miteinander verknüpft werden. Und jeder einzelne Block, muss man sich so vorstellen, der enthält Transaktionsdaten, die über die Blockchain abgewickelt werden. Zusätzlich dazu noch einen einzigartigen Code, das ist der sogenannte Hashwert und auch immer den Hashwert des vorhergehenden Blocks der Kette, was einfach dazu führt, dass die Integrität der Kette dadurch sichergestellt wird.
00:02:42 SPEAKER_00
Es sind ordentlich viele Fachwörter hier, die gerade im Umlauf sind. Ich kenne Blockchain eigentlich nur aus dem Bereich Bitcoin, also Kryptowährung.
00:02:50 SPEAKER_01
Das merken wir auch immer wieder. Das ist die erste Assoziation, die die Leute haben, wenn sie das Thema Blockchain hören. Ist ja auch ganz verständlich, weil gerade der Bitcoin als Kryptowährung ist ja medial sehr präsent gewesen. Kommt einfach daher, dass die Blockchain die Grundlage für deren Funktionsweise darstellt und deswegen ist die Verbindung immer sehr naheliegend.
00:03:08 SPEAKER_00
Aber Kryptowährung ist nicht der einzige Anwendungsfall? Ne,
00:03:11 SPEAKER_01
das ist nicht der einzige Anwendungsfall und ist auch gar nicht der, mit dem wir uns in unserem Forschungsprojekt beschäftigen. Es gibt noch ganz viele andere Anwendungsfälle. Beispielsweise in der Logistik, in der Energieversorgung oder auch im Gesundheitswesen.
00:03:21 SPEAKER_00
Danke für diese Einleitung. Es war schon mal eine sehr schöne Erklärung. Kannst du es auch ein bisschen einfacher erklären? Also erklär es vielleicht mal so, wie du es einem Kind erklären würdest.
00:03:32 SPEAKER_01
Ich habe mir schon gedacht, dass du es nicht verstehst in meiner ersten Erklärung. Deswegen kann ich das gerne versuchen. Stell dir doch einfach mal vor, du hast eine Schatzkiste und in dieser Schatzkiste... Die hast du vielleicht vor dir stehen. Da kannst du wichtige Dinge reinpacken. Keine Ahnung, deinen Teddybären.
00:03:45 SPEAKER_00
Ja, dann packe ich den Teddybären da mal rein.
00:03:47 SPEAKER_01
Genau. Und es ist aber eine besondere Schatzkiste, weil das ist eine sehr sichere Schatzkiste. Und gleichzeitig kann jeder sehen, was in ihr drin ist. Also die ist im Prinzip durchsichtig. Und dadurch, dass jeder von außen reinschauen kann, kann auch jeder... der da reinschaut, prüfen, ob dann auch wirklich alles mit rechten Dingen zugeht in dieser Schatzkiste. Und das führt einfach dazu, dass niemand schummeln kann. Das heißt, niemand kann irgendwas aus der Schatzkiste rausnehmen, obwohl er da gar nicht zu berechtigt ist. Okay. Und so ähnlich funktioniert auch die Blockchain. Jetzt ganz einfach gesagt, ist die Blockchain eine digitale Schatzkiste. Und dann wirst du in der Blockchain nicht deinen Teddybär hinterlegen, aber wichtige Informationen, möglicherweise Unternehmensinformationen, die dann in der Blockchain gespeichert werden. Und in der Blockchain ist es nicht so, dass von außen wie in unsere Schatzkiste Leute reingucken und schauen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, sondern das machen viele Computer, die in dem Netzwerk angeschlossen sind. und dann diese Prüfung vornehmen, sodass man sich immer sicher sein kann, dass die Daten, die in der Blockchain liegen, fälschungssicher und auch echt dort abgelegt wurden. Wie wir das gerade auch schon kurz angeteasert haben, kann man dann die Blockchain dafür nutzen, beispielsweise Geld zu überweisen oder auch halt wichtige Unternehmensdaten aufzubewahren. Weil der Vorteil ist halt, dass alles, was da drin ist, sehr sicher ist und niemand Veränderungen vornehmen kann, ohne dass das Netzwerk davon Wind bekommt.
00:04:58 SPEAKER_00
Okay, cool. Danke für die einfache Erklärung. Ich frage jetzt nicht mal nach einer noch einfachen Erklärung.
00:05:05 SPEAKER_01
Ich kann es natürlich versuchen, noch mal einfacher. Das war jetzt so der theoretischere Einblick in die Blockchain. Wir beschäftigen uns im Forschungsprojekt ja mit der Blockchain im Supply Chain Management. Und da kann man es vielleicht sogar noch ein bisschen anschaulicher erklären, wie die Blockchain arbeitet. Ich würde einfach mal sagen, stell dir doch einfach mal vor, du stehst im Supermarkt und hältst einen Apfel in der Hand. Und bevor der Apfel dann tatsächlich auch im Supermarkt angekommen ist, musste er zwangsläufig an vielen Orten vorbeigekommen sein. Das heißt, der war ja mal am Anfang bei einem Bauern, wo er gewachsen ist, wird in einem Lagerhaus gewesen sein, wird auch irgendwie transportiert worden sein, bis er dann tatsächlich vor dir lag. Und wenn du ihn jetzt in der Hand hältst, möchtest du ja vielleicht wissen, wo kommt denn dieser Apfel überhaupt her und ist der überhaupt frisch? Genau an dieser Stelle kann dann die Blockchain ins Spiel kommen. Die kann man sich nämlich in so einem Anwendungsfall einfach wie so ein Geheimnisbuch vorstellen. in dem alle Informationen niedergeschrieben werden, die mit dem Apfel zu tun haben. Und zwar ist es so, dass alle Leute, die mit dem Apfel dann entlang der Lieferkette zu tun haben, sei es der Bauer, der es geerntet hat, aber auch der Transporteur beispielsweise, kann dann alles, was er mit dem Apfel gemacht hat und wo er das gemacht hat und wie er das gemacht hat, in dieses Geheimnisbuch reinschreiben. Beispielsweise, wo wurde er geerntet, wie wurde er transportiert, wer hat ihn verkauft. Das Besondere ist, Und das ist der Vorteil der Blockchain. Alles, was in dieses Geheimnisbuch geschrieben wurde, kann nicht mehr verändert werden. Es kann auch nicht gelöscht werden. Es bleibt für immer in diesem Buch bestehen. Und so kannst du dir dann auch sicher sein, dass der Apfel frisch ist und auch sicher bei dir angekommen ist.
00:06:24 SPEAKER_00
Cool. Ja, danke für diese Erklärung. Also damit ist es wirklich sehr anschaulich. Und ich hoffe, dass auch alle draußen das verstanden haben. Wenn ihr dazu Fragen habt, dann meldet euch gerne nochmal bei uns. Die Ansprechpartner gehen wir euch am Ende der Folge nochmal durch. Wir haben uns Jahr 2020 kennengelernt. Und zwar im folgenden... haben so ein bisschen das Problem als technischer Großhandel, haben wir natürlich viele, viele Kunden und viele Lieferanten und jeder von denen nutzt so ein bisschen sein eigenes System, also Warenwirtschaftssystem, aus dem Bestellungen ausgelöst werden oder Bestellungen beziehungsweise Auftragsbestätigungen empfangen werden. So haben wir uns kennengelernt, denn wir haben nach einer Lösung gesucht, wie wir das Ganze vereinfachen können, sodass eben Leute, die bei uns solche Bestellungen in die Warenwirtschaft eintragen, Zeit für wichtigere Dinge bekommen und sich eben nicht mit diesen lästigen Sachen rumplagen müssen. Und da habt ihr gesagt, Haben da was? Lass uns doch mal zusammen forschen. Vielleicht kannst du ein bisschen was über das Forschungsprojekt erzählen.
00:07:13 SPEAKER_01
Ja, sehr gerne. Genauso war es. Unser Projekt Blockchain für die Supply Chain ist eine Kooperation von der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Meschede mit der Hochschule Ruhr -West. Das ganze Projekt wird gefördert aus dem EFRE NRW. Das ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung und ist somit kofinanziert von der EU. Und wie du auch schon gesagt hast, wir haben Ende 2020 gestartet mit dem Projekt. Wir sind jetzt gerade in der heißen Phase und werden Ende August diesen Jahres unser Projekt dann auch beenden können. Hoffentlich. Das hoffe ich auch. Ja, also was möchten wir eigentlich zeigen mit dem Projekt und was möchten wir erforschen? Also wir möchten gerne die Blockchain dafür nutzen, die Lieferketten sicherer, transparenter und effizienter zu machen. Und das Ganze auch dann vor allem hier in den heimischen Lieferstrukturen zeigen, dass auch die Blockchain hier im Mittelstand auch seinen Einsatz finden kann und auch Vorteile mit sich bringt. Und gleichzeitig, um das nicht nur aus unserem theoretischen Elfenbeinturm zu machen, möchten wir das Know-how, was wir dabei erlernen und erforschen, auch in die Region weitergeben und weiterverbreiten, sodass sich das hier wie so ein Schneeball am besten ausrollen kann. Cool. Ja, super spannend. Und das Ganze machen wir in drei Pilotprojekten in Südwestfalen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben. Beispielsweise gehen wir die Lösung von Herkunfts- und Rückverfolgbarkeitsproblematiken an, aber auch, und das ist der spannende Teil, da kommen wir nämlich jetzt hier zum Pilotprojekt mit euch, mit Piel. zur Schnittstellenüberbrückung, um Geschäftsprozesse zu automatisieren.
00:08:31 SPEAKER_00
Ganz konkret bedeutet das, dass eine Kundenbestellung, die wir bei uns im Standard nicht verarbeiten können, dass die quasi mittels der Blockchain an uns übertragen wird und gleichzeitig auch gewandelt wird, damit wir sie einlesen können in unser wahren Wirtschaftssystem. Richtig?
00:08:44 SPEAKER_01
Das ist genau richtig. Also durch diese typische Struktur, die ihr als Händler einfach mit euch bringt, dass ihr eine Vielzahl von Kunden habt, die möglicherweise auch... zum Teil dann auch nur in kleinen Stückzahlen was abnehmen im Jahr, lohnt es sich an diesen Stellen dann auch nicht, diese Heterogenität der ERP -Systeme mit standardisierten Lösungen zu überbrücken. Also es ist durchaus möglich, sich Schnittstellen bauen zu lassen oder auch selber zu bauen. Aber das macht besonders bei Kunden mit vielleicht eher kleinen Umsätzen einfach auch gar keinen Sinn, weil dieser Aufbau von Schnittstellen einfach viel zu kostschwierig ist. Und genau an dieser Stelle möchten wir einfach zeigen, dass die Blockchain dafür ein ziemlich gut geeignetes Tool ist, um genau diese Schnittstellen überbrücken zu können. Und diese vielen manuellen und vielleicht auch noch papierbasierten Prozesse, die stattfinden, damit einfach zu optimieren.
00:09:26 SPEAKER_00
Und wir nutzen natürlich auch viele Funktionen der Blockchain. Das heißt, das Ganze ist sicher und verschlüsselt. Keiner kann da irgendwie drauf zugreifen. Und das Ganze wird auch gegengecheckt. Das heißt, sogenannte Smart Contracts prüfen, ob die Inhalte, die darüber laufen, auch richtig sind. Also es wird verifiziert.
00:09:42 SPEAKER_01
Genau richtig .Das ist auch eine Besonderheit in unserem Projekt. Und zwar kann ich ja noch ein bisschen tiefer darauf eingehen, was wir genau tun. euch, der schon im Kundenstamm vorhanden ist, zusammengesetzt und uns diesen Bestell - und Auftragsabwicklungsprozess einfach mal angeschaut, um genau diesen Prozess, der heute noch sehr manuell abläuft und papierbasiert, wie gerade schon angesprochen, kosten - und zeitoptimiert gestalten zu können. Und genau hier ist nämlich auch diese Problematik, die du gerade schon angesprochen hast. Euer Kunde und ihr benutzt unterschiedliche ERP -Systeme. Das heißt, die sind an der Stelle heterogen. Dieses Dateiformat passt einfach nicht zusammen, sodass man nicht eine Bestellung aus dem ERP -System des Kunden ganz einfach bei euch ins ERP -System reinziehen kann. Das führt einfach dazu, dass Stand heute eine Bestellung im ERP -System von dem Kunden erstellt wird und ist dann auch im System hinterlegt. Weil es aber nicht in euer ERP -System übertragen werden kann, wird es also aus dem ERP -System des Kunden extrahiert. wird in eine PDF verwandelt und wird per E -Mail dann manuell wieder an euch versendet, wo ihr dann manuell diese Bestellung bearbeiten müsst und in euer Ziel ERP -System einpflegen. Und das macht natürlich einen Riesenaufwand, der… Lästig, einfach nur lästig. Das muss nicht mehr sein in der heutigen Zeit. Und genau da wollen wir nämlich die Blockchain -basierte Lösung bereitstellen, um genau diese manuellen Schritte dann reduzieren zu können.
00:10:57 SPEAKER_00
Und das Ganze nicht nur in unsere Richtung, sondern auch in Richtung des Kunden zurück, denn auch dort werden ja unsere Auftragsbestätigungen quasi manuell bearbeitet. in das ERP -System des Kunden eingetragen. Das verursacht ebenfalls Zeit und auch die wollen wir eliminieren, sodass die Auftragsbestätigung aus unserem Hause direkt ins Kundenhaus klettert und auch dort automatisch ins ERP -System eingetragen wird.
00:11:19 SPEAKER_01
Genau richtig. Das soll genau auf eurer Seite, aber natürlich auch beim Kunden oder auch perspektivisch beim Lieferanten dann zu Einsparungen führen, sodass auf allen Seiten Vorteile generiert werden können.
00:11:28 SPEAKER_00
Und das Ganze läuft jetzt noch bis Ende August. Über einen dicken Daumen gepeilt. Was sagst du? Läuft das? Oder können wir das mit einem Erfolg verbuchen am Ende?
00:11:39 SPEAKER_01
Ja, das möchte ich schwer hoffen, dass wir das mit einem Erfolg verbuchen können.
00:11:41 SPEAKER_00
richtige Antwort jetzt an der Stelle.
00:11:43 SPEAKER 01
Ja, das muss ich sagen. Das ist mein Job. Nein, selbstverständlich sind wir sehr guter Dinge. Wir sind gerade in der Evaluationsphase. Das heißt, wir haben auch erste Daten von euch analysiert. Die Blockchain wird jetzt bald ins Testnet auch einlaufen. Erste Testbestellungen werden darüber abgewickelt. Das heißt, wir können auch erste Aussagen darüber treffen, was sie denn am Ende wirklich... gebracht hat, um diese Schnittstellen zu überbrücken und wir sehen gerade, da ist ein richtiges Potenzial.
00:12:06 SPEAKER_00
Abschließender Punkt, wo siehst du so die Blockchain -Technologie auf uns runtergebrochen in einigen Jahren?
00:12:12 SPEAKER_01
Ich glaube, gerade wenn man sich eure Kundenstruktur anschaut und auch die Lieferantenstruktur, wird sie eine sehr große Rolle spielen können, wenn unser Projekt jetzt hier zeigt, wie sinnvoll sie an der Stelle eingesetzt werden kann. Weil ihr einfach in der Lage seid, so ein Backend -System bereitzustellen, in dem alle Kunden und Lieferanten, die heute noch nicht über eine standardisierte Schnittstelle angebunden sind, dann quasi einen Vermittler bekommen, also der genau diese Lücke schließen kann zwischen diesen unterschiedlichen ERP -Systemen, egal welcher. eingesetzt werden und sie dann in ein kompatibles Format komplettiert. Und ich glaube, das Ganze weiter auszurollen, wird für euch Riesenvorteile bringen können.
00:12:43 SPEAKER_00
Und wir haben ja auch schon ein Folgeprojekt am Laufen, um jetzt nicht zu viel zu verraten, aber auch das baut ja auf dem bisherigen Forschungsprojekt schon auf, sodass wir quasi in der Lage sind oder auch nicht ITler, also Leute, die jetzt kein Blockchain -Wissen haben, dann anschließend mit dieser Blockchain -Technologie umgehen können
00:12:59 SPEAKER_01
Ja genau, der Entwicklungsansatz des Low-Code, No-Code ist gerade in der Informatik stetig am Wachsen und genau diesen Entwicklungsansatz möchten wir uns vorknöpfen und zwar diese bestehende Lösung, die wir jetzt hier mit euch pilotiert haben, möchten wir einfach mit dem Ansatz des Low-Code, No-Code dazu verwenden, dass ihr in der Lage seid, diese Lösung für eure Kunden, für Neukunden, für bestehende Kunden eigenständig auszubauen und auszurollen, ohne dass ihr angewiesen seid auf Blockchain Experten.
00:13:24 SPEAKER_00
Unsere Vision ist ganz klar, hier in Soest und natürlich auch in Südwestfalen ein Blockchain -Netzwerk aufzubauen. Das heißt, viele KMUs dazu zu befähigen, sich an der Blockchain -Technologie zu beteiligen. Denn häufig haben nur die großen Konzerne die Möglichkeit, da Know-how und auch Geld reinzustecken. Und wir wollen versuchen, das Ding hier im Sauerland vor die Haustür zu tragen und alle dazu zu befähigen, am Blockchain Netzwerk teilzuhaben. Genau richtig.
00:13:49 SPEAKER_01
richtig. Und das ist auch unsere große Vision, die Blockchain in den Mittelstand nach Südwestfalen zu holen und dafür... forschen wir.
00:13:55 SPEAKER_00
Man sagt ja nicht umsonst, Südwestfalen ist das neue Silicon Valley. Ja,
00:13:58 SPEAKER_01
das sagen wir auch.
00:14:00 SPEAKER_00
Da bist du ja einer der Pioniere, die da mit dran arbeiten und ich auch. Ich darf mich auch zu den stolzen Teilhabern zählen. Ich würde sagen, dann hören wir uns wahrscheinlich Ende August wieder. sind,
00:14:10 SPEAKER_01
Wenn die Daten so vielversprechend sind, wie ich jetzt gerade geteasert habe, hören wir uns sehr gerne im August. Falls ich nicht komme, weißt du ja, was das bedeutet.
00:14:15 SPEAKER_00
Ihr habt es gehört. Wenn ihr keinen Podcast im August zum Thema Blockchain im Mittelstand hört, dann wisst ihr, dass das Projekt gescheitert ist. Alle, die fleißig zugehört haben heute, die wissen, dass es schon jetzt ziemlich gut aussieht. Vielen, vielen Dank, dass du da warst. Ich freue mich, wenn wir uns wiedersehen und wieder hören. Wenn ihr Interesse habt, dann meldet euch gerne bei uns, bei Piel im C -Teile -Management, wenn ihr an dem Blockchain -Netzwerk... teilhaben wollt oder informiert euch auf der Seite von Blockchain for Supply Chain www.bc4sc.de Ganz einfache Internetadresse. Ich packe euch den Link auch nochmal in die Shownotes. Danke Marc, dass du da warst. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn wir uns wieder hören und ich freue mich vor allem aufs Projektergebnis.
00:14:57 SPEAKER_01
für die Einladung, ich freue mich auch.
00:14:59 SPEAKER_00
Gute Heimreise.
#53 (Wirklich) Grüne Regale aus Sundern
Mario hat sich vernetzt und erneut Gäste von jenseits der Haar eingeladen: Ganz oldschool haben wir uns IRL mit Andrea Schulte, Geschäftsführende Gesellschafterin bei Gebrüder Schulte aus Sundern, und ihrem Gebietsverkaufsleiter Christian Söllner bei uns im ContentLab getroffen. In diesem PIELcast erzählen sie von ihrem Engagement im WaldLokal, von grünen und roten Regalen und der "Schulte Akademie"!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_03
Pielcast. Einfach besser hören. Hallo und herzlich willkommen da draußen an den Funkgeräten. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu unserem heutigen Pielcast. Ich habe ganz besondere Gäste heute hier bei mir im Studio. Und zwar aus dem fernen Sundern. Jenseits der H sind sie hergereist. Unsere beiden Unternehmen, wir ähneln uns sehr. Und ich freue mich, dass ihr heute da seid. Andrea Schulte und Christian Söllner. Grüßt euch.
00:00:33 SPEAKER_00
Ja, hallo. Wir freuen uns, dass wir da sind.
00:00:35 SPEAKER_03
Ja, hallo auch von meiner Seite.
00:00:39 SPEAKER_01
Und noch jemand sitzt am Tisch, unser Mario. Hi. Andrea, vielleicht magst du dich ganz kurz vorstellen, damit alle, die gerade eingeschaltet haben, dich kurz kennenlernen.
00:00:45 SPEAKER_00
Mein Name ist Andrea Schulte und ich bin die geschäftsführende Gesellschafterin der Firma Gebrüder Schulte GmbH & Co. KG in Sundern. Aus dem Sauerland kommen wir. Und uns gibt es schon seit über 100 Jahren und wir sind einer der führenden Regalhersteller in Deutschland.
00:01:02 SPEAKER_03
Sehr schön. Christian, Regale, das klingt erstmal richtig unsexy. Jetzt so ganz lapidar gesagt, kannst du uns da ein bisschen was zu erzählen?
00:01:08 SPEAKER_02
Ja, auf jeden Fall gern. Also Regale unsexy kann ich da nicht unterschreiben. Jedes Projekt ist anders. Es ist immer sehr spannend, vom Anfang bis zum Ende dann das Ergebnis zu sehen. Und ja, jedes Regal, jedes Projekt ist anders und es ist immer spannend, was dabei am Ende rauskommt. Ist dann doch immer unterschiedlich, aber sieht gut aus.
00:01:28 SPEAKER_03
Ich habe es gesehen, es gibt bei euch das Jubiläumsregal, was ja dann im Schulte rot lackiert ist. Ihr habt eine grüne Regalserie, die sehr auf Nachhaltigkeit zielt. Und ich glaube, so habt ihr euch auch ein bisschen kennengelernt, Mario, oder? Über das Thema Nachhaltigkeit.
00:01:40 SPEAKER_01
Ja, das ist ganz witzig. Wir sind in ganz vielen Feldern parallel unterwegs. Erstmal ungefähr 100 Jahre alte Familienunternehmen in der gleichen Branche unterwegs. Denn Schulte verkauft auch, wie sich das gehört, über den Handel in Richtung Endkunden. Dann verbindet uns das Thema Richtung Zukunft. Es gibt zum Beispiel ein RFID -Regal von Schulte. Es gibt das nachhaltige Regal von Schulte. Und die Gebrüder Schulte und die Andrea und der Christian sind auch schon Waldlokalianer in Sundern. Auch seit letztem Jahr, da macht es auch immer Sinn, unter waldlokal .de sich die Erfolgsstory mal durchzulesen. Und von daher ist das ganz witzig, dass wir uns noch gar nicht kannten, die Andrea und ich, weil wir ja beide in Netzwerken viel unterwegs sind. Und dann gab es noch einen Zusatzlink, nämlich das Thema professionell verkaufen. TQS nennt sich das von Uli Dietze. Und den Uli, den habe ich dann mal angesprochen. Ich sage, Mensch, wenn du jetzt ein Projekt gemacht hast bei Regalbau Schulte, dann vernetzt doch mal mich bitte mit der Andrea. Und das hat er gut gemacht und so eine gute Sache, Andrea. Oder was meinst du?
00:02:42 SPEAKER_00
Auf jeden Fall habe ich mich gefreut über deine Kontaktanfrage. Und dann warst du ja relativ schnell auch bei uns, hast dir unser Unternehmen angeschaut. Wir haben uns gut ausgetauscht. Und ja, du hattest eben schon die grüne Regalserie erwähnt. Die haben wir also im letzten Sommer auf der Logimat -Messe in Stuttgart vorgestellt und sind die Ersten, die also ein Regal herausgebracht haben, was also zu 100 Prozent CO2 kompensiert ist. Und zwar sowohl von der Vorproduktion, also dem Stahl, dann der Produktion bei uns und auch dem Transport zum Kunden können wir zu 100 Prozent über Zertifikate kompensieren. sind damit die Ersten, die da an den Markt hineingegangen sind. Und die Nachfrage ist auf jeden Fall dafür da. Und auch die Sensibilisierung für dieses Thema Nachhaltigkeit wird wirklich immer größer. Das war auch mit ein Grund, dass wir uns damals, als wir von dem Waldlokal erfahren haben, in Sundern, dass wir sofort gesagt haben, da machen wir mit. Und ja, Mario ist da ja ganz führend in dem Bereich. Der Initiator der Initiative oder besser gesagt, habe ich gelernt, seine Tochter war eigentlich die Ideengeberin.
00:03:53 SPEAKER_03
Ganz genau, gibt es auch bei uns im Pielcast zu hören. Also vor einigen Folgen hat er davon ein bisschen was erzählt. Also ja, schönes Projekt, was da jetzt schon seit knapp zwei Jahren am Laufen ist. Und fleißige Zuhörer und Zuhörerinnen des Pielcast haben auch von Jasmin schon gehört, dass das Pflanzfest da in der Nähe von Sonnen sehr atemberaubend war mit über 400 Teilnehmern, glaube ich.
00:04:13 SPEAKER_01
Ja, das war mega. Das war wirklich super. Und zwar letztes Jahr im April, wenn ich mich nicht irre. Und das war das erste Mal nach Corona, dass die Blasmusik auch wieder aufgetreten ist. Und da war er wirklich jung und alt. Ich würde sagen, Teilnehmer von 1 bis 99 waren da. Und da gab es Würstchen vom Grill, einen Pilz aus der Pulle und eben Blasmusik dabei auf dem Sonntag. So Frühschoppen -mäßig. Und dabei haben wir, glaube ich, 1200 Bäume gepflanzt oder so. Wahnsinn. Das war echt cool.
00:04:41 SPEAKER_03
Sehr cool. Ja, das passt wirklich gut zusammen. Das Waldlokal und die grüne Regal. Christian, das kommt, glaube ich, auch sehr gut bei euren Kunden an.
00:04:48 SPEAKER_02
Ja, definitiv. Also man merkt das schon, dass darauf immer mehr Wert gelegt wird, weil ich meine, wir bekommen das tagtäglich auch in den Nachrichten oder in den Medien mit, wie es mit unserer Umwelt aussieht und doch, das ist schon ein großes Thema.
00:05:00 SPEAKER_03
Und Thema Schulung und Fortbildung, das ist ja auch bei euch ein wichtiger Punkt. Ihr habt die Schulter Akademie, wenn ich mich richtig entsinne.
00:05:06 SPEAKER_00
Genau, ja, die Schulter Akademie gibt es jetzt auch schon im zehnten Jahr. Also die haben wir im Jahr 2013 ins Leben gerufen, weil wir ja, ich sag mal, mit dem Fachhandel zusammenarbeiten oder über dem Fachhandel verkaufen. Und für uns war es immer schon ein wichtiges Thema, dass wir gesagt haben, wie bekommen wir denn die Außendienstler von unseren Kunden so richtig fit im Thema? Und dafür machen wir zweimal im Jahr unsere Händlertagung, wo wir dann halt entsprechend die Außendienstler wirklich ausbilden in verschiedenen Workshops. Das ist immer eine Veranstaltung, die wirklich sehr, sehr gut ankommt und wo dann die Teilnehmer wirklich auch was mitnehmen und wirklich das Thema Regale dann nachher deutlich besser beherrschen. Natürlich machen wir auch unsere interne Aus - und Weiterbildung, sowohl bei den Azubis als auch bei den Mitarbeitern. Auch die versuchen wir mit internen Veranstaltungen entsprechend weiterzubilden.
00:05:59 SPEAKER_03
Stark. Das spiegelt sich ja auch bei uns so ein bisschen wieder. Auch wir haben unsere Schulungsräumlichkeiten hier, wo wir unsere internen Pielaner fortbilden, wo wir auch Kunden und Freunde des Hauses einladen, sich hier weiterzubilden oder in unserem Absturzturm direkt ins praktische Training zu gehen.
00:06:13 SPEAKER_00
Das habe ich mir eben angeschaut. Finde ich sehr interessant, wie ihr das so umsetzt für eure Kunden. Auch diese Wartungsplattform finde ich sehr interessant. Also ihr bietet schon sehr, sehr viel Service, also deutlich über dem Norm. normalen Artikelverkauf. Ihr habt ein ganzes Konzept dahinter. Finde ich sehr interessant, hat mich wirklich beeindruckt, was ich eben gesehen und gehört habe.
00:06:35 SPEAKER_03
Da sind wir uns ja auch echt ähnlich, muss ich sagen.
00:06:38 SPEAKER_01
Genau, wenn ich das richtig verstanden habe, ist euer Slogan, wir liefern Freiräume. Das ist ja schon eine gute Geschichte. Wir haben den Anspruch, unsere Kunden einfach besser zu machen. Nach dem Motto, ihr verkauft gar keine Regale und wir gar keine Handschuhe, sondern uns geht es darum, dass der Kunde den Waren nutzen. daraus zieht, aus dem, was wir mit ihm gemeinsam machen. Und eure Kunden haben dann eben mehr Freiräume, unsere verletzen sich nicht mehr bei der Arbeit, haben effiziente Prozesse oder stürzen sich vom Turm, ohne unten aufzuschlagen. Also sehr, sehr parallele Entwicklungen. Also das ist wirklich, wirklich cool.
00:07:13 SPEAKER_03
Wir schreiben bei uns ja immer gerne Erfolgsgeschichten. Das kennt ihr ja. Ihr habt ja auch eine schon mit dem Waldlokal geschrieben. Christian, wenn du so mal an deine Zeit bei Schulte denkst, was war denn so mal ein Highlight-Projekt in Sachen Regaltechnik, was du umgesetzt hast?
00:07:26 SPEAKER_02
Im Prinzip sind alle Projekte für mich ein Highlight. Also weil es, wie gesagt, immer spannend ist, vom Anfang bis zum Ende das zu begleiten. Und wenn der Kunde dann natürlich noch sich total freut über seine Anlage, dann hat man alles richtig gemacht. Aber ein besonderes Projekt ist sicherlich das Projekt. Erlebnisreich Campus in Bergkamm. Das ist ein altes Fabrikgebäude und dort haben viele namhafte Hersteller von Türen, von Schaltern etc. das als Referenzobjekt genommen und auch wir wurden dazu ausgesucht, das als Referenz zu bauen und dort ist das halt eine große Bühne und auch Palettenregale in besonders schöner Farbe. Und ja, darin denke ich immer gerne zurück und zeig das auch gerne den Kunden.
00:08:02 SPEAKER_03
Das hört sich wirklich echt gut an. Schön, dass ihr bei uns wart. Ich habe mich richtig gefreut, dass wir hier den Podcast heute aufgenommen haben. Ich wünsche euch noch alles Gute und hoffe, dass wir uns bald hier im Content Lab und vielleicht auch gerne auf dem Acker im Waldlokal wieder treffen. Alles Gute. Schönen Tag euch noch.
00:08:18 SPEAKER_00
Ja, vielen Dank. Vielen Dank. Danke, Christoph. Ciao.
#52 WARNING: Unsichtbare Gefahren im Untergrund!
Viele Gefahren sind auf den ersten Blick zu sehen oder auch zu hören, aber nicht jede Gefahr ist sichtbar: Für Allan und Luca ist es jeden Tag wichtig, die richtigen Lebensretter dabei zu haben. PIEL hat die beiden bei der Suche und Lösungsfindung begleitet und geholfen, den Arbeitsalltag endlich sicher zu gestalten - damit Allan und Luca abends gesund nach Hause gehen können. In diesem PIELcast hört ihr die Geschichte der beiden stellvertretend für alle Kollegen und Kolleginnen der Stadtentwässerung Arnsberg!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_02
Pielcast. Einfach. Besser.
00:00:13 SPEAKER_01
Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Pielcast. Schön, dass ihr da seid. Alan, grüß dich. Hallo. Hi, Luca, du auch da.
00:00:22 SPEAKER_02
Hi, schön, dass ich hier sein darf.
00:00:23 SPEAKER_01
Und Susi, du bist auch am Start.
00:00:23 SPEAKER_00
Ja, hallo in die Runde. Ich freue mich total, hier zu sein.
00:00:27 SPEAKER_01
Cool. Ich habe ja jetzt hier schon einen kleinen Wissensvorsprung. Alan und Luca, ihr kommen von der Stadtentwässerung Arnsberg. Erzählt doch mal, was macht ihr da so? Ja,
00:00:35 SPEAKER_03
Ja, mein Name ist Alan Huppert. Grüßt euch. Ich bin dort, die Elektrofrachtkraft in dem Unternehmen und kümmere mich quasi um. um die Abwasserpumpenwerke.
00:00:43 SPEAKER_01
Cool. Luca, was machst du?
00:00:45 SPEAKER_02
Ja, ich bin der Luca. Ich habe die Ausbildung als Fachkraft für Rohrkanal - und Industrieservice gemacht. Ich bin jetzt auch fast angestellt bei den Stadtwerken.
00:00:52 SPEAKER_01
Ja, Susi, dich kennt ja vielleicht schon der eine oder andere, aber sag doch nochmal kurz, was du hier so treibst bei Piel.
00:00:57 SPEAKER_00
Ja, ich bin die Susanne Müller und schon seit vielen, vielen Jahren bei der Firma Piel im Außendienst und ich betreue die Stadtentwässerung Arnsberg und freue mich, euch beiden hier zu haben und dass wir heute noch ein paar schöne Minuten haben und uns ganz interessiert unterhalten.
00:01:13 SPEAKER_01
Super, cool. Stadtentwässerung Arnsberg, was kann man sich denn so darunter vorstellen? Was ist so eure tägliche Arbeit? Ja, unsere tägliche Arbeit besteht darin,
00:01:20 SPEAKER_03
unsere tägliche Arbeit besteht darin, quasi mit zwei Spülfahrzeugen und Kamerawagen und Werkstattwagen das Kanalnetz in Ordnung zu halten. Wir betreiben 510 Kilometer langes Rohrnetz mit ungefähr 13 .000 Kanalschächten. Und dann quasi die Reihe, die ich mache, werden dann diese 29 Abwasserpumpwerke, die ich betreue.
00:01:40 SPEAKER_01
Wow, das klingt nach viel und auch nach viel Verantwortung. auf jeden Fall. Was würde passieren, wenn es euch nicht geben würde?
00:01:47 SPEAKER_02
Das wäre schlecht, würde ich sagen. Ich glaube,
00:01:48 SPEAKER_00
Ich glaube, das will keiner wissen.
00:01:53 SPEAKER 01
Okay, gut. Ja, sehr schön. Luca, was machst du so bei deiner täglichen Arbeit?
00:01:55 SPEAKER_02
Ja, ich bin oft am Spülwagen unterwegs. Wir reinigen Kanäle dann im Prinzip und warten Pumpwerke, machen die Pumpwerke sauber. Wenn es Verstopfung geben sollte, dann sorgen wir auch dafür, dass da wieder alles läuft.
00:02:05 SPEAKER_01
Okay, Kanäle. Kann ich mir tief tatsächlich vorstellen und vielleicht auch gefährlich?
00:02:10 SPEAKER_02
Auf jeden Fall, ja.
00:02:11 SPEAKER_01
Okay, alles klar. Susi, was denn steht da? für Gefahren oder wie schützt du da deine Kunden?
00:02:13 SPEAKER_00
Dabei können ganz viele Gefahren entstehen. Es ist Einstieg in enge Räume, in Kanal, in Schächte. Dafür muss man sich einerseits mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz, sprich Auffanggurten, Höhensicherungsgeräte etc. schützen und sichern. Und auf der anderen Seite, bevor ich dort einsteige, muss ich natürlich freimästen. Das heißt, ich muss prüfen, kann ich mich in diesen engen Raum reinbegeben, ohne irgendeiner Gefahr ausgesetzt zu sein. Was wären das so für Gefahren,
00:02:41 SPEAKER_01
wären das so für Gefahren, Alan?
00:02:42 SPEAKER_03
Das wären H2S, also quasi die Gefahren, die durch Abwasser entstehen. Wenn H2S entsteht, wird quasi auch der Sauerstoff verdrängt. Wir haben einen Sauerstoffmangel. Oder wenn irgendwelche Firmen, wir haben ja auch große Firmen bei uns ansässig, wenn die da irgendwelche Abwässer einleiten, die da normalerweise nicht reingehören durch irgendwelche Betriebsprozesse. dann wahrscheinlich doch reinkommen. Können wir halt nicht garantieren, dass die Substanzen halt nicht da drin sind und deswegen schützen wir uns halt quasi vor dem Einsteigen immer davor, messen halt quasi den Schacht frei. dass er dann halt auch ohne Gefahr einsteigen könnte.
00:03:16 SPEAKER_01
Okay, also sprich die Gase, die um euch herum sind oder der Sauerstoffmangel, das ist eigentlich so eure größte Gefahr. Und wie schützt ihr euch?
00:03:23 SPEAKER_02
Im Prinzip, wir haben ein Gas -Warm -Messgerät von Dräger und das zeigt uns halt die vier verschiedenen Gase an. Ist zu viel oder zu wenig, kann auch zu viel Sauerstoff sein. Im Prinzip ist es auch nicht gut und das warnt uns dann vor den Gasen. Im Prinzip messen wir halt frei, wie schon gesagt. Und daran können wir das dann erkennen, ob so viel Gas oder welches Gas überhaupt vorhanden ist.
00:03:40 SPEAKER_01
Also im schlimmsten Fall wäre es tatsächlich so, es wäre eben lebensbedrohlich. Genau,
00:03:45 SPEAKER_02
Genau, wir könnten ja sticken auch. Umso wichtiger ist es,
00:03:46 SPEAKER_00
wichtiger ist es, dass natürlich diese Gaswarnmessgeräte funktionieren und immer ordnungsgemäß einsatzbereit sind. Und da kam das heutige Thema auf, dass wir gesagt haben, es müsste doch dafür eine Lösung geben, dass das automatisch alles geprüft wird. Es gibt die BAM -Station, da muss es halt noch händisch eingelegt werden. Und da kam halt die Aufgabe auf uns zu. Wir haben gesagt, wir setzen uns mit Dräger zusammen, haben eine Beratung vor Ort gemacht und sind zu einer Lösung gekommen. Vielleicht könnt ihr davon mal erzählen.
00:04:12 SPEAKER_03
Ja genau, quasi die Herleitung, dass wir halt diese BAM... BAM -Teststationen ablösen wollen, weil der Nachteil bei dieser BAM -Teststationen war, dass wir nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitern hatten, die diese Gaswarngeräte prüfen durften. Wenn die Urlaubszeit krankheitsbedingt ausfallen, hatten wir halt kein Gaswarngerät zur Verfügung, wo wir halt, wenn wir irgendwo einsteigen müssen, ohne Gaswarngerät einsteigen geht nicht, also konnten wir die Arbeit nicht machen. Deswegen hat Susi uns sehr gut beraten, eine X-Doc von der Firma Träger zu besorgen. wo dann halt jeden Morgen an einer gewissen Uhrzeit, die wir einstellen können, die Gaswagengeräte geprüft sind. Dann muss halt jeder Mitarbeiter, der das Gaswagengerät rausnimmt, einmal noch eine Sichtkontrolle durchführen. Das kann aber jeder Mitarbeiter, der muss nicht extra eingewiesen worden sein oder einen Lehrgang gemacht haben, sondern das kann jeder Mitarbeiter. Deswegen können wir zu jeder Tages - und Uhrzeit sagen, wir haben mindestens vier Gaswagengeräte, die immer geprüft sind und immer einsatzbereit sind.
00:05:11 SPEAKER_01
Okay, also die X-Doc funktioniert auch ohne menschliches Eingreifen. Finden Sie, ist quasi euer Lebensretter. Ja, genau. Die X-Doc, hat die irgendwelche Wartungsanforderungen?
00:05:18 SPEAKER_03
Ja, die Wartungsanforderung wird halt durch die Firma Piel realisiert. Da sind wir halt sehr gut aufgestellt oder die Firma Peel sehr gut aufgestellt. Früher mussten die halt zu der Firma Träger wirklich hingeschickt werden und dann sind das halt vier Messgeräte, die jährlich immer irgendwo hingeschickt werden müssen, dann eine gewisse Zeit ausfallen. So können wir halt nicht realisieren, dass wirklich jedes Auto oder jede Kolonne, die halt rausfährt, immer ein Gaswagengerät mit haben. So konnten wir das halt quasi ausschließen mit der X-Doc. dass halt immer viel Gaswarengeräte immer einsatzbereit sind.
00:05:46 SPEAKER_01
Luca, welchen Einfluss hat das auf dich jetzt, auf deine tägliche Arbeit, dadurch, dass diese Wartungsarbeiten übernommen werden, aber ihr damit gar nichts mehr zu tun habt?
00:05:54 SPEAKER_02
Das vereinfacht sehr, sehr viel auf jeden Fall. Also wir kommen morgens dann runter, können uns das Gaswarenmessgerät nehmen, führen eine Sichtprüfung durch, wie gesagt, alles einmal kontrollieren, wie dir Alan schon erzählt hat und können direkt loslegen, können uns mitnehmen und können dann... jederzeit in Schächten und Bauwerken einsteigen.
00:06:11 SPEAKER_00
Und ihr fühlt euch sicher. Das ist nämlich das Allerwichtigste dabei.
00:06:15 SPEAKER_01
Ja Susi, berichte du doch mal aus Piel-Sicht. Wie ist das Ergebnis jetzt für dich?
00:06:19 SPEAKER_00
Also erstmal ein sehr beruhigendes Ergebnis, dass tatsächlich Geräte vorhanden sind, die auch immer geprüft sind. Man kann auch gegebenenfalls über die X -Doc Auslesungen durchführen. Man kann genau sehen, wann ist wie lange welches Gerät geprüft, im Einsatz gewesen, gewartet worden etc. Das heißt also auch eine gewisse Sicherheit, die zusätzlich noch dazu kommt, eine Vereinfachung. Wir haben dann auch zwei Mitarbeiter zu einer Schulung, zu einem Seminar nach Träger geschickt. Das war ein Drei -Tage -Seminar, glaube ich, zwei oder drei Tage, sodass also auch die Funktionskontrollen dieser Gaswarenmessgeräte durchgeführt werden können. Also viele Erleichterungen und auch wirtschaftliche Vorteile, die diese X -Doc dann letztendlich für das Unternehmen ist.
00:07:01 SPEAKER_01
Also so eine richtige Erfolgsgeschichte für dich.
00:07:03 SPEAKER_00
Eine richtig coole Erfolgsgeschichte, die wir auch schon geschrieben haben. Sehr cool.
00:07:06 SPEAKER_01
cool. Wie war das für euch Jungs zu hören, dass wir bei Piel Erfolgsgeschichten schreiben?
00:07:09 SPEAKER_01
Erfolgsgeschichten schreiben?
00:07:11 SPEAKER_03
Ja, auf jeden Fall sehr gut. Firma Piel schon lange unterwegs. Die sorgen quasi für uns die Arbeitskleidung, die Arbeitsmittel, quasi die ganze Sicherheitsausrüstung und dass wir halt einen Ansprechpartner haben für die Sicherheitsausrüstung ist halt echt super.
00:07:28 SPEAKER_01
Cool, cool. Ja, vielen Dank, dass ihr bei uns wart. Für jeden, der die Erfolgsstory nochmal nachlesen möchte, einfach unter www.piel.de schauen und ja, lasst uns doch gerne mal einen Kommentar da, was ihr zu der Erfolgsstory haltet und ich würde sagen, bis dahin, bis bald.
00:07:45 SPEAKER_03
Ciao. Tschüss. Tschüss.
#49 PIEL-Azubis haben Spaß (und Verantwortung)
Emma, Torben und Stella reißen das Ruder an sich! Unsere Azubis aus dem 1. Lehrjahr haben als Projekt eigenständig ihren ersten Podcast aufgenommen und berichten darin von dem Ablauf und Highlights ihrer Ausbildung sowie über Verantwortung, die sie in ihren Bereichen übernehmen dürfen. Folgt uns auf TikTok um exklusive Einblicke in den Azubialltag zu erhalten.
Transkript
00:00:10 SPEAKER_02
Pielcast. Einfach besser hören. Hallo und herzlich willkommen heute zu einem neuen Pielcast. Heute mit ungewohnter Stimme. Ja, ich weiß. Mein Name ist Torben Kallweit. Ich bin Azubi im ersten Lehrjahr und leite heute diesen Pielcast. Bei mir sind zwei Gäste, Emma und Stella. Wollt ihr euch einmal kurz vorstellen? Hallo,
00:00:27 SPEAKER_01
ich bin Emma. Ich bin 25 Jahre alt. Ich bin seit dem 7.11.2022 hier bei Piel in Soest und mache meine Ausbildung als Groß - und Ausnahdienstkauffrau. Bin jetzt im ersten Lehrjahr.
00:00:40 SPEAKER_00
Ja, ich bin Stella, bin 18 Jahre alt, wohne hier tatsächlich auch in Soest, habe die Ausbildung schon im August angefangen, bin tatsächlich auch mit Emma und Thor mit einer Klasse und ja, freue mich hier zu sein. Wie geht es euch so?
00:00:51 SPEAKER_02
Gut soweit.
00:00:52 SPEAKER_00
Ja, bis jetzt. Ist ja bald Feierabend, da geht es einem immer ganz gut, wenn man dann ins Wochenende startet.
00:00:57 SPEAKER_02
Was habt ihr so am Wochenende vor?
00:00:58 SPEAKER_00
Ein bisschen Handball spielen, ein bisschen meinen Vater bei seinem Handballspiel unterstützen.
00:01:03 SPEAKER_01
Ich mache heute Ikea -unsicher und dann geht es ein bisschen weiter mit Umzugsstress. Ich bin gerade dabei, mit meinem Freund zusammenzuziehen und das raubt relativ viel Zeit gerade.
00:01:11 SPEAKER_02
Kann ich mir vorstellen.
00:01:12 SPEAKER_00
Was steht denn bei dir so am Abend an Torben?
00:01:14 SPEAKER_02
Ja, also ich bin samstags nochmal beim Nebenjob arbeiten und dann, denke ich mal, mit ein paar Kollegen ein bisschen feiern gehen.
00:01:21 SPEAKER_00
Auch ganz entspannt.
00:01:21 SPEAKER_02
Wir befinden uns hier gerade im Content-Studio und wie seid ihr eigentlich auf eure Ausbildung bei Piel gekommen? Also hat euch irgendwer darauf gebracht? Seid ihr durch irgendwelche Webseiten, Instagram Seiten darauf aufmerksam geworden, oder wie war das bei euch?
00:01:34 SPEAKER_01
Ja, ich bin ja ein bisschen später angefangen als die anderen. Das hat tatsächlich den Grund, dass ich in einer anderen Firma angefangen habe. Das hat nicht so gut gepasst gehabt und dann habe ich mich ein bisschen weiter informiert, wo ich noch als Alternative arbeiten könnte. Dann habe ich die IHK angesprochen. Die haben ja diesen Azubi -Finder, wo man ganz gut dann auch mit Firmen vermittelt wird. Und der hat gesagt, er hat gestern, also wirklich einen Tag vorher, einen Anruf bekommen, dass eine Firma, da quasi der Azubi sich umorientiert hat und dass die eben gerade einen Platz frei haben und noch jemand suchen und hat da gefragt, ob er das weiterleiten dürfte und ich habe gesagt, ja, kann er gerne machen und dann hat mich zwei, drei Tage später tatsächlich viel angerufen und hat gefragt, ob ich Interesse an einem Bewerbungsgespräch hätte. Das habe ich dann auch gemacht, das läuft derzeit über Teams, tatsächlich das erste Gespräch, was ganz gut lief, weil ich gerade im Urlaub in Hamburg war tatsächlich und dann hatte ich das Bewerbungsgespräch im Hotelzimmer, war eigentlich ganz lustig. Ja, so bin ich dann ganz schnell eigentlich hier reingerutscht.
00:02:26 SPEAKER_00
Ja, bei mir war es ein bisschen unspektakulärer. tatsächlich ein Nachbar von mir, der arbeitet auch hier und dann meinte er so, weil er so mitbekommen hat, dass ich nach der Schule noch nicht so wusste, was ich machen soll, meinte er so, hey, bewirb dich doch mal bei Piel, die suchen noch Auszubildenden und dann dachte ich mir, ja komm, kann ich ja mal eine Bewerbung hinschreiben und gucken, wie die mich so finden und dann ging das sogar relativ schnell. Also ich glaube, wir haben diesen ganzen Bewerbungsprozess bis zum Unterschreiben des Vertrags alles in einer Woche abgeregelt, auch bei mir über Teams. Finde ich aber auch gar nicht so schlimm, wenn man das erste Kennenlernen mal hat, also von dem her, ja, war das eine ganz... Gute Sache.
00:02:59 SPEAKER_02
Sehr cool. Wie gefällt euch das?
00:03:00 SPEAKER_01
Ja, ich finde das echt gut. Das Arbeiten macht echt Spaß. Es ist eine richtig gute Gemeinschaft. Wir haben auch viele eigene Projekte. Das ist eigentlich echt eine coole Sache, dass wir so viel Verantwortung zugeschrieben bekommen, dass wir tatsächlich eigene Projekte umsetzen dürfen. Das macht tatsächlich schon echt Spaß.
00:03:16 SPEAKER_00
Allein Kollegen, wenn man morgens irgendwie reinkommt oder generell mal den Tag über. Es gibt irgendwie immer einen Kollegen im... Büro, der irgendwie lacht oder der irgendwie immer gute Laune verschaut und dann bekommt man direkt bessere Laune und freut sich einfach.
00:03:29 SPEAKER_02
Ja, Emma, du hast es jetzt gerade schon angesprochen, eigene Projekte, inwiefern? Also habt ihr da irgendwie eigene Verantwortung über irgendeine Leitung oder was macht ihr da genau?
00:03:38 SPEAKER_01
Ich bin ja im November gestartet und dann bin ich direkt in so eine Planungsrunde mit reingerutscht, wo es tatsächlich um die Weihnachtsfeier ging. Da haben wir Azubis aus dem ersten Lehrjahr, durften die Weihnachtsfeier organisieren. Das war dann tatsächlich relativ aufwendig dann trotzdem. Wir haben tatsächlich... komplett mehr oder weniger alleine organisiert. Klar, es hat mal jemand drüber geguckt von den Verantwortlichen, aber wir haben wirklich viel selbstständig gemacht. Wir haben das Ganze dekoriert, wir haben dann uns Gedanken drüber gemacht. Weil wir es eben hier im Standort gemacht haben, haben wir geguckt, dass wir die Farben eventuell ändern. Dann haben wir alles hier umdekoriert. Ja, dass wir alles rot und grün, glaube ich, gemacht haben. Und dass eben wir von diesem Blau -Gelb für diese Feier dann wegkamen. Das hat eigentlich schon echt Spaß gemacht.
00:04:23 SPEAKER_00
Wohl bemerkt, die Weihnachtsdekoration, das Rote hängt bis heute noch da.
00:04:25 SPEAKER_01
Ja, und der Lichtschlauch hängt auch immer noch.
00:04:26 SPEAKER_00
Ja, allein schon Weihnachtsfeier. Welcher Betrieb sagt uns schon direkt mal am Anfang so, hey, ihr macht erstmal eine komplette Weihnachtsfeier für 70 Jahre. Leute lassen euch da mal so viel Entscheidungsfreiheit, aber ich denke, dafür haben wir richtig gutes Feedback bekommen, was wir da so veranstaltet haben.
00:04:41 SPEAKER_01
Ja, das auf jeden Fall.
00:04:42 SPEAKER_02
Ist gut angekommen?
00:04:43 SPEAKER_00
Also man hat von jedem mal bekommen, vom Lenkungszirkel, ey, super Feier, obwohl es am Standort ist. Da gab es so vorher so... Paar gesagt haben, Standort. Aber haben wir, glaube ich, ganz gut umgesetzt.
00:04:55 SPEAKER_02
Ging auch noch ein bisschen, oder?
00:04:56 SPEAKER_01
Ja, wir waren dann relativ spät erst hier raus. Nachdem dann die Ersten in der Fotobox dann irgendwann auch gestürzt sind und da alles abgerissen haben, haben wir dann irgendwann schon Feierabend gemacht und sind dann nach Hause gegangen, damit hier nicht noch irgendwas zu Schaden geht. Aber das haben wir dann ganz gut auch zu Ende gekriegt.
00:05:10 SPEAKER_00
Ende gekriegt. Aber auch super Stimmung. Also, ich weiß nicht, es fing von der Polonaise an bis... Macarena Tänze, also bis jeder mal irgendwelche Lieder gesungen hat. Also es hat schon Spaß gemacht.
00:05:21 SPEAKER_01
Tatsächlich, wenn euch interessiert, wie das aussieht, wir haben auch einen TikTok Kanal als Azubis, den wir organisieren. Da haben wir tatsächlich auch ein bisschen von der Vorbereitung gefilmt. Wir haben auch ein paar Bilder von der Weihnachtsfeier da drauf. Also da könnt ihr auch gerne vorbeischauen. Das ist noch so ein kleines Projekt, was wir haben. Jeden Freitag zwei Stunden haben wir Zeit, zwei TikToks zu drehen. Da kriegen wir tatsächlich auch die volle Verantwortung für überschrieben. Das wird das... uns da quasi kreativ ausleben dürfen.
00:05:47 SPEAKER_00
Ja, wir haben auch so ein bisschen festgestellt, dass die Fans, die uns da bis jetzt folgen, immer gerne den Torben sehen. Also die Videos bekommen da meistens immer mehr Aufrufe als von mir und Emma, aber muss ja jeder selber wissen, was er sich gerne anguckt.
00:06:01 SPEAKER_02
Ja, Den TikTok -Kanal findet ihr übrigens unter Piel Gruppe. Einfach in der Suchleiste eingeben und dann habt ihr den eigentlich direkt. Den TikTok Kanal findet ihr übrigens auch über den Link von uns in der Shownox. Ja, ihr seid jetzt fast mehrere Monate hier. In welchen Abteilungen wart ihr da so? Wie ist es so, was habt ihr da so bisher gemacht?
00:06:21 SPEAKER_00
Ja, also ich habe angefangen in der Zentrale unten tatsächlich. Viele, also das ist meistens mal so der erste Kundenkontakt, weil die Kunden rufen ja unten an und wenn die jetzt noch nicht direkt einen Ansprechpartner haben, landen die dann bei uns in der Zentrale. Wenn wir denen dann nicht weiterhelfen können, versuchen wir die ja irgendwie an irgendjemanden zu vermitteln. Meistens dann in den Vertriebshof, wenn die irgendwas haben möchten. Ja, nebenbei Rechnungen, organisatorische Sachen organisieren. Und bin jetzt auch zum 1 .2. in den Vertrieb gewechselt und man merkt, das ist schon was anderes und bin immer noch gespannt auf die nächsten sechs Monate, was da so im Vertrieb los ist.
00:06:57 SPEAKER_01
Ja, bei mir ist das ganz sportlich, die Ausbildung. Ich habe die Möglichkeit, durch eine Vorausbildung die Ausbildung in zwei Jahren zu absolvieren. Da bin ich dann jetzt gestartet im November im Vertrieb. Bin jetzt noch in der Zentrale untergebracht, wo wir eben diese ganzen organisatorischen Sachen machen. Gehe dann hinterher ins Produktmanagement. Da bin ich dann für ein Jahr in der Abteilung, damit ich da auch gut eingearbeitet werde. So wie der Plan jetzt gerade aussieht, könnte ich da übernommen werden. Und das ist eigentlich ganz cool, dass man dann schon quasi sich so einarbeitet, dass man nach der Ausbildung eigentlich auch direkt weiter starten könnte.
00:07:29 SPEAKER_00
Hat ja auch nicht so jeder Betrieb, dass man so eine relativ hohe Übernahme überwachsen hat. Jetzt haben wir so viel über uns geredet worden. Wie sieht es eigentlich bei dir aus? Wie war dein Werdegang so bis jetzt hier?
00:07:40 SPEAKER_02
Ja, also ich bin gestartet in der Logistik. Am 15.09 war das, glaube ich. Oder am 9.09. Da habe ich erstmal sozusagen den Ablauf ein bisschen kennengelernt, Produkte kennengelernt. Wie verpacke ich Schuhe, alles. Also unsere persönliche Schutzausrüstung. Und ja, habe das alles so ein... bisschen gelernt. Dann bin ich nach anderthalb Monaten in Auftragsmanagement gekommen. Bin da bisher immer noch. Da gefällt es mir eigentlich ganz gut. Also macht extrem Spaß. Danach kommt die Dispo und ja, dann bin ich auch im Vertrieb.
00:08:11 SPEAKER_00
Das hört sich doch schon mal ganz gut an.
00:08:13 SPEAKER_02
Also wir haben jetzt ja ein bisschen über die Ausbildung gesprochen, wie gut es hier ist und ja, weswegen würdet ihr denn anderen Leuten empfehlen, hier eine Ausbildung zu machen, hier eine Ausbildung zu starten und vielleicht sogar übernommen zu werden?
00:08:25 SPEAKER_01
Grundsätzlich würde ich tatsächlich sagen, wegen dem Betriebsklima echt schon, dass es wirklich Spaß macht hier zu arbeiten. Man geht gerne zur Arbeit, was ja manchmal auch nicht immer so der Fall ist, aber ich habe tatsächlich wenige Tage erlebt, wo ich wirklich sage, ich habe... Eigentlich keine Lust, eigentlich macht es immer Spaß, hier hinzukommen. Das liegt auch daran, dass man echt teamübergreifend auch jeden fragen kann, egal was man braucht, wo man Hilfe braucht. Man kann hier wirklich im Haus jeden ansprechen, jeder würde einem echt weiterhelfen. Das ist tatsächlich eins, wo man sagen kann, das ist echt eins der besten Punkte hier bei Piel.
00:08:58 SPEAKER_00
Ja, allein, wie gesagt, schon mal öfters auch gesagt, der Spaß, der bleibt irgendwie immer so, man guckt in manche Gesichter, weiß nicht, wenn die irgendwie so... weiß nicht, viele Aufträge haben oder viel zu tun haben und dann kommt irgendjemand vorbei, der schon irgendwie immer lacht oder so, hat vielleicht noch, weiß ich nicht, irgendeine kleine Tüte Süßigkeiten oder so dabei und geht so bei jedem vorbei und dann freut sich irgendwie so jeder und hat direkt wieder so ein Lächeln drauf. Das ist einfach, weiß nicht, finde ich mega so, das hat man nicht bei jedem.
00:09:27 SPEAKER_02
Genau, kann ich nur bestätigen, die beiden Aussagen und ja.
00:09:30 SPEAKER_01
Wenn ihr Interesse an der Ausbildung hier bei Piel habt, könnt ihr euch gerne auch noch bewerben. Wir suchen Azubis ab Sommer bei Piel. Auf der Webseite gibt es ein Formular, da kann man dann einen Lebenslauf, einen Bewerbungsschreiben einreichen und dann ist man quasi schon fast mit an Bord.
00:09:46 SPEAKER_00
mit an Bord. Also wenn ihr Lust auf Spaß, nette Kollegen habt, vielleicht auch ein paar Süßigkeiten, dann kommt gerne zu uns, wenn ihr Lust habt.
00:09:52 SPEAKER_02
Oder ein paar Frühstücke.
00:09:54 SPEAKER_00
Frühstück gibt es auch immer ganz gerne.
00:09:56 SPEAKER_02
Ihr könnt euch aber auch mal unseren Instagram -Account angucken. Da findet ihr eigentlich auch was zu der Ausbildung. Also könnt ihr ruhig mal abchecken. Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und denke, es ist Zeit zu gehen.
00:10:09 SPEAKER_00
Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende. Danke, dass wir hier sein durften.
00:10:12 SPEAKER_02
Sehr gerne.
00:10:14 SPEAKER_00
Tschüss. Tschüss.
#45 Sechs Diamanten und Safety-Kultur
René Noël ist bei der Firma ABUS nicht nur Ansprechpartner für das Thema Lockout/Tagout, also kurz gesagt alles rund um die Anlagen- und Maschinensicherung, sondern auch freiberuflicher Autor! Sein erstes Buch (Die 6 Diamanten des Lockout/Tagout) ist unsere klare Leseempfehlung, denn durch die charmante und praxisnahe Schreibweise tauchen die Leser:innen tief in die Inhalte eines Themas ab, das als geschriebenes Seminar viele nützliche Tipps und vor allem kleine Aufgaben zum eigenständigen Bearbeiten bereithält. Und das allerbeste kommt erst noch, denn René steht bereits kurz vor der Veröffentlichung seines zweiten Buchs: Sag JA zu Safety! Hierzu möchten wir noch nicht zu viel verraten, aber ganz anders als beim ersten Buch geht es hier vielmehr um die allgemeine Kultur im Bereich Safety.
An dieser Stelle können wir nur noch sagen: Danke René!
Transkript
00:00:10 SPEAKER_00
Pielcast. Einfach. Besser. Ja, hallo und herzlich willkommen zurück zu einem neuen Pielcast. Ich melde mich auch mal wieder aus der langen Pause in den Pielcast zurück und habe direkt zwei super coole Gäste mitgebracht. Auf der einen Seite natürlich Ladies First. Manuela, darf ich dich begrüßen? Hallo und herzlich willkommen.
00:00:28 SPEAKER_02
Hallo, ich freue mich mal wieder im Podcast -Studio sein zu dürfen.
00:00:32 SPEAKER_00
Ja, du bist jetzt auch wieder häufiger, glaube ich. Ja, ich glaube schon.
00:00:34 SPEAKER_02
Ja, ich glaube schon.
00:00:36 SPEAKER_00
Und dann natürlich unseren heutigen Special Guest, René Noel von der Firma Abus. Herzlich willkommen, René.
00:00:42 SPEAKER_01
Ja, danke Kai. Ich freue mich, dass ich hier sein darf.
00:00:45 SPEAKER_00
Ja, sehr schön. Also erstmal super cool, dass ihr beiden den Weg hier gefunden habt. Und dann kommt natürlich direkt meine Frage auf, wart ihr denn beide schon im Urlaub? Manuela, hast du schon Urlaub gemacht?
00:00:55 SPEAKER_02
Natürlich nicht. Ich habe erst September Urlaub, also ich darf noch ein bisschen warten.
00:00:58 SPEAKER_00
Ah, okay. Und René?
00:01:00 SPEAKER_01
Ja, ich komme tatsächlich mehr oder weniger frisch aus Spanien zurück. Das heißt, jawohl, Urlaub ist gemacht mit der Familie und jetzt geht es wieder ran an die Buletten, wie man so schön sagt.
00:01:10 SPEAKER_00
Sehr schön. In Spanien war ich auch im Juni. Ich habe jetzt meinen Urlaub auch schon rum. Das heißt, ich bin schon längst wieder ran an der Bulette. Aber was ich ganz gerne im Urlaub immer mache, ist, dass ich mir ein Buch mitnehme. Ja, also ich habe früher mal recht gerne gelesen, hatte dann mal Zeit, dann habe ich es nicht mehr gemacht und jetzt im letzten Urlaub bin ich wieder dazugekommen. Weißt du was, lies doch mal am Strand ein Buch. Und das ist, glaube ich, ein super Thema, denn René Noël nimmt nicht nur seine Bücher mit zum Lesen, sondern schreibt die auch.
00:01:37 SPEAKER_01
Ja, das stimmt. Tatsächlich schreibe ich Bücher und ich nehme sie dann auch mit zum Lesen. Das mache ich auch manchmal. Und dann denke ich mir hinterher, ja gut, das hast du gar nicht so schlecht gemacht, aber hoffentlich denken das auch alle anderen. Ja, Bücher schreiben. Warum schreibe ich über Bücher? Ich bin ja im normalen Leben im Vertrieb oder bin zuständig, einen Vertrieb zu leiten. Und ich bin irgendwann durch dieses spezielle Thema, in dem ich jetzt seit sehr vielen Jahren schon bin, also schon fast 20 Jahre, beschäftige ich mich mit Arbeitsschutz. Und so die letzten 13, 14 Jahre speziell mit diesem berühmten Thema Lockout, Tack-out. Also alles, was wir brauchen, um Anlagen und Maschinen zu sichern und das drumherum so zu gestalten, dass das auch mit den Menschen vernünftig funktioniert. Im normalen Leben, möchte ich jetzt mal sagen, sind wir auch zum Beispiel als Abus damit betraut im Markt, Dienstleistungen in diesem Bereich zu verkaufen und den Unternehmen zu helfen, sich auch vernünftig zu organisieren, bevor sie irgendwann in diesem speziellen Bereich Produkte einzusetzen. Und es gibt Unternehmen, Unternehmensgrößen, die wollen oder die können einfach aus finanziellen Gründen nicht auf so eine externe Dienstleistung zurückgreifen. Und ich habe mir damals die Frage gestellt, wie kann man denen helfen, weil es mir persönlich auch ein Anliegen war. Und dann habe ich irgendwann diese Idee zu einem Seminarbuch gehabt, also quasi so wie meine Live -Seminare sind, die ich auch gebe, ein Buch zu schreiben, das sich A, so liest wie ein Seminar, B, den gleichen Inhalt hat eines Seminares und gleichzeitig eben auch noch das mit Aufgaben in dem Buch so zu gestalten, dass der Leser während des Lesens sich ein Lock-out- Take-out-System aufbauen kann.
00:03:11 SPEAKER_00
Das ist interessant. Das heißt also Manuela, die das Buch ja gelesen hat, hat dann innerhalb dieses Buches verschiedene Aufgaben, die sie dann zu bearbeiten hat. wenn ich das richtig verstanden habe.
00:03:20 SPEAKER_01
Genau, ja. Zu jedem Kapitel gibt es ein oder zwei Aufgaben, die man direkt im Buch erledigen kann, um eben auch gleich aufgrund des Leseinhalts, also dessen, was ich zum Beispiel per Beispiel, also ich habe sehr viele Beispiele, Praxisbeispiele in diesem Buch, zum Beispiel von Situationen, wo es schlecht gelaufen ist oder wie man es besser hätte machen können. Und dazu gebe ich dem Leser die Möglichkeit, selber zu entscheiden, wie würdest du es jetzt machen. Das ist eine kleine Hilfsanleitung dazu natürlich, in welche Richtung es idealerweise gehen soll. Ist ja auch ein bisschen so, dass ich da auch... den Input gebe, wie man es im Best -Practice -Case machen würde. Und dann hat der Leser eben gleich die Chance, sofort pro Kapitel, Baustein für Baustein, wir sprechen ja über die sechs Diamanten, also die sechs wichtigsten Faktoren in einem Lock-out- Tack-out-System, für sich selbst, für sein Unternehmen oder für seinen Bereich, für seine Abteilung zu gestalten.
00:04:06 SPEAKER_00
Ja, genau. Du hast es gerade nochmal gesagt, das Buch heißt nämlich die sechs Diamanten des Lock-out, Tack-out. Manuela, darf ich dich einfach mal ganz kurz fragen, was ist denn Lock-out, Tack-out überhaupt?
00:04:15 SPEAKER_02
Hier geht es im Prinzip darum, ich sage einfach mal Energien, die in den Unternehmen auftreten, zu verschließen, sodass ich dann auch reparieren kann.
00:04:27 SPEAKER_01
Ja, also der maßgebliche Teil ist eben, so wie Manuel ja auch sagt, es gibt eben an Anlagen und Maschinen, wenn sie im normalen laufenden Zustand sind, gewisse... Also das kann man sich ja vorstellen, wenn ich ein Förderband habe, zum Beispiel eine Logistik und da sausen die Pakete auf diesem Förderband, dann hat das eine gewisse Geschwindigkeit und dann packt man natürlich nicht mit den Händen da rein. Wenn das jetzt aber zum Beispiel kaputt ist, weil so ein Umlenkrollensystem getauscht werden muss, dann steht das in aller Regel. Sondern dann mache ich den Strom aus und fange an, da was zu arbeiten. Wenn jetzt aber jemand... Warum auch immer, diesen Strom wieder einschaltet, während meine Hände noch an diesem Laufband oder an der Umlenkrolle sind, bin ich in unmittelbarer Gefahr. Das muss man versuchen zu kontrollieren und das ist der Grundtenor von Lock-out, Take-out. Warum macht man das überhaupt?
00:05:09 SPEAKER_00
Also sehr, sehr wichtig, auch gerade in der Praxis, dass immer wieder auch das Augenmerk darauf gelenkt wird. Das heißt also, die Leute, die du mit diesem Buch ansprichst, sind in der Regel die Leute, die sich auch in einem produzierenden Unternehmen beispielsweise mit der Sicherheit beschäftigen.
00:05:24 SPEAKER_01
Ganz genau. Also es gibt keine Einnahmenzielgruppe, also wenn ich das jetzt sage, Fachkraft für Arbeitssicherheit oder, nur die, sondern das ist schon, sicherlich gibt es ein umrissenes Zielgruppenpublikum, das ist natürlich zum einen auch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, aber zum Beispiel auch ein Instandhaltungsleiter oder jemand, der für die Produktion verantwortlich ist oder deren Stellvertreter. Also Menschen, die wiederum in Teams arbeiten, die sie anführen, die eben in diesem … im speziellen Fall zum Beispiel Reinigung, Instandhaltung, Werkzeug einrichten, wenn die dann eben mit Maschinenzuständen konfrontiert werden, die anders sind als normal. Dann haben die natürlich irgendwo diesen Need, also das Bedürfnis, diese Energien zu kontrollieren, sodass eben keiner verletzt wird, wenn er arbeitet.
00:06:13 SPEAKER_00
Ja, okay. Manuela, du bist ja draußen auch lange Zeit gewesen in den Unternehmen und hast auch eben versucht, diese Sicherheit eben zu leben und in die Unternehmen reinzubringen. Was glaubst du, wie wichtig ist es für jemanden, der sich im Unternehmen mit Sicherheit beschäftigt, dieses Buch zu lesen?
00:06:29 SPEAKER_02
Ja, das ist extremst wichtig, weil René hat das ja auch schon gesagt. Es ist ja nicht nur ein Buch, welches geschrieben ist, was er dann durchlesen soll, sondern er gibt ihm ja Tipps. geht im Prinzip nach vorne, er schaut sich das an, er kann da selber sich dran entwickeln und so weiter und so fort. Und das ist extrem wichtig, auch gerade in meiner Zeit, wie ich draußen unterwegs war. Lockout, Takeout war für uns bis vor... Tja, keine Ahnung, René hat jetzt gesagt, er macht das 14 Jahre. Dann würde ich mal sagen, bis vor 14 Jahren gab es das, bei uns im Haus war das alles kein Thema. Da war Arbeitssicherheit oder persönliche Schutzausrüstung, waren bei uns Handschuhe, Schuhe, Kleidung, wie wir es alle kennen. Aber diese Energiegeschichte oder diese Restenergie, die dann auch stellenweise in den Maschinen sind, das war mir persönlich nie bewusst. Ich war in einem riesengroßen Stahlwerk unterwegs und da habe ich erst mal verstanden, wie gefährlich das ist, wenn ich... ich sage mal, abschalte, aber das dann auch nicht noch verriegele, dass dann jemand anders das anschalten kann. Oder in der Hydraulik die Restenergie, das war für mich damals so ein Riesenthema, dass ich so einen Stempel im Prinzip nochmal extra sichern muss und nicht einfach nur ausschalten muss, weil dann durch die Restenergie da auch noch viel passieren kann. Also total wichtig. Ich habe es sofort... und auch umgesetzt, sodass wir dann auch wirklich losgehen konnten. Und ich glaube, jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt, muss es einmal erlebt haben. Also nicht erlebt haben, dass sich dann jemanden verletze bei einer Reparatur, sondern einfach auch erlebt haben, dass mal so ein Stempel runterkommt. Trotz, dass ich den abgesperrt habe oder wie auch immer. Oder im Druckluftbereich, wenn da mal eben so eine Wartungsanlage durch die Gegend fliegt, weil da jemand gerade repariert. Oder wir reden ja jetzt auch viel über, Über die Mitarbeiter, die sich verletzen. Man darf aber auch gar nicht vergessen, was für Unkosten dann aufkommen, wenn die Maschinen dementsprechend eingeschaltet werden. Gott sei Dank kein Mitarbeiter dazwischen ist. Aber was das dann auch an Geld kostet und so weiter und so fort.
00:08:27 SPEAKER_00
Ja, sehr interessant. Also das Buch, die sechs Diamanten des Lockout -Takeout. René, du hast es ja gerade eben gesagt, das ist ein geschriebenes Seminar. Das heißt also, man braucht ja jetzt nicht wirklich Angst haben, dass da ein riesen Schinken auf einen zukommt und man jetzt 800 Seiten Fachliteratur liest, Wie darf ich mir das vorstellen?
00:08:50 SPEAKER_01
Will ich so ein Buch schreiben, kann ich das überhaupt? Und viele meiner Seminarteilnehmer haben gesagt, das wäre super, wenn du das mal in einem Buch verfassen würdest. Und das irgendwie so die wichtigsten Kernpunkte. Und ich habe mich dann auf sechs begrenzt. Ich habe dann gesagt, es gibt so sechs Faktoren, so ähnlich wie die W -Fragen. Und auch in diesem Buch gibt es jetzt noch einen Bonus -Diamanten. Aber die sechs Kernpunkte waren eigentlich die, dass ich gesagt habe, okay, das versteht irgendwie jeder. Also wenn du das hast, wenn du diese sechs Punkte beherzigst oder darauf achtest. dass beim Einführen eines solchen Systems diese Sachen funktionieren, dann hast du 80 Prozent im Griff. Natürlich gibt es auch immer ein bisschen drumherum, aber diese sechs Punkte, das ist eigentlich das, wo ich gesagt habe, das mache ich, das schreibe ich. Und dann war es mir wichtig, dass das einfach zu verstehen ist, also dass es leicht zu lesen ist auch. Und das ist natürlich immer ein Anspruch, den hat jeder Autor. Ich schreibe immer die besten und einfachsten und leichtesten Bücher. Und ich habe eigentlich zwei Kapitel geschrieben und habe, glaube ich, damals, das ist ja auch jetzt schon ein bisschen her, ich habe das irgendwie zehn Leuten zu lesen gegeben, weil ich total unsicher war. Weil ich habe noch nie ein Buch geschrieben. Und habe gesagt, schaut, könnt ihr diese beiden Kapitel mal lesen und könnt ihr mir mal sagen, René, lass das, ja, mach irgendwas anderes, ja, züchte Blumen. Oder vielleicht schreibst du ein drittes Kapitel, weil bis hierhin klingt das echt spannend. Und ich hatte halt das Glück, das muss man schon auch vielleicht so sagen, aber vielleicht auch ein bisschen so, ja. Keine Ahnung. Ich habe versucht, das Buch so zu schreiben, wie ich spreche. Und ich muss auch sagen, die Iris Bitzer, meine Lektorin, an Grüße raus an dieser Stelle, die hat mich vom ersten Tag an sofort verstanden in unserer Zusammenarbeit. Die hat mit dem Lektorat einfach dem Buch noch, ich sage mal, den letzten Schliff so gegeben, dass wenn ich selber lese, dass ich dann sage, geil, ich hätte es vielleicht gar nicht so gesagt, aber es ist super. Ja, also inhaltlich ist es alles meins und auch natürlich versuche ich so zu schreiben, wie ich spreche, aber eben übers Lektorat ist es dann auch wirklich bei den Leuten, also allen, die ich das Buch gegeben habe. Ich habe ja mittlerweile auch fast tausend Stück davon verkauft. Tausend Stück? Ja, also. 300 ungefähr oder 320 in Englisch und der Rest in Deutsch, weil das Buch auch in Englisch existiert. Das ist also auch in Frankreich, in England gefragt. Ich habe Exemplare in Amerika verkauft, wo einfach die Leute gesagt haben, das liest sich so einfach und die Aufgaben sind so gezielt gestellt, dass die Logik daraus, das, was man damit erreichen kann, in diesem Buch von selbst entsteht. Und ja, da bin ich dankbar, dass das so empfunden wird und dass das auch so funktioniert. Und ich freue mich natürlich auch darüber.
00:11:15 SPEAKER_00
Ja, perfekt. Das klingt natürlich auch super. Also man merkt natürlich, wie viel Spaß du auch da hast. du darüber redest und wichtig für uns, wir wollen natürlich jetzt auch nicht von dem Buch zu viel verraten, weil sonst hätten wir hier ein kleines Hörbuch quasi gestartet, was es aber auch gibt. Das Buch ist auch als Hörbuch teilweise verfügbar, also der René arbeitet da dran und wer auch noch mehr vom René wissen möchte, hat auch einen kleinen Podcast, der nennt sich die Audio Diamanten, also auch gerne reinhören. Wir verlinken euch nachher natürlich die Seite, worauf alles zu finden ist. Auch hier nochmal ganz kurz zu sagen, Das Buch, das kann auf der Seite www.die6diamanten.de erworben werden. Natürlich aber auch im ausgewählten Fachhandel oder einfach bei uns anrufen, mich anrufen, die Manuela anrufen, den René anrufen. Und René, wie du das jetzt gerade sagst, bringt mich natürlich zu der abschließenden Frage, wann gibt es denn ein neues Buch von dir?
00:12:07 SPEAKER_01
Tatsächlich schreibe ich ein neues Buch, das stimmt. Da geht es nicht mehr um Lockout -Takeout. Da geht es tatsächlich um unser ganzes Thema, was uns alle betrifft, hier auch bei Piel, Safety. Und das Buch heißt, ich sage ja zu Safety oder sage ja zu Safety, warum Safety -Kultur den Unterschied ausmacht. Und dieses Buch ist auch ein bisschen umfangreicher als unser schnelles Seminar. Das ist ein Buch, das den Menschen helfen soll. die eine Safety -Kultur aufbauen wollen oder welche, die merken, okay, wir stecken hier irgendwo fest. Das ist nicht so, wie wir uns das vorstellen. welche Methoden und welche Fallstricke es gibt in der Safety -Kultur, was überhaupt eine Safety -Kultur ist und wie ich sie entweder entstehen lasse oder an einem gewissen Punkt wiedererstehen lasse oder auferstehen lasse. Insgesamt 18 Kapitel und ich plane das im November diesen Jahres in die Verlage zu bringen.
00:12:56 SPEAKER_00
Falls das nicht klappt, schneiden wir das raus und ändern das dann im März 2023 beispielsweise.
00:13:01 SPEAKER_01
Ich denke, es wird klappen. Ich bin jetzt schon im letzten Drittel beim Schreiben und es liest sich auch bis jetzt sehr gut. Es geht dann natürlich nochmal in die Rechtschreibprüfung. Ihr wisst ja, ich bin Rechtschreiblegastheniker und das gebe ich auch ganz offen zu. Dann würde ja einer sagen, warum schreibt es dann Bücher? Ja, es gibt Autokorrektur. Nein, das ist immer nur Spaß. Und ja, Lektorat und dann die letzten Feindrucke und dann schaffe ich das wahrscheinlich bis Mitte November. Sieht gut aus.
00:13:25 SPEAKER_00
gut aus. Also super interessant. Also ich kann mir das so gar nicht vorstellen. Auch ein super Abschluss jetzt für den heutigen Podcast. Also dass wir jetzt auch mal nochmal wirklich hier lernen können, so ein bisschen Einblicke bekommen, wie schreibt man so ein Buch. Manuela, du grinst jetzt auch schon. Ich glaube, du hast direkt schon ein Weihnachtsgeschenk für deinen Mann wahrscheinlich.
00:13:43 SPEAKER_02
Nein, ich hatte ja gehofft, ich hätte das im September im Urlaub lesen können. So sind wir ja gestartet, von wegen Bücher im Urlaub lesen. Aber okay, dann muss ich vielleicht auch im Skiurlaub warten. Vielleicht gebe ich dir dann das Rohskript mit.
00:13:52 SPEAKER_01
gebe ich dir dann das Rohskript mit.
00:13:54 SPEAKER_00
Genau, das schauen wir dann mal. Also, an dieser Stelle einen herzlichen Dank an euch beide. René, ich freue mich, von dem neuen Buch zu hören. Manuela, wir sehen uns bestimmt. Alle da draußen, bleibt gesund. Ciao, bis bald.
00:14:07 SPEAKER_02
Ciao. Tschüss.
#43 Klimakrise im Fokus: Butterfly Journey bei Infineon
Unsere beiden PIELaner Christoph und Mario begrüßen in dieser Folge Maja, Marius und Jörg von Infineon, die unglaublich spannende Themen mitbringen. Es geht unter anderem um die Butterfly Journey, ein selbstversorgendes Tiny House aus Meerwasserplastik, den „Kracher des Jahres“ und die Sendung mit der Maus. Diese Schlagwörter versprechen nicht nur hochwertigen Content, sondern rücken vor allem einen Punkt ganz klar in das Rampenlicht: Die Klimakrise.
Transkript
00:00:10 Christoph
Pielcast. Einfach. Besser. Hören. Einen wunderschönen, sonnigen, guten Tag nach draußen an alle Zuhörer und Zuhörerinnen an den Funkgeräten. Ich freue mich, dass ihr eingeschaltet habt zu unserem heutigen P -Cast. Und wir haben ganz besondere Gäste heute an unserem Podcast -Tisch sitzen. Und zwar nämlich den Marius, den Jörg, den Mario, der natürlich da ist und die Maja. Schön, dass ihr da seid. Ja,
00:00:33 Jörg
danke für die Einladung. Grüßt euch.
00:00:34 Christoph
Relativ spontan jetzt hier an den Tisch gesetzt. Die haben euch ein bisschen überrumpelt, aber das war, glaube ich, gar nicht schlimm, oder?
00:00:40 SPEAKER_04
Nö, eigentlich überrumpelt jeder uns täglich. mehrmals.
00:00:44 Christoph
Sehr schön. Ja, aber so macht es ja auch dann wirklich Spaß, denke ich, weil sonst wäre das Leben ja ein bisschen langweilig. Wir waren vor einiger Zeit bei euch auf dem Firmengelände, beziehungsweise genauer gesagt auf dem Parkplatz, weil ihr dann ein richtig cooles Event organisiert habt. Könnt ihr uns da ein bisschen was zu erzählen?
00:00:58 Jörg
Ja, das war die Butterfly Journey. Das ist initiiert von Luis Palmer. Das ist ein Schweizer, der in Australien lebt, aber immer wieder auch in die Schweiz zurückkommt und dann sowas wie die Wave Trophies macht, die größte Elektromobilitätsrallye der Welt. Butterfly Journey. Ich konnte mir da auch nichts darunter vorstellen. Ich habe ihn dann gefragt, was ist denn Butterfly Journey bitte? Und dann sagte er, das ist ein Projekt mit einem Tiny House auf Rädern, was vor einen Tesla gespannt wird und mit dem wollen die auf Weltreise gehen, beziehungsweise sie sind bereits auf Weltreise, gestartet in Europa. Und wir haben dann abgesprochen, dass wir einen Termin in Warstein bekommen, an dem die einen Zwischenstopp einsetzen, dieses Tiny House einmal zeigen. Das Besondere an diesem Tag... Es ist aus Meerwasserplastik zusammengebaut, gepresst sozusagen. Das ist die Außenhaut des Tiny Houses. Es ist ein voll funktionsfähiges Sendestudio eingebaut. Und das Ganze versorgt sich energietechnisch selbst, weil auf dem Dach ausklappbare, und dann kommen wir zum Butterfly, ausklappbare Solarzellen sind, 80 Quadratmeter im Volumen. Und die versorgen sowohl den Tesla in der Betankungsform als auch die ganze Studioanlage. die in diesem Tiny House ist, mit der nötigen Energie.
00:02:15 Christoph
Also ganz, ganz witzig gemacht. Ich habe das ja von außen ein bisschen gesehen. Das sah super interessant aus, als sie die Flügel so aufgeklappt haben und vorne kamen dann ja auch so kleine Fühler mit dran. Das sah echt witzig aus. Und hinten hatten sie, glaube ich, eine Dusche auch drin, richtig?
00:02:27 Jörg
Ja, da ist eine Dusche, da ist ein eigener Wassertank mit drin. Also die sind nahezu autark mit dem Teil unterwegs. Und ich weiß gar nicht, wo sie im Moment sind, aber ich denke, irgendwo in Skandinavien.
00:02:36 Christoph
Ja, die sind auf jeden Fall, haben eine ganz schöne Strecke vor sich. Wo sind die angefangen?
00:02:40 Jörg
Die sind angefangen in der Schweiz. Das geht dann einmal Süd -Nord -Richtung durch Europa, wie gesagt jetzt im Moment in Skandinavien bis Hammerfest drauf und dann wieder die Rücktour bis in die Schweiz und dann wird der nächste Kontinent angesteuert. Ich glaube, die gehen danach in die Vereinigten Staaten, machen dann aber auch von Norden, die fahren dann hoch nach Alaska und von Alaska über die USA, Mittelamerika, Südamerika und dann geht es nach Asien. Das dauert insgesamt vier Jahre und das ist eine Strecke von 200.000 Kilometern. glaube ich, die die hinter sich bringen.
00:03:11 Christoph
Ihr hattet ja auch ein paar Aussteller dabei. Mario, wir waren vom Waldlokal da. Vielleicht kannst du ganz kurz nochmal erwähnen, was das Waldlokal genau ist.
00:03:18 Mario
Ja, der Jörg hat uns eingeladen, entsprechend unser Projekt zu präsentieren. Und beim Waldlokal handelt es sich ja um ein Social Startup, das wir gegründet haben letztes Jahr. Und wir stemmen uns gegen die Klimakatastrophe und dem damit verbundenen Fichtensterben, hier im Sauerland, aber auch überregional. Nämlich damit, dass wir die Kommunen unterstützen, dabei klimaneutralen Mischwald zu pflanzen. Und das machen wir in der Form, dass wir in erster Linie Unternehmen mitnehmen und dafür begeistern, mit uns gemeinsam wieder aufzuforsten. Und da auch zu beweisen, dass es nicht nur um den schnöden Mammon geht im Alltag und bei den Unternehmenszielen, sondern wirklich, dass man auch was bewegen kann als Unternehmer.
00:03:57 Christoph
Und da waren ja mehrere Aussteller mit bei euch auf der Fläche. Ich kann mich da an Kleeschulte noch erinnern, die ja quasi torfreie Erde mit an den Mann oder die Frau bringt. Da war jemand, der plastikfreie Verpackungen herstellt. Wir hatten auch Privatleute da, die sich engagieren und quasi das Haus und den Garten komplett klimaneutral gestalten. Und ihr wart ja auch mit dabei. Marius, vielleicht kannst du uns da ein bisschen was zu erzählen.
00:04:18 Marius
Genau, das ist natürlich total passend für uns als Infineon, so eine Aktion zu unterstützen. Jörg hat es gesagt, der Luis Palmer ist wirklich ein Klimapionier der ersten Stunde. Der hat neben der Wave Trophy, also dieser Elektroauto -Rallye um die Welt, ist er auch als Einzelperson alleine mit einem Elektroauto um die Welt gefahren und war mit Bunky Moon unterwegs, ist durch New York gefahren mit seinem Elektroauto. Also ein Riesentyp, Riesengeschichten, die der erlebt hat. Und was jetzt an dieser Wave Trophy zu... uns so gut passt, ist im Grunde, dass wir ja mit unseren Produkten in regenerativen Energien präsent sind. Ohne uns würde das nicht funktionieren. Wir sind in Solaranwendungen, wir sind in Windkraft und das Tiny House hat Solaranwendungen oder Solarplatten auf dem Dach und ohne uns würde das nicht funktionieren.
00:05:08 Christoph
Vielleicht kannst du noch einmal ganz kurz erklären, was ihr genau macht für die Solaranlagen oder für die Solarplatten.
00:05:13 Marius
wir sind mit einem unserer Produkte, die wir am Standort auch fertigen, in einem Solar -Inverter, also einem Umrichter. Und dieser Umrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom, sodass er im Netz verwendet werden kann.
00:05:27 Christoph
Ich glaube, dazu habt ihr auch die Tage noch ein Video gedreht. Das wäre jetzt, glaube ich, nämlich die Überleitung zu Maya. Weil ihr habt nämlich einen Preis gewonnen. Ihr habt so einen Südwestfalen -Kracher, wenn ich mich richtig erinnere, habt ihr, glaube ich, erhalten. Und zwar habt ihr ein Video gedreht, in dem ihr das... erklärt habt, was ihr produziert, richtig?
00:05:43 Maja
Ja, genau. Das Video war halt, man sollte in 90 Sekunden erklären, was der Kracher des Jahres ist. Also bei uns sind das halt die Infineon -Module und da hat Jörg, der hier neben mir sitzt, sich einfach ganz easy locker auf den Tisch gesetzt und erklärt, was unsere Module eigentlich machen, was Marius halt gerade auch gesagt hat. Und ja, da haben wir dann den Kracher des Jahres gewonnen und im Kreis. Soest im Kreis Südwestfalen haben wir den zweiten Platz überlegt. Ja, war eine ganz coole Sache. Ja,
00:06:15 Christoph/Jörg
Ja, Glückwunsch dazu. Und ihr habt, glaube ich, ganz hemmsärmlich erklärt, nach dem Motto, was machen wir und was bedeutet das überhaupt und wie cool ist das eigentlich, was wir machen. Prinzip -Sendung mit der Maus. Ja, das ist doch super. Das kommt immer gut an. Ich kann mich daran erinnern, ich habe das früher immer sehr gerne geguckt. Ich gucke das heute noch gerne. Gibt es denn noch den... Christoph,
00:06:33 Christoph/Mario/Marius
Mit dem grünen Pulli, diesen Erklärbär und diesen Armin gab es doch auch. Armin gibt es auch noch. Armin gibt es noch? Ich meine schon. Ich habe die schon ewig nicht mehr gesehen. Wobei doch, der Christoph war die Tage bei World Wide Wohnzimmer auf YouTube bei den Volta Twins. Kennt die vielleicht jemand? Ist auch nicht schlimm, dass Nische ist. Das Nische ist gar kein Problem. Und ihr seid glaube ich auch tätig, ihr habt ein eigenes Content -Studio, so wie wir hier auch, richtig?
00:07:01 Marius
Noch nicht ganz. Das ist auch ein Grund, warum wir hier bei euch sind und deswegen freuen wir uns so sehr, dass wir hier sein dürfen, um uns das mal bei euch anzugucken, weil ihr seid da, das müssen wir ganz offen und ehrlich zugeben, etwas weiter. Wir planen auch ein Studio, würden das gerne bei uns aufbauen und einrichten, um eben genau solche... Dinge, wie wir die jetzt hier machen, professionell abwickeln zu können und darüber die vielen schönen, spannenden Themen, die wir am Standort und im Unternehmen, im Konzern haben, an die Leute zu bringen über Formate wie Podcast, wie Videomagazin. Ein Videomagazin haben wir im Übrigen schon, aber das wird bislang noch nicht in einem Studio aufgezeichnet, sondern in einem Meetingraum, was auch funktioniert, was auch Spaß macht. Also wir haben ja das Thema Hands -on, so seid ihr ja auch unterwegs. Und wir auch, das funktioniert gut, aber trotzdem wollen wir natürlich uns immer weiter verbessern, uns professionalisieren noch weiter und daran arbeiten wir im Moment.
00:07:59 Christoph
Genau, wir haben uns dazu ja auch auf dem Butterfly -Event ein bisschen ausgetauscht. Ich war ganz neidisch, als ihr mit der Drohne da ein bisschen rumgeflogen seid. Wir haben jetzt übrigens auch eine Drohne. Und wir haben uns ein bisschen darüber ausgetauscht, dass ihr dann so ein Filmchen macht für alle Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen. Was passiert ist in den letzten Monaten? Vielleicht können wir sowas bei uns auch mal umsetzen. Danke auf jeden Fall schon mal für den Impuls. Das nehmen wir gerne mit. Und ich hoffe, wir können euch hier gleich noch ein bisschen was zeigen. Wir wechseln jetzt nämlich einfach mal den Raum. Und ich bedanke mich bei euch ganz herzlich, dass ihr so spontan eingesprungen seid. Hat viel Spaß gemacht. in diesen spontanen Minuten mit euch hier zu quatschen. Und ich würde sagen, wir gehen einfach ins Filmstudio. Vielen Dank und schönen Tag. Ciao.
#42 Richtig Abschalten mit LOTO
Wenn Maschinen ausgeschaltet sind, kann doch eigentlich nichts mehr passieren. Oder etwa doch? Manuela und René erklären dir in dieser Folge, warum auch ausgeschaltete Maschinen gefährlich sein können und vor allem, wie Lockout-Tagout (LOTO) hierbei Mitarbeiter schützen kann.
Transkript
00:00:12 Kai
Pielcast. Einfach. Besser. Hören. Einen sonnigen, schönen guten Tag aus dem Pielcast -Studio. Mein Name ist Kai, ihr kennt mich ja und ich habe heute mal wieder zwei super Gäste dabei. Und ich mache es immer ganz gerne, Ladies First. Ich habe es auch schon in einem Podcast gesagt. Manuela, herzlich willkommen. Schön, dass du da bist.
00:00:30 Manuela
Ja, vielen Dank, dass ich wieder dabei sein darf.
00:00:32 Kai
Und jetzt gibt es noch einen Partner von uns, einen Partner aus der Lieferantenschaft, der heute zu Gast ist. Und zwar ist das der René Noel von der Firma Abus. Hallo René.
00:00:41 Rene von ABUS
Ja, hallo Kai, schön mal wieder an der A44 unseren aller, aller, allerbesten Partner begrüßen zu dürfen.
00:00:51 Manuela
Gänsehaut, sag ich nur. Ich sehe schon,
00:00:53 Kai
sehe schon, Manuela, wie der Umschlag mit dem Brief gerade rüber geschoben wird.
00:00:57 Rene von ABUS
Ja, nein, aber tatsächlich ist es, ich weiß gar nicht, ich war schon länger nicht mehr hier, war ja Urlaubszeit und so weiter und so fort und ich habe mich total gefreut auf heute. Und ja, für mich ist es eben so, ich bin jetzt in diesem Fall, komme ich aus Wetter, aber selbst wenn ich dann aus Osnabrück zum Beispiel aus dem Homeoffice komme, es ist immer ein super toller Weg hierhin, weil ich fahre eigentlich immer nur die preisten Autobahnen, was es ja sonst eigentlich kaum noch gibt.
00:01:20 Kai
Ah, okay. Na gut, das kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich habe immer, ich fahre zwar auch die 44 hierhin von Lippstadt, aber da ist eigentlich meistens frei, deshalb bin ich da ganz verwöhnt, was das angeht.
00:01:32 Kai
Ja, wenn ich zum Beispiel von Osnabrück nach Wetter fahre, in die Zentrale von Abus, wir sind ja in Wetter an der Ruhr in der Nähe von Dortmund, das kann dann auch mal gerne drei Stunden dauern, weil da sind drei große Autobahnkreuze zwischen, also fängt in Münster an und dann kommen wir dann nach Dortmund und dann nach Westhofener Kreuz und ja, da habe ich so ganz eigene Erfahrungen gemacht.
00:01:55 Manuela
Obwohl die 44 von Dortmund, na so ist es auch nicht so lustig. Da ist auch häufig etwas länger.
00:02:02 Rene von ABUS
Ich hatte heute aber Rekordzeit 38 Minuten. 38 Minuten. Da hast du mich ja getoppt.
00:02:06 Manuela
Da hast du mich ja getoppt. Ich glaube, meine Rekordzeit Richtung Wetter von hier aus lag bei 40 Minuten.
00:02:12 Rene von ABUS
Ja, vielleicht habe ich gemogelt.
00:02:14 Manuela
Oder das bessere Auto.
00:02:16 Kai
Oder das. Aber das können wir ja nochmal schauen. Wir können uns ja gegenseitig immer weiter besuchen. Ich denke mal, das werden wir auch in Zukunft weitermachen. Da kommen wir gleich am Ende nochmal zu. Denn wir planen natürlich auch noch dieses Jahr nach Wetter zu fahren. Aber ja, bleibt gespannt. Das hört ihr am Ende der Folge. Warum sitzen wir eigentlich heute zusammen? Manuela, René, schön, dass ihr da seid. Ich habe euch eingeladen oder wir haben euch eingeladen, weil wir einfach heute mal so ein bisschen über das Thema Partnerschaft sprechen möchten. Also ihr habt es gerade schon gesagt oder man hört es auch so ein bisschen raus. Ihr kennt euch schon ein bisschen. Das heißt also René und Manuela kennen sich, aber auch Piel und Abus kennen sich. Darf ich einfach mal fragen, wie habt ihr euch denn kennengelernt?
00:02:55 Manuela
Ja, der René ist ja schon seit über 20 Jahren in der Arbeitsschutzwelt unterwegs, genauso wie ich das bin und man trifft sich halt. Und vor Jahren ist man auf uns zugekommen, das war noch der Vorgänger von dem René, in Richtung Themen Lock-out, Tech-out. Und da haben wir sofort, und das ist auch mein Vorgänger, Hans -Georg Herold, schöne Grüße noch an ihn, auch auf diesem Wege. Der hat sofort gesagt, das ist es, das ist das, was wir noch brauchen, das ist ein Produkt, nicht nur ein Produkt, sondern auch ein Konzept, was wir dringend für unsere Kunden brauchen, was wir dringend umsetzen müssen. Und zu dem Zeitpunkt war ich noch im Außendienst und dann haben wir sofort einen meiner größten Kunden angegangen, haben dem das vorgestellt und ja, so sind wir nach und nach. in die Kundschaft gegangen, haben das in der Zement, in der Papierindustrie und so weiter umgesetzt. Und meistens sind diese Termine auch über zwei, drei Tage. Das heißt, man hat sich dann auch abends noch privat getroffen, wenn man bei dem Kunden war. Und so kommt man einfach ins Gespräch und so entsteht zumindest aus meiner Sicht auch eine Freundschaft und eine Partnerschaft.
00:04:03 Kai
Ganz kurze Zwischenfrage. René, da frage ich vielleicht dich auch als Spezialisten. Was genau ist denn jetzt Lock-kout, Tech-out, von dem Manuela gerade gesprochen hat?
00:04:10 Rene von ABUS
Das ist ja erstmal ein englischer oder in dem Fall sogar ein amerikanischer Begriff, weil es ist englisch, aber es kommt aus Amerika. Es ist eine, wenn man so will, im Gruppen ist es eine Sicherheitsmaßnahme um Maschinen, die außerhalb ihres normalen Zustandes, also innerhalb der Fertigung, also dann zum Beispiel im Fall einer Instandhaltung oder Reparatur oder wenn eine Maschine gereinigt wird, gewartet wird, Werkzeugwechsel. dann nimmt sie einen anderen Gefahrenzustand an als in der Normal, in dem Normalzustand. Und diese Gefahrenart, die dann da ist, ist nämlich der ausgeschaltete Zustand. Und dann würde man ja eigentlich annehmen, was ist denn da jetzt noch gefährlich, ist ja aus. Sondern dann geht es eher darum, was kann passieren, wenn man die ausgeschalteten Dinge nicht so sichert, dass sie nicht wieder eingeschaltet werden, während Menschen im Gefahrenbereich sind. Also das ist ganz grob. Und da geht es halt eben darum, vor allen Dingen darum, dass man nichts aus Versehen wieder einschalten kann. dass nicht jemand, der nicht informiert ist zum Beispiel, was einschaltet, von dem er nicht weiß, dass er es wieder einschalten darf. Und man spricht von diesen drei Faktoren. Das erste, das ist das Leben. Also wir wollen nicht, dass jemand in diesem Zustand der Anlagen verstirbt, also tödlich verunglückt. Wir wollen nicht, dass der zweite Faktor, dass die Gesundheit, dass sich jemand schwer verletzt, also so, dass es auch nachhaltige Verletzungen sind, die dann sein Leben lang vielleicht ihn begleiten. Kolleginnen oder den Kollegen begleiten und das dritte ist eben, wir wollen auch nicht Anlagen zu früh wieder einschalten, wenn sie, ich sag's mal ganz platt, noch nicht fertig repariert sind, weil dann sind sie danach wirklich richtig kaputt. Und um diese, sagen wir mal, diese drei Zustände zu vermeiden und auch dafür zu sorgen, dass alle wieder heile nach Hause kommen, dafür gibt es so ein Lockout -Takeout -System. Es ist sehr schwierig im Übrigen, das in drei Sätzen zusammenzufassen, dass das sofort jeder greifen kann. Aber im Grunde genommen geht es genau um diese drei Punkte und es gibt sehr effektive, eigentlich sogar sehr einfache Methodiken, die man in diesen Bereich einführen kann im Unternehmen, um eben genau das zu erzielen.
00:06:02 Kai
Sehr interessant und vor allem natürlich auch sehr wichtig, wenn wir auch gerade das Thema ansprechen, dass wir hier wirklich auch tödliche Unfälle vermeiden wollen. Und Manuela, wenn der René das so erzählt, also man merkt ja auch, dass er versucht gerade das alles in so ganz... Kleine Worte zu packen, damit das noch irgendwie in diesen Podcast hier reinkommt. Das heißt also, ihr könntet draußen in der Praxis als super Team Sicherheit vorleben.
00:06:25 Manuela
Definitiv, das kriegen wir gut hin. Das haben wir auch in der Vergangenheit gut hingekriegt. Ja, und das ist ja das. Ihr kennt mich da draußen ja schon. Ich bin ja bei uns der Erfolgsgeschichtenerzähler und diejenige, die die magischen Momente hier hat durch Gänsehaut. Und das haben wir sehr häufig auch bei den Kunden umgesetzt. die dann auch im Nachgang gesagt haben, jawohl, das ist super, wir sind jetzt safe, wir kriegen das alles hin, also das passt echt gut.
00:06:53 Kai
Okay, und wie bewusst ist den Leuten da draußen das Thema Lockout, Takeout, ist das was, was jeder wirklich auf dem Schirm hat oder muss man da wirklich noch viel die Leute abholen und wirklich zeigen, was da wirklich hinter steckt?
00:07:07 Rene von ABUS
Ja, es gibt ja diese, also es gibt ja erstmal, für wen betrifft das überhaupt? Wir werden ja auch gefragt, also wir als Abus werden gefragt, aber natürlich werden wir auch als Abus und Pi gefragt, ist das eigentlich ein Thema für uns? Und geregelt wird das so ein bisschen über die Betriebssicherheitsverordnung, nicht nur ein bisschen, sondern auch ein bisschen mehr. Ich will das jetzt, das ist vielfach chinesisch, will ich nicht, aber es betrifft ca. 166 .000 Betriebe in Deutschland. Und es gibt diese Loto-Matrix, diese berühmte Loto-Matrix, die sagt, okay, wie viele Leute machen das? Wie viele Leute machen etwas, was sie glauben, dass es das ist? Und wie viele Leute gibt es eigentlich, die das machen und das auch vernünftig machen? Und da ist halt eben die Kurve aktuell so, dass man sagen kann, 40 Prozent haben das noch gar nicht auf dem Schirm. Die 50 Prozent sind unterwegs und sagen, ja, wir machen das, aber sie sind wahrscheinlich nicht da, wo sie sein sollten oder könnten. Und dann gibt es 10 Prozent, die sehr, sehr gut damit sind und die das auch wirklich vernünftig machen.
00:08:00 Kai
Okay, also ist noch einiges im Potenzial da draußen.
00:08:03 Manuela
Ja, weil ich glaube auch, nein, ich glaube nicht, sondern die Erfahrung zeigt auch, dass die Unternehmen, wo sehr viel Elektrik ist, die lernen das von Anfang an, die Elektriker mit diesem Safety umzugehen und mit diesem Verriegeln und so weiter und so fort. Da merkt man dann schon, dass die zu den 50 Prozent gehören, aber das in der Mechanik noch nicht so stark umgesetzt ist.
00:08:28 Rene von ABUS
Ja, das kann ich auch so bestätigen. Das größte Defizit ist tatsächlich bei den mechanischen Prozessen im Lockout -Takeout. Man kann sich auch leicht vorstellen, also für jeden greifbar. Du hast eine Dampfleitung, kennt man heiß und gefährlich und die wird geschlossen, indem man zum Beispiel ein großes Handrad dreht, macht das zu. So, jetzt ist kein Dampf mehr. Jetzt fange ich an, Schweißarbeiten am Ende der Verrohrung zu machen, also muss da irgendwas am Schweißen. Und vielleicht war irgendwo noch eine Ableitung von dieser Dampfleitung, die gleichzeitig mit weggeschlossen wurde. Und dieser Dampf wird aber woanders noch gebraucht. Und jetzt rennt jemand los, ich mache das ein bisschen plastisch jetzt, und sage, warum ist mein Dampf weg? Ist ja auch erstmal eine ganz berechtigte Frage. Und er denkt sich, was ist das denn hier? Hat das einer zugedreht und macht das jetzt wieder auf? Und man gibt ganz einfache Mittel dann eben auch in der Mechanik, dieses Handrad so zu versperren und auch kommunikativ daran zu arbeiten, dass er sieht, oh, hier wird gearbeitet. Ich mache das jetzt nicht auf. Idealerweise wusste der das eigentlich schon vorher, dass das passiert. Das musste er jetzt nicht durch den Zettel erfahren. Aber das sind so die Dinge, die in der Mechanik halt noch nicht in der Selbstverständlichkeit sind, wie in der Elektrik. Das darf man durchaus so unterscheiden.
00:09:37 Kai
Okay, sehr interessant. Also es ist natürlich immer wieder wichtig, auch auf solche Sachen hingewiesen zu werden und das natürlich dann in der Praxis auch von jemandem professionell erklärt bekommen, weil das ist ja schon was, wenn ich das so richtig herausverstanden habe. Da steckt ein bisschen mehr hinter, als irgendwo einfach nur ein Schloss dran machen. Und dass die Mitarbeiter genau wissen, was das wirklich alles mit diesen Schlössern zu tun hat und Lockout -Tack -Out. Das sprengt natürlich jetzt alles ein bisschen den Rahmen hier. Aber wir laden euch gerne dazu ein, das alles näher zu erfahren. Und zwar, ich habe es eingangs schon mal gesagt, am 28 .09. diesen Jahres sind wir zu Gast bei der Firma Abus in Wetter. Und zu Gast heißt, auch wieder nicht ganz richtig, wir dürfen dort was ausrichten. Und zwar unsere diesjährige A &A -Nachlese. in den Hallen von Abus, also ein fettes, fettes Dankeschön an die Firma Abus, dass wir das da machen dürfen. Und René, genau die Sachen, die wir jetzt gerade besprochen haben, die sehen wir da auch vor Ort oder können die auch ein bisschen durch dich und durch deine Kollegen greifbarer erfahren?
00:10:35 Rene von ABUS
Absolut, ja. Erstmal freuen wir uns, Gastgeber und Austrager zu sein für eure Nachlese. Die ist ja nicht das erste Mal, dass wir die begleiten, aber dass sie jetzt bei uns im Wetter stattfinden, ist ganz wunderbar. Wir haben die neue Objektsicherheitsausstellung, ein Riesenart mit Lock-out - Tack-out, wo also wirklich alles greifbar ist an unseren neuen Ernern, unserem Loto-Simulator, der auch vor Ort da sein wird. Und das Team wird da sein. Ich werde persönlich logischerweise auch da sein. Und wir freuen uns auf euch und auf eure Kunden und hoffen, dass wir jeden begeistern können.
00:11:08 Kai
Sehr cool. Und man darf natürlich auch noch dazu sagen, es wird auch einen Vortrag der Firma Abus geben. Und zwar wird den auch René Noël halten, denn René ist auch freiberuflicher. Buchautor und wird einen kleinen Teil aus seinem Buch preisgeben. Richtig?
00:11:23 Rene von ABUS
Das stimmt, genau. Ich habe mein zweites Buch angefangen zu schreiben oder bin auch schon ziemlich weiter mit und vielleicht schaffe ich es sogar, dass es fertig ist. Vielleicht noch nicht verkaufsfertig, fertig ist, aber fertig ist. Aber ich habe mir also mit euch übrigens vorgenommen, dass ich aus meinem neuen Buch Sag Ja zu Safety ein Kapitel vortragen werde und da können wir alle schon gespannt sein. Ich bin übrigens selber auch, was das Gutes wird. Ja, aber wird bestimmt gut.
00:11:45 Kai
Also Manuela und ich, wir freuen uns auf jeden Fall total auf die diesjährige A &A -Nachlese, weil wir beide planen das ja auch so ein bisschen mit und sind froh, dass René uns da so tatkräftig unterstützt. Also nochmal ganz kurz gesagt, wir verlinken euch alle möglichen Informationen zur A &A -Nachlese im Nachgang natürlich. 28.9, merkt euch das und es gibt natürlich auch noch weitaus andere Sachen zu entdecken auf der A &A -Nachlese, also nicht nur Abos und nicht nur Loto, sondern Manuela, was gibt es beispielsweise noch? Nennen wir nur ganz kurz ein, zwei.
00:12:12 Manuela
Ach, persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz werden wir präsentieren. Wir werden präsentieren die neuen Innovationen bei Sicherheit schon, weil die A &A -Nachlese dieses Jahr unter dem Motto steht Innovation und Nachhaltigkeit. Auch gerade das sind die Themen, die uns wirklich beschäftigen, auch in Richtung der Nachhaltigkeit. Auch ihr habt ja schon von unserem Waldlokal gehört. Auch da werdet ihr einiges zu erfahren. Also von daher. Freut euch drauf. Den ersten Teaser haben wir schon rausgegeben in den Social Medias. Da durftet ihr mich schon mal wieder sehen und das auch in der Loto-Wand und in der Loto-Ecke bei Abus. Also von daher freut euch drauf.
00:12:53 Kai
Super cool. Also meldet euch an. René, Manuela, vielen Dank, dass ihr heute teilgenommen habt. René, gute Rückfahrt. Ich hoffe, du hast eine schnelle Rückfahrt, aber eine sichere vor allem. Und Manuela, du natürlich auch.
00:13:04 Manuela
Ja, vielen Dank.
00:13:06 Kai
Macht's gut zusammen. Ciao.
#41 Sicherheit als Standard bei HeidelbergCement
Für das Werk Hannover der HeidelbergCement AG ist 2022 ein ganz besonderes Jahr. Axel Pauls, Sicherheitsfachkraft, hat es sich zur Aufgabe gemacht dafür zu sorgen, dass all seine Kolleginnen und Kollegen nach der Arbeit wieder gesund nach Hause können. Dabei kann er auf starke Unterstützung von PIEL zählen. In diesem PIELcast erfahrt ihr, welche Rekorde dieses Jahr alles gebrochen werden. Ein Video zum Thema gibt's hier!
Transkript
00:00:10 Christoph
Hallo und einen wunderschönen guten Tag nach draußen an alle, die heute zugeschaltet haben zu unserem neuen Peelcast. Folge 41 müsste das sein. Und ich habe wunderbare Gäste hier bei mir im Studio sitzen. Zum einen die Manuela, Ladies First. Guten Morgen.
00:00:26 Manuela
Ja, hallo zusammen. ich war schon lange nicht mehr hier. Dafür 41. Folge und der Ehrengast kommt ja gleich.
00:00:35 Christoph/Simon
Ich wollte gerade sagen, der kommt ja gleich. Dann ist der Simon da, grüß dich. Hallo alle. Moin, hast du neue Haare? Ich habe neue Haare. Schon, ne? Aber schon seit anderthalb Jahren. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Und dann unser Ehrengast, Manuela hat es gerade schon angeteasert. Der Axel, grüß dich. Ja, grüß dich. Schön, dass du hier bist.
00:00:53 Axel
Ich freue mich auch sehr, hier zu sein. Und dass ich Ehrengast bin, wusste ich bisher noch nicht. Aber ich freue mich natürlich trotzdem.
00:00:59 Christoph
Nein, definitiv. Den Simon und die Manuela kennen die Leute draußen schon. Vielleicht kannst du kurz ein bisschen was zu dir erzählen, wer du bist und was du machst.
00:01:05 Axel
Ja genau, mein Name ist Axel Pauls. Ich bin Sicherheitsfachkraft am Standort Hannover von der Heidelberg Zement AG. Seit mittlerweile, ja ich muss lügen, ich glaube das sind auch schon fast 16 Jahre. Und so haben wir uns eigentlich auch kennengelernt. Im Grunde genommen die Firma Piel, die uns betreut und seitdem gute Zusammenarbeit mit der Firma Piel hat. Die Firma Heidelberg Zement und wie gesagt gerade der Standort Hannover.
00:01:28 Christoph
Du warst ja auch schon ein paar Mal hier bei uns am Boleweg, aber das Content Lab hast du noch nicht gesehen, ne?
00:01:33 Axel
Nein, das ist wirklich zum ersten Mal. Ich bin ganz beeindruckt. Also es sieht schon fast professionell aus hier. Freut mich hier. So gutes Feedback auf jeden Fall. Und als ich das erste Mal reingehört habe im Podcast, habe ich immer gedacht, dass euer Geschäftsführer hier mit der Klampfe sitzt und das selber einspielt. Aber das war jetzt doch tatsächlich vom Band. Ich bin ganz begeistert.
00:01:49 Christoph
Jaja, das ist vor aufgenommen. Sonst könnten wir die Qualität nicht so hoch halten. Ich glaube, das würde nicht funktionieren. Ja, aber das hat zwar nicht Mario gemacht.
00:01:54 Manuela
Ja, aber das hat zwar nicht Mario gemacht. Aber unser Christoph hat das selber auf der Klampe aufgenommen. Also von daher schon alles Eigenproduktion.
00:02:01 Christoph
Dankeschön, Dankeschön, Dankeschön. Dann mache ich gleich schon mal Feierabend. Nee, aber du hast ja auch unser Filmstudio schon gesehen. Wir haben ja ein bisschen schon drüber geredet, was wir da machen, was wir für Lerninhalte da produzieren. Oder dass wir dort auch Schulung halten wollen und das alles irgendwann mal in unsere Peel Academy kommt. Aber ich habe gehört, du bist ja selber schon ein kleiner Filmstar.
00:02:20 Axel
Naja, was heißt kleiner Filmstar? Aber ich habe mit euch zusammen ja, ich sage mal, eine Erfolgsgeschichte aufgenommen. Wir haben im Vorfeld, ich glaube, das ist auch schon fast zehn Jahre her, mit der Steinbruchs -BG damals noch, haben wir Filme über uns gedreht zum Thema Heißmehlgefährdung. Und ich finde es immer total spannend, sag ich mal, wenn man sich das Ergebnis anschaut von so einem, gerade jetzt die Erfolgsgeschichte, wie lange der Aufwand ist, um nachher tatsächlich diesen kurzen Film dann zu sehen. Aber wie gesagt, war eine spannende Zeit, sehr aufregend. Das Schöne daran war noch, wir hatten einen verhältnismäßig frischen Kollegen dabei. Der hatte seinen ersten Tag und wurde dann gleich, ich sag mal, ins kalte Wasser geschmissen. Den haben wir gleich für alles benutzt, was zu benutzen war. Aber es lag wohl auch daran, das sieht auch aus wie ein Schauspieler. Den können wir auch noch anders vom Markten, sag ich jetzt mal bei uns im Unternehmen. Also es hat sehr viel Spaß gemacht. Cool. Wo habt ihr den Film gedreht? Bei uns am Standort Hannover, in unterschiedlichen Betriebsbereichen. unterschiedliche Szenen und unterschiedliche Gefährdungen dargestellt.
00:03:14 Christoph
Ja, du hast gerade schon das Thema Erfolgsgeschichte angesprochen, die wir auch zusammengeschrieben haben. Worum ging es denn genau in dem Film? Also welchen Inhalt gab es da?
00:03:20 Axel
Also Inhalt war Absturzgefährdung, Arbeiten in engen Räumen, Freimessverfahren, das ganze Thema CSE. Und wir haben dann im Endeffekt mit unterschiedlichen Firmen, also mit der Firma Honeywell, mit der Firma Dräger, in diesem Film dargestellt, wie Rettungen funktionieren, wie im Endeffekt Rettungskonzepte aufgebaut werden, wie Freimessverfahren funktionieren. Ja,
00:03:41 Christoph
das Thema spielt bei euch eine richtig große Rolle, richtig?
00:03:43 Axel
Ja, natürlich. Ich sage, alleine bei uns im Wärmetauscher Bereich liegen wir ungefähr bei zwischen 60 und 80 Zugängen in enge Räume. Wahnsinn. Und das ist nur ein ganz kleiner Part, sage ich mal, des gesamten Werkes. Und deswegen spielt es so eine Riesenrolle, weil ich sage mal, jeder enge Raum birgt natürlich eine tödliche Gefahr. Und wir nehmen das sehr, sehr ernst, dass eben die Mitarbeiter, bevor sie in so einen engen Raum gehen, auch sehr kritisch mit uns umgehen und sagen, nein, bevor ich nicht die entsprechende Ausbildung habe. Bevor ich nicht die entsprechenden Dokumente habe und das entsprechende Freimessdokument, gehe ich nicht in diesen engen Raum. Also da ist es sehr, sehr wichtig, kritische Mitarbeiter zu haben, um immer wieder daran gemessen zu werden, tue ich als Vorgesetzter alles richtig, Mitarbeiter in so eine Gefährdung zu bringen.
00:04:23 Christoph
Ja, und quasi in dem Film wurde dann so ein bisschen thematisiert, warum das gemacht wird und dass Mitarbeiter dann auch trainiert werden und unterwiesen werden in den Dingen. Genau. Manuela, du betreust ja den Kunden Heidelberg Zement schon relativ lange, ne? Wie lange schon?
00:04:34 Manuela
20 Jahre.
00:04:36 Christoph
Ja, okay.
00:04:36 Manuela
Ja. Und Axel kenne ich seit 16 Jahren dann im Prinzip. Wir haben uns relativ früh auch kennengelernt in Hannover. Und ja, was mich dann auch echt stolz macht und was aus dem Film auch rauskommt, wir sagen es nicht nur, dass wir dafür arbeiten oder morgens dafür aufstehen, dass die Mitarbeiter gesund zur Arbeit kommen und gesund nach Hause gehen, aber auch die Entwicklung, die Konzepte, die wir gemeinsam erarbeitet haben. Der Axel hat es gerade gesagt, dass die Mitarbeiter so sensibilisiert sind, dass die sagen, okay, ohne mein Equipment gehe ich jetzt in diese engen Räume oder die Absturzgefährdung nicht rein. Und das finde ich... Echt super, weil das haben wir in Konzepten erarbeitet, haben wirklich die Mitarbeiter mitgenommen und das ist nun mal unser Thema auch, wir machen die Betroffenen zu Beteiligten. Und das funktioniert in Hannover echt und auch bei Heidelbergs im Moment echt hervorragend und das macht mich schon ziemlich stolz.
00:05:22 Christoph
Simon, du begleitest das ja auch so ein bisschen mit, wie ist da so deine Erfahrung, wie gehen Leute mit dem Thema um?
00:05:26 Simon
mit dem Thema um? Also ich betreue Heidelberg Zement jetzt quasi im vierten Jahr. Das ist auf jeden Fall ein Thema, was in der Industrie häufig ein Problem ist, wo ich jetzt mitbekommen habe, dass auch der Axel in Hannover jemand ist, der es sofort anpackt. Es ist oft noch eine Baustelle, wo man auch aktiv auf die Leute zugehen muss. Ja, das Thema Prävention hat Axel auch am Anfang in dem Video sehr oft oder einmal genannt. Diesen Präventivgedanke, den haben leider noch nicht so viele, aber das ist der Weg.
00:05:51 Christoph
Das ist auch wichtig, darauf aufmerksam zu machen und da unterstützen wir auch gerne. Und Erfolgsgeschichte. Wir haben es ja eben schon kurz angeteasert, Axel, ihr habt ja auch eine Erfolgsgeschichte, weil wenn ich richtig gehört habe eben, dann habt ihr schon bald einen kleinen Rekord. Können wir den noch nicht ansprechen, aber das, was ihr bisher schon erreicht habt.
00:06:08 Axel
Man soll ja nicht über Sachen reden, die noch nicht richtig sind. Und wir haben noch zwei Tage, bis es dann endlich so weit ist. Also wenn wir ganz viel Glück haben und das Glück gehört immer mit dazu, haben wir am Sonntag 2000 Tage, unfallfreie Tage nenne ich das jetzt mal. Das sind im Grunde genommen. 2000 Tage ohne einen meldepflichtigen Unfall und zwar nach internationalen Kriterien, nicht nach dem klassischen BG -Kriterien mit drei Tagen Ausfallzeit, sondern tatsächlich mit einem Tag Ausfallzeit. Das heißt, Mitarbeiter kommen am nächsten Tag nicht zur Arbeit, gilt als meldepflichtiger Unfall und das haben wir dann tatsächlich 2000 Tage geschafft. Wir haben noch so ein anderes Highlight dieses Jahr, also das ist ein Alleinstellungsmerkmal. 2022 Tage im Jahr 2022 können wir auch noch schaffen.
00:06:51 Axel
Ja, und das Schöne daran ist, es ist nicht kopierbar. Das ist sehr, sehr einmalig. Und dann hätten wir im November nochmal die Chance, 1000 Tage in Verbindung mit Fremdhandwerkern. Das heißt also die Gesamtsumme aller Unfälle auch unserer Partner, die letztendlich für uns arbeiten. Und wenn wir das dieses Jahr hinbekommen, dann weiß ich und dann wissen wir alle. Und das ist eben immer eine Teamarbeit. Ob es Partner als der technische Händler, der Mitarbeiter, wir als Sicherheitsfachkräfte und letztendlich der Konzern, der uns die Strukturen vorgibt. Letztendlich ist das einfach das, wofür wir arbeiten. Das ist unser Job und dann ist es eben nicht nur ein Job, sondern dann ist es das, wofür man im Grunde genommen lebt. Also Menschen gesund wieder nach Hause zu bringen.
00:07:35 Christoph
Wahnsinn. Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall dazu, zu der Leistung so viele Tage unfallfrei zu haben. Ein riesengroßes Brett und da auf jeden Fall auch Respekt an die Leute, an die Mannschaft, dass das so gelebt wird und auch an dich, dass du das so nach vorne treibst und auch darauf achtest, dass da alle wieder am Abend dann gesund nach Hause gehen können.
00:07:53 Axel
Also wie gesagt, riesen Vorteil, der Konzern selber bringt Standards raus und diese Standards müssen eben gelebt werden. Und das ist auch das Ziel bei Heidelberg Zement, diese Standards umzusetzen in allen Ebenen. Und wie gesagt, auch da eben große Unterstützung durch Piel. In dem Moment, wo neue Standards kommen mit irgendwelchen Anforderungen, ist natürlich der erste Weg, was können wir gemeinsam machen, um diese Standards umzusetzen. Und das passt natürlich dann wunderbar, gerade in diese Erfolgsgeschichte, die wir da gedreht haben. Weil das muss man mit einem vernünftigen Partner machen, das kriegt man leider nicht hin.
00:08:22 Christoph
Wenn Sicherheit zum Standard wird, ich glaube, das ist das, was wir alle erreichen wollen. Ich denke, auch ein schönes Schlusswort an der Stelle, nämlich vielen, vielen Dank, dass ihr dabei wart. Danke Manuela, danke Simon, danke Anxel. Wenn ihr mehr wissen wollt, dann schaut gerne in den Link in unserer Podcast -Beschreibung. Da verlinken wir euch das Video zur Erfolgsgeschichte. Und ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag. Ciao.
00:08:43 Manuela/Simon
Ciao. Danke. Ciao.
00:08:44 Axel
Tschüss.
#33 Dresden kann Kanban!
Challenge für heute: Versucht mal den Folgentitel 3x schnell hintereinander laut aufzusagen! Geschafft? Zur Belohnung öffnen Andreas und Christoph den C-Teile-Koffer. Die PIELaner in Dresden verfügen bereits über jahrelange Erfahrung in Sachen "Kanban-Bewirtschaftung". Was das überhaupt bedeutet, welche Vorteile dadurch erzielt werden und welche Kombinationen man knüpfen kann erfahrst du in diesem knackigen PIELcast.
Transkript
00:00:13 Andrea
Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, zu einer wunderbaren neuen Ausgabe unseres Pielcast. Heute wollen wir uns über das Thema Kanban unterhalten. Kanban? Was ist das? Ich begrüße heute bei mir
00:00:29 Christoph/Andreas
Den Christoph. Hallo zusammen. Und den Andreas aus Dresden. Hallo zusammen.
00:00:34 Andrea
Hallo, hallo, hallo. Herzlich willkommen. Der Christoph, den kennt ihr ja normalerweise an anderer Stelle, aber der Christoph, der ist heute als Zehnteile -Spezialist zugeschaltet und der Andreas ist als Dienstleistungsspezialist für den Standort Dresden mit dabei. Andreas, erzähl doch mal, was ist denn Kanban? Was muss man sich denn darunter vorstellen? Das klingt ja erstmal ganz interessant.
00:00:56 Andreas
Also erstmal klingt es schon sehr technisch. Kanban und System, da klingt ganz viel Technik drin. Ist aber eigentlich ein ganz alter Hut, also ist eigentlich schon über 70 Jahre alt. Dieses System, das hat ein Japaner erfunden und dient ganz einfach zur Steuerung des Materialflusses und der Produktion. Ganz einfach. Man möchte die Sachen, die zur Produktion permanent benötigt werden, um sich herum am Platz direkt verfügbar, permanent verfügbar haben. Und das ist das halt, was ein Kanban -System sicherstellt. Man stellt sich das so vor, oder man kann sich das so vorstellen, es ist ein Zwei -Behälter -System. Es gibt immer zwei Behälter. Und sobald ein Behälter mit dem Artikel A leer ist, rutscht der zweite Behälter nach. Und ich habe immer einen verfügbaren Artikel, den ich benötige, bei der Hand.
00:01:42 Andreas
Der leere Behälter wird, sobald die Ware entnommen ist, wieder aufgefüllt und wird hinter den anderen Behälter schon wieder dahinter gestellt.
00:01:49 Christoph
Für uns ist das Kanban quasi einer der Lösungsansätze in unserem C -Teile -Management -Orchester. Wir haben ja verschiedene C -Teile -Lösungen, die wir unseren Kunden anbieten. Vom Kanban, was Andreas gerade vorgestellt hat, über die Scanner -Bewirtschaftung, über RFID -Technologie bis hin zu Ausgabesystemen. Und das Kanban ist eben ja mit so die klassischste Lösung tatsächlich, die wir unseren Kunden anbieten und die auch in Dresden ja tagtäglich gelebt und durchgeführt wird.
00:02:19 Andrea
Also Dresden ist sozusagen der Vorreiter mit dem meisten Kanban -System bei Kunden oder? Wie muss ich mir das vorstellen?
00:02:26 Andreas
So kann man sich das durchaus schon vorstellen. Genau, also wir haben, kann man schon sagen, eine jahrelange Erfahrung da drin. Wir haben mehrere Kunden, die wir mit unseren Kanban -Systemen unterstützen, ihre Prozesse beschleunigen bzw. Prozesse auch verschlanken, indem wir ganz einfach ganz viel Arbeit abnehmen. Dadurch, dass sich der Kunde über nichts mehr Gedanken machen muss bezüglich seiner Materialverfügbarkeit, kann er sich auf seine Kernsachen konzentrieren, auf seine Produktion, muss sich keine Gedanken machen, ob dieser... Artikel denn überhaupt noch da ist und wenn er nicht mehr da ist, wie lange er braucht, bis er wieder da ist, sondern dieser Artikel ist immer verfügbar. Also ein ganz großer Pluspunkt und wir können bei uns wirklich sagen, dass wir, wie Christoph das schon gesagt hat, aus diesem Orchester wirklich alle Komponenten schon mit in unsere Systeme einbinden. Also wir haben klassische zwei Behältersysteme bei Kunden, die bei Entnahme über das sage ich jetzt mal, Oldschool -Barcode -Abscannen, ausgelesen werden über Mischvarianten, Barcode und RFID -Technologie, die natürlich sehr smart ist, weil diese Auslesen dieser Artikel direkt vor Ort stattfinden kann und somit eine sofortige Auffüllung bzw. Wieder Befüllung eins zu eins möglich ist. Kann man schon wieder fast auf diese Behälter hin und her transportieren. Nicht verzichten, aber man kann es wirklich ganz kurz halten. In dem Moment bei uns im Haus schon vor kommissioniert werden kann, obwohl die Behälter noch gar nicht zur Verfügung stehen. Die Daten fliegen durch die Luft und sind sofort bei uns. Und natürlich auch Ausgabesysteme spielen da auch eine Rolle. Für eine permanente Verfügbarkeit gerade hochpreisiger Werkzeuge oder auch hochpreisiger C -Teile. bis hin auch zu permanent verfügbar zu habenden PSA -Artikeln. Man muss sich das so vorstellen, wenn ein Arbeiter Minuten, im Idealfall, Stunden, im schlimmsten Fall durch die Firma erinnern muss, bevor er seine PSA bekommt, damit er weiterarbeiten kann, weil seine beispielsweise Handschuhe oder Schuhe oder sowas defekt sind, hat er halt die Möglichkeit, über die Ausgabesysteme sofort Abhilfe zu schaffen. Und das ist auch unsere Aufgabe. Diese Systeme aufzufüllen, das geht mittels der heutigen Technik auch sofort. Also wir können aus der Ferne auf die Ausgabesysteme zugreifen, können sehen, was dort fehlt, bekommen regelmäßig Reportmeldungen beziehungsweise sofort einen Auftrag bei uns ins System, was im Automat fehlt, aufgefüllt werden muss. Also eine ganz fixe Sache.
00:05:01 Christoph
Und wie kann ich mir das im Kanban bei euch vorstellen? Da fährt dann wirklich täglich, glaube ich, jemand raus und prüft dann dort vor Ort die Kisten, richtig?
00:05:10 Andreas
Also wir haben unterschiedliche Systeme bei verschiedenen Kunden im Einsatz. Das richtet sich immer so ein bisschen danach, was ist es für Ware, die dort liegt. Beispielsweise Befestigungstechnik ist bei einem Kunden so dimensioniert, dass wir einmal in der Woche dort eine Kontrolle machen und die Behälter austauschen. Einfach von der Behältergröße, darüber kann man das steuern und dem Inhalt, was sich in so einem Behälter befindet. Wir haben aber auch Kunden, wo wir zweimal in der Woche die Kontrollen durchführen. Und da ist es wirklich so, wir fahren zum Kunden. In der Regel ist das ein bestimmter Bereich, wo dieses Kanban-System steht. Ist meistens auch immer relativ zentral im Produktionsbereich, dass so viele Mitarbeiter wie möglich eben auf diesen Kanban-Punkt zugreifen können mit kurzen Wegen. Und dort wird zum einen von uns die Kontrolle durchgeführt. Was muss neu aufgefüllt werden? und auch gleichzeitig das, was aufgefüllt wird, auch wieder in das Regal oder Schrank oder Automat, wie auch immer, wieder aufgefüllt. So ist es halt im Kreislauf. In dem Moment, wo ich einen Lernbehälter schon wieder rausnehme, wird dieser sofort gescannt bzw. wird der RFID -Tag ausgelesen und ich kann diesen einzelnen Artikel oder gesammelt, wenn ich mit meiner Runde fertig bin, das sofort hier ins Haus schicken und sofort wird der Auftrag ausgelöst, was bei dem Kunden wieder aufgefüllt werden muss.
00:06:33 Christoph
Klingt super, super interessant. Da geht einem ja so richtig das Prozessherz auf, sowohl auf Kundenseite als auch bei uns intern, weil es einfach so schlank und digitalisiert ist. Und der Kunde kauft ja dann sozusagen bei Piel nicht mehr die Teile an sich, sondern wirklich eigentlich mehr so die Dienstleistung beziehungsweise die Sicherheit, dass seine Teile vor Ort gar nicht mehr leer gehen und er sich nicht darum kümmern braucht.
00:06:55 Andrea
Ja, das zu jeder Zeit, so wie ich das richtig verstanden habe. Es ist egal, ob ich nachts um 12 Uhr in der Nachtschicht was brauche oder dann halt tagsüber. Und ich brauche keinen, der mir das rausgibt, sondern das geht alles automatisch. Das ist natürlich sehr interessant. Wie wird das Ganze für den Kunden dann abgerechnet?
00:07:09 Christoph
wird das Ganze für den Kunden dann abgerechnet? Vielleicht auch noch eine interessante Info.
00:07:16 Andreas
Von der kaufmöglichen Seite ist es wirklich so, also es gibt Abrechnungsmöglichkeiten pro Vorgang, was natürlich ein relativ hoher Aufwand ist. Was bei uns, ich glaube, bei allen unseren Handballsystemen gehandhabt wird, sind Monatsabrechnungen. Das heißt, monatlich wird ein Schnitt gemacht, was ist aufgefüllt, das wird abgerechnet. Und der Kunde hat somit auch nur einen Vorgang, den seine Buchhaltung dann quasi beschäftigt.
00:07:36 Christoph
Ja, super. Also nicht nur was die Beschaffung angeht, sondern auch am Ende das Buchhalterische. Relativ schlank und übersichtlich, sodass es quasi für den Kunden eigentlich keine großen Verständnislücken zu geben scheint. Sehr schön. Cool. Richtig.
00:07:51 Andrea
Ja, prima. Also ein großes und buntes Feld, höre ich so raus, aber auch ein sehr spannendes, wo viele Potenziale bei Kunden zu heben sind. Wenn ihr Fragen dazu habt oder euch für ein Kahnemann -System interessiert, dann schaut gerne mal auf unsere Website auf www.Piel.de. Da findet ihr alle nötigen Kontaktdaten oder ihr schreibt uns einfach über Instagram direkt und wir werden sicherlich für euch die passende Lösung finden. Dafür sind wir nämlich da. Ich bedanke mich bei euch, Christoph und Andreas und wünsche euch noch einen tollen Tag und bis demnächst.
00:08:25 Christoph/Andreas
Danke auch. Tschüss. Besten Dank. Tschüss.
#15 Family First bei PIEL
Für alle PIELaner eine Selbstverständlichkeit: PIEL ist seit 2012 zertifiziert als familienfreundliches Unternehmen im Kreis Soest. In einigen Jahren steht die Rezertifizierung an und bereits jetzt müssen die Weichen dafür gestellt werden. Vanessa Funke von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest berichtet von "Kriterien" zum Erhalt des Zertifikats und vom Wandel des Familienbegriffs im Laufe der Zeit. Für das kleine PIELaner-Volk bedeutet Familie nicht nur Vater, Mutter, Kind; für uns bedeutet Familie ebenfalls Offenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen. PIELaner sein eben. Glaubst du nicht? Andrea wirds Euch erklären.
Transkript
00:00:04 Christoph
Pielcast. Einfach besser hören. Einen wunderschönen guten Morgen an diesem regnerischen Dienstag nach dem Pfingstwochenende. Ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen an den Endgeräten, egal ob mobil oder im Firmenfahrzeug, wenn unsere Außendienstler zuhören. Ich darf heute ja ganz besondere Gäste bei mir begrüßen und zwar zuallererst Vanessa Funke von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest. Ihres Zeichens Teilprojektleitung für das Zertifikat Familienfreundliches Unternehmen. Hallo.
00:00:34 Vanessa Funke
Hallo, guten Morgen. Danke für die Einladung.
00:00:35 Christoph
Ja, gerne, gerne. Schön, dass du da bist. Dann sitzt bei uns die Andrea. Guten Morgen.
00:00:40 Andrea
Hallo Christoph. Diesmal nicht so viel Euphorie in der Einleitung. Ich nehme es dir nicht übel, aber ja, hallo, ich bin auch wieder dabei.
00:00:47 Christoph/Michael
Ich wollte eigentlich so als Running Gag, dachte ich mir, okay, ich überlege mir jetzt immer wieder was Neues, aber ich glaube, ich lasse es dann doch besser. bevor das Überhand nimmt. Und dann zum allerersten Mal in unserem super neuen Pielcast -Studio, Michael Piel. Hallo Michael. Guten Morgen in die Runde. Hallo, schön, dass du da bist. Vanessa, vielleicht erzählst du ganz kurz ein bisschen was zu dir, was du so machst und warum du heute auch hier bist.
00:01:09 Vanessa Funke
Ja, sehr gerne. Vanessa Funke, ich arbeite jetzt seit vier Jahren bei der Wirtschaftsförderung vom Kreis Soest. Wir sind da thematisch sehr breit aufgestellt. Also wir haben unter anderem das Thema Ressourceneffizienz bei uns. Fördermittelberatung. Es geht um das Thema Hausärzte, Telemedizin, Innovationsmanagement. MINT -Förderung, auch ein großes Thema. Also wirklich thematisch sehr breit aufgestellt. Und ich betreue persönlich das Zertifikat Familienfreundliches Unternehmen. Jetzt mittlerweile, ja wie gesagt, seit vier Jahren. Macht extrem viel Spaß, sowohl die Neuzertifizierer als auch die Rezertifizierer auf dem Weg zu begleiten. Und ja, man hat natürlich über die Jahre jetzt schon viele Einblicke auch in die ganzen Unternehmen in der Region erhalten. viele Branchen, viele Unternehmensgrößen kennengelernt und macht sehr viel Spaß.
00:01:52 Christoph
Neuzertifizierung ist ein gutes Stichwort, denn die Firma Piel wurde zum ersten Mal zertifiziert am 5. Juli 2012 als familienfreundliches Unternehmen. Seither zuletzt 2020 zweimal rezertifiziert, also eine Serie, die wir hier geschossen haben. Michael, wie war das denn vielleicht damals? Vielleicht kannst du da ein bisschen was zu erzählen. Wie kam das, dass wir uns da zertifizieren lassen haben?
00:02:11 Michael
Die Älteren werden sich daran erinnern. Wir hatten eine Strategiegruppe, die nannte sich Team 2012. Und aus diesem Strategiekreis ist eine Gruppe entstanden, die hat sich mit Fachkräftemangel beschäftigt. Und Treiber waren halt die Mitarbeiter, speziell die Claudia Körber, die Carolin Heiser und der Dennis Gussen. Und die haben die Geschäftsführung überzeugt, sich dazu mit zu beschäftigen und auch das Zeitkontingent freizugeben. Da ist viel freie Zeit reingeflossen damals. Letztendlich aber ein Thema, was die Mitarbeiter selber getrieben haben. Und der Erfolg hat uns recht gegeben.
00:02:44 Christoph
Ja, Andrea, du betreust das Thema ja auch. Wie lief das denn so mit den Rezertifizierungen? Kannst du da vielleicht einen kleinen Einblick zu geben?
00:02:51 Andrea
Ja, besonders spannend war die letzte Rezertifizierung, denn die hat bereits unter Corona -Bedingungen stattgefunden. Das war so ganz am Anfang, wo man noch sehr verhalten war mit diesen Videokonferenzen und ganz aufregend. Und da haben wir am Ende zusammengefunden. Und haben natürlich viele Ideen gehabt, die wir so noch gar nicht umsetzen konnten. Haben aber, habe ich gerade nochmal mir bestätigen lassen, ja noch gut drei Jahre Zeit, da weiter dran zu arbeiten und da noch besser zu werden. Also wir machen ja schon viel, aber wir wollen natürlich noch mehr und wir sind sicherlich noch nicht am Ende angelangt.
00:03:24 Christoph
Gibt es denn bestimmte Kriterien, um dieses Zertifikat zu erhalten? Muss man da so gewisse Grundanforderungen erfüllen oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:03:31 Vanessa Funke
Das gibt es im Grunde nicht. Also das ist ein Zertifikat, was sehr individuell gehandhabt wird. Also wir schauen uns immer ganz konkret die Rahmenbedingungen an, die das Unternehmen vorliegen hat. Also gibt es beispielsweise Schichtarbeit? Ist mobiles Arbeiten möglich? Das ist ja auch nicht überall der Fall. Und die Jury des Zertifikats entscheidet da wirklich sehr, sehr individuell. Es gibt natürlich gewisse Rahmenbedingungen, die schon vorhanden sein müssten. Beispielsweise, wenn es um das Thema flexible Arbeitszeiten geht. Also ein gewisser Grundstock, so nenne ich es mal, sollte da sein. Aber wie Frau Tigges ja auch schon angedeutet hat, es geht auch immer darum, sich weiterzuentwickeln über die Jahre. Und gerade bei Piel sieht man das ja auch, wie viele neue Dinge da auch in den letzten Jahren geschaffen wurden. Also auch eine tolle Entwicklung gemacht.
00:04:12 Christoph
Gerade auch in den letzten zwölf Monaten, hätte ich gesagt, unter den besonderen Bedingungen, die wir hatten, wo viele Mitarbeiter ins Homeoffice entsendet worden sind, aus verständlichen Gründen und dort dann natürlich auch gleichzeitig sich um die Kinder teilweise kümmern mussten, wo Kitas und Schulen geschlossen hatten.
00:04:25 Andrea
Ja, das war unser Ziel, dass wir... das möglichst reibungslos für ihn weiter so umsetzen können, damit auch eine Zufriedenheit weiter vorhanden ist. Also im Grunde genommen, gerade die Teilzeitkräfte, die diese Doppelbelastung dann auch zum größten Teil hatten, unsere Muttis, hatten natürlich dann die Möglichkeit, sich da flexibel. Ja flexibel darauf zu reagieren und sich die Zeiten so zu legen, wie es dann auch gepasst hat.
00:04:47 Michael
Ja, damals, als wir damit angefangen sind, war das für uns etwas, da machen wir nicht mit, wir machen das ja eh schon so. Und wir haben in der ganzen Zertifizierungsphase festgestellt, dass wenn man das Ganze mal verschriftlicht, was man schon seit längerer Zeit quasi als gelebte Praxis macht, dass man dann auch so eine Art Zertifizierung da rauskriegt und es von anderen auch bestätigt bekommt. Und das ist nach wie vor auch immer ein Wettbewerbsvorteil, wenn wir uns mit dem Zertifikat auch entsprechend um Fachkräfte bemühen.
00:05:17 Christoph
Ist glaube ich auch für Mitarbeiter, ein wichtiges Kriterium zu entscheiden. Okay, ist das ein Unternehmen was zu mir passt auch wenn ich eben schon Kinder habe? ob ich mich dann für das Unternehmen entscheide oder eben nicht.
00:05:27 Andrea
Ja, ganz interessant ist, dass wir halt mehrere Bereiche haben, die da auch relevant sind. Zum einen haben wir vieles, was wir von Haus aus immer ermöglichen. Das ist eigentlich uneingeschränkt, die Mitarbeiter auch zu fördern, indem wir Weiterbildung umsetzen und das möglichst in einer Win -Win -Situation darstellen, wenn ein Mitarbeiter sich weiterbilden will, dass er das auch kann und dass wir ihn dabei unterstützen, das auch übernehmen. Das sind kleine Schulungen, das sind jetzt momentan auch viele Webinare, aber natürlich auch größere Studiengänge, die wir berufsbegleitend ermöglichen.
00:06:01 Vanessa Funke
Ja, das ist auch ganz interessant, weil so ein bisschen dieser Familienbegriff, der wandelt sich auch so ein bisschen. Also Familie ist halt nicht für jeden Kinderbetreuung. Familie kann auch Pflege von Angehörigen sein oder kann auch, wie Sie angedeutet haben, eine längere Fortbildung sein, Studium sein, also ganz unterschiedliche Dinge, ein Ehrenamt sein, das man betreut. Also der Familienbegriff an sich, der ist auch so ein bisschen im Wandel über die Jahre.
00:06:25 Christoph
Ja, das war mir jetzt noch gar nicht so bewusst tatsächlich. Also für mich war das immer so ein klassisches Familienbild, aber dass das dann auch in dem Fall so gesehen wird, interessant.
00:06:31 Andrea
Wir machen natürlich auch viel, was Mitarbeiterorientierung angeht. Die Pielaner werden wissen, was ich meine. Die 360 -Grad -Feedback -Gespräche, die wir eingeführt haben, da bemühen wir uns eben immer entsprechend auch im Dialog zu bleiben und situativ auch anlassbezogen auch in den Dialog zu treten darüber hinaus. Wir hatten auch schon... Ein Mitarbeiter, der unser Vertical gemacht hat für eine gewisse Zeit. Auch das haben wir möglich gemacht. Oder auch, ja, bei mir war das so, dass ich halt nicht nur Homeoffice machen konnte. Ich musste dann auch mal meine kleine Tochter mitbringen. Da gab es auf Instagram so ein witziges Foto, wo sie unterm Schreibtisch lag, auf so einer Piel -Matte.
Auch das ist natürlich dann möglich gewesen.
00:07:09 Vanessa Funke
Ja, das ist auch was, was mir von der Rezertbeziehung so ein bisschen noch in Erinnerung geblieben ist vom letzten Jahr. Dieser Piel -Spirit, so haben sie es, glaube ich, damals beschrieben. Das ist, finde ich, was ganz Besonderes, weil es irgendwie die Unternehmenskultur so ein bisschen greifbar macht auch. Und ich glaube, mit gegenseitiger Unterstützung, mit Vertrauen, mit Offenheit kommt man im Bereich Familienfreundlichkeit ganz, ganz weit, wenn die gegenseitige Unterstützung da ist, Verständnis füreinander, für die Situation des jeweils anderen. Also das ist was ganz, ganz Wichtiges, was mir wirklich im letzten Jahr sehr positiv auch aufgefallen ist.
00:07:38 Christoph
Ich glaube, das hat sich auch in den letzten Jahren echt stark entwickelt, dieses Pielaner -Bewusstsein, dass wir wirklich so ein kleines Völkchen sind, die alle zusammenhalten. und gemeinsam für das Unternehmensziel arbeiten und kämpfen wollen, ist mir zumindest positiv in Erinnerung geblieben. Und auch, was ich so wahrgenommen habe in meiner Zeit, ich bin jetzt auch schon ein paar Jährchen hier. Michael, die Rezertifizierung, die nächste, die ist ja jetzt noch ein bisschen hin, aber gibt es so irgendwelche Milestones, die auf dem Weg liegen dorthin, von denen man, wo man schon vielleicht so einen kleinen Ausblick geben könnte?
00:08:04 Michael
ACH, da gibt es ganz viele Punkte. Die Andrea ist mit ihrem Team da immer sehr rührig. Fakt ist, dass wir uns mit der internen Strategie und mit der externen Strategie beschäftigen. dass wir uns weiter mit Social Media und Employer Branding beschäftigen. Alles Dinge, die uns im Wettbewerb weiter erfolgreich am Markt halten lassen. Also dementsprechend freuen wir uns drauf. Es ist viel Arbeit, das ist uns bewusst, aber wie du schon sagst, der Pielaner ist ein spezielles Völkchen und ja, der Erfolg gibt uns recht.
00:08:31 Christoph
Und ich hoffe natürlich, beziehungsweise ich drücke natürlich auch die Daumen, dass wir die Rezertifizierung dann in ein paar Jahren wieder problemlos bestehen werden.
00:08:37 Vanessa Funke
Dann bin ich optimistisch.
00:08:39 Christoph
Sehr schön. Das haben wir jetzt auf Band. Nur für die nächsten Jahre auf jeden Fall. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall euch fürs Mitmachen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr informativ. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, meldet euch bei mir oder bei Andrea. Ich sage für heute Tschüss. Ciao.
00:08:54 Andrea/Vanessa Funke/Michael
Ahoi. Dankeschön. Ciao. Tschüss.
#13 Unter Strom auf den Straßen
Vom ersten bemannten Motorflug der Gebrüder Wright bis zur Mondlandung um Apollo 11 hat es nur 63 Jahre gedauert. 2021 gibt es leider noch keine fliegenden Autos, aber dennoch stehen große Veränderungen bevor: PIEL stellt sich der Herausforderung und testet derzeit das erste Elektrofahrzeug der Firmenflotte, den ID.3 von Volkswagen. Unser Strom-Pilot Mario Ernst berichtet von seinen ersten Erfahrungen und diskutiert mit Serge Esterlein (IHK Arnsberg) und Andrea Tigges über Unterschiede, Chancen und Risiken der neuen Technologien.
Transkript
00:00:05 Christoph
Pielcast. Einfach besser hören. Hallihallo und einen wunderschönen guten Morgen an alle Zuhörerinnen und Zuhörer hier bei unserem Peelcast. Ich freue mich heute wieder drei wundervolle Gäste hier begrüßen zu dürfen bei uns im Peelcast -Studio. Und zum einen Ladies first ist das natürlich unsere Andrea. Guten Morgen. Guten Morgen.
00:00:24 Andrea
Morgen. Heute nicht so dick aufgetragen, aber ich sage trotzdem herzlich willkommen und hallo Christoph.
00:00:30 Christoph/Mario
Ja, vielen Dank. Dann sitzt neben ihr mit ordentlich Abstand der gute Mario. Hallo. Moin Christoph, moin in die Runde. Hi. Hi, grüß dich. Und ein besonderer VIP -Cast heute. Ich darf begrüßen den Serge von der IHK. Hallo.
00:00:44 Serge von der IHK
Hallo, wow, VIP, das ist ein bisschen dick aufgetragen, aber ja, danke. Ja,
00:00:48 Andrea
Ja, das ist jetzt gewechselt zu dir, hier meine Einleitung, der Christoph weiß, wie es geht.
00:00:52 Christoph/Mario
So sieht es aus und VIP, das reimt sich ja quasi schon fast auf unser eigentliches Thema, über das wir heute sprechen wollen, ID. Okay, das ist nicht ganz so ein guter Reim, aber ja, wir alle sind Zeuge geworden, ja, eines historischen Ereignisses und zwar saßen einige Pielaner, zumindest die, die noch hier am Standort sitzen, die Tage im Großraumbüro. Und haben gesehen, wie auf einmal ein komplett neues Flottenfahrzeug über den Hof gedüst ist. Total leise, total schnell. Und am Steuer saß ein überaus glücklicher, freudestrahlender Mario Ernst. Und Mario, vielleicht kannst du uns aufklären, was ist denn da genau passiert? Konnte man das freudestrahlende tatsächlich sehen?
00:01:29 Christoph
Durch die Scheiben, durch die Scheiben.
00:01:31 Andrea
Trotz der geräuschlosen Fortbewegung.
00:01:33 Mario
Ja, das wurde nämlich dadurch produziert, dass ich aufs Gas gedrückt habe. Und dann ohne Sound ist das Ding nach vorne gesprungen wie ein Porsche. Also das war der absolute Hammer, wirklich absolutes Beschleunigungserlebnis. Und das hat mir beschert mein neues Firmenfahrzeug. Wir sind ja in Richtung Nachhaltigkeit unterwegs. Wir wollen einiges tun in Zukunft. Und da habe ich mir gedacht, da gehe ich mal mit gutem Beispiel voran, habe meinen Diesel eingetauscht gegen Elektroauto, ist ein ID .3 und hat wirklich einen Antritt. Das ist ganz, ganz wunderbar.
00:02:02 Christoph
Ja, sehr schön. Ich durfte ja selber schon in den Genuss kommen, das Auto mal Probe zu fahren. Wir waren ja zusammen bei einem der seltenen Termine außerhalb des Unternehmens unterwegs und ich muss sagen, es ist wirklich ein überraschendes Gefühl. Man sitzt drin, man denkt, das Auto ist aus und drückt aufs Gaspedal und sofort rollt der Wagen los. Also es ist wirklich ein ganz, ganz überragendes Gefühl, macht super viel Spaß damit zu fahren und wir sind ja auch eine ordentliche Strecke damit gefahren, also haben einige Kilometer. hinter uns gebracht. Ich glaube an die 350 oder so, wenn ich jetzt richtig informiert bin, hin und zurück natürlich. Und ja, haben damit auch eine gute Meile auf jeden Fall gemacht und auch bei gutem Tempo.
00:02:41 Mario
Ja, wir mussten ja ausprobieren, wie die Reichweite tatsächlich im echten Leben ist und der Hersteller gibt in diesem Fall jetzt 500 Kilometer rund an. Jetzt waren wir entsprechend von diesen 350 Kilometer einen großen Anteil auf der Autobahn. Und hatten uns vorgenommen, natürlich auch wieder bis nach Hause zu kommen, aber schon so Auto zu fahren, wie wir halt normalerweise auch fahren. Also tatsächlich mal 160 auf der Autobahn, was auch die Höchstgeschwindigkeit des Autos ist, was aus meiner Sicht auch völlig ausreicht. Haben wir aber auch eine Weile gemacht, sodass wir jetzt wirklich sagen können oder ich für mich sagen kann, wenn ich Reisen plane, weiter als 350 Kilometer sollte das Ziel nicht entfernt sein und dann auch eine Ladesäule in der Nähe, denn sonst wird es knapp.
00:03:21 Christoph
Serge, jetzt fährst du von der IHK ebenfalls so ein Elektrofahrzeug. Kannst du die Erfahrungen von Mario bestätigen oder hast du da eine andere Meinung zu?
00:03:30 Serge von der IHK
Ja, seit Anfang des Jahres ist die IHK auch elektromobil unterwegs, auch mit dem ID .3. Mit der Schnelligkeit kann ich auf jeden Fall bestätigen, das ist das eine, aber das andere ist auch das Platzangebot. Also wenn man sich mal genau in das Fahrzeug hineinbegebt und auch auf die hinteren Plätze mal schaut, durch den längeren Radstand, dadurch, dass man halt keinen Motor, Getriebe und so weiter verbauen muss, ist der Radstand deutlich größer und dadurch hat man im Fahrzeug auch ein komfortableres Platzangebot. Und Schnelligkeit ja, aber es ist auch komfortabel.
00:04:01 Andrea
Wobei hinten sind doch nur zwei Plätze, oder?
00:04:03 Mario
Das liegt bei mir daran, dass ich den größten Akku drin habe. Aus Gewichtsgründen ist dann mein ID .3 ein Viersitzer. Guck und dann habt ihr einen kleineren Akku.
00:04:11 Serge von der IHK
Genau, wir haben einen kleineren Akku und müssten fünf Sitzer sein.
00:04:17 Christoph
Sehr schön. Jetzt ist ja unser ID .3, den Mario fährt, das erste Elektrofahrzeug bei uns in der Firmenflotte. Andrea, kannst du dir denn vorstellen oder ist es vielleicht sogar für die Zukunft geplant? Denn Nachhaltigkeit spielt bei uns ja im Unternehmen ein sehr, sehr großes Thema. Ist es geplant, auch mehrere Außendienstler, Mitarbeiter mit so einem Fahrzeug auszustatten?
00:04:37 Andrea
Ja, wir sammeln jetzt gerade ein bisschen Erfahrung durch den Mario und durch seinen lebenden Bericht, wie er so von der Stelle kommt und auch wieder ankommt. Das ist ja auch immer ganz wichtig. per se schließen wir das natürlich nicht aus, aber die Ladesäuleninfrastruktur ist immer noch eine, naja, nicht immer flächendeckend vorhandene Geschichte. Und wir wollen natürlich jetzt nicht verhindern, dass unsere Außendienstler zum Kunden fahren können, weil sie gerade nochmal eben schnell laden müssten. Da muss man sorgfältig abwägen. Natürlich, wenn sich da einiges tut und es tut sich ja nachweislich auch einiges, schließen wir das absolut nicht aus. Weil es ist schon so, dass sich das abzeichnet, dass dort natürlich auch die Zukunft hingeht. Ich weiß nicht, Serge, du machst bei der IHK ja alles rund um das Thema Nachhaltigkeit als Nachhaltigkeitsreferent. Hast du dich auch mal mit alternativen Antriebsmethoden beschäftigt für die Zukunft? Wie siehst du das?
00:05:26 Serge von der IHK
Ja genau, also Referent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ja durchaus. Also es gibt unter anderem Wasserstoff als mögliche Alternative, wobei man sagen muss, dass wir hier in Deutschland bei den Herstellern da kein Angebot momentan auf dem Markt haben. Also da muss man sich dann anderswo orientieren. Das ganze Thema Wasserstoff, alternativer Antrieb steht und fällt mit dem Thema Wasserstoffverfügbarkeit und auch mit der preiswerten Wasserstoffverfügbarkeit. Das ist momentan nicht der Fall. Und da wird man in den nächsten 10 bis 15 Jahren schauen, ob da sich was bewegt, ob da auch die Hersteller mitziehen und da investieren wollen. Das wird man sehen.
00:06:00 Andrea
Habt ihr bei der IHK selber Ladesäulen?
00:06:03 Serge von der IHK
Also wir haben noch keine Schnellladesäulen. Wir machen das noch mit dem normalen Hausstromnetz. Aber das ist auch angedacht, soweit ich weiß, dass wir da auch mal schauen, ob wir da was machen können.
00:06:14 Andrea
Aber ihr nutzt das Fahrzeug als Poolfahrzeug, nicht festzugewiesen zu einer bestimmten Person.
00:06:19 Serge von der IHK
Genau, als Poolfahrzeug, das kann man dann, also jeder Mitarbeiter, der dann irgendwo zu Terminen raus muss, kann sich das Fahrzeug dann, ja.
00:06:27 Andrea
Wie lange lädt das Fahrzeug denn? Wie muss man sich das vorstellen?
00:06:31 Mario
Ja, das ist ein bisschen abenteuerlich, wenn man es gewohnt ist, an die Zapfsäule zu fahren, Rüssel rein, Rums fertig. Ja, also wenn wir jetzt sagen, mein Akku, da sind 80 kW, also 80 kWh Ladung drin und an einer 11 kW Säule, kann man sich das selber ausrechnen, dass das Vollladen halt 7 Stunden dauert. Und man kann das natürlich auch zu Hause an der Schokosteckdose laden. Habe ich auch mal ausprobiert bei einer 8 Stunden Anwesenheit hier in Soest, im Boleweg. Und da hat es dann gnadenlose 20 % Ladung gegeben in 8 Stunden. Das ist natürlich nicht alltagstauglich. aber auch entsprechend eine Vollladung sieben Stunden. Da muss das Auto halt über Nacht dann an die Steckdose. Wallbox zu Hause habe ich auch noch nicht, aber wir haben in Körbecke am Rathaus und im Seepark unten insgesamt vier Ladepunkte. Das geht ganz gut. Und so als Elektrofahrzeugneuling habe ich mich natürlich auch gefragt, wie komme ich denn an den Strom aus der Säule? Und das war ganz einfach, da ist ein QR -Code angebracht, kannst du mit dem Handy scannen, brauchst keine App und nichts, sondern musst im Grunde nur die Zahlungsverbindung eingeben. Und dann wird dann über Paypal genau abgerechnet, Kilowattstunde kostet 39 Cent plus einmalig 58 Cent obendrauf. Das ist zwar nochmal deutlich teurer als unser Piel House Tarif hier, aber für die Übergangszeit sicher eine gute Lösung. Also wenn man dann sieht, 70 Kilowattstunden war das das Höchste, was ich getankt habe. Für 40 Cent plus die Einmalgebühr war ich mit 30 Euro rund dabei. Für die Reichweite 350 Kilometer. Das ist dann auch nochmal deutlich günstiger, als mit dem Diesel zu fahren. Und wenn dann noch der richtige Strompreis in Anrechnung kommt, wenn wir hier laden oder ich zu Hause, dann ist das auch wirtschaftlich eine gute Alternative.
00:08:12 Christoph
Was mich nochmal interessieren würde, Serge, so ganz laienhaft gefragt. Kann man denn einfach so sagen, was besser ist, Elektromobilität oder Wasserstoff? Also jetzt abgesehen von der Wasserstoffverfügbarkeit, die du ja eben schon angesprochen hast, gibt es da irgendwie eine generelle Aussage, wo es irgendwie hingehen könnte?
00:08:27 Serge von der IHK
Ja, also zum einen ist natürlich das Laden bei einem Wasserstofffahrzeug schneller. Also da ist es ähnlich wie bei einem Benziner heutzutage, da packt man dann den Rüssel rein und dann dauert das so fünf Minuten, roundabout und dann ist das Ding vollgeladen. Von der Fahrweise kann man sagen, von der Agilität, also es ist bei beiden Alternativen der Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt. Beim Wasserstoff ist es dann die Brennstoffzelle in der Regel, die dann die Energie liefert und bei dem batterieelektrischen Fahrzeug ist es die Batterie, die Energie liefert. Was man sagen muss, ist, dass ein Wasserstofffahrzeug leichter ist in der Regel, weil die Batterie doch ins Gewicht schlägt. Ich glaube, es ist so roundabout 25 Prozent des batterieelektrischen Fahrzeugs, was auf die Batterie entfällt und das ist schon... Ein starkes Stück. Und das spürt man vielleicht beim Fahrgefühl. So ein batterieelektrisches Fahrzeug ist in der Regel auch ein bisschen straffer eingestellt, um halt auch dieses höhere Gewicht abfangen zu können. Und da liegen so ein bisschen die Unterschiede.
00:09:21 Christoph
Okay, ja super interessant zu wissen. Auf jeden Fall ein ziemlich wichtiges Thema für uns auch hier. Wir haben es eben schon mal kurz angeteasert. Nachhaltigkeit ist ja für uns immer ein großes Ding. Wir sind ja auch schon klimaneutral tatsächlich und haben ja auch weitere Projekte am Laufen. zu denen es auch im zukünftigen Pielcast nochmal weitere Informationen geben wird. Und ich freue mich drauf, wenn ihr dabei bleibt, wenn ihr euch auch weiter zum Thema Elektromobilität informiert. Das kann man sicherlich auch bei der IHK tun, gehe ich ganz stark davon aus, oder Serge?
00:09:49 Serge von der IHK
Ja, also wir haben auch das Thema Elektromobilität oder nachhaltige Mobilität. Wir wollen da uns nicht nur auf die Elektromobilität versteifen. Also wir sehen auch durchaus Wasserstoff als mögliche Alternative in Zukunft. Kann man sich bei uns auch informieren. Wir haben im kommenden Jahr auch... Ein Elektromobilitätstag, den wir dann bereits in Planung haben.
00:10:09 Christoph
Sehr schön, sehr schön. Also an alle, die weiter interessiert sind an dem Thema Elektromobilität beziehungsweise Wasserstoffmobilität, wenn man das so sagen darf, meldet euch gerne bei uns. Wir stellen super gerne den Kontakt zur IHK her, falls ihr mehr Informationen haben wollt. Und ansonsten bedanke ich mich bei meinen Teilnehmern heute für diesen super interessanten, nachhaltigen Pielcast. Und ich freue mich auf die nächste Session mit euch. Vielen Dank.
00:10:30 Andrea/Serge von der IHK
Sehr gerne. Danke.
00:10:33 Mario
So war der Sound heute Morgen auch beim Herfahren. Vielen Dank in die Runde. Ciao.
#8 WALDLOKAL - Pflanz doch einen mit!
Aufmerksamen Naturfreunden ist es wohl nicht entgangen - die kahlen Flächen im heimischen Wald werden immer größer! Aus diesem Grund haben Unternehmen aus der Region aktiv den Spaten in die Hand genommen und das WALDLOKAL ins Leben gerufen, eine Initiative zur Wiederaufforstung des Waldes. Serge Esterlein (IHK-Arnsberg) berichtet live von der Pflanz-Front und diskutiert gemeinsam mit Andrea Tigges und Mario Ernst über das neu geschaffene Natur-Vermächtnis.
Transkript
00:00:10 SPEAKER_01
Pielcast. Einfach. Besser. Hören
00:00:14 SPEAKER_03
Und Wälder aufforsten für mehr Klimaschutz und vor allem einen gesunden Wald, das wissen wir alle, ist super wichtig. Da müssen wir nochmal einen Blick in den Arnsberger Wald werfen und uns kommen die Tränen hochgeschossen, wie es da mittlerweile aussieht. Das Ziel ist das Waldlokal. Diese neue Initiative will nämlich Firmen in der Region dazu bewegen, bei der Aufforstung der Wälder mitzumachen. Das erste Pilotprojekt ist jetzt fertiggestellt. Die Gemeinde Möhnesee hat dafür ein Stück Wald zur Verfügung gestellt, damit dort das erste Waldlokal entstehen kann. Heute sind die letzten 70 Kirschbäume gepflanzt worden. Vorher standen schon Bergahorn und auch Stieleichen parat, die da in die Erde gepflanzt wurden. 1500 Bäume an der Zahl, um das mal festzuhalten. Initiator des Ganzen ist Mario Ernst aus Soest, beziehungsweise seine elfjährige Tochter, denn die hat ihn erstmal auf diese Idee gebracht. Welche Verbindung haben sie zum Wald? Ich habe als Ideengeber an sich mit Wald nichts zu tun.
00:01:05 SPEAKER_00
Ich habe als Ideengeber an sich mit Wald nichts zu tun, außer dass ich halt Waldspaziergänger bin mit der Familie. Also habe ich im Bekanntenkreis erzählt, welche Ideen ich dazu habe. Und das Netzwerk hat dann ein paar ganz interessante Menschen ausgespuckt, für die das interessant sein könnte. Und so haben wir dann ein eingeschweißtes Grüppchen gebildet, das das Ganze geplant hat. So sind wir eben ein schlagkräftiges. Team geworden und haben uns Schritt für Schritt ja dieses Thema hier erarbeitet, dass wir heute hier stehen können.
00:01:31 SPEAKER_03
Mit dabei ist auch die Bezirksregierung Arnsberg, das Forstamt und auch die Industrie - und Handelskammer für den Kreis Soest. Dazu die Unterstützung der Gemeinde Möhnesee, die die Fläche eben zur Verfügung gestellt hat. Thomas Frie von der IHK. Warum ist das Waldprojekt so wichtig?
00:01:41 SPEAKER_01
Wir wissen, dass viele Unternehmen bereit sind, Wiederaufforstung hier zu unterstützen. Zum einen, weil natürlich der Wald hier ein wichtiger Erholungsraum ist und weil er viel mit Emotionen auch zu tun hat und Unternehmen sind gerne bereit, da auch im Rahmen eines Sponsorings diese Maßnahmen zu unterstützen. Natürlich auch sich dabei auch als umweltfreundlich und klimaorientiert darzustellen.
00:02:06 SPEAKER_03
Das erste Projekt ist jetzt passend zum Frühling fertig und im Herbst zur Pflanzzeit soll es dann weitergehen mit weiteren Waldlokalprojekten, vielleicht dann auch noch mit mehr Unterstützung von Unternehmen aus dem Kreis Soest. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall und damit herzlich willkommen zu unserem neuen Pielcast zum heutigen Thema Wald, Lokal und Nachhaltigkeit. Wir gehen dem Ganzen heute auf die Spur. Der eine oder andere hat es ja vielleicht schon auf der Homepage von uns gesehen oder eben auch auf der Homepage vom Wald Lokal oder auch eben im Radio gehört. Und ich habe mir zum Thema heute wieder prominente Gäste eingeladen, zum anderen den Referent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit der IHK, Serge Esterlein. Hallo Serge, grüß dich. Ja, hallo, Christoph. Dann ist bei uns ein Mitinitiator des ganzen Projektes, Mario Ernst. Hi, Mario.
00:02:51 SPEAKER_00
Hi, Christoph. Schön, dass ich dabei sein kann.
00:02:53 SPEAKER_03
Und natürlich auch unsere Leitung für Personal, Marketing und ja, alles drum und dran. Hallo, Andrea.
00:02:59 SPEAKER_04
Ja, hier ist die alles drum und dran, Andrea. Hi.
00:03:01 SPEAKER_03
Hi, alles drum und dran, Andrea. Schön, dass ihr bei mir seid heute. Und Serge, ich würde... Gerade mit dir vielleicht einmal ganz kurz anfangen als Referent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Du warst mit dabei bei dieser Pflanzaktion, die jetzt vor einigen Tagen stattgefunden hat. Erzähl uns doch vielleicht einfach mal, wie war das für dich? Was hast du da wahrgenommen? Und vielleicht kannst du uns auch ein bisschen erklären, gerade im Radiobeitrag haben wir ja schon gehört, dass eben verschiedene Baumarten gepflanzt werden. Warum ist das denn überhaupt so?
00:03:30 SPEAKER_01
Ja, danke Christoph. Ich war auf jeden Fall beeindruckt von dem, was ich da gesehen habe. Das ist so ein bisschen abstrakt, wenn man nicht durch den Wald geht und das nur im Radio hört, aber wenn man dann tatsächlich vor Ort ist und sieht, wie viele Menschen dabei sind und warum wir das auch machen, dieses Baumpflanzen verschiedener Baumsorten und so weiter. Also ich stand da und... Ich habe das Gefühl gehabt, dass hier mehr passiert als nur Baumpflanzen. Man muss sich vorstellen, dass diese Bäume in 50 Jahren, in 100 Jahren immer noch da stehen im Zweifel. Das heißt also, wir haben jetzt den Grundstein gelegt für eine Entwicklung. die über das heutige hinausgeht. Und das hat mich mit Ehrfurcht irgendwie erfüllt. Und in dem Moment war ich auch echt dankbar, bei diesem Projekt dabei zu sein. Also wir pflanzen diese verschiedenen Baumarten, weil wir den Wald klimastabil machen wollen, weil wir so eine Kalamität, wie wir sie heute in Südwestfalen erleben, nicht zukünftigen Generationen nochmal zumuten wollen. Deswegen machen wir das.
00:04:29 SPEAKER03
Ja, viele von uns nutzen ja auch den Möhnesee und den Arnsberger Wald als Naherholungsgebiet hier in der Region Soest und drumherum. Es gibt ja auch viele, die aus dem Ruhrgebiet dann eben zu uns kommen und sich versuchen, im Wald und am See zu entspannen. Mario, du kommst ja vom Möhnesee und wir haben eben im Beitrag gehört, dass deine Tochter ja so ein bisschen das auch anscheinend wahrgenommen hat, dass die Waldflächen immer kahler werden. Wie ist sie denn auf dieses Thema überhaupt aufmerksam geworden oder was hat sie dazu bewegt, das auch mit ins Rollen zu bringen?
00:04:59 SPEAKER_00
Ja, wie sie aufmerksam geworden ist, ist ganz einfach. Wenn man bei uns auf dem Balkon steht und Richtung Südrand guckt, also über den Möhnesee hinweg, guckt man halt jetzt nicht mehr auf den Wald, sondern auf den braunen Hügel. Und das hat sie dann zu der Frage bewogen, eines Samstags morgens im September 2019 ihrem Papa beim Zähneputzen zu fragen, Papa, warum macht ihr eigentlich die Welt kaputt, in der wir doch noch leben wollen in Zukunft? Da wäre mir natürlich fast die Zahnbürste aus der Hand gefallen. Aber wir haben das dann tatsächlich besprochen, das Ding, dass es auch kein einseitiges Thema ist, dass nicht irgendwer irgendwem die Welt kaputt macht, sondern dass wir einfach globale Entwicklungen haben. denen wir begegnen müssen, denen wir aber auch begegnen können. Und das war im Grunde auch schnell der Schluss, den wir rausgezogen haben, eben Jakobia und ich nicht nur, sondern auch die ganze Familie. Lass uns doch mal schauen, ob wir nicht selber was machen können. Und dieses selber was machen, ist dann für mich dann auch immer die Frage, ist das jetzt eine private Angelegenheit oder ist das, was auf mich als Pielaner eine Wirkung hat? Und wir sind ja seit eben 2019 auch klimaneutral und so war das für mich selbstverständlich, dass das ein Pielaner -Thema sein muss. Deshalb fand ich es auch ein bisschen schade, dass das so kurz kam im Hellweg -Radio -Beitrag, den wir gerade gehört haben. Denn das gehört zu unserer DNA, das gehört zu unserem Werteverständnis bei Piel, dass wir ein nachhaltiges Unternehmen sind, nachhaltige Lösungen schaffen. Und da ist es uns jetzt tatsächlich gelungen, in dieser Projektarbeit Initiator zu sein, Treiber des Projekts zu sein. Und genau wie Serge das gerade geschildert hat, das war schon ein bisschen was Magisches, als wir da im Wald die Bäume in den Boden gebracht haben. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern da schwang auch mit, das, was wir jetzt machen, wird für ganz, ganz lange Zeit Bestand haben. Und wenn diese Bäume mal eines Tages geschlagen werden, dann werden das wahrscheinlich unsere Urenkel oder zumindest die Urenkelgeneration sein. Und das ist ja schon stark.
00:06:58 SPEAKER_03
Ja, Andrea, als Beauftragte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Piel liegt das Thema ja auch in deinem Schoß. Wie unterscheidet sich denn das Projekt Waldlokal zu dem Projekt, was wir vorher schon mal durchgeführt haben oder was wir auch immer noch durchführen? Also für mich gefühlt ist das ja viel mehr hands -on und viel praktischer, weil ich eben direkt als Pielaner ja auch einfach zum Möhnesee hinfahren kann und zum Möhnesee -Turm fahre und mir dann anschaue, was da gerade passiert und wie das Leben, wie die Bäume wieder anfangen zu sprießen und aufzugehen.
00:07:29 SPEAKER_04
Also das Thema Klimaneutralität ist sehr komplex, muss man dazu sagen. Und das kann man tatsächlich im Moment nur erreichen, indem man Kompensationsprojekte unterstützt, die in Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden. So haben wir uns dann ab 2019 auch klimaneutral gestellt. Aber uns war von Anfang an klar, das reicht uns nicht. Wir wollen klimapositiv werden und vor allen Dingen auch etwas lokal hier vor Ort machen, weil es einfach omnipräsent ist, dass sich das... Landschaftsbild radikal verändert hat. Und es ist traurig, wenn man an der Möhne entlangfährt oder auch in den Arnsberger Wald hinein. Du siehst überall eins, nämlich nichts. Die Bäume sind weg und das ist ein hochgradig emotionales Thema, was wir so nicht mehr hinnehmen wollten. Zum einen... Das kompensieren wir in einem Projekt, was sehr weit weg ist. Aber wir haben hier jeden Tag vor Augen, dass wir auch selber hier Probleme haben. Das hat für uns nicht richtig zusammengepasst. Und so haben wir uns entschieden, eben beides zu tun. Und haben vor anderthalb Jahren angefangen, uns erstmalig dann nach dem Initialschuss durch Jakobia uns damit zu beschäftigen. Und haben uns entschieden, das selber in die Hand zu nehmen. Und es ist in der Zwischenzeit etwas bürokratisch geworden und es hat etwas Fahrt verloren. Und vor Weihnachten 2020 haben wir gesagt, jetzt muss was passieren. Und dann ging das jetzt auch radikal schnell, dass unser erstes Waldlokal eröffnet worden ist am Möhnesee. Und da sind wir auch sehr stolz drauf, dass wir es geschafft haben. Weil Ziel war immer, die Pflanzperiode im Frühjahr mitzunehmen. Und man kann Bäume prinzipiell nur im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Und so waren unsere Bäume eher in der Erde, als unsere Homepage beispielsweise so weit war. Ist sie auch immer noch nicht übrigens. Ich kann das hier anteasern, die nächsten Wochen wird da noch ganz, ganz viel passieren. Wir haben bis jetzt einen Instagram -Account und eben eine Visitenkarte www.waldlokal.de. Und da haben wir schon sehr viel Herzblut reingesteckt. Aber zum Herbst, wie Hellwig Radio auch gesagt hat, wird da noch wahnsinnig viel passieren, weil mit einem Waldlokal sind wir natürlich noch nicht zufrieden. Wiederaufforstung ist eine Mammutaufgabe und 1570 Bäume, die helfen noch nicht, dieses Landschaftsbild wirklich nachhaltig zu verändern und wirklich hier den Baum wieder heimisch werden zu lassen.
00:09:53 SPEAKER_03
Wer ist denn überhaupt am Waldlokal alles beteiligt?
00:09:57 SPEAKER_04
Ja, Initiatoren der ersten Stunde, das ist ja unser Mario und ich habe mich dann später mit aufgeschaltet. Dazu natürlich die IHK, ganz vorne mit dabei. angeführt von Herrn Frier und unserem Serge, der heute auch mit dabei ist. Dazu natürlich auch Fachexpertise in Form der Regionalforstamtsleiter von Wald und Holz, Edgar Rüther und Frank Rosenkranz. Liebe Grüße an der Stelle. Und nicht zu vergessen unseren Dezernenten für nachhaltige Entwicklung bei der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 3, unseren Herrn Morg. Und somit kann es jeder hören, wir sind eine bunt durchmischte Truppe. Es hat unfassbaren Spaß gemacht und macht nach wie vor unfassbaren Spaß, an dem Projekt weiterzuarbeiten und in Richtung Herbstpflanzperiode zu marschieren.
00:10:43 SPEAKER_03
Ich finde das Thema nicht nur als Pielaner, sondern auch persönlich sehr, sehr wichtig. Und mir geht das auch echt nah und ich finde es super, dass wir da 1500 Bäume gepflanzt haben. Und ich hoffe, dass das auch bei allen anderen so ankommt, also zumindest bei uns Pielanern. Und ich denke auch bei der IHK hat das einen sehr hohen Stellenwert und da kriegen wir auch sehr positives Feedback dazu. Aber Serge, ihr habt ja auch auf einigen Veranstaltungen schon über das Projekt berichtet. Wie ist da so die Resonanz von außerhalb?
00:11:10 SPEAKER_01
Ja, also meine Erfahrung aus Gesprächen und Veranstaltungen, die wir machen, ist, dass die Industrie und Handel und die gesamte Wirtschaft hier in Südwestfalen das Thema wirklich ernst nimmt. Und wir haben im März eine Veranstaltung zum Thema CO2 -Bilanzierung mit Eco -Cockpit gemacht und da haben wir auch eine kleine Umfrage geschaltet bei den 50, jetzt waren es 49 Teilnehmer. Und Teilnehmerinnen waren jetzt 39 wirklich direkt dabei und haben gesagt, ja, wir finden das Projekt toll und wir würden gerne mitmachen. Also das zeigt, dass wirklich eine große Mehrheit, die sich für das Thema einsetzt und das sehen wir durch die Bank weg. Deswegen treiben wir das weiter voran und wollen auch unsere Mitglieder dabei unterstützen, dass das Thema Weiteranfahrt gewinnt.
00:11:53 SPEAKER_03
Jetzt wird es dann vermutlich auch weitergehen im Herbst zur neuen Pflanzperiode. Wie läuft das denn ab, wenn ich jetzt da mitmachen möchte als Unternehmen? Wo kann ich mich melden? Wo kann ich mich dafür einsetzen, das Projekt weiter nach vorne zu treiben?
00:12:05 SPEAKER_00
Genau, das ist nämlich der Punkt, auf den ich unbedingt noch eingehen wollte jetzt im Podcast. Denn das, was der Serge gerade schildert, von 50 Teilnehmern, 39 hochinteressiert, mit Energie sich beteiligen zu wollen. Und diese Energie muss ja irgendwo hin. Und genau das ist die Aufgabe vom Waldlokal, diese Energie zu bündeln und in den Wald zu bringen. Und das, was wir jetzt gesehen haben in unserem Pilotprojekt, wir kriegen es ja sogar hin, auch Verwaltungsabläufe, kommunale Abläufe so schnell durchzulaufen, dass wir innerhalb von 30 Tagen von meinem Erstgespräch mit der Bürgermeisterin Maria Moritz im Möhnesee über zwei Ausschussbeschlüsse bis zur Vertragsunterzeichnung nur 30 Tage gebraucht haben. Das war sozusagen eine Affengeschwindigkeit, die deshalb eben möglich war, weil wir fest entschlossen waren, weil die Pflanzperiode natürlich zuging. Aber damit haben wir jetzt bewiesen, dass es geht, dass wir tatsächlich umsetzen und nicht nur erzählen. Und genau das bieten wir eben Unternehmen an. Wir sind gerade dabei, wie es Andrea gerade schon gesagt hat, in den nächsten Wochen entsprechende Kontaktformulare online zu bringen, das Waldlokalmenü online zu bringen. Und dort gibt es dann für Privatleute und für Unternehmen zwei verschiedene Speisekarten sozusagen, wo die Engagements beschrieben werden, die möglich sind. Und wenn jemand gar nicht groß über die Homepage gehen will, kann er auch immer auf Waldlokal anklicken. Ich will eine Mail schreiben bzw. ruft mich an. Und dann melden wir uns bei den Interessenten und finden Wege, wie sich jeder bei uns engagieren kann. Sei er nun Privatmann, sei er Unternehmer. Wichtig ist, dass wir die Energie, die zweifelsohne da ist, tatsächlich umsetzen und in die Erde bringen, im wahrsten Sinne des Wortes.
00:13:47 SPEAKER_04
Das Thema, warum heißt es eigentlich Waldlokal, ist übrigens eine Frage, die uns sehr häufig gestellt wird. Jeder, der das Wort Waldlokal hört, denkt erstmal an eine Kneipe für Bäume. Nein, das ist es nicht. Also klar dürfen die Bäume auch den Regen trinken, der auf die Fläche fällt. Das war jetzt ein schlechter Witz, aber ihr wisst, was ich meine. Es geht vielmehr darum, etwas lokal zu tun, lokal vor der Haustür für den heimischen Wald und lokal zusammenzukommen. Eine lokale Gemeinschaft, lokales Netzwerk zu finden, auch an Unternehmen, die sich auch der gemeinsamen Aufgabe der Wiederaufforstung widmen wollen. Deswegen, wir kommen lokal zusammen. Es wird perspektivisch auch in weiterer, vielleicht auch bald näherer Zukunft auch Events geben. Es wird Pflanztage geben, es wird auch Veranstaltungen mit Schulen geben. Kindergärten geben, sodass der Baum auch für alle zugänglich gemacht wird, eben lokal erlebbar. Deswegen ist dieses Wort so wichtig, weil wir eben diesen heimischen Bezug haben wollen. Und auch die Emotionen, weil jeder, der Wald lokal hört, denkt erstmal, oh, kann ich da ein Bier trinken? Irgendwann vielleicht schon, aber jetzt gerade noch nicht.
00:14:54 SPEAKER_03
Wenn es dann vielleicht als Naherholungsgebiet dann auch herangewachsen ist. da natürlich kein Müll dort liegen gelassen wird, so wie man es ja heute schon teilweise in den Wäldern sieht. Ich hoffe und ich wünsche mir persönlich, dass sich da viele Leute, viele Unternehmen drin engagieren, denn ich denke, das ist ein sehr, sehr wichtiges Thema und ich appelliere da an jeden, denn es liegt, denke ich, in unserer Verantwortung, jetzt den Grundstein zu legen für die folgenden Generationen und so einen Wald auch wieder schön zu machen, denn das, was man da an braunen, kahlen Flächen sieht, das ist teilweise wirklich nicht schön. Ich bedanke mich bei euch als Teilnehmer in diesem P -Cast. Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr informativ. Und ich hoffe, dass wir uns alle bald im Waldlokal wieder treffen. Danke.
00:15:35 SPEAKER_04
Pflanzt doch einen mit. Ja,
00:15:38 SPEAKER_03
Ja, let's go.
#2 Ausbildung und Werdegänge bei PIEL
In dieser ersten offiziellen Folge des PIELcast berichten 4 PIELaner über Ihre Werdegänge und die Ausbildung bei PIEL. Freue dich auf Einblicke in die Ausbildung und in die Arbeitswelt bei PIEL. Bei uns gibt es nicht nur den einen Werdegang, sondern auch viele Wege, PIELaner zu werden.
Transkript
00:00:11 SPEAKER_04
Pielcast. Einfach. Besser. Hören.
00:00:36 Andrea
Ja, der zweite Cast, das ist schon eine Ehre, dass wir heute, ja, weitermachen dürfen. Wir widmen uns heute dem Thema Ausbildung und Werdegänge bei Piel. Mit dabei, das ist die...
00:01:02 Annika
Allihallo! Ich bin Annika. Schön, euch zu sehen und zu hören, natürlich mit Abstand. Ich würde sagen, es ist schönes Wetter draußen, aber man kann eigentlich nur 100 Meter weit sehen, weil sonst alles neblig ist. Ja, ich freue mich, da zu sein.
00:01:16 Andrea
Ja, herzlich willkommen, Annika.
00:01:18 Annika
Ich würde sagen, ich stelle mich einmal mal ganz kurz vor, weil ihr kennt mich natürlich, aber der Rest natürlich nicht. Ich sitze in der Disposition hier bei Piel.
00:01:36 Annika
Ich hab meine Ausbildung hier gemacht und die habe ich, im Januar 2020 erfolgreich abgeschlossen. Und seitdem, ja, bin ich hier tätig.
00:01:43 Andrea
Ja, und wie sich dein Aufgabenfeld noch erweitert hat, dazu kommen wir dann gleich nochmal. Denn du hast durchaus auch eine sehr spannende Zusatzfunktion. Aber ich möchte natürlich jetzt nichts vorwegnehmen. Dazu kommen wir dann gleich. Ja, wer ist denn noch mit dabei?
00:02:07 Kai
Ja hi, guten Morgen.
00:02:10 Kai
Mein Name ist Kai, hallo Andrea, hallo Annika.
00:02:15 Kai
Ich komme genau gerade aus dem Nebel, den du beschrieben hast, Annika, und setze mich natürlich auch hier mit Abstand hin. Ich freue mich hier zu sein, ich freue mich euch zu sehen. Es wird bestimmt eine super coole Sache und für mich gilt das natürlich genauso. Ihr Zuhörer kennt mich natürlich wahrscheinlich noch nicht. Ich bin Kai, ich bin 27 Jahre alt. Und ich bin seit 2014 bei Piel, habe dann 2016 die Ausbildung abgeschlossen und befinde mich jetzt in einer echt coolen, spannenden Abteilung im Bereich Dienstleistungen und bin dafür zuständig, dass hier auch die nächste Zeit immer wieder was Cooles von der Seite Piel hat.
00:02:58 Andrea
Oh, du hast es auch schon gut angeteasert, Kai. Wir sind gespannt, wenn wir gleich weitersprechen an der Stelle. Ja, jetzt fehlt nur noch die vierte im Bunde.
00:03:11 Jasmin
Ja, moin moin, ich bin Jasmin, freue mich heute mit euch hier am Tisch zu sein, liebe Andrea, Annika und Kai. Kurz zu mir, ich bin ebenfalls seit 2017 bei Piel, bin zusammen mit der lieben Annika hier meine Ausbildung angefangen, habe sie im Juni 2019 beendet und bin auch schon seit knapp zwei Jahren im Personal und Marketing tätig.
00:03:38 Andrea
Ja, sehr schön. Herzlich willkommen, auch Jasmin. Ja, jetzt fehlt nur noch die vierte im Bunde. Ich habe ja schon ganz euphorisch angefangen, aber ihr habt es verraten. Ich bin Andrea. Ich kümmere mich bei PieL um die Bereiche Personal und Marketing und werde heute ein bisschen moderieren und freue mich darauf. Wir haben so einen kleinen Insider, denn wir sind ja alle sehr aufgeregt, weil das ja jetzt hier so die erste Aufnahme ist. Wir haben echt überlegt, ob wir uns ein bisschen Antistressum vorher reinziehen.
00:04:10 Kai
Was wer hatte die Idee denn?
00:04:12 Jasmin
Da muss ich schon an den Müritsee denken.
00:04:17 Andrea
Antistressum, das müsst ihr wissen. Das ist ein Schnaps, ein Piel -Schnaps. Den gab es früher für uns Pielaner. Ja, wir Pielaner oder wir Piel -Mitarbeiter haben einen eigenen Namen. Wir sind die Pielaner. Dazu kommen wir auch nochmal in einem anderen Cast. Nur so viel sei gesagt. Es gab einen Schnaps und den gab es auch für Kunden, Lieferanten und Co. Alle, die mit Piel zu tun hatten. Das waren die alten Zeiten. Und ja, deswegen auch die Glocke übrigens. Genau. Ihr habt ja jetzt gerade bei Annika, Kai und Jasmin immer diese Glocke gehört. Die hat eine ganz spannende Geschichte, weil uns gibt es ja schon 102 Jahre. Und das ist tatsächlich die Glocke, die es in unserem ersten Ladenlokal gegeben hat. Immer wenn ein Kunde reingekommen ist, natürlich damals in kleineren Maßstäben, dann hat diese Glocke gebimmelt. Die haben wir konserviert und jetzt in Ton gegossen. Und das ist eine echt coole Idee von Christian und Christoph gewesen. Deswegen habt ihr noch so ein bisschen Piel-DNA mit auf den Ohren gerade an der Stelle.
00:05:24 Annika
Also sind wir nicht auf allem oder die Kühe laufen nicht vorbei.
00:05:28 Andrea
Also für alle, die diese Assoziation hatten, danke Annika. Nein, so ist es natürlich nicht.
00:05:36 Andrea
Ganz spannend bei Piel und das habt ihr jetzt gerade auch so ein bisschen gehört. Annika und Jasmin haben zusammen die Ausbildung bei Piel angefangen und waren dennoch an unterschiedlichen Stellen dann fertig. Jasmin, wieso warst du denn eher fertig als die Annika?
00:05:51 Jasmin
Ja, gute Frage. Ich habe meine Ausbildung direkt bei Ausbildungsbeginn auf zwei Jahre verkürzt. Statt den gängigen drei Jahren konnte ich das glücklicherweise machen. Piel hat mir da die Möglichkeit geboten. Ich hatte vorweg mein Wirtschaftsabitur gemacht, auch mit Fachrichtung BWL. Und ja, da wurde direkt gesagt, ich kann das gerne machen und habe es auch direkt wahrgenommen. Eine Fehlentscheidung muss ich sagen, die Ausbildung kann man gut in zwei Jahren bewältigen, auch mit einem guten Abschluss und bin froh, schlussendlich diese Entscheidung getroffen zu haben.
00:06:36 Andrea
Ja, und Annika, wie war das bei dir?
00:06:45 Annika
man. Ja, ich habe es auch vergessen. Und dann, als du es gerade gesagt hast, ist es mir wieder klar geworden. Ja, ich habe das Onboarding noch so vor Augen. Ja, doch, ich auch. Jetzt, wo du es wieder sagst.
00:06:56 Annika
Ja, genau. Ich habe eigentlich angefangen mit drei Jahren Ausbildung, weil ich vorher, seht ihr jetzt nicht, aber in Anführungszeichen nur das Abitur gemacht habe auf dem Gymnasium. Und ich habe halt gedacht, dass ich das auf jeden Fall nicht packen werde, wenn ich vorher kein Wirtschafts-Abi gemacht habe. höheren Handelsschule war und habe dann gesagt, okay, dann nehme ich lieber den sicheren Weg, gehe erstmal die drei Jahre. Habe dann aber während der Schulzeit, während der Ausbildungszeit gemerkt, okay, ich packe das dann doch ganz gut. Und dann kam Andrea ins Spiel. Ein kleiner Insider, genau. Die mir so ein bisschen den richtigen Weg gezeigt hat. Also was heißt den richtigen Weg? Natürlich meinen richtigen Weg. Wo wir dann gemerkt haben, okay, ich könnte es eigentlich auch Fracken, wenn ich verkürze. Und habe dann schlussendlich auf zweieinhalb Jahre verkürzt, was ich auf jeden Fall überhaupt nicht bereue. Also es war eine super Entscheidung. Und da erstmal danke an Andrea, dass du mir da so geholfen hast, dass du mich da unterstützt hast.
00:08:00 Andrea
Man muss dazu sagen, wir waren Wandern. Und da hatten wir Zeit, einfach mal ein bisschen zu quatschen. Und so haben wir das Ganze dann besprochen. Annika hatte da ein bisschen Bedenkzeit und kam dann montags auf mich zu nach der Wanderung und hat gesagt, ey Andrea, lass uns das machen, ich kann mir das vorstellen. Weil ihr müsst wissen, wir haben immer ein festes Onboarding -Programm für alle neuen Azubis und das Ende des Onboardings ist dann eine Wandertour. Und da kommen die alten Azubis mit und die neuen Azubis kommen mit, damit man so ein gutes Gefühl hat und direkt in die Piel-Familie aufgenommen wird.
00:08:38 Jasmin
War das auch die Wanderung, als wir Wer bin ich gespielt haben? Ja. Ah, da kann ich mich auch gut dran erinnern. Definitiv.
00:08:44 Kai
Da stellt sich mir und wahrscheinlich auch den Zuhörern direkt die Frage, bei dieser Wanderung, kommt da irgendwo das Antistressum zum Einsatz?
00:08:53 Andrea
Das war für die jungen Leute, unser kleiner Flori, der war damals, also Flori ist einer unserer Auszubildenden, der wird tatsächlich auch dieses Jahr schon fertig. Der war damals noch ganz klein. Ich glaube 16 oder so. Vielleicht auch 17. Ich meine, der war 16. Also da war leider nicht möglich, der Antistressum auszuschütten. Das gibt es höchstens an der Kirmes, wenn die mal wieder stattfindet.
00:09:15 Annika
Wir sind ja auch sehr vorbildlich. Sowas würden wir natürlich niemals machen. Ja, danke Annika. Du hast es nochmal gerettet. Immer gerne. Und trotz keinem Antistressum war es natürlich eine erfolgreiche Wanderung. Muss man auch dazu sagen. Und es war sehr warm. Da kann ich mich auch noch dran erinnern. Sehr, sehr, sehr warm. ,
00:09:33 Andrea
Das waren, glaube ich, 35, 36 Grad.
00:09:35 Jasmin
Das war super warm, das weiß ich noch.
00:09:38 Andrea
Das war unfassbar, ich weiß gar nicht. Das hat sich bei mir im wahrsten Sinne des Wortes eingebrannt. Die Azubis hatten am Anfang die Aufgabe, Kai, um dir das kurz zu erzählen, die hatten ein Budget und die mussten erst einkaufen. Und sollten dann Getränke kaufen, weil wir Angst hatten, dass die uns zusammenklappen. Das war eine Wanderung. Und dann musste einer immer den Rucksackträger machen und die Wasserpullen schleppen. Das weiß ich noch. Ich glaube, zwischendurch hat man sogar die Wasserpole genommen und sich die irgendwie über den Kopf gekippt war. Das war echt unfassbar.
00:10:16 Jasmin
Und Essen mussten wir noch holen. Zwei Packungen, Milchbrötchen oder sowas geholt.
00:10:22 Andrea
Die hat keiner mehr gegessen, weil keiner Hunger hat. Ihr müsst wissen, das Ziel der Wanderung ist hier ein sehr berühmtes Lokal. Wir wollen keine Schleichwerbung machen. In Neuhaus, wo man Burger essen kann. Die Soß, da wissen jetzt, was wir meinen. Und auch diejenigen, die am Möhnensee wohnen. Also wir waren gut gesättigt, aber wir hatten da ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen. Ja, wir waren gut versorgt.
00:10:46 Kai
Ja, lieber haben als brauchen, ne?
00:10:48 Andrea
Ja, so ist das Kai, so ist das. Sag mal Kai, wie war denn das eigentlich für dich? Kai hat nämlich auch hier die Ausbildung gemacht. Erzähl mal, du hast einen etwas anderen Werdegang als die beiden da haben.
00:10:59 Kai
Genau, richtig. Also alle denken jetzt wahrscheinlich, okay, die Jasmin und die Annika, die haben verkürzt. Jetzt erzählt der Kai was, der die drei Jahre Ausbildung gemacht hat. Da muss ich euch leider auch enttäuschen. Ich bin nämlich auch einer der Verkürzer. Und bei mir war es eben so, dass ich 2014 angefangen bin. Und auch direkt schon von Anfang an eben die Ausbildung verkürzt habe. Zusammen noch mit der Imke damals, kennen die Piel intern natürlich noch ganz gut. Und bei mir war es dann auch ähnlich wie bei der Annika. Ich kam vom Gymnasium, hatte vielleicht noch eine Vorgeschichte an einer Universität vor der Ausbildung. Und bin dann über steinigen Umwegen, wenn ich das so nennen darf. bei Piel gelandet, beim Bewerbungsgespräch und dann auch sehr schnell die Ausbildung gestartet und würde das auch rückblickend immer wieder so tun und auch immer wieder die Ausbildung verkürzen. Wobei ich natürlich auch sagen muss, ich bin mit jemandem angefangen, die haben drei Jahre die Ausbildung gemacht. Für die war es auch die richtige Entscheidung. Das heißt jetzt nicht, dass zwei Jahre das Bessere ist, sondern dass natürlich immer individuell auf den einen ankommt. Und bei uns dreien ist es jetzt eben dann so gewesen, dass es die Verkürzung auf jeden Fall ein Schritt nach vorne für uns war.
00:12:16 Annika
Ja eben, das ist auf jeden Fall so. Also das möchte ich auch nochmal aufgreifen. Nur weil wir jetzt drei Verkürzer hier sind, heißt das halt nicht, dass man unbedingt zwei oder zweieinhalb Jahre machen muss. Ich habe ja auch mit drei Jahren eigentlich gestartet und bin auch die ganze Zeit davon ausgegangen, dass ich die drei Jahre durchziehe, bis ich dann halt Andrea getroffen habe und gemerkt habe, okay, es funktioniert auch in zweieinhalb Jahren. Aber das heißt nicht, dass man das tun muss.
00:12:40 Andrea
Nein, aber ich glaube, was wichtig ist, und so sind wir Pielaner eben, wir richten uns auch nach denjenigen, die bei uns arbeiten. Und wenn derjenige sich das zutraut und wir das auch demjenigen zutrauen, dann kann man auch verkürzen. Wenn man es nicht im Vorhinein macht, kann man es im Nachgang machen. Das ist überhaupt kein Muss. Wir haben auch tatsächlich Azubis gehabt in den letzten Jahren, die bewusst gesagt haben, nee, ich habe zwar Abi, aber ich will drei Jahre machen, um möglichst alles wirklich vom Beruf kennenzulernen. Finde ich auch gut, die Einstellung. Und auch die werden ihren Weg gut machen. Man lernt sich in so einer Ausbildung eben auch gut kennen, wo sind meine Stärken und Schwächen. Wir arbeiten ja hier sehr, sehr viel mit Feedback. Das ist auch ganz wichtig. Die Annika und die Jasmin, die sind auch Praxisanleiter. Annika, wie ist das für dich? Was ist denn überhaupt ein Praxisanleiter?
00:13:33 Annika
Ein Praxisanleiter oder ich als Praxisanleiterin bin eigentlich dafür verantwortlich. oder mitverantwortlich, die Auszubildenden in der Abteilung so ein bisschen zu stärken, zu schauen, was haben wir denn für Lernziele? Ich glaube, Andrea, du gehst gleich nochmal auf die Lernziele ein. Wo ich herkomme? Jawohl.
00:13:56 Annika
Danke, Christoph.
00:13:58 Annika
Genau. Wo bin ich denn jetzt stehen geblieben? Also, wir schauen uns halt die Lernziele an. Da geht Andrea gleich nochmal drauf ein. Wir schauen... Ja, was kann man in der Abteilung überhaupt erreichen? Was kann man erlernen? Wir führen Startgespräche, Zwischengespräche, Abschlussgespräche, wenn nötig auch Kritikgespräche. Kritikgespräche müssen ja nichts Schlechtes sein, das kann genauso was Gutes sein. Wir schauen halt, dass der Azubi sich in der Abteilung wohlfühlt und unterstützen ihn bei seinen Entscheidungen und bringen ihm alles bei, was halt beigebracht werden muss. Und genauso spreche ich mich dann halt auch mit den Kollegen in der Abteilung ab. wie deren Empfinden ist, damit man einfach mal einen Rundumblick über den Auszubildenden findet. Und genauso wird mit dem Azubi gesprochen. Denn was wir auch bei Piel sehr wichtig finden, ist ein 360 -Grad -Gespräch. Das wird zwischen der Führungskraft und dem Mitarbeiter aus der Abteilung geführt. Und sowas machen wir halt auch mit dem Auszubildenden, einfach zu sagen, du gibst mir genauso Feedback, so wie ich dir Feedback gebe, damit alle rundum zufrieden sind. Ja, und Praxisanleiter bin ich halt schon tatsächlich während meiner Ausbildung geworden, oder?
00:15:12 Andrea
Am Ende, als du wusstest, dass du Disponentin wirst, da war der Job frei sozusagen.
00:15:17 Andrea
Also wir haben in jeder Abteilung einen Praxisanleiter, die haben auch eine spezielle Schulung besucht.
00:15:24 Andrea
Die sind eben verantwortlich, die Inhalte zu vermitteln und auch die Azubis ja in die Hand zu nehmen. Wir haben auch Azubipaten. Du warst Azubipaten, Annika, oder? Oder warst du beide schon? Ich glaube, ich war beides.
00:15:37 Annika
Ich meine, ich war beides. Ich war erst Azubi -Pate, weil ich ja schon, ich glaube, anderthalb Jahre in der Ausbildung war. Dann kam die Stelle, da habe ich mich dann beworben. Bin auch froh, dass ich dort angenommen wurde. Und dann irgendwann, als ich schon in der Disposition gearbeitet habe, kam das mit dem Praxisanleiter. Also es war noch einige Zeit danach tatsächlich dann. Ja, und dann habe ich meine Ausbildung fertig gemacht und ich fühle mich puddelwohl in dieser Rolle. Also ich bin sehr froh drum. Da kommen wir gleich bestimmt auch nochmal drauf. Momentan ist es ja schwer, vor Ort zu sein oder vor Ort zu arbeiten. Ich weiß nicht, vielleicht möchte Jasmin noch was zu dem Thema sagen, weil sonst gehe ich direkt darauf ein.
00:16:18 Andrea
Jasmin, vor allen Dingen das Thema Lernziele. Ich meine, da hast du ja ganz tatkräftig unterstützt, aus dem Personalbereich raus, was die Entstehung und was die Weiterentwicklung der Lernziele angeht. Vielleicht erklärst du uns mal, was Lernziele überhaupt sind und wie? wie wir damit umgehen?
00:16:36 Jasmin
Ja, Lernziele sind bei uns für Auszubildende da, um einen guten Überblick über die Aufgaben in der jeweiligen Abteilung zu bekommen. Unsere Auszubildenden durchlaufen natürlich diverse Abteilungen hier bei Piel und es gibt immer verschiedene Aufgaben, die sind dann auf den Lernzielen aufgelistet und die Auszubildenden können das situativ abarbeiten und sind auch selber dafür verantwortlich, dass sie es abarbeiten, weil am Ende der Abteilung wird ein sogenanntes Endgespräch geführt und da wird natürlich auch auf die Lernziele geschaut und ob alles erreicht wurde. Es war auf jeden Fall schwierig, am Anfang das zu erarbeiten. Jede Abteilung ist bei uns ein bisschen anders gestrickt und war eine Herausforderung, aber ich finde es auf jeden Fall super, dass wir das jetzt haben.
00:17:30 Andrea
Ja, das schafft natürlich eine gewisse Struktur und es hilft natürlich, dass man dann auch am Ball bleiben kann und weiß, was in der Abteilung eben gelernt werden muss. Das ist ganz wichtig. Endgespräch klang jetzt ein bisschen hart. Annika hat gerade Abschlussgespräch. Endgame. Also es ist nicht das Ende, es ist erst der Anfang, um in die nächste Abteilung von Piet zu kommen. Das fand ich gerade ganz witzig. Das klang echt. Und dann sieht das auch so ein bisschen, uh. Also es ist halb so wild. Es ist tatsächlich ein Gespräch, wo der Azubi auch eine Note bekommt und diese Note bekommt man eben am Ende eines jeden Abschnitts, wenn man seine Lernziele auch erreicht hat. Das ist wichtig, dass wir dann auch eine Entscheidungsgrundlage haben für die spätere Übernahme.
00:18:16 Jasmin
In die Lernziele möchte ich nochmal kurz reingrätschen, weil wird ja immer davon geredet, dass man sich weiterentwickeln muss und das tun wir auch tatsächlich in den Abteilungen. Also unsere Abteilungen entwickeln sich stetig weiter und deswegen entwickeln sich halt auch diese Lernziele immer weiter. Da ist uns letztens nämlich auch nochmal ein Punkt aufgefallen, den wir noch mit aufführen wollen, weil der Auszubildende uns gesagt hat, hier, da steht was nicht drauf, aber das habe ich halt erlernt. Und sowas wird dann halt direkt mit aufgegriffen, sodass wir nicht immer auf den Lernziehen von vor 50 Jahren hart ausgedrückt stehen bleiben.
00:18:49 Andrea
Ja, wenn wir vor 50 Jahren schon Lernziele gab, das wäre gut.
00:18:54 Andrea
Ja, also die Lernziele sind so, in den letzten drei Jahren haben wir die eingeführt, damit das nochmal ein bisschen mehr Qualität gibt, was die Ausbildung angeht.
00:19:11 Kai
Das ist auf jeden Fall eine coole Sache. Also bei uns, wenn ich überlege, hatten wir natürlich auch feste Ziele, die eben erreicht werden sollten, aber nicht so dieses strukturierte Konzept und da merkt man auch nochmal wirklich. Was ich eben nicht nur in der Ausbildung, sondern generell bei uns innerhalb der letzten drei, vier Jahre getan habe.
00:19:29 Jasmin
Man hat irgendwie eine Orientierung, woran man sich entlanghangeln kann, finde ich. Auf den Lernzielen steht halt auch drauf, wie man diese Aufgabe bewältigt,
00:19:36 Jasmin
sodass der Auszubildende erstmal schauen kann, dass er das eigenverantwortlich schafft und dann erst bei Fragen an den Praxishandler herangeht. Also das fand ich sehr wichtig.
00:19:46 Kai
Ja, das ist so cool, als Auszubildender wirklich ja auch einen Teil Verantwortung tragen zu können. da halt wirklich Sachen selber machen zu können und nicht diese, was man so aus der Berufsschule vielleicht mal gehört hat, ich muss hier 17 Mal am Tag Kaffee kochen und dann die Arten sortieren. Ja genau, das hört sich vielleicht blöd an, aber bei mir in der Berufsschule haben das wirklich einige erzählt, auch von bekannten Betrieben aus Soest, wo ich gedacht habe, da hätte ich echt keine Lust drauf und war dann wirklich... jeden Tag immer wieder froh, dass ich das bei Pielern eben anders erleben durfte.
00:20:19 Jasmin
Also das heißt natürlich nicht, dass Kaffeekochen entfällt.
00:20:25 Kai
Richtig, richtig.
00:20:26 Andrea
Aber man darf bei uns auch Kaffee trinken.
00:20:30 Annika
Aber bei einem aus meiner Berufsschule war es tatsächlich so, dass der mit dem Hund vom Chef rausgehen musste. Da habe ich mich auch gewundert.
00:20:36 Kai
Du hättest dich dann noch gefreut, oder? Ja,
00:20:38 Annika/Andrea
ich hätte mich tatsächlich gefreut. Annika hat nämlich eine Hunde Welpen zu Hause, müsst ihr wissen. Ja, sechs Monate ist die kleine Maus jetzt schon. Und ganze 32 Kilo schwer, habe ich eben schon ganz stolz erzählt. Und da kommt nochmal das doppelte Angewicht drauf. Oh ja, das wird toll. Und sie ist ganz plüschig. Einfach toll.
00:20:59 Andrea
Apropos. Plüschig, das ist jetzt eine ganz schwere Überleitung. Sie fällt mir jetzt gerade ein bisschen schwer, aber ich wollte gerne nochmal auf den Kai eingehen. Kai, dein Weg bei Piel war ja zwischendurch mal etwas mit einer Abbiegung oder einer Abzweigung verbunden. Vielleicht möchtest du das mit uns teilen?
00:21:14 Kai
Genau. Ja, Abbiegung, Abzweigung, wie man es nennen möchte. Ich habe es ja eben schon einmal gesagt, ich habe 2014 die Ausbildung gestartet hier, die dann auch zwei Jahre später beendet und bin dann direkt übergegangen in die Mitarbeit im Produktmanagement. Und ja, ich habe dann die Abzweigung, wie Andreas gerade genannt hat, nach einem Jahr im Produktmanagement genommen. Und zwar habe ich da noch einmal ein Studium begonnen. Zum Hintergrund, ich habe mir früher mal immer in den Kopf gesetzt, ich möchte unbedingt Sport - und Englischlehrer werden, weil ich so gerne Sport mache und so gut Englisch kann.
00:22:00 Kai
Ja, und dann habe ich das natürlich auch gemacht. Auf der einen Seite war ich ein bisschen traurig, dass ich gegangen bin. Auf der anderen Seite wollte ich es halt wirklich unbedingt für mich nochmal ausprobieren. Ich fand es immer, wenn ich daran zurückdenke, schön von eben daran zurückzudenken, dass Piel oder Gesamt Piel eigentlich mir wirklich gezeigt hat, dass es schade ist, dass ich gehe. Hatte das natürlich auch immer im Hinterkopf und bin dann frohen Mutes in das Studium gestartet. Und viele, die gearbeitet haben, Geld verdienen. Die können das vielleicht nachvollziehen, wenn man einmal da wieder rausgerissen wird, aus einem strukturierten Arbeitsalltag, wirklich dieses verlässliche Einkommen und auch eben eigenverantwortliches Arbeiten, zurück in einen Studienalltag, der relativ wenig Organisation hat. Zu gehen ist das ein echt starker Cut. Und das war auch so das,
00:22:54 Kai
war auch so das, womit ich sehr zu kämpfen hatte. mich da wirklich wieder reinzudenken in das eigenverantwortliche Lernen und die Inhalte. Und dann steht man da wirklich teilweise vor der Universität und denkt sich, okay, ich muss das jetzt noch acht Jahre durchziehen. Es ist zwar echt eine coole Sache, aber auch aus dem Hintergrund eben, weil Pi mir immer so in Erinnerung geblieben ist, kam ich halt oft ins Zweifeln. Und man muss sagen, die Manuela Plassmann und der Mario Ernst, mit denen ich dann immer noch in regem Kontakt gestanden habe,
00:23:26 Kai
Die Gespräche waren immer gut und man hat dann auch relativ schnell gemerkt, dass vielleicht von beiden Seiten doch wieder Interesse besteht an einer Zusammenarbeit. Wir haben dann relativ schnell Gespräche geführt und dann kam es eben dazu, dass ich im März 2018, müsste das, auf einmal hier wieder in der morgendlichen Infoveranstaltung stand. Der Christoph wusste natürlich von dem Glück, dass ich mich dazu entschieden habe. Er war auch immer einer meiner Begleiter des ständigen Austauschs. Da es natürlich auch nicht, ihr könnt euch das sicherlich vorstellen, eine nicht so einfache Entscheidung war, wirklich diesen Schritt wieder zurück zumachen. Aber letztendlich, auch wenn ich heute wieder darauf zurück gucke, war es das Beste, was ich machen konnte. Oder weiß auch, dass Piel das nicht bereut. Ich freue mich auf jeden Fall einfach wieder hier zu sein. am ersten Tag im März auch wieder dabei sein zu dürfen. Und ja, also kann da wirklich jedem auch die Angst nehmen. Gerade Thema Studienabbruch, das habe ich ja jetzt gerade nochmal erläutert, ist vielleicht bei vielen so ein Tabuthema. Das ist vielleicht ein gesellschaftliches No -Go. So kommt es zumindest immer rüber. Also bei mir war es immer so, meine Eltern haben gesagt, nee, das gibt es nicht. Das machst du jetzt. Und das ist auch so das, was... was ich als Gefahr sehe, jetzt nicht die Eltern an sich, sondern dieses nicht eingestehen zu wollen, dass man eben Fehler gemacht hat oder vielleicht nicht den richtigen Weg eingeschlagen hat. Einen neuen Weg einzuschlagen ist ja nichts Falsches, im Gegenteil. Und es ist auch nicht so, dass ein Studienabbruch als Versagen vor den Freunden oder vor der Familie oder den ehemaligen Arbeitskollegen gilt, sondern ich persönlich finde das so, wenn man das dann auch schnell für sich merkt, ist das vielleicht sogar noch ein Zeichen von Stärke. das eben auch durchzuziehen. Natürlich muss man sich dessen bewusst sein, dass man das dann natürlich auch relativ schnell für sich bemerkt. Ich kenne auch aus dem persönlichen Umfeld Leute, die studieren sechs, sieben, acht Jahre lang und bei denen dauert dieser Prozess dann einfach ein bisschen. Und ja, so war das bei mir und damals hatte ich wirklich Probleme, mir da Gedanken drüber zu machen. Jetzt heute denke ich so, ach, was hast du dir da so Gedanken drum gemacht? Da wärst du einfach direkt wieder zu Peel gegangen oder gar nicht erst abgehauen. Aber da zeigt auch eben nochmal, was Peel eben den Mitarbeitern bietet. Und natürlich auch daran interessiert ist, gute junge Leute, da gucke ich jetzt auch gerade Jasmin und Annika an, eben in den eigenen Reihen zu behalten und zu fördern.
00:26:13 Jasmin
Mensch, ja, das geht runter wie Butter.
00:26:17 Jasmin
Immer her damit.
00:26:18 Andrea
Ja, also dafür stehen wir auch, wir fördern Talente. Ich meine, unser Christoph, der ist jetzt heute hier stummer Begleiter, aber bei dem hat das Peel -Virus ja auch zugeschlagen. Ja, das ist einfach genau das. Und das, was du gerade so beschrieben hast, auch die Gespräche, die du geführt hast, die dich ja letztendlich auch bewogen haben, dich nochmal mit Peel zu beschäftigen, das zeichnet auch aus, dass wir hier einen sehr großen Zusammenhalt haben. Also Pilana ist jetzt nicht nur ein cooles Wort für unsere Mitarbeiter, sondern das ist auch eine Einstellung, die wir hier haben.
00:26:53 Annika
Ja, wenn ich mal daran denke, dass wir mittwochs immer zusammen auf Kirmes gehen und relativ glücklich wieder nach Hause.
00:27:02 Andrea
Bitte hör auf, wirklich.
00:27:06 Kai
Nur am nächsten Morgen dann nicht so glücklich auf der Arbeit, ne?
00:27:08 Andrea
Ja, Jasmin. Da gibt es schon mal so. Schwierige Momente am nächsten Tag, wenn man dann den Zentraldienst hat.
00:27:18 Jasmin
Ich habe glücklicherweise einen netten Papa, der hat mich dann auch zur Arbeit gefahren.
00:27:25 Andrea
Also die Qualität an dem Morgen, wenn Sie hier angerufen haben oder wenn ihr hier angerufen habt, die war exponentiell hoch und Freude gespickt.
00:27:31 Annika
Die Soester Unternehmen in der Umgebung, haben uns nachgesehen. Die konnten es nicht nachvollziehen.
00:27:39 Andrea
Ja, Kirmes ist schon ein wichtiges Thema. Ich hoffe, dass wir das dieses Jahr auch erleben dürfen oder uns ganz fest auf nächstes Jahr freuen unter anderen Bedingungen dann wieder.
00:27:49 Jasmin
Ja, hoffentlich.
00:27:51 Andrea
Wir warten mal sehen. Ja, was mir noch wichtig ist einmal darzustellen, ist ja auch, das war diesmal eine gute Überleitung. Wir wissen ja nicht, ob Kirmes dieses Jahr stattfindet. Das liegt ja an den von außen bedingten Gründen. Annika, du hast ja ein Azubi bei dir im Bereich gerade aktuell. Wie macht ihr das denn jetzt gerade mit der Ausbildung?
00:28:12 Annika
Also am Anfang, als der liebe Saru zu uns gekommen ist, haben wir Disponenten uns aufgeteilt. Also jetzt mal kurz zum Verständnis. Ich sitze in der Disposition, wir haben aber auch noch das Auftragsmanagement dabei und der Azubi, der bei uns in die Abteilung kommt, der geht halt meistens erst einmal in die Disposition rein und geht dann über ins Auftragsmanagement. Und als der Saru gekommen ist, haben wir Disponenten uns aufgeteilt, sodass jeden Tag einer im Büro ist. Weil wir hatten es vorher halt auch noch nicht die Situation, dass wieder ein neuer Auszubildender während der sehr besonderen Zeit momentan in unsere Abteilung kommt. Deswegen haben wir gesagt, wir versuchen es erstmal, dass jemand am Standort ist. Natürlich mit Abstand. Also normalerweise wäre es so gewesen, dass sich der Auszubildende nebeneinsetzt, das beobachtet, was man halt selber so am PC macht, was man arbeitet, was man tut. Das war überhaupt nicht möglich. Deswegen zwei Plätze weiter sitzt man dann da, der Auszubildende zwei Plätze dann weiter und muss halt gucken, dass man demjenigen die Inhalte vermittelt. Und da haben wir uns Gedanken drüber gemacht und gesagt, okay, wir haben ja die Technik. Wir haben viel digitalisiert und geguckt, wie man umstellen kann, sodass wir auch nicht mehr auf Papier arbeiten, dass wir nicht mal unsere ganzen Abis zum Beispiel ausdrucken. Und haben gesagt, okay, dann... AWS sind Auftragsbestätigung. Genau, ja, das sollte ich vielleicht auch noch erwähnen. Also Auftragsbestätigung natürlich nicht mehr auf Papier gedruckt. Genau, und dann haben wir gesagt, wir teilen unsere Bildschirme über Teams, über Microsoft Teams. Darf ich das eigentlich jetzt so sagen, oder ist das... Ach ja, Schleichwerbung ist nicht mehr.
00:29:58 Andrea
Hashtag in Ordnung. Ups, also ich piepe das jetzt einfach mal.
00:29:59 Annika
Ups, also ich piepe das jetzt einfach mal.
00:30:01 Kai
Nehmen wir einfach noch die anderen Zoom. Und was gibt es noch?
00:30:03 Andrea
Skype.
00:30:05 Kai
Dann gilt das ja nicht mehr als Schleichwerbung. Ja,
00:30:06 Andrea
Ja, genau. Wir sind da breit aufgestellt.
00:30:09 Annika
Wir nehmen Piep Teams und haben halt unseren Bildschirm geteilt, sodass sich der Saru meinen Bildschirm angucken kann, sehen kann, was ich denn arbeite und haben währenddessen, wenn er zu weit weg saß oder wenn ich zu weit weg saß, über unser Telefonsystem telefoniert. Und haben dann aber gemerkt, okay, die meisten Fragen, die werden sowieso dann per Teams gestellt oder per Telefon, weil man kann halt nicht nebeneinander sitzen. Und haben dann gesagt, okay, der Auszubildende ist bei uns im Standort und wir sitzen halt zu Hause im Homeoffice und teilen immer wieder unseren Bildschirm. Oder er teilt uns den Bildschirm, wenn er uns etwas erklären möchte oder etwas zeigen möchte oder wenn er Fragen hat. Und wir werden halt eigentlich... jeden Tag immer informiert, was denn gerade ansteht. Wir haben auch morgens immer einen Shopfloor, wo wir uns alle austauschen, also die ganze Abteilung. Und genau, wir schauen halt, dass wir alle Inhalte digitalisiert weitergeben können. Wir haben auch ein OneNote, das ist auch eine tolle Funktion, da haben wir alle Infos immer mit drinstehen, sodass der Auszubildende selber nachlesen kann, wenn er eine Frage hat zu einem Kreditoren oder zu einem bestimmten Vorgang, sodass der Auszubildende eigenverantwortlich arbeiten kann, sich selber die Inhalte beibringen kann. Und wenn er merkt, okay, da verstehe ich jetzt irgendwas nicht, dann rufe ich an oder ich teile meinen Bildschirm oder mir muss der Bildschirm geteilt werden. Also es hat echt tatsächlich besser funktioniert, als ich gedacht hätte oder als ich es erhofft hätte tatsächlich. Und bin sehr froh, dass wir vorher noch den Weg gegangen sind, so viel digitalisieren zu können. sodass wir nicht mehr abhängig sind von dem Büro selber.
00:31:59 Jasmin/Annika
Ja, ich kann mich noch so ein bisschen daran erinnern, als wir diesen Auftragsbestätigungsworkflow ins Leben gerufen haben. Da war eigentlich von Digitalisierung noch nicht mal die Rede. Und jeder, ja die Hälfte von Peter hat sich ungefähr gefragt, ja warum machen wir das denn eigentlich? Wir können das doch auch ausdrucken. Und im Nachhinein denkt man sich so, hey, warum haben wir das nicht noch bei viel mehr Dingen gemacht? Ja eben, also zur Info dazu. Wir haben halt vorher jede einzelne Auftragsbestätigung, was jetzt tatsächlich bei uns nicht gerade wenig ist, ausgedruckt, haben dann DMS -Code draufgeklebt und haben wir das im System gepflegt und dann musste Jasmin das wieder einscannen, sodass das wieder hinter dem Vorgang ist. Also es ist ein Riesenweg gewesen, was wir da gegangen sind vorher. Und jetzt im Endeffekt denke ich mir auch, das hätte man doch bestimmt vorher machen können. Also dass man da, das ist, ja.
00:32:44 Andrea
Ja, also die Digitalisierung ist sehr, sehr weit vorangeschritten. Das nochmal als Hinweis für den externen Zuhörer. Wir arbeiten hybrid. Das heißt, jeder hat die Möglichkeit, also jeder, für den das möglich ist, kann Homeoffice machen und kann am Ende entlang diverser Auflagen, die sich immer mal wieder ändern, frei wählen, ob er vom Standort aus arbeitet oder eben zu Hause vom Homeoffice aus. Diese Regelung gilt nicht für Azubis, aber für alle Stammmitarbeiter. Selbstverständlich ist unsere Logistik hier vor Ort. Da besteht natürlich nicht die Möglichkeit, die Pakete von zu Hause zu versenden. Das wäre ein bisschen schwierig. Aber alle anderen können in der Regel frei wählen, von wo aus sie tätig sind. Und noch ein Hinweis, OneNote, das ist ein Notizbuch, was man mit mehreren Menschen teilen kann, sodass jeder... die Informationen griffbereit hat. Das ist online, das ist also auch voll digitalisiert und das hilft ungemein bei jedem von uns. Ich weiß, Kai, du arbeitest oder ihr arbeitet ja auch ganz viel mit OneNote.
00:33:51 Kai
Ja, genau.
00:33:52 Andrea
Und ja, du kümmerst dich ja auch um Veranstaltungen, die sind ja auch wichtig für unsere Azubis, wie Webinare, da sind wir ja ganz massiv nach vorne gegangen. Das ist ja eine deiner Kernaufgaben, dich um Veranstaltungen zu kümmern. Richtig. Erzähl doch mal ein bisschen.
00:34:10 Kai
Ja, also natürlich Thema Digitalisierung auch im Bereich Veranstaltungen ist natürlich durch die Pandemie vorangetragen worden, keine Frage. Und deshalb haben wir natürlich auch dieses Jahr oder Ende letzten Jahres schon das erste Webinar mit einem Partner abgehalten und haben dieses Jahr bereits zwei weitere durchgeführt mit unseren langjährigen Partnern in der Firma Ansel und Firma Elton. auch mit großem Erfolg, weil es einfach wirklich cool ist, sich Informationen, sage ich mal jetzt, digital reinziehen zu können und auch wirklich sagen zu können, wenn ich Kunde bin, ich möchte noch mehr über das Thema Fußschutz erfahren oder über das Thema Handschutz oder wie sieht es aktuell mit den Liefermöglichkeiten, gerade im Bereich Hygienebekleidung von der Firma Ansel aus, das mal eben nebenbei wirklich anschauen zu können. Das ist der große Vorteil eben dabei, den wir bieten, dass wir nicht nur körperliche Veranstaltungen vor Ort anbieten, sondern natürlich auch wirklich digitale Varianten. Oder Beispiel jetzt, wir machen diesen Monat eine Live -Vorführung im Bereich Fügetechnik, wo wirklich gezeigt wird, wie klebe ich in der Praxis verschiedene Klebstoffarten. Und das ist halt echt cool, das haben wir vor einem Jahr uns noch keine Gedanken darüber gemacht. Und jetzt machen wir das diesen März. Also es zeigt echt, wie wir uns da verändert haben und auch auf die Bedürfnisse der Kunden eben eingehen, aber natürlich auch mit der Zeit gehen.
00:35:47 Andrea
Ja, das ist für die Azubis natürlich auch wichtig, weil in der Ausbildung gibt es ja verschiedene Fachschulungen, weil wir ja ein sehr breites Sortiment haben. Du hast da gerade schon so einen kleinen Einblick gewährt. Wir können natürlich im Moment ganz viel über diese Webinare lösen. Das ist auch eine sehr, sehr gute Sache. Also das ist wirklich etwas, wo wir große Möglichkeiten haben. Sehr, sehr, sehr gut.
00:36:15 Jasmin/Annika
Vielleicht auch nochmal, um da einzusteigen, wenn man seine Ausbildung im technischen Handel beginnt. Ich muss sagen, ich hatte da auch erst so ein bisschen Abstand. sage ich mal, weil ich bin jetzt technisch nicht so wahnsinnig versiert und dachte mir, oh Gott, was kommen denn da für Themen auf mich zu oder was sind das für Warengruppen? Und auch durch die interne Schulung, ja gut, ich bin jetzt kein Antriebsprofi, aber ich könnte schon sagen, was ein Wälzlager ist. Also nur um da vielleicht auch nochmal die Hemdschwelle etwas runterzuschrauben. Ja, dazu muss man ja auch sagen, dass wir uns ja auch immer alle gegenseitig schulen. Also sowohl die Auszubildenden als auch die Kollegen schulen sich immer gegenseitig in regelmäßigen Abständen, die meisten Warengruppen dann wirklich Bescheid wissen. Ich bin jetzt auch nicht im tiefsten Thema bei den ganzen Sachen, aber ich könnte auf jeden Fall zu allem was sagen. Aber du bist doch unsere Antriebstechnik -Fachfrau.
00:37:08 Andrea
Aber du bist doch unsere Antriebstechnik -Fachfrau.
00:37:09 Annika
Ja, Fachfrau ist gut gesagt. Ich gebe mein Bestes, sagen wir so.
00:37:15 Andrea
Sehr schön. Also einmal den Fachmann für Dienstleistungen hier, unseren Kai und Veranstaltungen und die Annika als Disponente mit. Antriebstechnik, Schwerpunkt und Praxisanleiterin. Und unsere Jasmin mit Marketingpersonal, auch Praxisanleiterin. Ja, wir haben ja eine bunte Mischung heute.
00:37:38 Andrea
Und am Ende ist ja das, was euch vereint, dass ihr alle hier gestartet seid und der ein oder andere hat den Weg zurückgeführt, gefunden. Und die anderen beiden sind begeistert bei der Sache und haben sich intern auch weiterentwickelt. Auch eine ganz wichtige Sache, wo wir auch, wie Kai auch schon gesagt hat, wir fördern halt auch entsprechend die Personen, unsere Pielaner, ganz wichtig bei Piel. So schließt sich der Kreis und individuell eben auch auf jeden eingehen, auf den Lernstand, auf das, was er sich zutraut. Ja, wir möglichst flexibel und dynamisch alles gestalten und das situativ so nehmen, wie es ist, auch im Bereich digitale Ausbildung. Wir nutzen das, was da ist und am Ende wird es gut.
00:38:28 Jasmin
Noch um auf das Thema Flexibilität bei uns einzugehen. Erstmal noch Respekt an die Firma, dass wir alle so schnell ins Homeoffice entlassen werden konnten. Wenn ich jetzt mal merke, dass manche Firmen jetzt gerade erst anfangen. Zu sagen, okay, man könnte teilweise mal im Homeoffice arbeiten und bei uns ging das innerhalb von, korrigiert mich, einer Woche.
00:38:49 Kai
Das war ja ungefähr von einem Jahr, müsste das gewesen sein, oder? Ja,
00:38:50 Andrea
Ja, genau. Also exakt war es am 13 .03 .2020, wo wir alle hier in Soest, also die Soester, im großen Konferenzraum zusammengekommen sind. Das war das letzte Mal, wo wir wirklich alle körperlich anwesend waren. Und Mario Ernst, unser geschäftsführender Gesellschafter, hat gesagt, merkt euch diesen Moment, dass wir zu schnell nicht wiederkommen. Und erstmal haben sich alle sparsam angeguckt. Es gab durchaus auch einige von uns, die da emotional drauf reagiert haben. Aber manch einer hat gedacht, Mensch, was erzählt der denn da? In drei Monaten sitze ich hier wieder und alles ist tutti. Nein, bis jetzt ist es nicht entstanden und das müssen wir uns bewusst machen. Also am 13 .03. hatten wir hier diese Versammlung. Ab Freitag, dem 13. konnten die ersten ins Homeoffice entsendet werden. Montag folgten die nächsten. Und bis Mittwoch waren tatsächlich alle Pielaner, wo es irgendwie ging im Homeoffice. Und das ist echt bemerkenswert gewesen.
00:39:50 Jasmin
Ja, das ging so schnell.
00:39:56 Andrea
Ja, damit sind wir schon auch ein Stück weit am Ende unseres Themas angelangt. Es war mir eine Ehre mit euch dreien. Vielen Dank.
00:40:06 Jasmin
Hast du sehr toll moderiert.
00:40:11 Andrea
Danke. Ja, wir freuen uns auf den nächsten PielCast. Dort wird es sich vermehrt um Keis -Themen drehen. Es wird um Veranstaltungen bei Peel gehen. Und so viel sei verraten, es wird auch beim nächsten Mal wieder spannend werden.
00:40:27 Jasmin
Wir freuen uns alle drauf.
00:40:30 Alle zusammen
Ahoi. Tschüssi. Tschüss.
#1 PIELcast... für alles ein erstes Mal
Eigentlich wollten wir nur die neue Technik für unseren PIELcast testen. Gerne lassen wir euch an dem Test teilhaben 🙂
Transkript
00:00:09 Christoph
Und damit herzlich willkommen zu unserem neuen Podcast -Format aus dem frisch eingerichteten Content -Studio. Herzlich willkommen, liebe Zuhörer, liebe Pielaner. Ihr seid gerade live dabei, wie wir das erste Mal einen Podcast aufnehmen. Das ist quasi ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Neue Wege, die wir gehen. Und ja, ich freue mich total. Wenn ihr das sehen könntet, hier sitzt gerade ein ganz begeisterter Christian Piel. Er strahlt über beide Ohren, die Augen funkeln. Ich kann mich wirklich in diesen Augen spiegeln. Christian, wie geht's dir und was ist das gerade für ein Moment? Beschreib das einfach mal kurz.
00:00:41 Christian
Ja, Christoph, das ist ein absolut magischer Moment. Ich fühle mich hier gerade quasi wie Kirmes oben im Riesenrad und vorher noch fünf Bullenauge. Also es ist ganz unfassbar. Erstmal vielen Dank, dass ihr heute hier dabei sein darf. und in dieses jungfräuliche Mikrofon meine ersten Sätze hier rein sprechen zu dürfen.
00:00:57 Christoph
rein sprechen zu dürfen. Ja, Wahnsinn. Und für die Nicht -Soester, also Kirmes ist wirklich schon das Highlight im Jahr. Leider im letzten Jahr nicht stattgefunden, aber wir waren natürlich alle im Herzen dabei, haben uns alle ja auch eigentlich riesig gefreut, dass es vielleicht doch ist, aber natürlich unter den Umständen ging es nicht. Und wenn Christian jetzt schon sagt, okay, das ist wie eine Kirmes, dann kann ich das voll nachvollziehen als gebürtiger Soester. Einfach Wahnsinn. Und ich bin wirklich erstaunt. Also wir haben... Um das euch mal ein bisschen zu beschreiben, das hier jetzt hier eingerichtet. Wir haben hier aktuell drei Mikrofone stehen. Wir haben drei Headsets, dass man sich eben auch selber hören kann. Und ich höre mich einfach fantastisch an in diesem tollen Content -Studio. Wir haben hier einen Mischpult, dass wir eben auch alles regeln können. Wir haben verschiedene Buttons, die wir drücken können. Das sieht mega professionell aus, Christoph. Das sieht richtig gut aus. Wir haben Schallschutzwände hinter uns stehen. Also einfach total klasse. Christian, wie lange hat das jetzt gedauert?
00:01:48 Christian
Also das Aufbauen, wären wir etwas körperlich besser situiert gewesen, dann hätten wir diese super Schallschutzwände etwas geschwinder getragen. Ich hätte gesagt, wir haben hier eine Viertelstunde aufgebaut. Wir haben am Montag ja schon mal einen kleinen Versuch gestartet, weil leider noch nicht alles Equipment gab, das ist heute gekommen. Dann haben wir das jetzt aufgebaut und ja, ich muss sagen, man kommt sich schon echt professionell vor. Du mit deinem Mischpult, hier mit diesem Mikro und dem Headset auf dem Kopf. Das ist schon geil, muss ich sagen.
00:02:14 Christoph
Das ist wirklich gut. Und ich glaube, wir sind halt einfach Bürohengste, wir sind einfach Bürotiere. Wir müssen hier nicht eigentlich die Schallschutzwände durch die Büroanlagen tragen.
00:02:23 Christian
Da hast du natürlich recht.
00:02:24 Christoph
Aber das war auch ein gutes Training. Da müssen wir halt nicht mehr ins Gym. Ich meine, das hat ja eh nicht auf im Moment.
00:02:30 Christian
Kannst du noch ein bisschen was zu diesem fancy Mischpult sagen? Das hat so viele bunte Knöpfe und Regler und so. Kannst du das überhaupt bedienen? Hast du da eine Fortbildung gemacht oder hast du da ein Training gehabt? Wie geht das denn überhaupt?
00:02:40 Christoph
Da fragst mich jetzt was. Christian, Christian. Nein, tatsächlich, ich habe mich einfach ein bisschen informiert, ein bisschen recherchiert im Internet. Es gab mir eine super Anleitung dazu. Und tatsächlich, hier sind viele bunte Knöpfe drauf. Man muss sich ein bisschen einlesen, bis man das zu bedienen weiß. Aber wenn man es dann kann, ist es super einfach. Es ist echt intuitiv. Es ist fast eine Plug -and -Play -Lösung, würde ich sagen. Wenn man sich ein bisschen reinfuchst, dann ist man relativ schnell bei der Sache. Und wir haben jetzt auch nicht lange gebraucht. Wir haben aufgebaut, ein bisschen dran rumgespielt und jetzt sitzen wir hier schon und reden schon fast dreieinhalb Minuten. Ich finde es total super.
00:03:15 Christian
Mit dir vergeht die Zeit einfach wie im Flug, muss ich sagen.
00:03:18 Christoph
Christian, bitte schmeicheln mir nicht so. Ich werde ganz rot für euch Zuhörer da draußen. Sehr schön. Nein, aber was wir euch noch erzählen wollen. Wir haben natürlich ganz, ganz viel Großes vor hier im Podcast -Studio. Wir wollen zukünftig, das haben wir euch ja schon mal im Vertriebs -Kick -Off angeteasert. Wir wollen hier Schulungen halten. Das heißt, wir wollen ein bisschen was erzählen. Wir wollen einen Azubi -Blog machen. Die Annika Schlinkmann ist da schon ganz vorangegangen und hat ein paar Themen gesammelt. Quasi so ein Motto Annikas Welt. Soll das ja, glaube ich, vielleicht werden Christian, wenn ich das richtig im Kopf habe. Also es ist noch nichts in Stein gegossen. Hätte ich jetzt einfach mal so ganz lapidar gesagt. Nein, aber wir haben ganz, ganz viel Großes vor. Ihr habt natürlich auch gehört, dass wir im Content -Studio auch ein bisschen filmen. Content produzieren wollen, das wird auch noch kommen. Aber zuerst werden wir jetzt viele Podcasts machen, damit wir auch ein bisschen Reichweite generieren können, damit wir das an unsere Kunden streuen können und einfach alle auf dem Laufenden halten und informieren. Denn das ist das, was wir mit diesem Podcast -Format relativ schnell und kurzfristig erreichen können. Leute informieren, Wissen streuen und das auf eine relativ einfache Art und Weise. Denn so ein Podcast, ihr kennt das vielleicht aus dem Privaten, das hört man sich auch gerne einfach mal so an.
00:04:30 Christian
Wenn man mal so 10 Minuten, mit sich selber hat. Könnte man einfach einen Podcast hören.
00:04:32 Christoph
Oder beim Kochen oder beim Putzen oder ja, meinethalben auch, wenn ich draußen einfach mal schnell...
00:04:40 Christian
Den Rasen mähst oder so.
00:04:42 Christoph
Ich habe einen Garten, aber das wird tatsächlich gemacht bei mir. Das ist jetzt, das darf man gar nicht erzählen, ne? Aber das ist auch so ein Grabpflegedienst. Also mein Garten ist jetzt kein Friedhof. Nicht, dass du das falsch verstehst.
00:05:01 Christian
Kannst du vielleicht noch so ein paar Effekte von deinem coolen Mischpult da zeigen?
00:05:06 Christoph/Christian
Erzähl doch mal einen coolen Witz. Hast du einen coolen Witz gerade drauf? Also für Witze... Fragt Mario doch auch immer.
00:05:10 Christian
Ja, so gut bin ich natürlich nicht, aber...
00:05:13 Christoph
Bist du nicht vorbereitet? Das ist natürlich essentiell an alle Podcaster, die demnächst hier
00:05:18 Christian
Genau, ich bin auch dafür bekannt, überhaupt nicht so witzig zu sein, aber vielleicht hilft mir da ja der Postillion.
00:05:27 Christoph
Der Postillion, Super Seite.
00:05:37 Christoph
Wow, wir haben hier sogar einen Schlagzeuger einfliegen lassen, der hier im Studio mit uns sitzt, der gerade diesen Sound abgespielt hat. Danke.
00:05:44 Christian
Großartig.
00:05:47 Christoph
Wow. Also, ihr merkt es, wir sind beide begeistert. Es flutscht quasi einfach nur aus uns raus, der Content. Und wir würden uns echt freuen, wenn ihr bald wieder einschaltet. Das war die erste Folge vom Pielcast. Es hat uns echt viel Spaß gemacht. Vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Und wir hoffen einfach, dass ihr uns treu bleibt, dass ihr dabei bleibt und hört einfach beim nächsten Mal wieder rein und ciao. Ciao.




























